Sonntag, 9. Juli 2017

Schweizer Politikerin hat Angst vor CBD-Cannabis

 

Annemarie Pfeifer von der „Evangelischen Volkspartei“ hält CBD-Hanf für Einstiegsdroge

 

Cannabis

 

 

In der Not frisst der Teufel Fliegen und der Kiffer raucht „Cannabis light“ – also Blüten des Nutzhanfes, die kaum THC enthalten und daher kein High verursachen. Diese Rauchware erfreut sich in der Schweiz immer größerer Beliebtheit, denn sie ist legal erhältlich und beinhaltet den Wirkstoff CBD, dem Mediziner pharmakologische Effekte nachsagen. Das kaum psychoaktive Cannabinoid wirkt entzündungshemmend, entkrampfend und angstlösend. Aus welchen Gründen auch immer CBD eingenommen wird – das Stöffchen sorgt für Entspannung und Wohlbefinden.

 

In Basel wurde in den letzten Monaten rund ein halbes Dutzend „Hanf-Lädeli“ eröffnet, und das Geschäft mit der „Hecke“ brummt – zum Ärger jener Eidgenossen, die unter einer schweren Hanfphobie leiden und sich beim Anblick eines Hanfblattes einnässen. Eine dieser armen Seelen ist die EVP-Grossrätin Annemarie Pfeifer, eine überzeugte Christin und stets besorgte Mutter, die bereits mit Büchern wie „Christlich erziehen, aber wie?“ oder „Mütter sind nicht immer schuld!“ um himmlischen Beistand bat, um die Heimat vor dem Untergang zu bewahren.

 

Erneut fordert die Politikerin der Evangelischen Volkspartei der Schweiz den Kanton Basel-Stadt auf, die Hanf-Lädeli genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Parlamentarierin wittert nämlich schweren Drogenhandel in den Shops, da sie der festen Überzeugung ist, dass CBD-Hanf eine Einstiegsdroge für berauschendes Cannabis und weitere Drogen ist. Ebenso sei es nicht hinzunehmen, wenn das bloße Auge zwischen legalem und illegalem Hanf nicht unterscheiden könne.

„Die breite Einführung von Cannabis Light wird in der Praxis eine Unterscheidung von hochprozentigem Stoff und CBD-Hanf verunmöglichen“, schreibt Pfeifer in einer Anfrage an die Regierung. Die 62-jährige Stimme aller besorgten Mütter will wissen, wie die Polizei feststellen könne, ob ein Jugendlicher illegales Gras oder legalen CBD-Hanf raucht.

 

Die EVP-Politikerin schlägt vor, den Shops kräftig auf den Zahn zu fühlen und ähnlich wie beim Alkohol Testkäufe zu lancieren, um Btm-Straftaten zu provozieren. Immerhin bestehe für Pfeifer der Verdacht, dass auch hochprozentiges Cannabis über den Verkaufstresen geht. Zudem wittert die Dame Betrug beim Anbau von CBD-Hanf, da die Produzenten zweigleisig fahren würden. Deshalb wünscht Pfeifer genaue Auskünfte darüber, wie viele Hanfgärtnereien es gibt und wie der Kanton garantieren kann, dass dort ausschließlich legaler CBD-Hanf angebaut wird.

 

Doch Mutter Pfeifer muss keine Panik schieben und sich in psychiatrische Behandlung begeben: Den zuständigen Behörden ist der CBD-Boom selbstverständlich nicht verborgen geblieben und natürlich ein Dorn im Auge. Das Gesundheitsdepartement hat bereits vor einem Monat alle Shops überprüft. Illegale Substanzen wurden nicht gefunden, und bei keiner der Proben wurde der Grenzwert von einem Prozent THC überschritten.

 

7 Antworten auf „Schweizer Politikerin hat Angst vor CBD-Cannabis

  1. Drunkfail

    Cannabis ,ist eine Medizin und nicht tödlich . Täglich Sterben in der Schweiz ,50 Menschen ,an Alkohol sowie an Tabak . Tabak und Alkohol-Werbung , in Filmen ,Videos , Musik , Theather , Literratur und Religion , füllt der Evangelischen Volkspartei ,die Tresore und die Friedhöfe, Kliniken und Kinderheime des Landes . Kein Alkohol , kein Fetales Alkoholsyndrom ! No Alcohol no Capitalista !

  2. Ritva Hillgardt

    Wir (Mann und ich) haben 6 kleine Flaschen CBD Canarias angewendet. für ernste Krankheiten. Gesund oder gesunder sind wir nicht geworden. Ausserdem müsste man es prüfen lassen, was die Herbolario-Eigner eigentlich in die Flaschen reingestoppt haben. Die Cannabis, wenn es überhaupt etwas helfen sollte, dürfte nicht jeden „Arzt“ jetzt reich machen. Ich möchte die Schwindler vor dem Gericht sehen.
    Übrigens. Ich bin noch kranker geworden. Eine Woche im Bett jetzt, Diarhoe und Blutungen vom Darm.

  3. rainer sikora

    Angst hat die nicht wegen CBD, sondern davor, daß THC Gras auf gleichem Weg in Umlauf gebracht werden könnte.Falls Jugendliche solch eine Blüte sehen, besteht die Gefahr, daß die ein starkes Verlangen nach Heroin verspüren,wenn sie nicht sofort eine Kirche aufsuchen.

  4. Hans Landa

    Immer mehr Leute holen sich die CBD-Tüte, was wohl auch heißt das immer weniger Leute zum Dealer gehen, kann mir nicht vorstellen das selbst die Reichen CHer sich beides leisten können.
    Die liebe Frau ist Christin, und da ist es selbstverständlich, das man sich Sorgen um den Erwerb der Dealer macht, hier steht schließlich ein ganze Berufsgruppe vor dem Ruin.

  5. R. Maestro

    Nur noch traurig.
    Nahezu alle legal erhältlichen Medikamente können einen schnellstmöglich umbringen.
    Cannabis und cbd nicht.
    Die Politik versucht uns noch immer zu verarschen!!!
    Alle Hippies von damals, sind heute Idioten?
    Sind sie nicht!!!
    Also, die Vergangenheit zeigt,
    so dumm kann Cannabis nicht machen.
    Unsere heute regierenden, sind in der Hippie-zeit aufgewachsen. Also dumm gerauchte Idioten?
    Vielleicht..
    Heute wissen sie alles besser.
    Zumindest offiziell.
    Traurig, unsere „Kultur“.

  6. Gangsta ist am mikrophon

    Auf ihrer Stirn steht hurensohn
    Gangsta ist am.Mikrophon
    Was willst du tun?

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