Donnerstag, 3. August 2017

Achtzig Jahre Jagd auf Cannabiskonsumenten

 

Die Prohibition von Marihuana feierte runden Geburtstag.

 

war on drugs
Foto: marker

 

Obwohl sich die USA aktuell zu einem wegweisenden Land in Fragen der Cannabislegalisierung entwickeln, darf nicht vergessen werden, dass die Prohibition von Marihuana dort eigentlich ihren Ursprung fand. Viele Dekaden sind seit dem ersten Anstoß zur freien Kifferhatz vergangen, in denen die hässlichsten Fratzen des Drogenkrieges anzutreffen waren, weshalb wohl nun auch endlich immer häufiger ein freundlicheres Gesicht bei dem finanziell vielversprechenden Geschäftsfeld seitens der Gesetzeslage aufgesetzt wird.

 

Achtzig Jahre Jagd auf Cannabiskonsumenten – die Prohibition von Marihuana feierte gestern einen runden Geburtstag.

 

Die aktiven Re-Legalisierer von NORML wiesen am gestrigen Mittwoch darauf hin, dass sich der messbare Startzeitpunkt des globalen Cannabisverbotes zum achtzigsten Mal jährte. Am 02. August 1937 unterzeichnete Präsident Franklin Roosevelt den House Bill 6385 und ließ damit den Marihuana Tax Act zum Oktober des genannten Jahres ein Gesetz werden. Diese gesetzlichen Umstellungen stellten die ersten Schritte in den gesamten USA dar, durch welche Besitz, Produktion und Handel von Cannabis folgend eine Bundesstaaten übergreifende strafrechtliche Verfolgung nach sich zogen. Der US-Kongress folgte damit vorangegangenen Entwicklungen einzelner Staaten, die sich teils ab 1914 gegen Cannabiskonsum mit hanebüchenen Thesen starkmachten. Nachdem im April 1937 ein erster Entwurf eingereicht wurde, waren nur zwei Anhörungen nötig, um die anwesenden Gesetzgeber von der Richtigkeit des Handelns zu überzeugen. Die einzelne Meinung eines gewissen Harry Ansligers tangierte die Entscheidung damals jedoch gewichtiger, als es die gesamte American Medical Association imstande war. Roosevelt unterschrieb die Wahl der Regierung und ließ die Prohibition von Marihuana damit in eine volle Fahrt geraten. Der Marihuana Tax Act trat letztendlich zum 01. Oktober 1937 in Kraft. Noch heute spüren Millionen Menschen die negativen Auswirkungen, die in der landesweiten Verfolgung von gewöhnlichen Genusskonsumenten in den USA ihren Anfang fanden.

 

Happy Birhtday, Prohibition!

5 Antworten auf „Achtzig Jahre Jagd auf Cannabiskonsumenten

  1. Littleganja

    Ne Meldung über die Nichtverfügbarkeit von Cannabis in der Apotheke wäre nice.

    Seit einigen Tagen gibt es überhaupt nichts mehr, die anderen Medien berichten ihr nicht?!?!

  2. rainer sikora

    Als Bluete wird es Hanf meiner Ahnung nach bald überhaupt nicht mehr geben.Wie es weitergeht wird gerade ausbaldowert.Wahrscheinlich Extrakte und Auszüge.

  3. rainer sikora

    Das Wort Rauschgift dürfte es, seit der Erkenntnis das Hanf Medizin oder Arznei ist ,eigentlich gar nicht mehr geben, im Zusammenhang mit Hanf.Heute Morgen in der Zeitung stand:Rauschgift angebaut Marihuana-Plantage in der Wohnung Stadthagen.Irgendwie ist bei Ämtern und Behörden noch überhaupt gar nichts verstanden oder angekommen.

  4. Daniel Holler

    Falls es noch keiner gemerkt hat: 2 Billionen DM Staatsschulden – wurden durch die jetzige Regierung zu 2 Billionen Euro Staatsschulden. Also im Krieg gegen Pflanzen Schulden verdoppelt.
    Btmg: Bitte mach das Btmg mit Pflanzenverboten geht weg….
    Will der Staat Profite ?
    Dafür als Grundgesetzgebot: Für alle und für immer bis zum Haelends die Allepflanzenwirtschaftlizenz.

  5. Lars Rogg

    Und weitere achtzig Jahre in Deutschland, wenn es nach unserer Politikerkaste geht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.