Donnerstag, 28. Dezember 2017

Medizinalhanf liegt weiter im Trend

 

Zahlen der Barmer Krankenkasse zeigen gestiegene Nachfrage.

 

 

Der Ansturm auf Cannabismedizin in Deutschland, der seit März 2017 begonnen hat, ist noch nicht vorüber. Neuste Zahlen der Barmer Krankenkasse zeigen eine gestiegene Nachfrage nach der Hanfarznei und ebenso, dass die Behandlung mit Cannabis an Akzeptanz gewonnen hat. Medizinalhanf liegt weiter im Trend.

 

So hat auch die Frankfurter Rundschau die neusten Ziffern der Krankenkasse Barmer erhalten, die von insgesamt 2857 Personen sprechen, welche Marihuana von ihren Ärzten empfohlen bekamen und daher Anträge auf eine Kostenübernahme stellten. Aus Nordrhein-Westfalen stammten dabei die meisten Menschen mit Bedürfnissen nach medizinischem Marihuana (605 Patienten), aus Bayern der zweitgrößte Anteil (567 Patienten), aus Berlin nur ein geringer Teil (230 Patienten) und aus Hessen der geringste Personenkreis (186 Patienten). Aktuell hätte sich die Situation bei ungefähr 400 eingehenden Anträgen pro Monat eingependelt, von denen in der Vergangenheit circa ein Drittel abgelehnt werden mussten. So erreichte man bei der Barmer Krankenkasse einen Stand von 1732 Genehmigungen zur Kostenübernahme der verschriebenen Medizin, was 1125 Menschen ohne eine derartige Grundversorgung zurücklässt. Dennoch sind mit diesem Durchschnitt wesentlich bessere Ergebnisse erzielt worden, als noch im Sommer angenommen wurde, wo man nur ein Drittel Genehmigungen prognostizierte. Als Grund für eine Verneinung diente nun aber auch verstärkt, dass Mediziner nicht genügend gescheiterte Behandlungsmethoden mit regulären Medikamenten nachweisen konnten, oder, dass aufgrund des Krankheitsbildes eigentlich ein Facharzt die richtige Adresse für das Ausstellen des BtM-Rezeptes dargestellt hätte.
Um übereifriges Handeln mit kontraproduktivem Ausgang zukünftig zu verhindern, besuchten rund 350 Ärzte und Ärztinnen in Düsseldorf ein Symposium im Dezember, das unter dem Titel „Cannabis auf Rezept? Cannabinoide in der Medizin“ über die genaueren Umgangsformen informierte und hilfreiche Wegweiser näher brachte. Nur eine Lösung für die wohl doch noch dauerhaft bestehenden Lieferengpässe beim Import der grünen Medizin wurde dort wie anderswo nicht für die nahe Zukunft beschrieben. Diese schleppende Situation bremse dafür aber immerhin die wachsende Nachfrage nach einem Medizinalhanfrezept in der Bevölkerung, waren sich in Düsseldorf anwesende Apotheker sicher.

 

Nach einer auf alle Krankenkassen bezogenen Hochrechnung der Frankfurter Rundschau bräuchten jedoch die circa 12.000 nun schon in Deutschland lebenden Cannabispatienten allein in 2018 bereits vier Tonnen getrocknetes Marihuana, weshalb von einer tatsächlichen Trendwende beim stark unterschätzten Hanfhype wohl kaum gesprochen werden kann.

 

Also lasst es endlich wachsen – es wird schließlich gebraucht!

9 Antworten auf „Medizinalhanf liegt weiter im Trend

  1. Karli

    Unheilsame Krankheit
    Mancher Schad ist nicht zu heilen durch die Kräuter aller Welt;
    Hanf hat viel verzweifelt Böses gut gemacht und abgestellt.
    Friedrich von Logau (1605-1655)

    Hätte von Logau in unserer Zeit gelebt, so hätte er bestimmt geschrieben: … durch den Chemiedreck aller Welt …

  2. Littleganja

    Mindestens die Hälfte der angeblich genehmigten hat sich ihre Kostenübernahme vor Gericht erstritten, speziell bei der Barmer ist die Genehmigungsfiktion durch Untätig der Krankenkasse überhaupt erst eingetreten.
    Die Zahlen mögen stimmen doch die Realität spiegeln sie nicht wieder.
    Wer Fragen zu seiner Ablehnung hat ob die so rechtens ist und ob ggf die Genehmigungsfiktion eingetreten ist, Persönlich Nachricht im Deutschen Hanfverband Forum an mich 😉

  3. André

    Mir wurde auch die Kostenübernahe seitens des medizinischen Dienstes der Krankenkasse versagt. Ich habe aber schon Einspruch erhoben in schriftlicher Form. Mein Neurologe hat leider erst Mitte Januar einen Termin für mich. Ich habe mal gelesen das Gesetz soll noch nachgebessert werden. Wann soll denn das geschehen? Nicht einmal ich als MS Patient bekomme die Kosten erstattet und man verweist mich auf einen Chemiekram den ich nicht nehmen werde.

  4. Frank

    @Andre´,
    daß tut mir wirklich leid für dich.! Bei der Barmer bist du versichert? Bei deiner furchtbaren Krankheit dir den
    Scheiß (entschuldige bitte m. Ausdrucksweise) nicht zuzusprechen, bzw. dir das Cannabis nicht zu verschreibem, ist ein Skandal. Da können Die auch sagen : Ein mit HIV infizierter Hodenkrebs Patient ?????
    NEIN!!!!!!! DER BEKOMMT DOCH KEIN CANNABIS AUF REZEPT!!!! NEIN!!! WIR SIND DOCH GOTT!!!! WIR SIND DER MDK!!!!!!!!!!!!!!CANABISS?????NACHER WIRD DER NOCH SÜCHTIG!!!!!!!NACH HASCHGIFT!!!!!
    Oh Gott, wo lebe ich bloß?

  5. André

    Ich bin bei der Techniker Krankenkasse versichert. Aber die halten sich auch an die Vorschriften. Ich kaufe weiterhin mein Cannabis Öl privat in der Apotheke. Den Chemiedreck nehme ich nicht. Mir sind inzwischen schon 7 Vorteile für mich persönlich von Cannabis eingefallen. Zum Beispiel der neuroprotektive Effekt von Cannabis. Weiterhin ist meine Fatigue inzwischen komplett weg. Das ist der allerschönste Effekt. Cannabis wirkt wie ein sehr gutes Schlafmittel. Es hat allerdings überhaupt keine Nebenwirkungen wie chemische Schlafmitttel. Ich nehme es immer zur Nacht und kann dann wunderbar schlafen. Dadurch ist man tagsüber komplett ausgeschlafen. Dadurch ist sicherlich mit der Zeit der FatigueEffekt weggegangen. Wenn diese Effekt reproduzierbar wäre wäre dies eine wissenschaftliche Sensation. Bei mir und vielen anderen ist der FatigueEffekt am belastesden der gesamten MS. Ich weiß nur nicht wen ich da am besten anspreche um diesen Effekt mal zu besprechen mit jemanden der eben nicht der Meinung ist ich werde von dem Haschgift abhängig.
    Obwohl dies auch sogar egal wäre da es bei meiner Krankheit nur darauf ankommt ob irgendwelche Verbesserungen eintreten.

  6. Littleganja

    @Andre

    Nehme per persönlich Nachricht Kontakt im Deutschen Hanfverband Forum zu mir auf und ich schaue mal über die Ablehnung drüber. Oft sind Fristen seitens der Krankenkasse nicht eingehalten oder das MDK Gutachten ist nicht korrekt da z.b. Fremdsprachen übernommen wurden ohne dazugehörige Übersetzung…….
    Bis dato habe ich schon ca 30-40 Patienten die dachten die Krankenkasse war mit ihrer Ablehnung im Recht, doch zu einer Kostenübernahme verholfen. Wenn man meine Tipps befolgt hat man die Kostenübernahme nach ca 2 Wochen bis maximal 3 Monate in den Händen!
    http://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=7152
    http://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=7529
    http://hanfverband-forum.de/viewtopic.php?f=22&t=8108

  7. André

    Du ich habe erst am 11 Januar einen Termin bei meinem Neurologen. Leider wartetet man als Kassenpatient fast ein Vierteljahr auf einen Termin. Ich bin doch noch gar nicht vor Gericht. Wir werden erst einmal zusammen Einspruch erheben. Mal sehen was dabei rauskommt. So lange halte ich erst mal die Füße Still. Ich hab mal ein wenig in deinen Links gelesen und das ist ja echt kompliziert finde ich. Ich bin leider durch meine Krankheit nur noch eingeschränkt handlungsfähig. Aber mit den schwer kranken Patienten können Sie ja machen was sie wollen. Aber nicht mit mir-wenn die Kostenübernahme nach dem Arzttermin immer noch nicht genehmigt wird klage ich vor Gericht.

    PS: ich bin Ansprechpartner für Cannabis als Medizin in der Piratenpartei

  8. André

    Littleganja: wie geht denn das Privat Kontakt aufzunehmen? Deinen Namen anzuklicken reicht jedenfalls nicht aus. Ich kann dies aber auch hier öffentlich schreiben: bist du vom DHV?
    Ich hätte mal eine Idee die der DHV umsetzen könnte. Und zwar müsste man einen Fachanwalt bzw. mehrere in verschiedenen Städten finden die sich mit der Thematik auskennen. Es gibt zwar in Deutschland keine Sammelklage aber bei gehäuft auftretenden Klagen gibt es sowas ähnliches habe ich neulich in der Piratenpartei gehört, da ging es um den Diesel Skandal. Ich wohne in Berlin und würde den Fall wenn es nicht zu teuer wird eventuell an einen Fachanwalt weiterreichen. Ich habe den 1. Link von dir überflogen und darin wurde dazu geraten sich auch vor dem Sozialgericht anwaltlich vertreten zu lassen.

  9. Anthony Smith

    Mein Vater wurde im März 2017 mit einem Gehirntumor diagnostiziert und seitdem haben wir dreimal Chemo gemacht, aber der Krebs bleibt zurück. Vor ein paar Monaten hörte ich von Cannabisöl und seiner heilenden Wirkung. Er kontaktierte ihn per E-Mail unter: Ricksimpsoncannabishemoil@gmail.com und mein Vater begann sofort mit der Behandlung mit dem Cannabisöl, nachdem das Ran das Cannabisöl zur vorgeschriebenen Zeit eingenommen hatte Er war komplett geheilt und während ich jetzt schreibe, kann mein Vater ohne Unterstützung durch irgendjemanden im Haus herumlaufen und jederzeit ausgehen.

    Schöne Grüße,
    Anthony Murray

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