Dienstag, 21. November 2017

Marlene Mortler – eine Frau mit Mumm und Männerherz

 

 

Mortler
Bild: Pressefoto von Marlene Mortler

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Als Horst Seehofers Mädchen, Marlene Mortler, im Januar 2014 von der SPD grünes Licht bekam, sich fortan als Drogenbeauftragte um das Wohl jener Bürger zu kümmern, die gerne saufen, rauchen und zocken, dachten viele: Das ist der Untergang der germanischen Drogenhochkultur. Eine evangelische Spaßbremse mit CSU-Parteibuch als Hüterin von Anstand und Sitte versprach nichts Gutes. Besonders unter Männern herrschte nackte Angst, schon bald auf all das verzichten zu müssen, was das Leben hinter Deutschlands zugezogenen Gardinen einigermaßen erträglich macht. Würden schon bald islamische Verhältnisse in den Wirtshäusern herrschen, wo Männer unter Neonlicht die Zeit totschlagen und dazu Tee trinken? War die Asketin aus Mittelfranken angetreten, die deutsche Gemütlichkeit abzuschaffen und ein ganzes Volk von dem zu entwöhnen, was Spaß macht?

 

Heute, vier Jahre später, ist von dieser Angst nichts übriggeblieben. Noch immer können die Deutschen wie gewohnt Hirn und Leber in Alkohol einlegen, und niemand muss sich davor graulen, wie ein Türke den lieben langen Tag nüchtern zu bleiben. Trotz aller Unkenrufe ist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung tatsächlich Mensch geblieben, der ein Herz für Rauschgiftsüchtige hat, so lange sie sich mit legalen Drogen zudröhnen. Nichts von dem, was Mortler bei Amtsantritt angekündigt hatte, hat sie umgesetzt. Noch immer können sich die Deutschen dem Alkoholrausch, der Qualmerei, dem Glückspiel und der Internetsucht hingeben, so viel und so oft sie wollen.

 

Insbesondere die Saufkultur mit all ihren schönen Begleiterscheinungen ist in Deutschland lebendiger denn je. Und die Mortlerin gibt sich alle Mühe, nicht allzu viel Eifer an den Tag zu legen, um daran etwas zu ändern. Der Vorschlag, den gefährlichsten Suchtstoff der Welt wie illegale psychoaktive Substanzen zu ächten, kommt aus ihrem Munde nicht. Im Gegenteil, auch die Drogenbeauftragte greift zur Alkoholdroge – ebenso wie Ziehvater Horst Seehofer, der ganz nüchtern feststellt, dass Bier in Maßen gesund und in Bayern ein Nahrungsmittel ist.

 

Und so muss kein vierzehnjähriges Kind darum bangen, an Unterernährung zu sterben, weil die Eltern kein Bier mehr zu den Mahlzeiten servieren. Die Veltins-Arena in Gelsenkirchen heißt noch immer Veltins-Arena, und Margot Käßmann darf nach ihrer Trunkenheitsfahrt auch schon wieder am Straßenverkehr und an TV-Talkshows teilnehmen. Weit und breit ist nichts zu sehen von einem Artensterben – auch dank der Drogenbeauftragten, die eigenhändig die schützende Hand über alle Schnapsdrosseln und Schluckspechte hält und das feucht-fröhliche Biotop der Trunksüchtigen wie die Grabstätte der eigenen Familie pflegt – einer Familie, die über Generationen eine Drogenpflanze aus der Familie der Hanfgewächse angebaut hat – den Hopfen.

 

Deutschland hätte nichts Besseres als Marlene Mortler passieren können. Wer mit dem legalen Anbau eines Hanfgewächses groß wird, der kann kein schlechter Mensch sein. Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Deutschen ein Alkoholproblem andichten will, das Marlenchen vom Hopfenhof gibt darauf nichts. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von rund zwölf Litern reinen Alkohol im Jahr mag zwar hoch klingen, de facto ist er es aber nicht. In Gerstensaft umgerechnet sind das gerade einmal 500 Flaschen Bier, die vom Säugling bis zum Greis gesüppelt werden. Das sind nicht einmal eineinhalb Flaschen pro Tag!

Keine Frage, Marlene Mortler ist ein Glücksfall für Deutschland, denn sie ist eine von uns. Die Trinkschwester hat nicht die Absicht, unschuldige Menschen ab dem 14. Lebensjahr von der Nahrungsaufnahme abzuhalten und mit Verboten zu drangsalieren.

 

So gesehen lässt sich Mortlers Bilanz sehen. Zumal die gute Frau kein Pardon mit den Leuten hat, die die Saufkultur einfach nicht leben wollen. Insbesondere sind ihr jene Kulturbanausen ein Dorn im Auge, die statt zu saufen lieber Haschgift in die Nase spritzen. Was die Drogenbeauftragte im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch vermissen lässt, bekommen die Cannabis-Konsumenten mit voller Wucht zu spüren. Das Geschrei der Kiffer nach Gleichstellung mit den Säufern hört die Dame nämlich gar nicht gerne. Deshalb stellt sie sich auch taub und hat selbst ihren Facebook-Account gelöscht. Mortler ist es leid, sich von Haschgiftjunkies beschimpfen und verunglimpfen zu lassen. Für Mortler gibt es einfach keine vernünftigen Argumente für eine Entkriminalisierung der Hänflinge, auch wenn das Mutterland des Drogenkrieges mehr und mehr seinen Frieden mit der Heiligen Pflanze macht. Nein, von den USA will die Drogenbeauftragte nichts wissen, weshalb sie die Frage, warum das verwandte Hanfgewächs des Hopfens verboten ist, nur noch wie ein bockiges Kind mit dem unschlagbaren Argument abbügelt: „Weil Cannabis eine illegale Droge ist. Punkt.“

 

 

8 Antworten auf „Marlene Mortler – eine Frau mit Mumm und Männerherz

  1. Chris

    Lieber Sadu,
    deine Texte zu diesem „subjek“ Mortler, muss ich ganz ehrlich sagen, lese ich einfach nur gerne und versüßen einem Grundsätzlich den Tag, da du es immer wieder schaffst, mir ein schmunzeln ins Gesicht zu zaubern, weil du einfach einen so herrlichen Sarkasmus an den Tag legen kannst. :)))
    Obwohl man ja eigentlich, nur heulen könnte, wenn wir den Witz mal außen vor lassen, weil alles der Wahrheit entspricht und ich aufgrund, solch einer stupiden Person und ihren „Anhängern“ nicht zu meiner pflanzlichen Medizin kommen kann ohne mich dafür strafbar machen zu müssen, stattdessen ist es legitimer mich mit Morphium und 5 weiteren Präparaten vollzustopfen, was mich viel mehr aus der Bahn wirft (Leben drängt) und die Schmerzen sind dadurch nur geringfügig ertragbarer, was aber gegen meine Schmerzattacken kein bißchen hilft, von den Nebenwirkungen mal komplett abgesehen…

    Kurzum, was kann man als einzelner gegen diese „Frau“ und ihre „Anhänger“ machen????

    Bleibt nur zu hoffen das Herr Seehofer am Donnerstag endlich aufhört und dieses „subjekt“ Mortler keinen Schaden mehr anrichten kann…

    Bis dahin immer schön schmunzeln

  2. rainer sikora

    So ist das,wenn wir regiert werden,was die meisten richtig finden.Verbote, Vorschriften und Bestimmungen über uns und unser Leben sind für viele unverzichtbar und notwendig.Jetzt habe ich in der Zeitung einen Artikel über grund-und anlaßlose Personenkontrollen im Innenstadtbereich gelesen.Es wurden hier und da kleine Mengen Cannabis entdeckt mit der polizeilichen Anmerkung:Die kontrollierten Personen hätten sich alle respektvoll gegenüber der Polizei verhalten.Was mit den Erwischten passiert ist stand da nicht.Sicher finden die immer irgendeine Begründung für so neuartige und eigenartige Kontrollen,aber Respekt geht anders.

  3. R. Maestro

    Prostitution (von lateinisch prostituere „nach vorn/zur Schau stellen, preisgeben“)
    Echt traurig, Marlene.
    Keine eigene Meinung, keinen eigenen Stolz und nachplappern, was einem vorgegeben wird.
    Nach der Amtszeit sich weiterhin als unkomminative, irrationale, inkompetente Gestalt zu outen, schade.
    Sadhu van Hemp hat , denke ich recht.
    Dass Mr. Trump ein …… ist, okay, aber sie?
    Sicher nicht besser.
    Ich hoffe, die Menscheit bleibt von Erzeugnissen Ihrer Sorte desweiteren verschont.
    Sie sind ja auch international unterwegs.
    Wer unsere Drogenbeauftragte und die deutsche Drogenpolitik kennnt, weiß auch, das wir bisher leider nur Versager hatten, in unserer Drogenpolitik.
    Hunderte Tote mehr, als vor Mortlers Amtszeit!!!
    Ein Erfolg?
    Klopf Dir auf den Arsch!!!
    Sieh der Wahrheit ins Gesicht, Mortler.
    Unter dieser (t)ollen Drogenpolitilik, sind die Todeszahlen kontinuirlich gestiegen. Gute Amtszeit. Danke!!
    Wir alle zahlen für Deine propagierte Verfolgung.
    Danke, ausgefressen vom Geld, für Dich Marlenchen, zahlen wir ALLE, aber Du scheißt alle Konsumenten an, als wären sie Schwerverbrecher.
    Ein Konsument kann nicht schlimmer sein, als unsere Drogenbeauftragten.
    Es gibt durchaus Momente, an denen ich mir wünsche, unsere Entscheider mögen an Krankheiten leiden, bei welchen nur THC hilft.
    Dann möchten diese Entscheider aber bitte verrecken.
    Dem einfachen Bürger bleibt leider auch nichts anderes übrig.
    MfG,
    ein Gelegenheitskonsument, ein Schwerverbrecher also somit.
    Aber kein schlechterer Mensch, als Dein Sohn.
    Ich kiffe gelegentlich.
    Effektiv gesehen haben sie, Frau Mortler, einen Verbrecher, einen kriminelen beherbergt!!
    Danke!!!!!!!!!!!!!!
    Aber andere verurteilen……

  4. R. Maestro

    Entschuldigung, Frau Mortler,
    dass ich bei Ihrem Namen an den Namen Adol ..tler denken muß,
    es liegt nicht an mir. Vielleicht eher an Ihrer Ideologie.
    Das dritte Reich war eine besch……. Ideologie,
    Ergebniss, ca 52 Millionen Tote (Zahlen schwankend).
    Ihre Ideologie fordert ebenfalls immer mehr Drogentote. Nachweislich!
    Alkoholtote bleiben Ihrem geistigen Einflussbereich leider verborgen!
    Der Kreuther Geist, war anscheinend keine Werbung in eigener Angelegenheit???
    Es wäre nahezu jedem peinlich gewesen.
    Ihnen nicht?
    Werbung bzgl. eines sehr hochprozentigen Getränkes?
    Khreuter Geist?
    Den nächsten weiteren Tagen als Drogenbeautragte in Erscheinung zu treten.

    Wenn Du Deutschland vertrittst, will ich kein deutscher mehr sein.

    Danke, ich muss mich nicht schämen.

    Nicht für mich, aber für Dich, Marlene.

    MIT Menschen zu sprechen, unfähig, über Deine Mitmenschen zu urteielen, fähig genug.
    Es verwirrt mich ein wenig, fehlt es hnen , Frau Mortler, an Intelligenz, oder haben Sie Ihre Meinung verkauft?
    Danke, Sie sind kein Segen, Sie sind Schaden!!!!!!

  5. Thomas

    Sadhu, Mensch, eine Glosse zum Thema Mortler. Du weißt doch dass die Bäuerin mit den Feinheiten der deutschen Sprache nichts anfangen kann. 😉

    @Yo24hua. Das sind alles getarnte Kiffer, die die friedlichen und zivilisierten Biergenießer in ein schlechtes Bild rücken wollen (Merlenchens Gedankengang).

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