Donnerstag, 5. Oktober 2017

Die Zeichen der Zeit sprechen für eine Cannabislegalisierung

 

Mitmachen, bevor uns wieder der Himmel auf den Kopf fällt.

 

 

Seit vielen Jahren wiederholen Legalisierungsbefürworter die Argumente, die für eine Freigabe von Marihuana sprechen. Besserer Jugendschutz, sichere Verkaufsangebote und eine Entlastung der exekutiven Staatsmacht sind nur einige Beispiele, die von Prohibitionisten in der Vergangenheit einfach nicht verstanden werden wollten. Nun bröckeln die Verbotsmauern nach erfolglosen achtzig Jahren Kifferjagd jedoch endlich, da vorbildliche Staaten mit alternativen Herangehensweisen beachtliche Fortschritte in der Bekämpfung des Schwarzmarkthandels und der Kriminalität vorweisen können. Selbst die Zeichen der Zeit sprechen für eine Cannabislegalisierung.

 

So veröffentlichte das bekannte deutsche Zeitungsorgan „Die Zeit“ online einen Artikel, der vor Jahren nicht anders auf szenenahen Publikationen hätte gefunden werden können. Mit Blick auf die kommenden vier Jahre unter einer möglichen Jamaikakoalition zwischen CDU, Grünen und FDP sieht der Autor des Artikels „Legalisiert es!“ genügend gute Gründe gegeben, warum jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Freigabe der natürlichen Rauschsubstanzen aus Hanfpflanzen gekommen ist. Von der vollkommen gescheiterten Prohibition, über greifenden Jugendschutz, zu sprudelnden Steuereinnahmen reichen die Zeilen, die selbstverständlich auch mit Autoritätsargumenten geschmückt worden sind. So bezieht man sich in der Zeit auf den bisherigen wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU und promovierten Ökonom Joachim Pfeiffer, der trotz Mitgliedschaft in der Christlich Demokratischen Union aus genannten Überlegungen für die Legalisierung von Marihuana eintrete. Milliardeneinnahmen für den Staat und fehlende Argumente für das Aufrechterhalten der Prohibition lassen am Ende dieses Artikels daher dann auch nur den einen Schluss zu, der anderswo schon umgesetzt wird.
In Kanada versucht Justin Trudeau schließlich gerade den richtigen Wert von legalem Gras einzuschätzen und rechnet sich bei einem Dollar Steuerabgabe pro verkauftes Gramm Cannabis hohe Chancen aus, den bisher blühenden Schwarzmarkt erfolgreich auszutrocknen und damit zeitgleich die Verfügbarkeit von Rauschmitteln für Minderjährige wesentlich einzuschränken. Wie man deshalb hierzulande weiterhin davon ausgehen kann, dass dauerhafte Importe von begrenzt verfügbarem kanadischen Marihuana des Rätsels Lösung für deutsche Medizinalhanfpatienten darstellen, während ökologischer Privatanbau oder private Einkäufe für den Genusskonsumenten immer noch als opferlose Straftaten verfolgt werden, lässt sich mittlerweile einfach nicht länger mit gedruckten Buchstaben erklären.

 

Sign of the times – die Zeichen der Zeit sprechen für eine Cannabislegalisierung!

25 Antworten auf „Die Zeichen der Zeit sprechen für eine Cannabislegalisierung

  1. Fred

    Na endlich Hanfjournal !

    Eine völlig richtige Einschätzung der Situation. Die Zeit ist reif. Und jetzt muss Schluss sein mit dem Gejammer und dem Gerede von “ wir sind alle Opfern “ und „es ändert sich ja doch nichts „.

    Wir haben eine nahezu historische Chance, diesem Spuk ein Ende zu bereiten. Jedenfalls standen die “ Sterne “ noch nie so gut.

    Und jetzt gilt für alle die an dem Thema interessiert sind, den Arsch hoch zu bekommen und glasklare Forderungen an die zukünftigen Koalitionäre zu stellen. Druck aufbauen und jedem klarzumachen, das ein Scheitern und ein weiter so in der Drogenpolitik nicht mehr hingenommen wird.

  2. ADHSPatient

    @Fred
    Ich habe jetzt insgesamt 220 Unterschriften gesammelt. Bis 300 mache ich mindestens weiter. An mir soll es nicht scheitern.

    Eine volle Legalisierung werden wir mit CDU/CSU nicht kriegen.

    Hier sind ein paar realistische Szenarien von denen ein Teil eintreten könnte:
    – Die geringe Menge wird bundesweit festgelegt. Eine Forderung die selbst in der CSU schon aufgetaucht ist. Außerdem wird sie höher sein als die niedrigen 6g, die wir in vielen Bundesländern bislang kennen.
    – Strafverfahren bei Eigenkonsum können nicht mehr nur eingestellt werden, sie müssen eingestellt werden.
    – Strafverfahren werden umgewandelt in Ordnungswidrigkeiten und mit einer Geldbuße geahndet die möglicherweise um die 100 Euro liegt. Der Vorteil hierbei wäre, dass es keinen Eintrag mehr im (erweiterten) Führungszeugnis gibt und somit Jobchancen und Ähnliches nicht mehr verbaut werden. Auch der Führerschein würde nicht mehr entzogen.
    – Gerechtere Behandlung von Cannabiskonsumenten im Straßenverkehr. Z.b. durch die Raufsetzung von 1ng auf 5ng THC im Blut.
    – Der Idealfall wäre: Komplette Einstellung der Verfolgung von Konsumenten.
    – Eine oder zwei Pflanzen für den Eigenkonsum werden toleriert oder als geringe Menge anerkannt.
    – Cannabismodellprojekte werden in Ländern und/oder Kommunen in Zukunft erlaubt. Das hieße ein Rot-Grün regiertes Land könnte in Zukunft beispielsweise die Abgabe in Apotheken testen.

    Mögliche Verbesserungen bei medizinischem Cannabis habe ich absichtlich ausgelassen. Da wird denke ich auch was passieren, ich will die beiden Themen nur nicht vermischen.

  3. Fred

    @ADHS PATIENT

    Das Ziel muss die komplette Legalisierung von Cannabis und die Entkriminalisierung aller Drogen sein. ( Für Konsumenten ) Und ich bin nicht der Meinung das wir uns mit weniger zufrieden geben sollten. Und zwar aus dem Grund weil es keinen Grund gibt es nicht zu tun.

    Aber wie es auch kommt, wichtig ist jetzt das wir die Opferrolle verlassen. Wir haben alle Argumente für eine Legalisierung in der Hand, die anderen haben nichts mehr. Eine dicke Portion Selbstbewusstsein darf es dann schon sein.
    Jetzt gilt es den Sack zuzumachen. Sich seinen Depressionen hinzugeben ( Du bist nicht gemeint ) und mit gesenktem Kopf ständig das Lied vom verfolgten Kiffer zu pfeifen ist kontraproduktiv. Druck machen ist angesagt. Wir haben von zwei Parteien die klare Wahlaussage zur Legalisierung. Es gibt keinen Grund diese Aussagen nicht wörtlich zu nehmen. Es muss allen Beteiligten klar gemacht werden, das ein Vergessen oder irgendeine halbgare Lösung in den Verhandlungen nicht hingenommen wird.

    Meine Meinung zu dem Thema.

  4. X-KIFFER

    Ich freue mich immer wieder darüber das es noch Optimisten gibt die so etwas wie Hoffnung und Träume haben. Die Hoffnung stirbt eben erst zuletzt, lange nachdem der letzte Traum aufgegeben wurde.

    Es gibt auch sehr viele gute Argumente für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h auf allen Autobahnen. Unsere Nachbarstaaten haben damit sehr gut Erfahrungen gemacht. Nur in D gibt es sie noch: die Autobahnen für Rennfahrer, ohne Limit
    Deutschland hat sich bei Themen die die Stammtische fest im Griff haben noch nie darum geschert was seine Nachbarn treiben oder ob sie damit gar Erfolg haben.

    Die Niederlande haben ihre „Geduldungspolitik“ schon Mitte der siebziger Jahre eingeführt – also vor mehr als 40 Jahren – und haben damit bisher einen vollen Erfolg gehabt. Nur hatte das leider gar keine Auswirkungen auf die deutsche Politik die unter Rot-Grün die Verfolgung der Cannabiskonsumenten ja sogar noch verschärft hat.

    Selbst wenn die Jamaika-Koalition etwas an der Drogenpolitik ändert wird es niemals in Richtung niederländische Verhältnisse gehen. Genauso wie bei der „Obergrenze“ oder Mütterrente. Es wird irgendein Wischiwaschi beschlossen werden damit jeder dann Zuhause seiner Parteibasis erklären kann „mehr war nicht drin“. „Obergrenze“ wird ausgetauscht durch durch irgendeinen pflaumenweichen Ausdruck, genauso nichtssagend wie die evtl. Neuregelung der Drogenpolitik, dafür kriegen die Weiswürste als Trostpflaster einige Milliarden für ihre Mütterrente. Politik ist ein Geschäft mit knallharten Interessen. Da geht es um Mehrheiten damit endlich Pöstchen verteilt werden können, und die FDP und die Grünen endlich dort sind wohin sie seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich gieren: an der Macht bzw. Muttis Händchen. Ob da einige Kiffer hinten herunterfallen wen kümmerts – ist eben nur eine Minderheit.

    Ich will Euch Eure Träume nicht nehmen nur weil ich meine längst verloren habe. Aber ich fürchte Ihr werdet wieder schwer enttäuscht werden. Ich sehe das Ganze sehr pessimistisch.
    Der Vorteil: Pessimisten werden seltener enttäuscht.

    @ADHS
    Ich finde deinen Einsatz dennoch extrem klasse! Leider gibt es von deiner Sorte zu wenige.

  5. Marci

    Man muss es kritisch betrachten und kann jetzt natürlich nicht blauäugig sein.

    Aber wenn nicht jetzt, wann dann …
    Die Einstellung gefällt mir @adhs patient. Jetzt muss man angreifen!!!

  6. Marci

    Nehme hier nochmal explizit Bezug zum Thema „Cannabis ist nach einer Legalisierung für Jugendliche schwerer erhältlich“ vom 01.10.2017 inkl. Kommentare, wo die Leute den Kopf in den Sand stecken, da es natürlich schwer vorzustellen ist, das Cannabis nach so einer langen verstörten Drogenpolitik legalisiert wird. Aber man muss auch erkennen, dass wir soweit wie jetzt, noch nie waren.

  7. Fred

    @X-Kiffer

    Das hat nichts mit Träumen und Hoffungen zu tun. Das ist eine Einstellung. Niemals aufgeben und man erreicht sein Ziel.

  8. nullkommaneun

    die einzigen opfer sind die auf patient machenden legalizerkiddies welche sich mit ihren dhv-unterschriftenlisten in den fuzos lächerlich machen. der rest verdient gut am status quo und hat mehr als genug rücklagen für den ernstfall

  9. ADHSPatient

    @Fred
    „Das Ziel muss die komplette Legalisierung von Cannabis und die Entkriminalisierung aller Drogen sein. ( Für Konsumenten ) Und ich bin nicht der Meinung das wir uns mit weniger zufrieden geben sollten. Und zwar aus dem Grund weil es keinen Grund gibt es nicht zu tun.“

    Das sehe ich genauso. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Entkriminalisierung von Cannabis ist der nächste Schritt.

    „Ich freue mich immer wieder darüber das es noch Optimisten gibt die so etwas wie Hoffnung und Träume haben. Die Hoffnung stirbt eben erst zuletzt, lange nachdem der letzte Traum aufgegeben wurde.“

    Das klingt nicht nur pessimistisch, das klingt apokalyptisch. Siehst du jedes mal einen Kometen auf dich zu fliegen, wenn du durch ein Fenster schaust?

    „Es gibt auch sehr viele gute Argumente für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h auf allen Autobahnen. Unsere Nachbarstaaten haben damit sehr gut Erfahrungen gemacht. Nur in D gibt es sie noch: die Autobahnen für Rennfahrer, ohne Limit
    Deutschland hat sich bei Themen die die Stammtische fest im Griff haben noch nie darum geschert was seine Nachbarn treiben oder ob sie damit gar Erfolg haben.“

    Ich sollte hier eigentlich nicht anbeißen, aber was soll’s.
    Ich hasse solche Verallgemeinerungen.
    – In Deutschland sind längst nicht alle Autobahnabschnitte ohne Limit freigegeben. Das hängt vom Zustand der Autobahn, von der Breite der Fahrbahn und auch von der aktuellen Wetterlage und Baustellen ab.
    – Meines Wissens gibt es auf deutschen Autobahnen nicht wesentlich mehr Unfälle als anderswo, falls das nicht stimmt hätte ich dafür gerne einen Beleg.
    – Hohe Geschwindigkeiten werden auf der linken Spur gefahren, niemand ist dazu gezwungen sie mitzufahren. Man kann auch mit 100kmh hinter einem Laster herfahren oder in der mittleren Spur gemütlich seine 120kmh fahren.
    – Ein Argument gegen ohne Limit ist der Spritverbrauch. Deswegen fährt auf dauer auch kein normaler Mensch schnell auf der Autobahn, weil es der Geldbeutel nicht hergibt. Die, die es trotzdem tun, finanzieren über den Sprit den Staatshaushalt kräftig, da wahrscheinlich über 80% der Spritkosten in D aus Steuern bestehen.
    – Auf Landstraßen und in Städten gibt es Limits und dennoch werden sie von Rasern übertreten was dem Mythos widerspricht, dass Raser sich um Limits scheren. Kontrollen sind da natürlich sinnvoll. Die meisten Unfälle mit Toten passieren nicht auf der Autobahn, sondern in Städten und auf Landstraßen. Tatsache.
    – Selbstfahrende Autos werden in naher Zukunft 5-10 Jahre die Anzahl der Unfalltoten weltweit dramatisch reduzieren. In 15-20 Jahren wird die Politik darüber nachdenken das klassische Lenken eines Fahrzeuges zu untersagen.
    – Alkohol spielt eine viel größere Rolle bei der Erzeugung von Unfällen als es das existieren keiner Geschwindigkeitsbrenzung tut. Von daher müsste man zuerst für eine Ausweitung der Alkoholkontrollen sein noch bevor man über Geschwindigkeitsbegrenzungen diskutiert. Das Problem ist ja, dass den alkoholisierten Vollidioten keine Begrenzung juckt.
    – Elektroautos werden in 10-20 Jahren mit erneuerbarer Energie geladen. Da würde es mich persönlich nicht jucken, wenn die auf der Autobahn 250kmh fahren können. Mit Sonnenenergie und einem selbstfahrenden Auto in Windeseile von Großstadt zu Großstadt zu tingeln fände ich futuristisch und auch nicht mehr umweltschädlich als das selbige mit 120kmh zu tun.

    Aber is schon klar X-KIFFER was du damit sagen wolltest. In D kocht man gerne seine eigenes Süppchen. Hast nur ein Beispiel gewählt, was meiner Meinung nach immer aufgeblasen wird.

    „Ich will Euch Eure Träume nicht nehmen nur weil ich meine längst verloren habe. Aber ich fürchte Ihr werdet wieder schwer enttäuscht werden. Ich sehe das Ganze sehr pessimistisch.
    Der Vorteil: Pessimisten werden seltener enttäuscht.“

    Ich hab jetzt schon mehrfach bei hanfjournal.de geschrieben, dass ich eigentlich nicht prinzipiell zu den Optimisten gehöre. Nur was Cannabis angeht kann man weltweit einen Trend erkennen. Und der kommt natürlich irgendwann auch bei uns an. Kanada ist das bedeutendste Land in diesem Trend, das wir bisher hatten, und dort geht die Legalisierung nächstes Jahr an den Start. Das wird nicht an unseren Medien spurlos vorüber gehen. 3 von 6 Legalisierungsparteien im Bundestag ist auch kein Zufall.

    Wenn ich es böse sagen wollte, würde ich sagen, dein/euer Pessimismus ist nur eine Ausrede nichts tun zu müssen. Passiert ja eh nichts. Man wird ja eh enttäuscht.

    Wann alle so gedacht hätten, dann wäre diverse Veränderungen in der Menschheitsgeschichte nicht gekommen. Bleiben wir doch einfach zu Hause und regen uns auf. Und am Ende hatten wir Recht. Es konnte ja nichts passieren…

    So bewahrheitet sich deine/eure eigene Prophezeiung WEIL ihr dieser Prophezeiung glaubt.

    Und danke für dein Lob X-KIFFER.

    @Marci
    Ja!

    @Fred
    Ja!

    @nullkommaneun
    „die einzigen opfer sind die auf patient machenden legalizerkiddies welche sich mit ihren dhv-unterschriftenlisten in den fuzos lächerlich machen. der rest verdient gut am status quo und hat mehr als genug rücklagen für den ernstfall“

    Da ist ein Händler aus seinem Loch gekrochen und versucht mich zu diffamieren. Klar, dass es dich ankotzen würde, wenn Cannabis legal reguliert werden würde. Sei dir versichert ich bin kein Kiddie. Sei dir weiterhin versichert, dass ich mich nicht lächerlich mache, da ich weiß wie man mit Menschen redet. Ich habe auch Zuspruch von Legalisierungsgegnern und Skeptikern bekommen, weil sie es gut finden, dass ich mich für eine Sache einsetze. Vielleicht ist das nur in meiner Gegend so, aber hier ist es anscheinend so, dass andere Meinungen respektiert werden. Jeder hat mir die Hand gegeben. So viel zum Thema lächerlich machen. Du gehst wahrscheinlich von dir aus, weil dir niemand beigebracht hat, wie man sich vor anderen Leuten präsentiert.

  10. COSMO

    Ich glaube auch nicht an irgendeinen Wandel. Da habe alt verwurzelte Einstellungen und ein :“ Ich will die Mauer wieder haben!“ eher eine Chance…
    Lasse mir aber gerne eine auf den Hinterkopf watschen, falls sich doch was ändert.

  11. Lars Rogg

    Hahaha, ich lach mich kaputt 🙂 Und ADHS, bevor Du Dich wieder als Träumer diffamiert fühlst und in die Opferrolle rutscht…Ihr fantasiert euch hier was zusammen. Nur weil irgendein Schreiberling in einer mehr oder weniger wichtigen Zeitung, online oder auf Papier seine tolle Meinung oder möglichen Pläne oder Ziele seiner Politik zum Besten gibt, steht doch keine Legalisierung vor der Tür. Herrje, wovon träumt ihr nachts..?? Wisst ihr wieviel derartiges in der Vergangenheit schon verzapft wurde ?? Das sind Wunschvorstellungen…merkt ihr das denn nicht..??? Was wäre wenn Szenarien…mehr nicht. Und das hat nichts mit pessimistischen Gedanken zu tun oder wie Fred den weniger euphorischen vorwirft :
    “ Und jetzt muss Schluss sein mit dem Gejammer und dem Gerede von “ wir sind alle Opfern “ und „es ändert sich ja doch nichts „. “

    Das ist doch nix als Augenwischerei. Hoffnung…vergebene Siegessicherheit und nichts anderes. Steigt nicht zu hoch, sonst wird der Fall recht heftig.
    Und ja ADHS…wir werden Dir alle auf die Schultern klopfen, wenn es dann doch klappt…ich zuerst. Doch klopft ihr mir, Ralf und Cosmo auf die Schulter wenn nicht ?? Nein ADHS und Fred…keine Diffamierung, sondern nur meine Meinung. Ihr seid Träumer !!!
    Ich weiss, jetzt kommt wieder ein ellenlanger, hoffnungsvoller, toll formulierter Text, dem der Fred sich anhängt, oft recht einsilbig, doch es bleibt eine Wunschvorstellung.
    Pessimismus ?? Resignation ??…nein Realität in Deutschland…sonst nix. Ich warte und trinke Tee…

  12. Fred

    @Lars Rogg

    Na ja, bei der Ehe für alle hätte wohl auch niemand gedacht, das ausgerechnet die Union einknickt. Und eingeknickt ist die Union letztlich, weil es eben Leute gab die niemals aufgegeben haben. Aber da hört halt Mumm und Ausdauer zu. Die Begriffe kannst du ja mal googeln.

  13. Fred

    @ADHS

    Eher bekommst du ein volles Fussballstadion voller Deprimierter vom positiven Denken überzeugt. Und da kann es auch nicht mehr verwundern, das ein völlig unsinniges System 70 Jahre lang bestehen konnte.

  14. Easy

    @ Fred:
    Depressive halten sich mit „positivem Denken“ am Leben… ;).
    Insofern hinkt der Vergleich (zumindest teilweise).

    @ Lars Rogg
    Ja, trinke gemütlich Deinen Tee – und profitiere dann von dem, was andere erreicht haben – weil die sich eingesetzt haben.

    Übrigens: Ich DARF wählen! … Und dabei bin ich WEIBLICH!… ;). Und dabei ist das noch gar nicht so lange her, dass das „unmöglich“ war (also, das Wählen. Nicht das Weiblich sein ;)).

    Offensichtlich benötigst Du das Cannabis nicht zwangsläufig als Medikament und bist auch so ganz glücklich. Das freut mich SEHR für jeden einzelnen Menschen, der das von sich behaupten kann.

    Mein größter Wunsch ist z.Z., dass ich einfach nur wieder „normal“ sein kann – und endlich mal wieder einen Tag, ohne zu kämpfen, erlebe. Hab ich zuletzt einen einzigen halben Tag im Februar erlebt – und das war, nachdem ich Cannabis ausprobiert habe. Das erste, was ich gemacht habe: Mir einen duftenden Kaffee SELBER zu kochen; das ist mir sonst nur – wenn überhaupt – mit extremen Kraftaufwand möglich. Der Kaffee war sooo lecker!

    Das hat bisher noch kein einziges „normales“ Medikament geschafft. Aber dafür durfte ich die zahlreichen jahrelang andauernden Nebenwirkungen mitnehmen. Wird ja sonst für den Arzt auch langweilig, wenn ich immer nur das Gleiche zu jammern hätte.

    Aber wie sagte mir mein (Ex)-„Fach“arzt (Neurologe), wörtlich zitiert: „Ich halte Sie gar nicht für so krank. Sie haben doch zwei gesunde Beine“.

    Tja, vielleicht hätte es mich da auch nicht wundern sollen, als er auf meine (ganz vorsichtige Frage) entsetzt darauf reagierte, dass er mir „doch keine DROGEN verschreibt!“ (mit Betonung auf Drogen; gehört zum Medizinstudium eigentlich auch das Wissen darum, dass auch Kamille und Brennessel „Drogen“ sind? Aber das nur nebenbei.), „wissen Sie eigentlich, WIE VIELE Nebenwirkungen das hat? SCHWERE Nebenwirkungen?“ „Sie wollen ein JUNKEE sein?!“, „Sie rauchen doch gar nicht!“, „Die machen sofort abhängig!“, „Aber Sie wissen auch schon, dass Sie damit zunehmen!“ (Ich hatte von einem Medikament innerhalb eines Monats 12 kg zugenommen – und war darüber nicht sehr glücklich.) „Von MIR bekommen Sie SOWAS nicht! Ich bin Arzt!“
    Aber etwas anderes als den „wertvollen“ ärztlichen Rat, Sport zu machen, hatte er nicht – nach 5 Jahren, die ich bei ihm Patientin war! Ach ja, und ich sollte die bisherigen, von ihm verschriebenen Tabletten weiter nehmen. Zitat: „Besser geht es nun mal nicht!“ Von diesem Medikament, dass ich diese 5 Jahre einnahm, hatte ich 18-23 Tage im MONAT Migräne!!! (um nur eine Nebenwirkung zu nennen).

    Und last but not least: Ist das „Cannabis-Medikament“ hier nun ausverkauft… Und man darf ja nur das aus der Apotheke kaufen…

    Wie gut, dass nicht jeder nur Tee trinkt und abwartet und sich überraschen lässt – da sich ja eh nichts ändern wird – was daraus wird, wenn die anderen „Blauäugigen, die an Wunder und Träume glauben“, usw… eben nicht nur blauäugig auf Wunder warten, sondern ehrgeizig und mit Biss und Mut „die Welt“ verändern.

    Ein riesengroßes Danke schön @ „blauäugigen“ ADHSPatient!

  15. srjosi

    Amen ich sage Euch. Mehr als eine theoretische Überprüfung die Möglichkeiten für Modellprojekte zu erleichtern, wird im Koalitionsvertrag nicht erscheinen evtl. sogar kein Pips zu dem Thema. In den nächsten vier Jahren wird wohl Mehr durch die weltweiten Veränderungen vorgegeben als von unseren Politikern „erreicht“.

  16. Fred

    Na, da ist ist ja unser Hassprediger wieder. Ich hatte schon Angst, dass du beim Leute verprügeln mal an den Falschen geraten bist.

  17. Dorfkrug Rutenberg

    Hallo Leute!
    Habt Ihr eigentlich, nach der „Pro7“ Aktion, noch was vom „DHV“ gehört?!
    Wo sind die Aktionen, wo die Petitionen?
    Wo sind die Millionen?
    Aber auch ohne die politischen Karrieristen und Korrumpierten;
    müssten WIR es doch schaffen, genauso viele Petitionen, Anträge und Eingaben einzubringen wie der Tier- und Naturschutz.

    Demokratie, Freiheit, Menschenrecht, Konfliktvermeidung – liegt doch in den Genen eines jeden Kiffers

  18. Ralf

    @Dorfkrug Rutenberg
    Wenn wir eine Hanfpartei hätten, wären wir auch schon längst legal. Es gibt aber Interessengruppen, die das so garnicht wollen denn dann würden ihnen die Privilegien flitzen gehen auf die sie zur Zeit geiern.
    Eine Hanfpartei müßte für ALLE Hanfuser, also alle die etwas mit Cannabis zu tun haben, auch die die heute ihr Gras verkaufen eintreten und könnte nicht, so wie das heute passiert einen Teil (den bösen Dealer natürlich) weiter ausgrenzen und diffamieren. Deswegen versuchen sie es über alle möglichen Hintertüren zu ihren Bedingungen zu erreichen, wollen aber die als Mafiosi ausgegrenzten für ihre Ziele einspannen und benutzen. Sie negieren das wichtigste Mittel einer Demokratie, Politik zu formulieren, durchzusetzen und der Wahrheit eine Plattform durch die richtigen Vertreter zu geben, nämlich sich in einer Partei zu organisieren. So macht man das normalerweise in einer Demokratie und nicht indem man ein ganzes Jahrhundert um seine Rechte bettelt. Dieses Mittel wird von dem mit fetter Pro7 Kohle gestopften Ptrivatunternehmen Hanfverband vollkommen abgelehnt. Noch Fragen, Fred Superdemokrat?

  19. Ralf

    @Lars Rogg
    Wetten, daß die Traumtänzer hier spätestens bei der Regierungsbildung der pseudo Jamaikaner, alle ganz kleinlaut werden? Ich schätze ich kann dich nicht dazu veranlassen mit mir dagegen zu wetten, aber vielleicht gibt es ja jemanden unter den Optimisten hier. Ich wette mit einer Quote von zehn zu eins, das ich recht habe !
    Gruß Ralf

  20. Cookie

    @Ralf, Lars Rogg und alle anderen Nicht-Träumer: Wenn wir mit dieser Eurer Einstellung das Thema „voran“treiben, dann wird ganz sicher nichts draus. Da habt Ihr wohl recht :)!

    Optimisten werden übrigens nicht enttäuscht (wenn es nichts wird), sondern halten an ihren hehren Zielen leidenschaftlich fest. Irgendwann wird das auch zum Erfolg führen, und wenn auch die Pessimisten ihre negative Sicht einfach mal hinter sich lassen und stattdessen mitmachen würden, dann käme dieser Tag eher früher als später. Es reicht einfach nicht, etwas nur zu wollen und zu schimpfen, dass es nicht schon passiert oder umgesetzt ist… und besonders schlimm ist es, wenn man denen, die dennoch dafür – und somit auch für Euch – kämpfen, mit dieser Art Kritik a la „Ihr Traumtänzer!“ schlecht zu machen versucht. Was genau sollte man denn nach Eurer Auffassung tun (oder lassen), das dann schneller zum Erfolg führen würde?!

    Da träume ich doch lieber als mir Eure Lethargie oder Euren Pessimismus zu eigen zu machen.

    Und ja, die derzeitige politische Lage hat ein Fenster geöffnet, das es zu nutzen gilt (auch wenn dies von den eher rechten Wählern wohl so nicht „geplant“ war – ätsch :)!). Ich werde mein Bestes tun, dies zu fördern – unter anderem habe ich mit der Partei meiner Wahl schon einige Mails ausgetauscht, um ihnen freundlich aber bestimmt auf die Finger zu klopfen und sie an ihr eigenes Wahlprogramm zu erinnern. Die Antworten haben mich in meinem „träumerischen Optimismus“ eher bestärkt.

  21. Fred

    Wow. Eine Stimme der Vernunft. Selten hier, aber es gibt sie noch. Jetzt musst du nur noch aufpassen, dass du nicht unflätigst beschimpft wirst, oder gar im Wald verprügelt wirst. Wurde auch schon angedroht.

  22. Cookie

    @Fred: Mit so was komme ich klar… dazu ist mein Selbstbewusstsein viel zu ausgeprägt, außerdem bin ich „alt genug“ und habe schon viel Schlimme(re)s erlebt als dass mich dumme Sprüche oder Drohungen umhauen könnten :).

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