Sonntag, 22. Mai 2016

In perpetuam memoriam „Mr. Nice“

 

 

 

Howard Marks / Foto: Susanne Winter/Agentur Sowjet
Howard Marks / Foto: Susanne Winter/Agentur Sowjet

 

Sadhu van Hemp

 

Wir wissen nicht, ob Howard Marks einen allerletzten Zug nahm, als er am 10. April aus dem Windschatten seines irdischen Seins trat und in den Himmel fuhr. Verbürgt ist nur, dass unser Herzensbruder das Ziel seiner Reise erreicht hat und auf Wolke 420 sitzend gesehen wurde. Zeugen berichten, sie hätten ein Bierfass, einen Zigarettenautomaten und einen Schwarzen Afghanen auf dem Gewölk gesehen. Zudem habe Howard in den Armen von 72 Jungfrauen gelegen, die ihn mit Haschplätzchen gefüttert hätten. Einen glücklichen Eindruck habe er gemacht, während seine Wolke sanft und ruhig in den blauen Äther zog.

 

Howard Marks war ein böser Mann. Noch heute soll es Untertanen im Vereinigten Königreich geben, die selbst über seinen Tod hinaus keine Gnade mit dem „Berufsverbrecher“ und „IRA-Terroristen“ haben. Zu schwer wiegen die Verstöße gegen Anstand und Sitte, die dem Schurken zum Entsetzen aller artigen Briten Ruhm und Ehre eingebracht haben. Grund dieser Unbarmherzigkeit ist des Angelsachsen Eigenart, Freiheitskämpfer und Widerständler per se als Deserteure und Staatsfeinde abzuurteilen. Illoyalität gegenüber Krone und Empire wird im britischen Weltreich nicht verziehen– da hört der Ganovenspaß auf.

 

Bestes Beispiel angelsächsischer Rachsucht an Outlaws ist das Schicksal des Räubers Ronald Biggs, der mit seinen Kumpanen 1963 den königlichen Postzug auf freier Strecke stoppte und ohne Schusswaffengebrauch 2,63 Millionen Pfund erbeutete. Nach seiner Inhaftierung gelang Biggs die Flucht nach Brasilien, das ihn nicht auslieferte. 35 Jahre später lockten Journalisten der Boulevardzeitung „The Sun“ den armen Kerl nach Hause, wo er von sechzig (!) Scotland-Yard-Beamten standesgemäß in Empfang genommen und zur Verbüßung des Restes seiner dreißigjährigen Gefängnisstrafe eingekerkert wurde. Erst 2009 wurde der schwerkranke Posträuber im Alter von 80 Jahren begnadigt und zum Sterben in die Freiheit entlassen.

 

Wir sehen, die Briten kennen keine Gnade für Rechtsbrecher, und würde heute noch ein Meuterer der „Bounty“ leben, Scotland-Yard hätte die Akte noch aufgeklappt auf Tisch. Oder denken wir nur an den Wikileaks-Aktivisten Julian Assange, der seit vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft vor der britischen Justiz Schutz sucht – umzingelt von schwerbewaffneten Bobbys und gänzlich unbeachtet von der empathielosen Bevölkerung.

 

Und doch hat dieser seltsam anmutende Dünkel, den der brave Brite pflegt, auch etwas Gutes: Ist der Ruf nämlich erst ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert im Vereinigten Königreich. Der Straftäter Howard Marks hatte diesen gewissen Makel, der ihn von der feinen Gesellschaft ausschloss. Doch nicht allein die kriminelle Energie wird Marks in Rechnung gestellt, sondern Volkes Entrüstung darüber, dass der Paria die Chance vertan hat, das ergatterte Oxfordstudium als Grundlage für einen anständigen Lebensweg ins Establishment zu nutzen. Inwieweit diese gesellschaftliche Ächtung den immer aufgeschlossenen und lebenslustigen Howard Marks seelisch belastete, bleibt Spekulation, ist aber bei der Beleuchtung seiner Biografie ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

 

Der Sohn aus bürgerlichen Hause erblickte 1945 im walisischen Ruhrpott das von Kohlestaub getrübte Licht der Welt und hatte beste Aussichten, unbemerkt als treuer Untertan des Prinzen von Wales in die Geschichte des „Landes der Poeten und Sänger“ einzugehen. Doch die Vorsehung hatte andere, größere Pläne mit dem kleinen „Hubbie“: So kam es, dass dem fleißigen und aufmerksamen Schüler 1964 das Privileg zuteil wurde, das anno 1263 gegründete Balliol College der University of Oxford zu besuchen.

 

Da stand er also, am falschen Ort zur falschen Zeit: Ein keltischer „sheep-shagger“ unter Schnöseln der angelsächsischen Upperclass in der Hippiezeit – das konnte nur zu dem führen, was Howard Marks fortan beseelte. Er, der einfache Junge aus Wales, allein unter Reichen, die gerne auf Daddys Kosten feiern und knattern? Diese klar definierte Rolle nahm er an. Die späteren Stützen der Elite benötigten halt einen Butler, der ihnen das ranschaffte, für das sie jeden Preis zahlten. Was im Kleinen als „Freundschaftsdienst“ begann, wuchs sich schließlich zur Goldgrube aus, als die Kifferkultur halb Europa erfasste. Marks knüpfte über pakistanische Kommilitonen Verbindungen zu Haschischimporteuren, die noch relativ überschaubare Mengen im Diplomatengepäck nach England schmuggelten, und legte so die Basis für sein späteres Netzwerk im internationalen Haschisch- und Marihuanahandel.

 

Keine Frage – Howard Marks war der Mann der Stunde. Doch all das wäre nicht geschehen, wenn er nicht das gewisse Etwas gehabt hätte – und das waren Cleverness, Charme gepaart mit gutem Aussehen und vor allem sein gewinnendes Wesen, das der Freundschaft offen war und unmissverständlich signalisierte, dass da einer aus Überzeugung handelt.

 

Den ganzen Werde- und Untergang des akademisch gebildeten „Gentleman-Schmugglers“ zu erzählen, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Nur so viel sei gesagt: Auch wenn es übertrieben klingt, aber nach Schätzungen der US-amerikanischen Drug Enforcement Administration (DEA) war Marks in den 1970er und 1980er Jahren für mindestens 10 % des gesamten Welthandels von Haschisch und Marihuana zuständig. So gesehen war das Ende vom Lied nur allzu logisch, nachdem Marks im Vakuum seiner Hybris den Kampfgeist und Siegeswillen der übermächtigen US-Häscher unterschätzt hatte. Nach der 1988 auf Mallorca erfolgten Festnahme landete der seinerzeit „Most Wanted Fugitive“ der DEA schließlich vor einem US-amerikanischen Gericht, das ihn 1990 zu satten 25 Jahren Haft verknackte. Zudem wurde seine damalige Frau Judy in Sippenhaft genommen, gefolgt von einer Generalabrechnung mit den ebenso einkassierten Geschäftspartnern, die dem enormen Druck der angedrohten Haftstrafen nicht standhielten und plauderten.

 

Doch selbst in der bittersten Zeit seines Lebens bewies der Häftling der Vereinigten Staaten mit der Nummer 41526004 Charakterstärke, indem er sich sozial engagierte und seine Mitgefangenen teilhaben ließ an dem, was sich bei einem Menschen an Wissen so ansammelt, der in Oxford Philosophie und Physik studiert hat. Böse Zungen behaupten gar, dass der smarte Brite nur deshalb 1995 vorzeitig entlassen und in einer Nacht- und Nebelaktion nach Großbritannien abgeschoben wurde, weil Marks gegen die Interessen der US-amerikanischen Gefängnisindustrie gehandelt habe, indem er seine Mitgefangenen unerwünschter Weise alphabetisiert hätte.

 

Doch letztlich war es ihm und der Community piepe – denn die Freilassung war der Beginn seiner großen Karriere als famoser Erzähler und unbeirrbarer Hanfaktivist, der zwei Jahrzehnte lang wie kein anderer Gesicht zeigte und die Herzen von Millionen Kiffern eroberte. Marks besaß in hohem Maße jene seltene Kunst, ausschließlich der Erkenntnis zu folgen, dass Widerstand zur Pflicht wird, wenn Unrecht zu Recht wird. Und was ist der Anti-Hanf-Krieg anderes? Ein redlicher und reiner Sinn kann keine vorsichtige bzw. feige Haltung gegenüber fortwährenden Unrechts einnehmen. Und Howard war so ein rar gesäter Idealist, der das verbotene freie Leben nicht der Lüge opfern wollte. Sein Widerstand war unser Glück, sein Mut füllte zwanzig Jahre lang unsere Rauchgeräte mit edelsten Hasch- und Grassorten.

Und so wollen wir unserem Bruder, der mit nur siebzig Jahren viel zu früh von uns gegangen ist, ein ganz großes Dankeschön und ein letztes großes Versprechen mit auf den Weg geben: Mr. Nice, your name lives on – forever!

 

 

(Wer sich umfassender mit den Abenteuern des Hochleistungsschmugglers beschäftigen will, dem sei die Lektüre seiner Autobiografie unter dem Titel „Mr. Nice“ anempfohlen. Leute, die nicht gerne lesen, können sich ersatzweise den gleichnamigen Spielfilm ansehen, der das rasante Leben des Helden mit geradezu bizarren Bildern nachzeichnet. Lesenswert sind auch die Erinnerungen von Judy Marks, die 2007 unter dem Titel „Mr. Nice & Mrs. Marks – Adventures with Howard“ erschienen sind und das Treiben des „Gangsterpaares“ aus einer anderen, vielleicht nicht ganz so männlich-herben Perspektive beleuchtet.)

 

8 Antworten auf „In perpetuam memoriam „Mr. Nice“

  1. Lars Rogg

    Sehr schöner Nachruf. Das Bild mit der Wolke hat mir besonders gefallen.
    Aber auch hier wird ein rothaariger Nestbeschmutzer noch Dreck über Howard ausschütten…vermutlich blanker Neid…
    Danke Sadhu…

  2. https://diehanfinitiative.de/

    Danke für die gefühlvolle Erzählung. Da will ich spontan meine Empfindungen mitteilen. Bis vor wenigen jahren, bevor ich anfing mich intensiver mit der Geschichte der Prohibition zu befassen, war ich sehr naiv. Ich glaubte tatsächlich, (und heute kann ich darüber nur den Kopf schütteln), dass der Staat per se „gut“ ist und wir uns, als „Menschengemeinschaft“, immer mehr zu einer gerechteren und „erwachseneren“ Gesellschaft entwickeln – im Vergleich zur jüngsten Menschheitsgeschichte.

    Wie sehr ich mich doch geirrt hatte, musste ich schmerzhaft erfahren, als ich anfing das „Hanfverbot“ ernsthaft zu hinterfragen und zu hinterdenken. Ziemlich naiv, wie ich nun einmal bin, stellte ich sehr viele Fragen und erwartete sinnvolle und begründbare und nachvollziehbare Antworten. Das würde schon „Sinn“ machen, meinte ich. Aber weit gefehlt, mein „Weltbild“ sollte in seinen Grundfesten erschüttert werden und von da an auch nicht wieder „heile“ (im Sinne einer heilen Welt) werden. Im Gegenteil. Je mehr, je länger und je tiefer ich hinschaute, umso mehr zeigte sich das, was ich heute das „System Prohibition“ nenne. Muster einer globbalen Entwicklung, die auf ganz anderen Werten und Tatsachen basierte, als ich es früher „geglaubt“ hatte.

    Zunächst waren es „wirtschftliche“ Interessen und dann kam die „Politik“ und die „Globalisierung“ in’s Spiel (oder umgekehrt, oder zusammen). Immer mehr zeigten sich Muster eines vernetzten „Gesamtsystems“, in welches (nicht nur) das Hanfverbot eingebettet war. Immer wieder sagte ich: „das darf doch nicht wahr sein!“ So kann es doch nicht sein! Doch dies, was ich (und andere) da sahen, war „wahr“ und so „war“ die „Welt“, dieser Teil Menschheitsentwicklung. Und sie, diese Entwicklung, ist nicht einfach so entstanden, nach den Gesetzen der Natur, nein sie war von uns Menschen so gemacht (worden), nach userer „Natur“. Da wollte ich wieder wegschauen, aber das ging nicht mehr. Da entschloss ich mich, zusammen mit den anderen, die das auch erkannten (erkannt hatten), das Wissen zu teilen, abzugleichen und zu vertiefen und weiter zu geben. Vielleicht können ich/wir so etwas, im Kleinen, verändern und zu einer besseren Welt, für uns und unsere Kinder beitragen. So wurde ich „HanfaktivistIn“, was ich wirklich niemals geträumt hatte werden zu wollen.

    Heute ist es mir eine Freude und ein Herzensanliegen geworden, meinen kleinen Beitrag zu leisten und den Menschen, die mir an’s Herz gewachsen sind, die Hanffreunde und Hanffreundinnen und Hanfpatientinnen, mit meinen Gedankengängen und dem Aufschreiben davon, vielleicht ein wenig helfen zu können. Von EUCH etwas zu lernen und das zu verarbeiten und wieder weiter zu geben, was ich sehe. Wenn mir das gelingt, auch nur ein klein wenig, dann freue ich mich.

    So freue ich mich auch über diesen Artikel und die Geschichte des „bösen“ „guten“ Mr. Nice. Ich bin gespannt, wie es denn weiter geht. Weiter geht mit dem „System Prohibition“, mit der Entwicklung der Menschheit. Mit einem Wort, ich bin einfach positiv neugierig, solange, bis auch ich den letzten Atemzug mache und dann möchte ich auf auf so einer schönen Wolke sitzen. Und hoffe und wünsche mir, dass dann niemand mehr verfolgt wird, weil er Hanf mag oder weil er für seine Gesundheit gut ist. Da werde ich gerne hinschauen. 🙂

    Liebe Grüße und gute Tage und bleibt gesund

  3. Hanfpferd

    Ist ja interessant, wie zweigeteilt doch die Wahrnehmung ist: Frau Mortler, die nachweislich keine IRA-Waffendeals zu verantworten hat, wird für jeden Satz, der dem Lager der Legalisierer nicht passt, rundgemacht wie nix gutes; dabei wäre sie vermutlich nicht mehr lange in ihrer Partei (CSU) und ihrer Position als Drogenbeauftragete, würde sie ihre Haltung um 180 Grad ändern.
    Ein Howard Marks, der wohl wesentlich mehr auf dem Kerbholz hat als „nur“ den Haschischschmuggel in ganz grosse Stile, der wird verteidigt wie ein lokaler Götze (nicht der Fussballer!).

    Wenn also eine demokratische Gesellschaft schwere Straftaten ahndet, dann ist sie „elitär“…aha! Ich dachte immer, genau das wäre ein Grundsatz der modernen Gesellschaften;nämlich, daß jeder vorm Gesetz gleich ist und man sich durch internationalen Haschischschmuggel keinesfalls aus der Schuld stehlen könne…naja, wieder mal falsch gedacht!
    Schliesst Sigmar Gabriel mit den Saudis Waffeldeals ab, dann ist er ein Verbrecher; hilft Howard Marks der IRA bei der Bewaffnung, dann ist also alles paletti. Und die einzige scheinbare Begründung für solcherlei bigotte Wertung und double standards: „der hat sich halt für die Legalisierung stark gemacht“…natürlich blendet man da dann auch mal gerne aus, daß Herr Marks wohl eher aus der Überzeugung, daß „mit viel illegal erwirtschaftetem Drogengeld leben“ doch besser ist als ohne, handelte.
    Eine solch monothematisch orientierte Weltsicht, wie sie hier wieder an den Tag gelegt wird. nötigt einem schon Respekt ab…wie schon V.Pispers sagte: „Wer morgens aufsteht und genau weiss, wen er hassen soll, dessen Tag hat wenigstens Struktur“. Offensichtlich legt der Autor des Textes ähnlich viel Wert auf Diskurs und Diskussionskultur mit konträren Meinungen wie die AfD, wenn er Steffen Geyer gleich a priori im Text angeht. Steffen kann sich ja zu Jan Böhmermann gesellen; scheinbar hat er sich mit seiner kritischen Haltung gegenüber Marks ebenfalls der „Majestätsbeleidigung“ schuldig gemacht.
    Wenn das also der allgemeine Duktus der Legalisierungsbewegung ist, der hier durch den Text ausgedrückt wird, dann dämmert es mir so langsam, warum sich auch wirklich überhaupt nichts bewegt in Sachen Cannabis legal. Die eine Seite mit Sturköpfen und Chefideologen wirft der anderen Seite Sturköpfe und Chefideologen vor, Sturköpfe und Chefideologen zu sein. Herrlich.

  4. Lars Rogg

    @Hanfpferd

    schon wieder so ein Schwätzer mit Scheuklappen der nur sieht was im in der Kram passt. Wenn „Witzfiguren“ wie Du Volker Pispers zitiern bekomm ich das Kotzen.
    Jeder von uns der sich das Zeug besorgt hat ist im illegalen Bereich unterwegs und macht mit „Verbrecher“ im Sinne des Gesetzes Geschäfte. Wer es sich selbst anbaut ist selbst einer. Wenn Du kleine Mengen brauchst gehts Du zum Marokaner um die Egcke- einem Dealer, also Verbrecher. Der beschützt sein Grammgeschäft im Zweifel schon mit Waffengewalt. Warum sollte das bei Tonnenware anders sein ?? Wo soll man bei diesen Geschäften Integere und Charaktervolle Gutmenschen treffen ?? Wie bescheuert naiv kann man denn sein??? Das zu kritisieren ist peinliche Augenwischerei. Realität!! Schon mal gehört ??? Wenn böse Mensche wie H.M nicht das Zeug, auch mit fragwürdigen Methode aber nie Waffengewalt, seit Jahrzehnten für uns rannschaffen würden, wüßten kurzsichtige Träumer wie Du nicht mal wie Haschisch schmeckt.
    Du verteidigst die Mortler weil sie keine offenen Waffendeals mit einer kriminällen Organisation macht??? Mein Gott bist Du besc….t. !! Ihre Parteikolegen haben nicht das geringste Problem ihre Waffen an Diktatoren zu schicken. Besser als IRA deals, ich weiss…
    Die Existenzen die die Mortlein durch ihre ekelhafte Haltung bzw ihrer Untätigkeit zerstört hat, sind wohl um das tausendfache Höher, als die Schäden die H.M. angerichtet hat. Reflektion…schon mal gehört ?? Ein Mensch der aus Scheuklappen besteht, kritisiert Monothematische Äusserungen !!! Gehts noch ärmer ??
    Wenn euch Weltbesten Menschen das so auf den Sack geht, dann hört auf zu kiffen. Habt ihr eine ungefähre Ahnung mit was für Leuten ihr das zu tun bekommt.?? Verbrechern !!! Also wechselt eure Windeln und werdet erwachsen…

  5. Hanfpferd

    Tja, danke für die Bestätigung meiner Aussage.
    „Rothaariger Nestbeschmutzer“…hmmm, mal sehen, wer sich solcherlei Jargn normalerweise bedient…ich komm´grad nicht drauf…muss aber jemand sein, der auch Volksschädling, Wehrkraftzersetzer und ähnliches in seinem Wortschatz spazierenführt.

    Im Grunde bist du, Lars Rogg, doch auch keinen Deut anders als ein Erdogan-Anhänger. Die gleiche Reaktion, das gleiche maß von Echauffiertheit, wenn einer „dein“ Idol angreift…kritisches Denken und kritische Distanz sind deine Sache jedenfalls nicht. Und mal so nebenbei: Herr Pispers gehört auch nicht „dir“; es ist sogar vermutlich so, daß ich Herrn Pispers schon live gesehen habe, bevor du nicht mehr in die Windeln geschissen hast…zumindest bezeugen daß die Kabarettkarten, die ich seit den frühen 90ern angesammelt habe, während du ihn vermutlich nur aus dem Fernsehen/youtube kennst.

    Wie gesagt, ein schöner Kindergarten mit naiv-infantilem Schwarz-Weiss-Denken, gepaart mit einer kindlichen Gangsterromantik, wie man sie sonst nur noch bei „Gangsta“-Rappern findet. Leute wie du merken gar nicht, wie nahe sie mit ihrem öffentlichen Auftreten hier einem Björn Höcke und einer Beatrix von Storch stehen. Dissidenten wie der „rothaarige Nestbeschmutzer“ und ich haben gefälligst das Maul zu halten, nicht wahr?

  6. jayjay

    Toller Nachruf auf Howard Marks! Wenigstens eine Zeitung, die das Lebenswerk würdigt..

    Hanfpferd aka Steffen (?), was du aus dem Nachruf herausliest, kann ich nicht entdecken. Da ist weder von der Mortler noch von dir die Rede. Aber Hauptsache dummlabern!!!

  7. Lars Rogg

    @Hanfpferd

    oh, dass das mit dem Nestbeschmutzer von den Nazis kommt wußte ich gar nicht. Da bist Du mir voraus. Bist Du ein Symphatisant ?? Ach herrje, Symphatisant, hab ich mich jetzt verdächtig gemacht Linksradikal zu sein ??? Tz, tz, tz wie ärbermlich Du bist. Pispers gehört niemandem Du Würstchen, gehts noch kindischer…nein, liebe Kinder, die Schaufel gehört uns allen!! Nur um Pispers richtig zu verstehen braucht man Hirn. Du bist also raus !!
    Mich in einem Atemzug mit Erdogan Anhänger oder den Faschos von der AfD zu nennen, bezeugt wie wenig Du kapiert hast. Ich folge keinem pervers radikalem, dogmatischem Ziegenficker. Ich hab jemanden verteidigt der gestorben ist und auf den mit Gewalt Dreck geworfen wurde. Warum glauben Hänflinge wie Du jemanden kritisieren zu können, der das Gleiche gemacht hat wie viele kleine Dealer, die uns versorgen- nur effektiver. Der seinen Kopf hingehalten hat, der gefickt wurde und viele Jahre seines Lebens weggesperrt wurde. Zum Dank kommen Beiträge wie deiner. Undifferenziert, anmassend und einfach peinlich. Gespickt mit beeindruckend dummen Vorhaltungen ohne Fundament. Und was bitte hab ich mit den Faschos von der AfD zu tun ?? Ich hab eine andere Meinung!! Kapier das endlich !! Ich will niemanden verfolgen, ermorden oder Häuser in Brand stecken. Bist Du als Kind vom Tisch gefallen?? Was Du peinliche Witzfigur nicht verstehst, ist das die Realität NICHTS mit Gangsa Rap Kultur zu tun hat. Guckst Du zuviel schlechte Filme ?? Wie kommt ein erwachsener Mensch auf so einen lächerlichen Müll ?? Ist das Dein Niveau ?? Dann hör ich auf mit Dir zu reden. Gegen soviel Dummheit kann man selten anschreiben. Weder bei der Afd/Pergida oder aber anderen weltfremden Träumern wie Dir.
    Ich hab Dir nie das Maul verboten, aber ich werde Dir immer widersprechen wenn Du scheiße redest. Gefällt Dir nicht ?? Gut !!!

  8. Sadhu van Hemp

    Du stimmst mich traurig, liebes Hanfpferd!

    Ich bin der Kritik offen. Immer her damit! Aber Hand und Fuß sollte sie schon haben. Deine Kritik fußt jedoch nur auf der „Wahrnehmung“, der Nachruf auf Howard Marks sei ein Indiz für die Ungleichbehandlung, die der Drogenbeauftragten Marlene Mortler von Seiten des „Lagers der Legalisierer“ zuteil würde. Du schreibst, „ein Howard Marks, der wohl wesentlich mehr auf dem Kerbholz hat als „nur“ den Haschischschmuggel in ganz großem Stile, würde“ von mir „verteidigt wie ein lokaler Götze“.

    Beim besten Willen, liebes Hanfpferd, aber Du verfälschst das von mir Nachgerufene. Ich wüsste nicht, was Howard Marks so „wesentlich mehr auf dem Kerbholz“ hätte als das, was ich nicht verschwiegen habe. Und mit dem Impetus, Marks wie einen „Götzen“ zu verteidigen, habe ich den Nachruf nicht verfasst.
    Vor wem sollte ich den Verblichenen auch in Schutz nehmen? Etwa vor Leuten, die wie die Engländer Mr. Nice nicht verzeihen können, weil er den Beruf des Haschischschmugglers ausgeübt hat?

    Du schreibst weiter.: „Wenn also eine demokratische Gesellschaft schwere Straftaten ahndet, dann ist sie „elitär“…aha!“
    Ich glaube, das Wörtchen „elitär“ habe ich nicht geschrieben, und gemeint habe ich das auch nicht. Wohl aber, „dass Widerstand zur Pflicht wird, wenn Unrecht zu Recht wird.“ Diese Parole ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wird Bert Brecht zugeschrieben.
    Und was Deine „demokratische Gesellschaft“ betrifft, selbst wenn sie englisch ist, so hat diese per se keinen Persilschein, Minderheiten, Andersdenkende und -lebende auszugrenzen und zu kriminalisieren. Auch „die demokratische Gesellschaft“ muss ertragen, dass ein Sadhu alles unternimmt, um sich nicht kleinkriegen zu lassen – ganz so wie Howard Marks, nur ein paar Etagen tiefer und genauso wie die meisten deutschen Hanffreunde, deren ganzes Leben eine einzige „schwere Straftat“ ist.

    Nun gut, die Kritik an meiner altersbedingten Sichtweise, was Anstand und Sitte in dieser unseren demokratischen Gesellschaft betrifft, vermag ich ja noch nachzuvollziehen. Was für mich Lustgreis selbstverständlich ist, gilt nicht für alle – außer Lars. Ralf und Co.. Was ich aber nicht verstehe, ist Deine Aussage, dass „der Autor des Textes ähnlich viel Wert auf Diskurs und Diskussionskultur mit konträren Meinungen wie die AfD legt, wenn er Steffen Geyer gleich a priori im Text angeht.“
    Also, Hanfpferd, diese Textstelle musst Du mir zeigen! Wo bin ich Steffen Geyer angegangen? Was soll der Quatsch? Und was beabsichtigst Du damit?
    (Überhaupt – völlig rätselhaft Deine Assoziation, Steffen Geyer müsste in Howard Marks‘ Nachruf Erwähnung finden. Nein, Hanfpferd! Steffen Geyer ist eine ganz andere Person des öffentlichen Lebens – und die verdient einen eigenen Nachruf. Aber erst, wenn es soweit ist – und das kann noch ein paar Jahrzehnte dauern.)

    Ich glaube, mein Nachruf auf Howard Marks zeigt, dass nicht die zu goutieren sind, die moralinsauer und nachtragend sind, sondern die, die in Howard Marks genau jenen Menschen gesehen haben, der auch ein Stück von ihnen war.
    Und ja doch, das ist „monothematisch“, aber in einem Hanfkulturmagazin wie dem Hanf Journal wird es ja wohl noch erlaubt sein, einem „Herzensbruder“, der in Siebzigern und Achtzigern wie kaum ein anderer Widerstand leistete und dafür bitter büßen musste, im Namen der Community ein paar warme Worte ins Nirwana hinterherzuschicken.

    Abschließend noch eine Frage zu Deiner vernichtenden Rezension des Nachrufes: Welchen „allgemeinen Duktus der Legalisierungsbewegung, der hier durch den Text ausgedrückt wird“, hast Du denn auf dem Schirm?
    Wäre nett, wenn Du ein bisschen Butter bei die Fische legst. Wie gesagt, ich bin für Kritik zu haben, wenn sie konstruktiv ist und dabei hilft, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

    Ich verbleibe mit einem highteren Bam Bam Bhole – auch an Lars Rogg und die anderen treuen Hajo-Leser

    Sadhu van Hemp

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