Samstag, 2. Juni 2018

Wie man den Sommer zum Anpflanzen nutzt

 

Outdoor und so…                                                                

 

Junge Auto Pflanze

 

Text und Bilder: der Budler

 

Der kalte und raue Winter hat sich so langsam verabschiedet und macht allmählich Platz für den Frühling. Und auch Mutter Natur beginnt durch die ersten Sonnenstrahlen, neue Blüten zu bilden. Genau zu dieser Zeit beginnt für viele ambitionierte Guerillagrower die Arbeit für die kommende Saison. Denn auch wenn Indoorgrowing zu Recht sehr beliebt und weitverbreitet ist, gibt es diverse Gründe, die den Anbau unter freien Himmel durchaus einleuchten lassen. Zum einen sind Pflanzen, die inmitten der Natur stehen, nur schwer mit einem Besitzer in Verbindung zu bringen. Des Weiteren sind Cannabispflanzen, die draußen gewachsen sind, viel schonender für die Umwelt und auch für den Gärtner wesentlich günstiger, weil lästige Stromkosten wegfallen. Allerdings gibt es natürlich auch bei dem Anbau von Outdoor einiges zu beachten. Was es zu bedenken gilt, habe ich mir von ein paar freundlichen Herren aus den vorigen Ausgaben berichten lassen. Im Wesentlichen geht es um den Platz dessen Vorbereitung/Aufbearbeitung und die Genetik. Aber wie findet man den idealen Platz und welche Genetik eignet sich für den Outdoor Anbau in unseren Breitengraden am besten?

 

Der Platz: „besser ist besser“

 

Die Wahl für den richtigen Spot ist mindestens genauso schwer, wie die Wahl der passenden Genetiken. Solche Orte sollten in der Regel fern ab von der Zivilisation sein und nicht all zu leicht zugänglich. Denn niemand möchte, dass dieser Platz entdeckt wird. Die meisten Grower achten hierbei auch auf Hecken und Dornenbüsche, um ihre kleinen Pflänzchen geschützt auszusetzen. Ich habe selbst auch schon mal so ein Plätzchen gezeigt bekommen und kann sagen, dass man sich nicht zu schade sein sollte einige Meter zu robben oder zu kriechen bevor man zu einem Platz mit völligem Frieden gelangt. Dann braucht man an diesem Ort noch viel Sonne und einen feuchten nährstoffreichen Boden. Solche Plätze sind nicht an jeder Ecke zu finden und ich habe nicht selten gehört, dass je nach Wohnort ein einfacher Weg von bis zu einer Stunde in Kauf genommen werden muss und dass dies keineswegs ungewöhnlich ist. Solche Spots findet man oftmals bei ausgedehnten Wanderungen im ländlichen Bereich.

 

Meistens hat man das Problem, dass selten alle drei Faktoren „Sicherheit, Sonne und Boden“ erfüllt sind. Vor allem, wie weiß man, ob ein Platz genug Sonne abbekommt, oder ob der Boden genug Nährstoffe beinhaltet. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine wäre ein Kompass, der einem sagt, ob der Platz im Süden oder im Osten liegt. Optimal sind Plätze, die im Flachen liegen und so je nach Lage den ganzen Tag Sonne abkriegen. Falls das nicht möglich ist, sollte die Lage Süd oder Südwestlich sein. Eine weitere Möglichkeit die Qualität des Platzes zu beurteilen, sind Zeigerpflanzen. Zeigerpflanzen sind Pflanzen, die aufgrund ihrer Art nur unter bestimmten Umständen wachsen können. So gibt es Pflanzen, die nur auf einem sehr trockenen oder stickstoffreichen Boden wachsen. Brennnesseln wachsen zum Beispiel nur in sehr stickstoffhaltigen Umgebungen. Während Pflanzen wie Wermut und die gemeine Grasnelke nur in sehr sonnenreichen Ecken zu finden sind. Aber auch Pflanzen wie der Holunder brauchen viel Sonne. Von daher ist es nicht schlecht bei der Suche nach einem Platz die umliegenden Pflanzen zu beobachten, um die Beschaffenheit des Standortes besser einzuordnen.

 

Falls der Boden des Platzes nicht optimal ist, kann man diesen mit wenigen Mitteln gut aufpäppeln. Hierfür wurden mir Seramis Guano und Blumenerde empfohlen. Das Seramis hilft die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Guano dient dazu den Boden mit organischen Nährstoffen anzureichern und die Erde kann optional verwendet werden, um den Boden insgesamt etwas zu verbessern. Am besten einfach ein Loch buddeln und alles gut vermischen. Durch die Erde haben die Pflänzchen auch gleich eine nährstoffreiche Umgebung, die sie verwenden können, bis die Nährstoffe des Guano freigesetzt werden. Denn organische Nährstoffe brauchen je nach Nährstoff immer ein bis acht Wochen, bis sie freigesetzt werden. Bei manchen Düngemitteln wie Hornspänen kann es noch länger gehen. Zwischendurch kann man auch etwas Wasser mit Nährstoffen gießen. Wobei die meisten Gärtner versuchen die Besuche bei ihren Damen auf ein Minimum zu reduzieren.

 

Aber das ist von Jahr zu Jahr und von Gärtner zu Gärtner ganz verschieden. Deshalb ist die Wahl des Platzes und die Beschaffenheit des Bodens auch nicht zu unterschätzen, denn je besser der Platz desto mehr Freude und umso weniger Arbeit wird man mit seinen Früchten haben. Daher haben die Gärtner, die ich getroffen habe, versucht ihren Platz möglichst gut zu präparieren. Doch die Wahl des Platzes ist erst der Anfang.

Als Nächstes geht es um die Frage der Genetik.

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual

 

Auto Setzling

 

Im Laufe der Zeit kommen immer mehr neue Strains und Samenfirmen auf den Markt. Doch die Wahl der Genetik wird durch diesen Umstand nicht gerade erleichtert. Da mittlerweile überwiegend Sorten für den Indoor-Gebrauch gezüchtet werden, ist es nicht immer ganz so leicht die passende Genetik zu finden. Aber ich habe mich auch hier etwas umgehört und ein paar Strains gefunden, die für dieses Klima gut geeignet sind.

Im Allgemeinen sollte man darauf achten, dass die Pflanzen am besten, laut Hersteller von Anfang bis Mitte Oktober erntereif werden. Des Weiteren kann es von Vorteil sein, explizit nach Outdoor Strains zu suchen. Man könnte zwar auch Indoor-Seeds verwenden, aber Indoor-Samen gehen öfter erst in die Blüte, wenn Tag und Nacht nahezu gleichlang sind. Also bei 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit. In der Realität gehen Indoor-Samen bei etwa 13 bis 15 Stunden Helligkeit in die Blüte, aber das kann manchmal erst im September oder in seltenen Fällen sogar noch später der Fall sein. Deswegen ist bei Indoor-Samen etwas Vorsicht geboten, obwohl es auch sehr gut geeignete Indoor-Sorten gibt, die ideal outdoor wachsen und auch fertig werden.

 

Seit einiger Zeit sehe ich auch immer öfter Autoflowering-Genetiken, die gerade hierzulande beliebt sind. Autoflowering-Genetiken haben den Vorteil, dass sie innerhalb von 3 Monaten fertig werden. Dadurch kann man auch Cannabis in der Sommersonne ausblühen lassen und bekommt qualitativ sehr hochwertiges Gras. Der Ertrag ist jedoch kleiner als bei gewöhnlichen Pflanzen, aber dafür kann man auch andere Plätze für diese Pflanzen suchen, da Autoflowering-Pflanzen in der Regel nicht so groß werden. Selbstverständlich habe ich mir mal ein paar Sorten ans Herz legen lassen. Die Firma Sensi Seeds und deren Tochter Firma White Label bieten beispielsweise saftige Strains für Skunk Liebhaber, wie die Early Skunk (Sensi Seeds) oder die auch White Skunk (White Label) an. Aber auch Sorten wie Guerillas Gusto wurden mir wärmstens empfohlen. Die White Skunk durfte ich selbst schon einmal in Aktion betrachten (Hajo 2/2017).

 

Natürlich gibt es auch andere Firmen, wie Dutch Passion, die ebenfalls sehr empfehlenswerte Outdoor-Sorten in ihrem Katalog haben. Wie die Shaman – eine Purple Skunk – oder die Frisian Dew, die ebenfalls eine feine Skunk-Sorte sein soll. Dann hätten wir da noch die Sorte Aurora Indica von der Firma Nirvana Seeds. Alle Sorten haben diverse Damen und Herren im Laufe der Zeit näher kennenlernen dürfen und schätzen gelernt.

 

 

Dieser Artikel dient lediglich zu Aufklärung und Information Zwecken, Cannabis ist in manchen Ländern verboten.

 

Alles Gute

Der Budler

 

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