Mittwoch, 13. April 2016

Frankreich: Staatssekretär fordert Debatte über Cannabis

 

Jean-Marie Le Guen kritisiert Cannabis-Politik seines Landes

Titelbild mit Quellenangabe !!

 

Am Montagabend hat der französische Staatssekretär Jean-Marie Le Guen, der für die Beziehungen zwischen Parlament und Regierung zuständig ist, in einem Fernsehinterview des Senders BFMTV die Cannabis-Politik der Regierung kritisiert und damit eine neue Debatte über die Legalisierung losgetreten. „Die Prohibition von Cannabis in Frankreich verdient es diskutiert zu werden.“ so Le Guen „[Sie] führt nicht zu einem Rückgang des Konsums. Unser Land hat mit die höchste Rate von jugendlichen Konsumenten“, lautete eines seiner Argumente.

 

Laut Le Guen gäbe es ein Tabu in der französischen Gesellschaft, dass eine Debatte über die Legalisierung nicht gestatte. Statt dessen werde die Polizei gegen den illegalen Handel mobilisiert ohne, dass der Verkauf und der Konsum eingeschränkt werden würden. „Ich schlage vor, dass die Sozialistische Partei die Wahrheit sagt: das moralische Verbot richtet viel Schaden in der französischen Gesellschaft an. [Ich schlage vor] dass wir über Wege nachdenken […] diese prohibitionistische Politik zu beenden.“ Le Guen habe sich stets gegen den Konsum von Alkohol, Tabak und Cannabis von Jugendlichen ausgesprochen, doch ein Verbot sei der falsche Weg. Vielmehr müsse es darum gehen die Bevölkerung aufzuklären und zu verhindern, dass das Gesetzt durch illegalen Handel untergraben wird.

 

Als Reaktion auf Le Guens Äußerungen, die er als Privatperson und nicht als Mitglied der Regierung tätigte, verkündete Regierungssprechen Stephane Le Foll am darauf folgenden Tag, dass dies nicht der Haltung der Regierung entspreche und dass es „weder Bestrebungen noch Überlegungen der Regierung gäbe sich dieser Frage anzunehmen.“ Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem betonte zudem, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass die Regierung im Kampf gegen Drogen nachlassen würde. Laurent Karila von der Pariser Universitätsklinik Paul-Brousse unterstützt hingegen Le Guens Vorstoß. Die Entkriminalisierung bezeichnete er als „großer Schritt nach vorne“, da Bestrafungen nicht den gewünschten Erfolg brächten.

 

 

 

 

 

Eine Antwort auf „Frankreich: Staatssekretär fordert Debatte über Cannabis

  1. ... sondern positiv wenden als konstruktive, zukunftszugewandte Formulierung einer Herausforderung...

    Ich äußere mich jetzt auch einmal als „Privatperson“. 😉

    Ich habe heute einen Satz von „Sascha Lobo“ gelesen, der zunächst mit der Hanfbewegung nichts zu tun hat, der jedoch bei meinen Beobachtungen, bei mir einen Gedanken- und Gefühsprozess in Gang gesetzt und beflügelt hat. Er (dieser Satz) spiegelt meine Hoffnungen wieder. Die Hoffnung, dass unsere Arbeit – liebe aktive Hanffreundinnen und Hanffreunde (und besonders die der lieben Hanfpatientinnen und Hanfpatienten) – von zunehmendem Erfolg gekrönt sein wird! Das wir zunehmend, aus dem Abseits, in das wir gedrängt wurden, wahrgenommen werden und wir eine gute, eine bessere, Zukunft für uns unsere Kinder und Enkel erstreiten. Zum Vorteil für die ganze Gesellschaft!

    [ … Sascha Lobo: „Ich möchte diese Beobachtungen nicht kulturpessimistisch verstehen, sondern positiv wenden als konstruktive, zukunftszugewandte Formulierung einer Herausforderung.“ …]

    Liebe Mainstream-Medien helft uns bitte. Berichtet fair über unsere Themen (z. B. die kommenden GMM) und gebt uns eine Stimme. Wir brauchen EUCH.

    Lieben Dank für die Aufmerksamkeit.

    EURE http://www.diehanfinitiative.de 🙂 🙂 🙂

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