Mittwoch, 25. Oktober 2017

Bayrisches Gras aus dem Atomschutzbunker

 

Moderne Zeiten für besondere Arbeiten.

 

So schaut es derzeit im Bunker aus (Foto: Bunker UG)

 

Dass sich Atomschutzbunker zur Zucht von Cannabispflanzen gut eignen, bewiesen unter anderem erst Ende Februar englische Hanfbauern, die sich einen unterirdischen Nuklearschutzraum illegal zunutze machten, um heimlich das große Geschäft mit Marihuana abzuschließen. Dass hierzulande die bayrische Staatsregierung Beihilfe beim Etablieren von Firmen betreibt, die dieses Ziel auf legalem Weg an gleicher Stelle verfolgen, lässt sich trotz Beweisen nicht sofort geistig verdauen. Bayrisches Gras aus dem Atomschutzbunker könnte im nächsten Jahr jedoch schon Realität werden, wenn ein Unternehmer an seinem Plan erfolgreich festhalten kann und in Memmingen die Produktion starten darf.

 

Christoph Roßner – welcher aufmerksamen Lesern nicht unbekannt sein dürfte – will mit seinem Unternehmen Bunker Phyto Pharma Development am Memminger Allgäu Airport in die Produktion von Medizinalhanf starten und der großen Konkurrenz aus dem Ausland etwas entgegensetzen. Da die Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte von möglichen kommenden Cannabisproduzenten verlangte, schon in der Vergangenheit Cannabis in rauhen Mengen produziert haben zu müssen, konnte Roßner erfolgreich Argumente einbringen und hofft nun Verbesserungen seitens der Behörde, bevor ihm die Zeit davonläuft. Der Atomschutzbunker eignete sich hervorragend für das Vorhaben, was sogar Staatssekretäre des bayrischen Wirtschaftsministeriums schnell verstanden, weshalb man den Unternehmer in entsprechende Kreise einführte. Mittlerweile sei ThyssenKrupp mit an Board und sogar internationale Hedgefonds sind zumindest in Gespräche verwickelt. Wenn das Glück Christoph Roßner und der Memmingerbergumgebung hold ist, dann sollen in Bälde mindestens 15 Personen aus der Region einen neuen Arbeitsplatz erhalten können, die das bayrische Gebiet auf der Karte der bedeutenden Cannabisproduzenten sichtbar erscheinen lassen werden.

 

In Zeiten, in denen fälschlicherweise dreißig Kilogramm Gras per Amazon an unbedarfte Ehepaare geliefert werden, ist aber wohl nahezu alles möglich. Auf zum Atom!

2 Antworten auf „Bayrisches Gras aus dem Atomschutzbunker

  1. U-G

    Als ich das Bild dazu sah, bekam ich erst mal einen Lachanfall.

    Doch als ich dann den Text dazu las, wäre das machbar.

    Wenn das Projekt von Christoph Roßner im Labor-Technischen-Verfahren, sprich Aktivkohlefilter-Frisch-Luftzufuhr ohne jägliche Emissionen von Verunreinigung seitens der Umwelt von Statten gehen würde, dann Volle-Pulle!!!

    So einfach und ohne wenn oder aber.
    Sauber, rein und frei von Schadstoffen.
    Ansonsten kein Labor-Gras.

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