Montag, 19. September 2016

Racial Profiling gegen Geflüchtete in Hamburg

 

Polizist gesteht mangelnde Kreativität ein

Bild: acscom / freeimages
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Ein 20-Jähriger steht derzeit in Hamburg vor Gericht, weil er mit einem halben Gramm Cannabis gehandelt haben soll. Nachdem der Angeklagte K. im Februar von einem Zivilpolizisten beobachtet worden sein soll, wie er Gras verkaufte, wurde er von der Polizei verfolgt. Er flüchtete sich in eine Privatwohnung und wurde dort von der Polizei überwältigt. Dabei wurde die Wohnungsbesitzerin überrannt und Pfefferspray in der Wohnung eingesetzt. Wegen Widerstands gegen die Vollstreckungsbeamten musste der Mann 12 Tage lang in Untersuchungshaft.

 

Ein Polizist, der bei dem Einsatz Anfang des Jahres dabei war, räumte ein, dass er unsicher sei sich an den Vorfall zu erinnern. Der Einsatz ähnele vielen Festnahmen und Kontrollen an der Hamburger Hafentreppe. „Wir finden immer das gleiche Klientel vor, meistens Schwarzafrikaner, die vor uns weglaufen.“ Der Beamte könne im Nachhinein nicht mehr sagen, ob er den Angeklagten an besagtem Tag gesehen habe. „Europäer haben ja Probleme, Schwarzafrikaner auseinanderzuhalten.“ lautete die Begründung des Polizisten.

 

Alexandra Wichmann, die Anwältin des Angeklagten wirft den Beamten Racial Profiling vor. Einige Tage vor der Festnahme sei der 20-Jährige bereits von der Polizei kontrolliert worden. Obwohl die Polizisten keine Übergabe beobachtet hatten, wurde dem Mann gewerbsmäßiger Handel vorgeworfen. Bei ihm wurde gerade Mal ein halbes Gramm Cannabis gefunden. Bei dem Vorgehen der Polizei handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Bereits im Juni wurde ein Afrikaner, der rund ein halbes Gramm Cannabis verkauft hatte, festgenommen. Der Mann wurde zu vier Monaten Haft verurteilt. Aus „generalpräventiven Erwägungen“ wie der Richter damals entschied.

 

Die Verteidigerin des 20-Jährigen K. wirft dem Zivilpolizisten zudem vor, seine Anzeigen im Copy-and-Paste-Verfahren zu verfassen. Bei zwei unterschiedlichen Anzeigen wurde exakt der gleiche Wortlaut – inklusive Kommafehler – übernommen. „Das ist symptomatisch für ein Verfahren gegen schwarze Menschen, die unter Verdacht geraten, in der Hafenstraße mit Kleinstmengen Marihuana zu handeln.“ so Wichmann. Sie wirft den Beamten vor, dass der Tatort und die Hautfarbe der Verdächtigen als ausreichender Grund angesehen werden einen Tatverdacht zu begründen.

„Ich bin unkreativ“ räumte der Zivilpolizist ein, um den gleichen Wortlaut der Anklage zu rechtfertigen. In vielen Fällen ähneln sich die Beobachtungen, weswegen er den Wortlaut übernommen habe. Das Urteil gegen K. soll am 28. September verkündet werden. Die Wohnungsbesitzerin hat zudem gegen den Zivilpolizist Anzeige wegen Körperverletzung erstattet.

 

 

13 Antworten auf „Racial Profiling gegen Geflüchtete in Hamburg

  1. Substi

    Was soll man dazu noch sagen? Wer hat denn jetzt mehr IQ? Der Polizist, für den alle schwarzen Menschen gleich aussehen und der Meinung ist, das Problem hätten wir alle und alle Schwarzen am „falschen“ Ort sind pro forma „Schuldig“ das getan zu haben was der Herr Polizei sich da so zurecht legt in seinem propagandaverseuchten Gedankenhaus! Oder ein Bonobo, der alles was nicht richtig ist mit einem Sexangriff zu beheben versucht?
    Schwer……ich glaube der Bonobo hat mehr IQ, der hat keine Waffe und keine Vorurteile! Außerdem ist er netter…

  2. WTF

    Die Geflüchteten kamen durch mindestens 9 Länder in denen KEIN Krieg herrscht und haben somit KEIN Recht auf Asyl in Deutschland.

    Aber wenn die Bullen ihre Zeit damit verbringen die Typen zu nerven, wenn man sie schon nicht endlich abschieben kann, sollte das jeden normalen Kiffer freuen, weniger Fokus auf uns

  3. sylbewerber

    Liebe Gutmenschen, euch ist ein Fehler unterlaufen. Der Artikel liest sich als wäre jeder Schwarze ein Refugee, das ist das auch ein dummes Vorurteil und würde euch, wenn es jemandem anderen passiert, sicher beweisen wie böse der ist.

    Legalize it und schickt sämtliche Bettler die sich hier breit machen wollen( 🙂 ) sofort wieder nach Hause

  4. Rote Sau

    @WTF: Ersticken sollst du an deiner Tüte, du „normaler Kiffer“ mit braun-rassistischer Gesinnung.

  5. Cookie

    Ich könnte mich meiner gastralen Extremente entledigen, wenn ich sehe, dass sich Anti-Gutmenschen gemüßigt fühlen, ihren rassistischen Wahn auch hier zum Besten zu geben. Ihr seid in der Gesamtgesellschafft schon die deutliche Minderheit, aber hier „unter uns“ seid ihr eine braune Randerscheinung. „Normale Kiffer“ seid ihr definitiv nicht.

  6. Salah Eddine

    Diese Schlechtmenschen, haben es schon immer gewusst das sie sich gerne aufhetzten lassen.

    Wenn ich den Hintergrund des einzelnen nicht kenne, sollte ich mich nicht dazu äußern.

    Ein Krieg muss nicht mit Waffen ausgetragen werden, hier reicht es wenn die schmarotzende Erste Welt gegen den Rest kämpft, diese ausraubt deren Länder plündert. Da empfehle ich dort hin zu reisen, aber sich nicht an den Strand zu legen und sich Eis verkaufen zu lassen. Abends an der Bar sich All Inklusive zu zu schütten.
    Reist dort hin geht ins Land lernt die Menschen kennen. Erst dann könnt ihr euch äußern. Ich gehe davon aus das dann die Kommentare differenzierter ausfallen Danke.

    Salah Eddine

  7. Rainer

    In dem Artikel geht es um das unerträgliche Verhalten und Benehmen der Polizei und Justiz und deren Anschauungen über Andersdenkende und Anderslebende.Wer Hanfbesitz bestrafen will gehört selbst bestraft.

  8. Gasterl

    @Rote Sau
    Hmmm….“WTF“ will, dass Menschen ohne Bleiberecht hier in D, wieder in Ihre Heimat geschickt werden. Soweit so gut und gesetzeskonform.
    Dir passt das nicht und Du wünscht „WTF“ den Tod. Wahnsinn! Einfach nur Wahnsinn! Denken ist nicht mehr in Mode, wie es scheint…

  9. M. NICE

    Zitat von: WTF “ Aber wenn die Bullen ihre Zeit damit verbringen die Typen zu nerven, wenn man sie schon nicht endlich abschieben kann, sollte das jeden normalen Kiffer freuen, weniger Fokus auf uns “

    Das nenne ich aber mal Nächstenliebe! „Heiliger Sankt Florian / Verschon‘ mein Haus / Zünd‘ and’re an!“

  10. Lars Rogg

    na ist ja klasse…jetzt sind die Rassisten schon hier unterwegs. Ob jemand einen Aufenthaltsstatus hat oder nicht, ist doch irrelevant. Anstatt das Wort Flüchtling oder Asylant, sollten wir das Wort Mensch verwenden. Auch in den Medien. Die Leute vergessen, dass wir hier über Menschen reden, die wir locker in unsere Gesellschaft eingliedern könnten, wenn wir denn wollten. Wir brauchen sogar Zuwanderung, um die Rentenkassen, Sozialkassen, etc stabil zu halten. Davon würden wir alle profitieren. Mal davon abgesehen, dass die Arschlöcher unter den Asylanten oder Flüchtlingen das gleiche Recht haben Arschlöcher zu sein wie die Deutschen. Ist sogar der gleiche Prozentsatz. Stattdessen wird der Panikmache der Presse und des rechten Randes Aufmersamkeit geschenkt. Das Ergenbis ist, dass ehemals unterschwellig schwelender Rassismus, plötzlich ganz laut geäusert wird. Der Erfolg der braunen Petry und ihres Gefolges hat so manchem Hobbyfaschisten wohl ein Paar winzige Eier wachsen lassen. Wie arm….

  11. Mörnest

    Woher kommen eigentlich derzeit die ganzen Braunen Arschlöcher? Hat euch Nazi Wichser nicht gesagt das man als anständiger Deutscher gefälligst Bier zu trinken hat? Das hier ist so ein Links Versiffter Verein. Ich bin lieber ein Gutmensch als ein Schlechtmensch. Ihr verschissenen Kleingeister traut euch auch nur raus weil die Affen für Deutschland künstlich groß geredet werden, passt gut auf, der Verfassungsschutz hat euch nich immer im Auge, seit euch nicht zu sicher. Cannabispolitik und Drogenpolitik sollten nicht mit diesen verschissenen Rasitischen Dreckskack vermischt werden, deswegen, ihr Braunen Vollpfosten, geht in eure Ossikneipe und macht was ihr am besten könnt, saufen bis zum Umfallen, ach ja und 420 steht nicht für Arschlochs Geburtstag, sondern das ist unser neuer Feiertag. Pissköppe

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