Sonntag, 15. Mai 2016

Spacecake-Test in Amsterdam

 

Keine Explosion – No Bang for your Buck

 

cake

 

Autor: Christian Rausch

 

Wetten, das kennt (beinahe) jeder: Ach, was war das geil, ach, was war das beschissen in A’dam. Ach Gott, wie häufig war ich schon in Amsterdam. Das erste Mal mit knapp 16. Letztens mit Anfang 40, aber bestimmt nicht das letzte Mal. Immer kam danach der Katzenjammer. Das Geld floss – so sicher wie das Amen in der Kirche – zwischen den Händen dahin, obwohl ich jedes zweite Bier bei Albert Heijn kaufte, eine gewisse Grundversorgung von zu Hause mitbrachte und mich von den Verlockungen des Rotlichtbezirks fernhielt. Und Essen ist ohnehin eine Sache, die überschätzt wird. Wer mit knallroten Kaninchenaugen nachts um 23.30 Uhr beim Manneken Pis eine Obelix-Tüte belgische Fritten mit Ketschup, Mayonnaise und Zwiebeln verdrückt und sich dabei Zunge und Gaumen verbrennt weiß, dass das eine solide Grundnahrung für 24 Stunden bildet.

 

 

Wie Johann Wolfgang von Goethe bereits sagte: „Amerika, du hast es besser.“ Stimmt. Aber das dürfte der deutsche Dichterfürst nicht auf den Vergleich von frei verkäuflichen Cannabis-Produkten gemünzt haben. Da sind die Amis gegenüber der alten Welt klar im Vorteil. Da hört für sie der Spaß auf, da sind sie knallhart und das zu Recht: „Most Bang for Your Buck.“ Wenn ich schon mein (wie auch immer) hart erarbeitetes Geld für berauschende Substanzen ausgebe, dann soll der Knall in der Birne anständig sein. Damit ist die basale Rationalität der Kosten-Nutzen-Relation von Cannabis-Produkten auf den Punkt gebracht. Nun gut, in Denver kostet ein professioneller, industriell hergestellter Schokoriegel 10 $ (zwei kriegt man schon für 17 $), knapp 8,80 €. Darin enthalten waren zwischen 0.6 und 0.7 THC. Und es hat geknallt, lange und ausgiebig, beinahe die ganze Nacht habe ich im Motel 6 den Pushern, Zuhältern und Dealern in den Nebenzimmer gelauscht, wie sie ihre schmutzigen, kleinen Geschäfte lautstark austrugen, immer ein wenig auf der Hut vor den Cops, aber niemals versteckt, heimlich oder in Panik… Doch davon an anderer Stelle mehr. Was spricht also dagegen, den Schokoriegel mit den Spacecakes aus Europas Hanf-Hauptstadt zu vergleichen? Richtig. Ein räumlicher und zeitlicher Abstand, der das Testergebnis verfälscht. Folglich empfiehlt sich eine Testreihe, die nur Produkte aus Amsterdam berücksichtigt.

 

A’dam hat bei richtigen Usern (damit sind keine Poser gemeint, die aus Image-Gründen mal an der Tüte ziehen!) keinen guten Ruf. Zu überteuert, zu altes Material, zu überlaufen, zu viele bleiche Italiener und Spanier, die viel Welle um nichts machen und dann natürlich die Briten, von denen die meisten prinzipiell nur noch Coffee-Shops aufsuchen, die direkt neben einer Bar mit – versteht sich – Bier-Ausschanklizenz liegen. Die Stadt hat aber dennoch einiges zu bieten. Die royales Flair verbreitenden Grachten, den Damrak, den Centraal und die pittoresken Pakhuises aus dem 17. Jahrhundert. Die gelebte und mit jedem Atemzug inhalierte wunderbare Historizität der Stadt dürfte sich sogar dem noch so umnebelten Besucher zumindest unterschwellig mitteilen. Und selbst dem Blumenmarkt kann der gewogene Besucher etwas abgewinnen und wenn die Sonne rauskommt, ist es an der Keizers- und Prinsengracht am schönsten. Wie viele Kilos bzw. Tonnen Gras oder Hasch jemand wohl verkaufen muss, um sich dort ein Vierzimmeranwesen mit Sicht auf die Gracht zu erwerben? Und Amsterdam besitzt zudem eine lange historische Tradition als weltoffene, liberale Handelsstadt, die die Niederländer nicht umsonst mit Stolz erfüllt. Seit den 70ern besitzt Amsterdam liberale Drogengesetze bezüglich sogenannter weicher Drogen und selbst die verbohrtesten Betonköpfe und Ewiggestrigen leugnen nur noch halbherzig, dass THC weniger gefährlich und gefährdend als Alkohol ist.

 

Das Greenhouse

 

Meine erste Anlaufstelle bildet das „Greenhouse“. Zugegeben, das ist kein Underground-Coffee-Shop, sondern einer mit gehörigem Promi-Status. Beinahe weltbekannt und legendär, was sicherlich der Beliebtheit nicht abträglich ist, da auch Luigi aus Ostia, Jean-Pierre aus Mulhouse und Pat aus Lansing in Michigan dort gewesen sein müssen. Dito Dennis aus Essen. Das „Greenhouse“ liegt in den Ausläufern des Rotlichtbezirks, in der Oudezijds Vorburgwaal 191. Es handelt sich um ein recht breites Pakhuis und während sich rechts ein Wohnhaus befindet, sind linkerhand ein thailändischer Massagesalon (soweit ich das erkannte, ein „anständiger“) und ein weiterer Coffee-Shop untergebracht. Das „Greenhouse“ empfängt den Besucher recht freundlich mit Braun- und Rottönen und einem leicht spacig anmutenden Interieur. Mosaiksteine bilden coole, ineinander verfließende Muster, die mit Strass-Spiegeln durchsetzt sind. Im hinteren Teil beim Dealer wird es tatsächlich – nomen est omen – grün. Das Interieur passt zum Namen und das Konzept ist stimmig. An der Wand hängen Fotos von den Berühmtheiten, die hier einen durchgezogen haben: Tarantino, Rihana, Tyson, Cypress Hill, (Tommy) Chong, 50 Cent, Eminen, Spacey, Xzibit und Santana. Am Tresen erstehe ich bei der uninteressiert wirkenden und sich unwissend gebenden Bedienung zwei Spacecakes – „Granma-Style“. Dafür knöpft sie mir 12 Mäuse ab. Ein ca. 50-jähriger Brite, der aussieht als ob er so manchen Joint (anglo-amerikanischer Slang für Knast ;)) von innen gesehen hätte, textet mich zu, dass die Dinger super seien, fast genauso gut wie die vom „Bulldog“. Oh je, das lässt nichts Gutes befürchten, denn ich kann mich erinnern, dass mir vor lauter Spacecake-Futterei der Magen weh tat, sich aber kein Effekt einstellte.

 

Der Kuchen kommt, nun ja, sagen wir halbprofessionell verpackt daher und amüsiert lese ich die Warnhinweise, dass man nicht mehr als einen essen oder keinen Alkohol dazu trinken soll. Der Inhalt auf den es ankommt: 0,3 Gramm THC (Cannabis of Hash). Bei dem Kuchen handelt es sich – ganz nomen est omen – um einen bodenständigen Marmorkuchen, wie ihn wohl so ziemlich jede Oma machen würde. Er ist nicht trocken, eher saftig und nicht zu geschmacksintensiv. Dennoch ist in der Summe eine schöne Schokoladengeschmacksnote zu konstatieren. Mit einem Wort: ehrliche und solide Hausmannskost. Nachdem ich die zwei Dinger verputzt habe, heißt es warten und zwar eine ganze Weile. Uff, nach 1.5 Stunden (!!!) bemerke ich erste leichte Anflüge und befürchte plötzlich das große Erdbeben. Mit Schrecken erinnere ich mich an einen Horror-Trip in Tangier, als mich knapp 3 Gramm marokkanische Platte beinahe zu Boden gestreckt und mich damit unweigerlich in einen marokkanischen Knast gebracht hätten. Im Hotelzimmer ärgere ich mich, denn die Anflüge verflüchtigen sich bereits wieder und außer ein, zwei kurzen Giggle-Flashs über das allzu dämliche Fernsehprogramm geht gar nichts. Das kann und darf nicht sein, also horche ich intensiver in mich hinein (was eigentlich bei Spacecakes die halten was sie versprechen, nicht der Fall sein sollte). Dabei stelle ich fest, dass alles in Super-Slow-Motion abläuft und eine bis dato nicht gekannte Kraft mich auf die Matratze niederdrückt, dass ich mir nicht mal mehr ein Glas Wasser gegen den nun schleichenden Durst zu holen gewillt bin. Als ich die Augen schließe, entdecke ich vor meinem geistigen Auge ein buntes Bild- und Farbpanorama, das sich mir in nüchternem Zustand in dieser Form niemals erschlossen hätte. Ein netter Indica-Flow. Das war’s dann aber auch schon, denn mehr passiert nicht – für 12 Steine ziemlich mau. Aber immerhin ist der Afterglow nicht zu verachten.

 

Dampkring

 

Tags darauf mache ich mich am späten Nachmittag zum Coffee-Shop auf, der durch den Mega-Blockbuster Ocean’s 12 berühmt geworden ist. Er liegt in der Nähe des Foltermuseums in der Handboogstraat 29. Die Fassade und die Innen-Einrichtung korrespondieren in schöner Harmonie. Die braune, äußere Holzfassade führt optisch nahtlos ins Innere, das in sanften Braun-, Rot- und Orangetönen gehalten ist. Die Hauskatze ist ein Menschenkenner und spürt, dass ich nicht der allergrößte Katzenfan bin. Als eine extrovertierte Französin sie ungestüm streicheln möchte, flüchtet sie lieber zu mir an die Bar. Während ich der angenehmen (was v.a. auch die Lautstärke betrifft) Songwriter- und 70er-Mucke (u.a. eine coole Version von Clapton’s Cocaine) lausche und das längliche Plakat von Clooney, Pitt und Damon bewundere, erzählt mir mein Nebensitzer aus dem Tattoo-Biz, dass er in Kent auf Bestellung Spacecakes herstelle und vertreibe. Solche – man verzeihe mir meine Ausdrucksweise – Scheißhausgeschichten gehören zum Coffee-Shop wie die Bong zum auf den Geschmack gekommenen 16-jährigen. Die halbsurinamesische, freundliche Bedienung hat Ahnung von der Materie. In jedem Spacecake seien 0.5 Gramm Gras mit indikativer Wirkung erklärt sie mir, während sie die Ware auf dem Tresen ausbreitet. Die Verpackung ist mit Sicherheit industriell hergestellt. Sie leuchtet in einem intensiven Rot und Grau. Es handelt sich erneut um einen Marmorkuchen, aber dieses Mal in bunten Farben, die wohl einen lebhaften Trip versprechen sollen: rot, grün und gelb. Der Kuchen ist saftig, aber entspricht nicht den klassischen Geschmacksrichtungen. Am ehesten ist so etwas wie Zitronengeschmack herauszuschmecken, der aber beinahe in der Flut von Geschmacksverstärkern und Lebensmittelfarben untergeht. Das Gesamtpaket lässt auf mehr Bang als Großmutters Rührkuchen aus dem „Greenhouse“ hoffen.

 

Allerdings ist der Preis erschreckend hoch. 7.5 € für ein Stück, also 15 Tacken insgesamt. Erneut gilt es zu warten, aber auch dieses Mal stellt sich der große Knall in der Birne nicht ein. Vielmehr entsteht ein sanfter, aber positiver Flow. Wärme, Behaglichkeit und schöne Gedanken könnten die glücklichen Vibes am ehesten umschreiben. Beim Fernsehen im Hotel überfallen mich hin und wieder kurze Lachattacken, vor allem bei US-amerikanischen Sendeformaten, den sogenannten Reality-Shows à la Mom and Dad arrangieren meine Hochzeit. Vermutlich hätte ich das auch im komplett nüchternen Zustand recht lustig gefunden. Der nächste Tag startet gut, auch körperliche Ertüchtigung ist kein Problem. In der Summe kein ganz mieses Erlebnis, aber für 15 € doch viel zu überteuert.

 

420 Cafe

 

Die letzte Anlaufstation der Testreihe ist das 420Cafe, Oudebrugsteeg 27. Das 420Cafe besitzt zwar keinen solchen Promibonus wie „Greenhouse“ und „Dampkring“, ist aber dennoch ziemlich posh und angesagt. Die Lage direkt am Damrak und Centraal ist eben auch optimal und lädt die Hanffreunde Europas, die sich vor allem gerne im direkten Zentrum Amsterdams bewegen, zum Besuch ein. Als der Laden um 18.00 Uhr öffnet, reihe ich mich in die Schlange der Wartenden ein. Das Konzept des 420Cafe ist schnell beschrieben. Im Prinzip handelt es sich weniger um einen Coffee-Shop als vielmehr um ein Café oder eine Kneipe, wie sich bereits an der langen, geraden Theke erkennen lässt, die praktisch nahtlos in den Dealer-Bereich übergeht. Auch hier kaufe ich zwei Spacecakes, einen mit Zitronen- und einen mit Schokoladengeschmack. Die Verpackung ist recht lieblos, der Kuchen ist handwerklich solide aber handgeklöppelt in Plastik verpackt. Auf dem Informationszettel steht, dass 0.5 Gramm Cannabis (1.7 Gramm Cannabisbutter) pro 100 Gramm Kuchen verarbeitet wurden. Die freundliche Mareike hinter dem Tresen klärt mich dann allerdings zu meiner großen Enttäuschung auf, dass ein Spacecake allerdings keine 100 Gramm wöge und somit nur ca. 0.3 Gramm pro Slice enthalten seien. Auf meine Frage, ob 420Cafe die Cakes von außerhalb kaufen würden, verrät sie mir, dass die Freundin des Inhabers eine Kuchenfabrik besitzt und die Spacecakes dort hergestellt würden. Das hört sich ja schon mal ganz gut an, ganz im Gegensatz zur schlechten 80er Jahre Rockmusik, die als Hintergrundbeschallung läuft. Das Publikum ist ziemlich heterogen. Alte Veteranen mischen sich mit kaum 18-jährigen Kids, die die Baseballkappe tief ins Gesicht gezogen haben. Schließlich wird die Musik besser und einige Hendrix- und Jefferson Airplane-Titel erfreuen das junggebliebene Hippie-Herz. Wieder mampfe ich die klassischen Rührkuchen frohen Mutes in mich hinein, in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Beide sind etwas zu trocken, was wohl damit zusammenhängt, dass die neue Lieferung noch nicht eingetroffen ist und es sich um Ware vom Vortag handelt. Während die Schokoladenversion deutlich nach Dr. Oetker, also ziemlich vielen chemischen Zusätzen schmeckt, ist der Zitronenkuchen fein, nuanciert und wohl mit echtem Zitronensaft zubereitet. Insgesamt kommen die Spacecakes aber geschmacklich und von der Konsistenz her reichlich uninspiriert rüber und es fällt mir nach den Erlebnissen der letzten beiden Nächte schwer Mareikes Worten Glauben zu schenken, dass sie hier häufig Fälle haben, in denen Kunden nach dem Konsum von einem Teil ausflippen, hyperventilieren und umkippen. Das wird dann wohl eher weniger am Produkt als vielmehr an den Gesamtumständen liegen: Geld weg, wenig Schlaf, Freunde die einem auf den Sack gehen, Stress mit der Alten etc. pp.

 

Die Enttäuschung bleibt wiederum nicht aus. Und dieses Mal handelt es sich um eine Pleite auf ganzer Linie. Das Zeug törnt noch weniger an als die beiden Abende zuvor und ich ärgere mich darüber, 14 € zum Fenster rausgeworfen zu haben. Nicht einmal die körperliche Empfindung oder die Zeitwahrnehmung sind verändert. Nichts, aber auch gar nichts passiert. Obwohl ich mir alle Mühe gebe, herrscht tote Hose. Das Ergebnis tut weh und ist frustrierend. Aber es ist wie es ist und wohl nicht zu ändern.

Müsste ich ein Ranking der getesteten Spacecakes erstellen, dann würde das wie folgt aussehen: 1. Dampkring 2. Greenhouse 3. 420Cafe. Zwar war „Dampkring“ am teuersten und nicht am heftigsten, aber Flow und Vibes waren durchweg positiv und angenehm, was ja an sich schon viel Wert ist. „Greenhouse“ hat letztlich am meisten reingehauen, führte aber zu einer absoluten Matratzen-Lethargie, ohne dabei für allzu großes Kopf-Kino zu sorgen. Und über das Ergebnis vom 420Cafe wollen wir jetzt nicht schon wieder herziehen.

 

Fazit

 

Insgesamt fällt das Fazit der Spacecake-Testreihe sprichwörtlich nüchtern bzw. ernüchternd aus. Hinzu kommt der userunfreundliche Preisfaktor. Zwischen 12 € und 15 € für einen minimalen Kick in der Birne auszugeben, ist einfach too much. So etwas würden sich die Amerikaner nicht bieten lassen, denn für diese Summen erwarten sie sich zu Recht schon einen deutlichen Knall. Wer nicht unbedingt auf den Euro schauen muss, dem sei dringend ans Herz gelegt, sich mit mindestens drei Spacecakes einzudecken, sollte er es beim Essenskonsum belassen und auf den blauen Dunst verzichten. Denn sicher ist sicher – und bei zwei Spacecakes ist gar nichts sicher. Auch wenn der Geldbeutel dadurch deutlich schmäler wird.

 

Und so war es wie beinahe jedes Mal: A’dam war geil, A’dam war scheiße. Und auf dem Konto herrscht für eine Weile die große Flaute. Nur wegen der Coffee-Shops nach Amsterdam zu fahren lohnt sich sicher nicht. Da muss man diese Stadt schon lieben. Aber mal ehrlich, wer tut das nicht? Denn der internationale, weltoffene, liberale Vibe und das Wissen, dass alle User dieser Erde dort gleichermaßen über den Tisch gezogen werden, sind schon geil. Und wo sonst trifft man so viele Gleichgesinnte auf einmal? Na dann auf bis zum nächsten Mal.

 

10 Antworten auf „Spacecake-Test in Amsterdam

  1. Dalai Galama

    Eine coole Version von Claptons Cocaine? Vielleicht hast Du ja das Original gehört, denn Claptons Cocaine ist selbst schon eine Coverversion. Die Urversion stammt von JJ Cale, gibt es sicher auf YouTube.

  2. Lars Rogg

    Entweder war das früher anders oder man hat in den Anfangsjahren eine geringere Wirkschwelle. In einem gemütlichen „no name“ Shop haben wir uns vor 25 Jahren jeder einen Cake gegönnt. Nüchtern !! Nache eine Stunde waren wir platt wie die Flundern. Auch der Schlüssel für das WC ging bei uns von Hand zu Hand. Nun, ich hab damals gekotz wie selten und war dennoch die nächsten 6 Stunden abartig stoned. So wie mir ging es wohl den anderen auch. Keiner wollte mehr in Coffeshops…Lang machen und chillen im Vondelpark war angesagt…und keiner konnte sich bewegen !!
    Aber wenn man dem glaubt, dass so über Dam berichtet wird, dann lohnt es sich ja eh nicht mehr dahin zu fahren. Gestrecktes, verbrixtes und parfumierte Scheiße gibts auch hier. Also geht es nur noch um das Geld…warum sollte nur das Gras oder Hasch darunter leiden?? Die Qualität scheint im gesammten Spektrum ab zu sinken…scheiß Spiel…:(

  3. Aufreißer

    Lieber Lars,
    Du schreibst „Lang machen und chillen im Vondelpark war angesagt“. Dann wart ihr das also, die uns damals den letzten Schlafplatz im Vondelpark weggenommen haben. Schäm dich! Wir hatten drei völlig unterkühlte Schwedinnen dabei, mit denen wir dann im Stehen schlafen mussten.

  4. Lars Rogg

    @Aufreißer
    oh man, wenn Ihr im Vondelpark keinen „Schlafplatz“ bekommen habt, dann wart ihr dichter als wir. Dieser Park ist so groß, viel Grün von Waserläufen getrennt, so richtig weitläufig. Es kann passieren das man auf der Schlafplatzsuche auf kopulierende Gruppen trifft, aber einen Platz für eine Nacht war nie ein Problem. Wenn ich alleine dort war, meistens spontan, hab ich auch schon mal bei Einheimischen in Haarlem übernachtet. Tolle Leute, die Holländer… 🙂

  5. https://diehanfinitiative.de/

    Spacecakes hab ich in Amsterdam noch nie ausprobiert. Ich war nur ein paarmal da. Hab oft in Holland Urlaub, an der See, gemacht. Erinnere mich an „Amnesia“ – süß und fruchtig und den Reinfall mit „Nepal Templer“ aus einem kleinen Coffeshop in der Nähe des Bahnhofs, den Namen hab ich vergessen, hat sich als Knetmasse entpuppt. Das Flair, im Hochsommer hat mich in seinen Bann gezogen, für kurze Zeit. Hab mich da sehr wohl gefühlt. Mit „White Widow“ konnte man nix falsch machen. Aber am liebsten war ich dann doch immer wieder in Maastricht, bevor der doofe „Wietpas“ kam. Ich glaube es war das „Easy Going“, weiß es aber nicht mehr genau, wo es den besten „Templer“ aller Zeiten gab. Schwarz und wie Weihrauch duftend. Der hatte einfach eine göttlich spirituelle Wirkung. Ideal für Feiertage, wie Weihnachten… und so 🙂

    Schöne Pfingsttage wünsche ich EUCH

  6. Lars Rogg

    @Hanfinitiative

    ja, das mit dem Templer war schon immer ein Problem. Ähnlich wie mit echtem „rotem Libanesen“ Ich glaube nicht das nennenswerte Mengen echten Templer jemals Nepal verlassen haben. Der einzige Laden von dem es in den 90ern hiess, er würde die echten Bälle verkaufen, war das Blue Bird. Hab ich probiert. Wenn das Templer war, dann wird er seinem Ruf nicht gerecht !! Fuffi Gulden weg…was solls…scheiße !!! Früher war das Blue Bird tatsächlich ein toller Laden mit klasse Auswahl. Die zwei dicken Alben waren schon sehr beeindruckend…oder besser übervordernd.
    Das ist mit ein ganz wichtiger Grund warum ich der vollständigen Legalisierung entgegen fiebere.
    Ich wünsche mir so sehr, noch einmal den würzig sanften Rau(s)ch von gutem „rotem Libanesen“ geniessen zu können. Das war wirklich ein ganz besonders friedlicher und harmonischer Rausch. Selbst die heftige und gleichzeitig anregenden Wirkung eines süperben Borderafghan den ich vor 20 Jahren in Dam probieren durfte, war von so schöner, heftig aber nicht unnötig plättende Wirkung, wie ich es nicht mehr oft erleben durfte. Selbst die meisten Grassorten von heute sind THC Bomben, die die vor allem ausnocken. Aber der schöne entspannende und anregende Rausch von früher fehlt bei den heutigen Sorten fast völlig. Witz am Rande… die neuen Medizinalhanfsorten mit geringerem THC- und erhöhtem CBD Anteil kommen diesen Wirkungen wieder näher…
    Auch ältere Outdoorsorten (T.N.R.) entsprechen diesem Rausch noch viel eher als das meiste von heute. Auch standard Outdoorsorten wie „Skunk No 1“ oder „Early Queen“ sind sehr fein im Rausch. Funktioniert natürlich nur wenn der Körper nicht von BHOs oder Hardcore Sorten schon völlig mit Wirkstoff überflutet ist.
    Man stelle sich das gigantische Angebot von Haschisch aus aller Welt vor, wenn es denn endlich legal würde. Und die Preise !!! Und kein Dreck mehr im shit !!! Ok, ich träum schon wieder…aber wer weiss, wir sind ja noch jung 🙂
    Hoffentlich wacht unsere (piiiiep) Regierung endlich auf…Bier aus aller Welt kann ich ja auch kaufen. !!

  7. https://diehanfinitiative.de/index.php/prohibition/13-banken-und-oder-kriege

    Lieber @Lars, ich kann Dich gut verstehen. Wenn ich die „moderne“ Menschheitsgeschichte (angenommen 2 Mio. Jahre) betrachte, besteht das Hanfverbot gerade einmal 0.003% dieser Zeitspanne. Das Endocannabinoidsystem, bei Organismen, schätzen „Wissen-schaft-ler“ auf etwa 500 Mio. Jahre. Solange hatte die Evolution Zeit, solange besteht eine „Symbiose“ mit der „Heilpflanze“.

    Ist das nicht sehr, sehr anmaßend von Nixon, Ehrlichmann, Anslinger und Verbündeten (bis heue) gewesen, deshalb solch einen verheerenden und mörderischen Krieg vom Zaum zu brechen? Nun, die hatten sicher andere Gründe: http://www.larsschall.com/2011/09/03/hinter-dem-lenkrad/ Reefer Madness… OK?

    Die dazugehörigen Lügen, die verbreitet wurden, um das zu erreichen, werden selbst im Zeitalter der Quantenphysik und messbarer Gravitationswellen, von hochintelligenten Professoren der Astrophysik, geglaubt und sogar weiter verbreitet. Ist das nicht sehr seltsam? Ich nenne es den „Zeitgeist 0.003%“.

    In 0.003% der Menschheitsgeschichte wurde die natürliche Evolution zum Feind erklärt, was für ein Paradoxon! Meinst Du, dass wir bald wieder den Zustand der „Evolution 99,997%“ erreichen werden.

    Ich mag Deine Träume! 🙂

  8. Lars Rogg

    @Initiative
    Ja, ich hab mich auch sehr über den Lesch und seine Thesen geärgert. War mal eine meiner Lieblingssendungen. Hab mir schon überlegt ihn gar nicht mehr zu gucken…zu unglaubwürdig geworden !!! Halt ein Bayer !! Diese systematische Verblendung ist schon phänomenal !! Ich geh wieder träumen.. 🙂

  9. Ralf

    Bei mir hatte der Typ noch keine Sekunde auch nur ein Quäntchen Glaubwürdigkeit. Man muß wahrscheinlich selbst ein Jahrzehnt oder länger die Machenschaften an unseren Unis mitverfolgen, um solche Schaumschläger, die immer wissen was richtig oder falsch zu sein hat und wie andere Menschen zu leben haben, schon an der Art der Darstellung ihrer so genannten Fakten und Beweise (z.B. zur so genannten Mondlandung oder 9.11, sehr lustig) zu entlarven.
    Man stelle sich einen Menschen von 80kg Gewicht vor, dazu noch 40kg Ausrüstung. Macht insgesamt 120kg.
    Der Mond hat 1/6 Schwerkraft der Erde, das Gewicht beträgt also für den Menschen nur noch 120:6 = 20kg. Ich glaube jeder kann sich leicht vorstellen, welche Luftsprünge man machen würde, würde man nur 20kg wiegen. Es geht aber noch einfacher, wobei bei dieser Rechnung nicht mal mein Körpergewicht durch 6 geteilt wird.
    Ich springe hier auf der Erde mit 40kg gleichmäßig am Körper verteilt noch locker 30cm hoch, das wären dann auf dem Mond 30cm multipliziert mit 6 mindestens 180cm. Noch Fragen? Ich jedenfalls habe die Original „Mondlandung“ als Kind live mit erleben dürfen und bin das enttäuschende Gefühl betrogen worden zu sein bis heute nicht losgeworden. Lesch`s Beweise sind nichts weiter als Schaumschlägerei.

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