Freitag, 27. Oktober 2017

WHO lädt einen Verfechter von Cannabis ein

 

CBD als nicht psychoaktiv einstufen.

 

 

Da die Weltgesundheitsorganisation an den Wirkungsweisen von berauschenden Substanzen interessiert ist, um diese fachgerecht einzustufen, beschäftigt sich die Organisation aktuell auch mit der derzeitigen Star-Substanz der Cannabispflanze CBD. Um einen genaueren Einblick in das Fachgebiet der medizinischen Anwendung zu bekommen, holt sich die Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen einen Spezialisten aus der Branche ins Haus. Die WHO lädt einen Verfechter von Cannabis ein, der neben der Ausübung eines Managerpostens bei HempMeds in Mexiko auch seine eigene Tochter mit der nicht berauschenden Substanz aus Hanfpflanzen behandelt.

 

Das seit dem 1.Oktober 2016 in Deutschland zumindest als Arzneimittel verschreibungspflichtig gemachte CBD steht bei der Weltgesundheitsorganisation unter Beobachtung. Aus diesem Grund lädt man den Manager von HempMeds – einer Tochterfirma von Medical Marijuana Inc. in Mexiko – nach Genf ein, damit dieser seine Erfahrungen mit der Substanz persönlich vor internationalen Führungspersönlichkeiten vortragen kann. Raúl Elizalde gilt als weltweit anerkannter Befürworter und Verfechter von medizinischem Marihuana, weshalb er mit der Absicht in die Schweiz reisen wird, eine Aufnahme von CBD in der Drogenliste der WHO zu verhindern. Berichte über persönliche Erlebnisse mit seiner Tochter dienen diesem Ziel ebenso, wie die Forschungsergebnisse aus Mexiko, die Dr. Saul Garza zusammen mit Dr. Carlos Aguirre bei der Behandlung von Kindern ermittelten. Dass die nicht psychoaktiv wirkenden Bestandteile der Hanfpflanze von dem neunten US-Bundesgericht als nicht unter den Controlled Substance Act fallend bestätigt wurden, ist ein weiteres Ass im Ärmel des angereisten Zentralamerikaners. „Es ist mir eine große Ehre, die Gelegenheit zu haben, vor einem so hochrangigen Publikum zu einem Thema zu referieren, welches mir sehr am Herzen liegt“, wird Raúl Elizalde auf Presseportalen zitiert. „Ich möchte mich bei den vielen Unterstützern bedanken, die mich auf meinem Weg der weltweiten CBD-Reform weiterhin begleiten“, sind die darauffolgenden Worte des schon bald eine äußerst wichtige Reise antretenden Mannes, der als langjähriger Interessenvertreter von Patienten in Mexiko sicherlich einige Gefährten hinter sich weiß. Die Weltgesundheitsorganisation WHO trifft sich zur Debatte über die internationale Drogenliste – dem Übereinkommen über psychotrope Stoffe beziehungsweise dem Einheitsübereinkommen über Suchtstoffe – in der zweiten Novemberwoche ab dem 6. November 2017 in Genf.

 

Vielleicht könnte ein gewisser US-Justizminister namens Jeff Sessions dort auch endlich einmal einige klare Worte über seine bisher ungewisse Strategie im Umgang mit legalem Marihuana in den Vereinigten Staaten verlieren. Dies wäre dann wohl eher als „Psycho aktiv“ zu registrieren …

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