Samstag, 14. Oktober 2017

530 Kilogramm Haschisch auf Malta

 

Plus 20 Kilogramm Marihuana.

 

war on drugs
Foto: marker

 

Die vielversprechenden Einnahmen durch den Handel mit illegalen Naturgütern veranlassen nicht nur hierzulande Menschen dazu, der Gesetzgebung den Rücken zu kehren. Weltweit wird mit dem Schwarzgeld des Drogenmarktes gelockt, die Straße der Legalität zu verlassen und das große Geschäft abzuwickeln. Selbst auf kleinen Inselstaaten kann der richtige Deal das Leben verändern, sodass es kein Wunder ist, dass die Cannabisprohibition auch an solchen Orten keine Wirksamkeit zeigt. 530 Kilogramm Haschisch auf Malta demonstrieren das Versagen des achtzigjährigen Kampfes gegen Hanfgebrauch erneut eindrucksvoll, da es sich bei der sichergestellten Menge Schmugglergut um den bisher größten Fund von Drogen auf der südeuropäischen Mittelmeerinsel handelt.

 

Zwei kleine Lastwagen und ein Pkw wurden in der Nacht auf Freitag von der Polizei sowie eines Antidrogeneinsatzteams gestoppt und auseinandergenommen, wobei neben der erwähnten Menge von 530 Kilogramm Haschisch auch 20 Kilogramm Marihuana sichergestellt werden konnten. 100000 Euro in bar waren bei den fünf Personen ebenso aufzufinden, die mit den Fahrzeugen in Verbindung gebracht wurden. Dabei handelt es sich um zwei italienische und zwei slowakische Männer sowie einen Mann aus Malta, deren Alter zwischen 30 und 60 Jahre liegen soll. Der stellvertretende Polizeichef Dennis Theuma schätzt den Straßenwert des bisher größten Drogenfundes auf Malta auf mindestens Millionenhöhe. 24 Stunden Observierung benötigen die Polizisten, um den Zugriff durchzuführen, der den beteiligten Personen eine ordentliche Anklage einbringen wird.
Da man davon ausgehe, dass die Festnahmen auch einer kriminellen Organisation Schaden zugefügt hätten, die mit Geldwäsche im Geschäft sein könnte, werde man weitere Nachforschungen anstellen und den Fall noch nicht abschließen. Auf die Nachfrage seitens örtlicher Presseorgane nach einer Möglichkeit der Legalisierung von Cannabis, hielt sich die Polizei salomonisch weise zurück und gestand einzig dem Gesetz folge zu leisten, was man damit auch immer zu legalisieren gedenken würde. Der gewaltige Fund von insgesamt 550 Kilogramm Marihuana fällt zeitlich passend in Diskussionen über eine Freigabe von berauschenden Hanfgütern und Substanzen auf dem knapp 450000 Einwohner starken Inselstaat.

 

Und auch in Deutschland wächst der Wunsch nach vergleichbarer Eilandatmosphäre.

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