Montag, 4. September 2017

Cannabis-Terror im oberfränkischen Münchberg

 

Polizei fasst nach umfangreichen Ermittlungen hochgefährlichen Guerilla-Grower

 

Cannabis

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Um ein Haar wären die 10.000 Einwohner des Städtchens Münchberg einer Umweltkatastrophe zum Opfer gefallen. Dass der Supergau ausblieb und die Bürger überlebten, ist aufmerksamen Mitarbeitern des städtischen Bauhofs zu verdanken, die letzten Dienstag beim Unkraut-Jäten auf einer Verkehrsinsel eines Kreisverkehrs die „tickenden Zeitbomben“ entdeckten und diese ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit noch vor Ort entschärften.

„Wir dachten erst, nordkoreanische Atomraketen hätten sich nach Münchberg verirrt“, schildert ein Passant die gespenstische Szenerie, als ein Großaufgebot der Polizei sämtliche Grünflächen der Stadt absuchte. „Doch es war noch viel schlimmer! Statt mit Atomen wurde meine Heimatstadt mit Haschisch-Pflanzen verseucht. Den Dreck kriegt man nie wieder raus.“

 

Doch ganz so schlimm war es denn doch nicht. Die Haschpflanzen standen noch nicht in voller Blüte und produzierten keinen hochtoxischen Haschgiftsaft. Auch hatten sich die Pflanzen noch nicht fortgepflanzt. Problematisch gestaltete sich nur die Suche nach den Giftpflanzen, da sich der Hanfterroranschlag über die ganze Stadt erstreckte.

 

Schließlich gelang es der Polizei mit freundlicher Unterstützung der Mitarbeiter des städtischen Bauhofs die Cannabis-Pest mit Stumpf und Stiel auszurotten. Und da die bayerische Polizei kein Haschgiftverbrechen durchgehen lässt, setzte sie alles daran, einen Schuldigen für den Hasch-Terror zu finden. Und das – wie sollte es im Freistaat Bayern anders sein – mit Erfolg.

Dank der Berichterstattung über den feigen Anschlag in der Mittwochsausgabe der „Frankenpost“ fand sich ein Denunziant, der der Polizeiinspektion Münchberg den Tipp gab, wer der Tatverdächtige sein könnte. Nun wird gegen einen 19 Jahre alten jungen Einheimischen ermittelt. Bei der Hausdurchsuchung fand sich eine Vielzahl von Rauschgift-Utensilien an, die als Beweis herhalten, dass der 19-Jährige drogentechnisch unterwegs ist.

„Weitere Cannabis-Pflanzen haben wir zwar nicht entdeckt, wohl aber eine mobile Aufzuchtanlage“, sagt der stellvertretende Polizeichef von Münchberg Matthias Münchberger, der in seinen 26 Dienstjahren so etwas noch nicht erlebt hat.

 

Der Verdächtige macht bislang von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und schweigt zum Vorwurf des illegalen Anbaus von Rauschmitteln und zum Verdacht, den Hanfterrorakt in Münchberg verübt zu haben. Bleibt also die Frage offen, ob der Tatverdächtige der Tat wirklich verdächtigt werden kann. Schließlich können die Hanfsamen ja auch vom Himmel gefallen sein – abgeworfen von nordkoreanischen Briefbombentauben, die eigentlich den Garten des Bundeskanzleramtes mit Hanfsamen zuscheißen wollten, ihre tödliche Fracht aber wegen eines Navigationsfehlers irrtümlich über Münchberg abwarfen. Diesen Verdacht sollte die bayerische Polizei unter Hinzuziehung des Staatssicherheitsdienstes in weiteren Ermittlungen ebenso beleuchten.

 

 

10 Antworten auf „Cannabis-Terror im oberfränkischen Münchberg

  1. U-G

    Geile Glosse von Sadhu van Hemp !

    Besonders der letzte Teil mit den „3 Weißen Tauben“ oder den „3 Heiligen Königen“ aus Bayern …durch die…Hanfblume…gemeint…
    https://www.youtube.com/watch?v=5IPdiTcKI-8

    Gäbe es doch Taubenzüchter, die Ihre Tauben hauptsächlich zu 3/4 mit Hanfsamen füttern würden und sie so dressieren, das sie in Gärten fliegen, ob München oder das Bundeskanzleramt, solange zu koten, das sie es begreifen „Lasst Wachsen“.

  2. U-G

    Nein Rainer, es waren wie immer die Ultra-Bösen, wo mir Ironischer Wiese die hier einfielen…Guckst Du…

  3. U-G

    Einen hab ich noch und dann wirklich Urlaub für mich!!!

    Den ich sehr schätze und der mir etwas „Sächsisch“ näher brachte…viel Spaß und „Glück auf“.
    Guckst du hier…

  4. Salah Eddine

    Was hätten wir für Schlagzeilen wenn es in jeder Stadt,
    nächstes Frühjahr Nachahmer geben würde?

    Das will ich mir gar nicht vorstellen!
    Auch wie die Schlagzeilen je nach Bundesland differieren.

    Dazu lehne ich mich Götz Widmann´s Worte an.

    Die er vor dem Lied, „Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4“, zur Einleitung spricht!

    Das möchte ich auch hier tun!
    Dies ist kein Aufruf für eine Straftat, deshalb auf keinen FALL nachahmen,
    denn selbst der Aufruf stellt ja schon eine Straftat dar!

    Der Gedanken ist reine Fiktion und stellt in keinem Falle eine Aufforderung da.

    Im Netz kann man nachlesen wie der Täter vorgegangen sein muss.

    http://www.attensaat.de/blog/2012/05/05/workshop-seedbombs-die-natur-als-zunder/

    wenn ich mich nicht Irre haben ich mal beim Fressnapf Vogelfuttersamen gesehen.
    2,5 Kg für nicht mal 10 Euronen!
    Wenn dann allenfalls bitte mit Blumensamen testen.

    Nochmals wenn ihr das mit Hanfsamen nachahmt begeht ihr eine Straftat.

    Salah Eddine

  5. Lars Rogg

    ohje, ohje…und die Büttel merken einfach nicht, dass sie die eigentlichen Kriminellen sind. Was für eine lächerliche, unsinnige Beschäftigung….peinlich.

  6. R. Maestro

    Tja, für solch eine Büttelarbeit lässt man sich drei Jahre ausbilden.
    Auf unser aller Kosten, wohlgemerkt.
    Und für unsere eigene Verfolgung sollen wir noch selbst bezahlen?!
    Grauenhaft, beschämend, traurig, peinlich, niederschmetternd, und, und, und ….. .
    Naja, ich war lange wahlfaul, leider.
    Aber die regierenden Parteien brauchen mal eine auf den Sack, äh vor den Latz.
    Es ist nur eine, meine Stimme, mein Kreuzchen, aber wir sind viele, und,

    WIR SIND DAS VOLK!!!

  7. JS Poppen

    gibt da einige gute ideen. zb in heidelberg ists schon tradition. da geht man jedes frühjahr mit hanfsamen die vögel in der stadt füttern. das ist völlig legal. und wenn man iwo einen vogel sieht oder glaubt zu sehen darf man den auch füttern <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.