Donnerstag, 1. Dezember 2016

Desert Hot Springs hat geöffnet

 

Kalifornische Wüstenstadt hofft, Hauptstadt des Hanfs zu werden.

 

gaertner

 

Desert Hot Springs ist ein verschlafenes Wüstenstädtchen in Kalifornien, in dem grob gezählt ungefähr 27.000 Menschen wohnen. Schon 2014 tendierte die Kleinstadt in Richtung Pro-Cannabislegalisierung, als man als erste südkalifornische Gemeinde Genehmigungen zum großflächigen Anbau von potentem Hanf für Unternehmen erteilte. Jetzt, nachdem die Frage nach der Erlaubnis zum Genusskiffen von den Bürgern des Bundesstaates mit einem klaren „Ja“ beantwortet wurde, will man davon stärker profitieren: Desert Hot Springs hat geöffnet.

 

Noch unter der schweren Finanzkrise von 2008 leidend, war der Stadtrat 2014 beim Ausrufen des finanziellen Notstandes durch die erfolgreichen Modelle in Colorado und Washington stark inspiriert worden, den Weg aus der Problemzone auch möglichst schnell mit Cannabis beschreiten zu können. Nachdem der Bürgermeister von Desert Hot Springs durch seine privaten Erlebnisse mit einer befreundeten Krebspatientin und von den positiven Effekten der Hanfpflanze beeindruckt wurde, öffnete er sich erstmalig den geschäftlichen Aspekten. Überrascht von der Professionalität der dort agierenden Personen änderte er seine Meinung gegenüber dem gesamten Themenkomplex und förderte fortan den Ausbau des Cannabusiness in seiner Stadt.
24 Blüten-Firmen haben sich bereits unter dem Cultivation Alliance Network in Desert Hot Springs zusammengefunden. 50 Cannabis-Anbau-Projekte – in verschieden fortgeschrittenen Stadien – sind laut Bürgermeister Scott Matas bereits in der Stadt aktiv. Dies bedeutet für Desert Hot Springs längerfristig auch einen Umbau der anliegenden Umgebung: In der Nähe der besonders geschützten Gebiete des legalen Marihuanaanbaus müssen neue Straßen gebaut und Kanalisationen wie Stromnetze ausgebaut werden. Ebenso entsteht dauerhaft ein großer Arbeitsmarkt in den veschiedensten Bereichen. Zudem generieren die Firmen jedes Jahr zusätzliche Steuereinnahmen.

 

Da die Stadt Desert Hot Spring ebenso als erste „Metropole“ die Kultivierung wie Verarbeitung samt Verkauf erlaubte, habe man das Fleckchen Erde jetzt auf der Weltkarte verzeichnet, ist die Managerin der dortigen Green Pearl Dispensary überzeugt. Auch da die unterschiedlichsten Wellness- und Vergnügungsangebote von den geschäftstüchtigen Akteuren bald möglichst viele Touristen anlocken wollen, könnte in Südkalifornien ein „Mekka für Marihuana“ aus der Wüste wachsen, hoffen beteiligte Farmer. Da sich die Grundstückspreise für Ackerland in Desert Hot Springs nun bereits schon verdreifacht haben, bemerken den dortigen Cannabisboom sicherlich aber auch alle Andersgläubigen und Atheisten.

 

Desert Hot Springs hat geöffnet – willkommen!

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