Donnerstag, 31. März 2016

Antrag auf Cannabis Therapie Center eingegangen

 

Bayerischer Gesundheitsausschuss soll Empfehlung über Bewilligung abgeben

Bild: Archiv
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Der Cannabis Verband Bayern plant ab März 2016 ein circa 2000 Quadratmeter großes ‚Cannabis Therapie Center Bayern‘ ins Leben zu rufen, das wir deutschlandweit als erstes Institut dieser Art in Betrieb nehmen werden“ heißt es auf der Facebook-Seite des Verbands. Ziel der Initiative ist es, ein bundesweites Pilotprojekt zu starten. Dort soll auf ca. 600 qm Cannabis für den medizinischen Gebrauch angebaut werden, um den Bedarf von rund 100 registrierten bayerischen Schmerzpatienten zu decken. Damit soll verhindert werden, dass sich Patienten ihre Medizin auf dem Schwarzmarkt besorgen, weil sie die Apothekenpreise von 15 Euro pro Gramm, die sie aus eigener Tasche bezahlen müssen, nicht leisten können.

 

„Wir möchten einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das vollständige therapeutische Potential von Cannabis zu erschließen, indem wir die wissenschaftliche Forschung vorantreiben und Cannabis für pharmazeutische Zwecke anbauen“, so Wenzel Cerveny (54), der Vorsitzende des Cannabis-Verbands. Den Eingang eines entsprechenden Eilantrags hat der bayerische Landtag am 21. März bestätigt. Ein Gesundheitsausschuss werde über den Antrag beraten und eine Empfehlung abgeben, wie im Landtagsplenum abgestimmt werden solle. „Ich begrüße die Überlegung, Schmerzpatienten mit einer Sondergenehmigung finanziell zu entlasten“, so der Sprecher der CSU-Landtagsfraktion für bioethische Fragestellungen Bernhard Seidenath. Letztendlich werde jedoch im Ausschuss, dem Seidenath angehört, entschieden.

 

Örtlichkeiten für den Aufbau und den Betrieb des geplanten Cannabis Therapie Center Bayern wurde bisher nicht gefunden. Auch die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Cerveny plant die Investitionskosten von 1,7 Mio. Euro durch Crowdfunding und Spenden zu beschaffen. Neben dem Cannabis-Anbau ist auch vorgesehen im Center Forschung über Cannabis zur medizinischen Verwendung zu betreiben. Das Center soll dem Notstand Abhilfe schaffen, dass sich viele Patienten ihre Medizin nicht leisten können, weil die Krankenkassen trotz mehrerer Klagen bisher eine Kostenübernahme verweigern. So sollen die Patienten das Cannabis kostenlos erhalten, solange bis in Berlin eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen gesetzlich beschlossen wurde.

 

 

18 Antworten auf „Antrag auf Cannabis Therapie Center eingegangen

  1. Axel Böckenhaupt

    ist doch klar, sie neue CBD Therapy Samen müssen ab sofort weltweit auf Ackerland freigegeben, obwohl sehr geringe THC-Wert 0,5%, also 20:1 CBD-THC, es müssen nur Öl Herstellung mit Olivenöl oder Sonnenblummenöl 10-20% für Salatöl beigemischt werden, es ist wichtig Gesundheit vorran werden!

  2. Steffen

    Die Aktion ist genauso ne Luftnummer wie der „Volksentscheid“. Wenzel-Cerveny geht von einer absurden Rechtsinterpretation aus, verspricht den Betroffenen das Blaue vom Himmel und garniert den Quatsch mit Finanzierungsutopie, die jeglichen Bezug zur Realität vermissen läßt.

    Es ist peinlich, dass ihr Dergleichen unkrittisch anpreist.

  3. www.diehanfinitiative.de

    Lieber @Steffen, über die „Realität“ könnte ich einen Roman schreiben. Viele großartige Dinge sind eigentlich nur „Realität“ geworden, weil Menschen es trotzdem getan haben … also trotz aller Kritik, (die natürlich aus Deiner Sicht und Erfahrung heraus sicher berechtigt ist) an ihren „utopischen“ Vorhaben.

    Wir freuen uns schon riesig auf die Hanfparade. Bis dahin wird noch „viel Wasser den Rhein hinuntergeflossen sein“, wie wir hier sagen 😉 Sehen wir was die UNGASS2016 für Ergebnisse bringt (bitte berichtet uns) und dann sind erst mal sind die GMM dran. Mal sehen was in Bayern noch so passiert, bis dahin … wir drücken allen die Daumen!

    LG 🙂 🙂 🙂

  4. reefermadness

    @all
    warum soll man bei der judikative etwas durchsetzen,
    was von der legislative als
    verboten gilt???
    haben wir wieder märchenstunde oder sachverständigenanhörung hier gerade=??

  5. danydanone

    Ich finde der Tortenheber sollte das Gardencenter und Forschungslabor einrichten und überwachen, damit auch nichts schief geht und der Jugendschutz geboten ist.

  6. reefermadness

    @all hier ist kein politisches diskusionsforum, sondern das hanfjournal,das meines erachtens,sich dafür einsetzt das die genusskosumenten,und gerade die jugentlichen geschüzt werden ,
    was gerade im hinblick auf die bevorstehende Wahl 2017,von allen parteien wie der cdu csu spd bündnis grüne 90zig die linke fdp afd,+
    ua. als Oberstes Gebot in ihren Parteiprogrammen steht.
    dabei ist die spd /fdp momentan besonders hervorzuheben,
    da TTIP ausserordendliche veränderrungen im wirtschaftwachstum, verspricht,gerade in bezug auf cannabis für jugentliche’Crowdfunding-schwarm @intel inside-inteligenz immer ein Markt vorhanden ist!
    mfg nach tel aviv

  7. reefermadness

    @hanfiintiative
    # wette einen kasten trappisten bier von joep oomen(rip)
    das ,das bunderverwaltungsgericht das urteil vertagt!“
    ps musste nun alle bilder mit gras auswählen

  8. www.diehanfinitiative.de

    Lieber @reefermadness, ich weiß nicht was „trappisten bier“ jetzt genau ist … 😀 hahaha … Ich habe im Moment, ehrlich gesagt, überhaupt keine Vorstellung von dem Gericht und kenne die beteiligten JuristInnen und deren Grundeinstellung und eine Tendenz, wie die wohl „auslegen“ werden, nicht. Wir sind ja gebrannte Kinder und die Narben tun immer wieder einmal weh. So kann ich nur wünschen. Und so wie ich gestrickt bin, wünsche ich uns natürlich das Beste! Obwohl meine Oma (Gott hab sie seelig – sie war eine sehr kluge Frau und hatte ein schweres Schicksal – ich liebte sie innig) immer sagte: „Das Leben ist wie eine Hühnerleiter, beschissen von oben bis unten!“ – sie sagte aber auch: „Man muss stets das Schlimmste befürchten und das Beste hoffen, so kommt man in der Mitte durch.“ Manchmal fehlt mir meine Oma, mit ihren lakonischen Weisheiten, die mich als kleinen Bub sehr beeindruckt haben, und dem Trost, den sie mir gab, wenn ‚mal etwas schief gegangen ist!

    Liebe Grüße 🙂 🙂 🙂

    PS ich musste Bäume auswählen, die wachsen ja bekanntlich in den Himmel. 😉

  9. Steffen

    @Hanfinitiative – Mal ganz davon abgesehen, dass der Eigentümer des Geländes auf dem das „Therapiezentrum“ entstehen soll, der Süddeutschen bereits gesagt hat, dass er nicht weiß, was das für nen Spinner ist und das ihn niemand gefragt hätte, ob man das Grundstück nutzen kann, schreit das ganze Projekt nach Abzocke.

    Nur mal so in loser Folge: Niemand im „Bayerischen Hanfverband“ (sic!) hat eine Ausbildung, die ihn zum Umgang mit BtM befähigen würde. Die angekündigten Produktions- und Verteilmengen gehen am Bedarf der PatientInnen (deren Zahl ebenfalls aus der Luft gegriffen ist) vorbei. Die durch „Spenden und Croudfunding“ zu erzielende Summe entspricht ungefähr dem, was die gesamte deutsche Hanfszene in den letzten 10-15 Jahren zusammen aufbringen und ausgeben konnte (und das auch nur, weil Georg Wurth zwischendurch ne Mio verbrennen durfte). Statt den legalistischen Weg einzuschlagen, wird von Wenzel-Cerveny (mal wieder) Pseudoparlamentarismus betrieben, der nur dazu dient am Ende jemanden zu haben, dem man den schrazen Peter zuschieben kann. Dazu kommen eine erstaunliche Anzahl Rechtsinterpretationen, die mit Hausfrauenlogik zu beschreiben, Hausfrauen nicht gerecht würde.

    Aufgabe einer/s Journalisti/en ist es, solche Merkwürdigkeiten aufzuzeigen und die Verantwortlichen mittels Fragen zur Aufklärung/Ehrlichkeit zu zwingen. Der Artikel hier ist reine PR. Und nicht mal gute.

  10. www.diehanfinitiative.de

    Lieber @Steffen ich kann alle Deine Argumente absolut nachvollziehen. Die ganzen (eigentlich) traurigen Begleitumstände unserer Bewegung, das auf und ab über die Jahre, sind mir nur zu bekannt. Den DHV haben wir bei der Millionärswahl kräftig unterstützt und ich mag gerade die ruhige und bedachte Art von Georg.

    Wenn das vom „bayrischen Hanfverband“ nur eine „Abzocke“ ist, so dass die Leute betrogen werden sollen, so fände ich das ziemlich tragisch. Aber ist das nicht eine Unterstellung? Ich kann das nicht beurteilen.

    Was mir aber grundsätzlich gefällt, ist wenn „jemand“ aktiv wird und ich habe auch mit großer Freude die Aktionen dieser Menschen in Bayern verfolgt, weil viel in den Medien darüber berichtet wurde. So ist das für mich keine „Luftnummer“ sondern für uns alle eine nicht zu unterschätzende Öffentlichkeitsarbeit.

    Die haben eben ihre „eigene“ Herangehensweise. Ich drücke diesen Menschen ganz toll die Daumen. Jeder Mensch, der sich für unsere Sache einsetzt ist mir (das ist natürlich meine persönliche Meinung) willkommen.

    Ich beobachte unsere „Szene“ ja auch schon viele Jahre und war, offen gesagt, manchmal verzweifelt, wie wenig wir erreicht haben und wie sehr wir uns mit uns intern beschäftigt haben und im Kreis gedreht haben. So fühlte es sich jedenfalls für mich oft an.

    Deshalb habe ich auch große Bewunderung für alle, die unermüdlich, seit Jahren, aufklären und die Bewegung voran bringen. Dazu gehöst Du, die Leute vom DHV und Schildower Kreis und viele andere. Nicht zu vergessen die lieben Kölner 🙂 und andere Städte. Von euch habe ich viel gelernt. Euch gehört mein persönlicher Dank und ich verneige mich vor jedem und jeder, der/die für unsere Sache aktiv ist.

    Die Jungs und Mädelz in Bayern mag ich einfach, weil sie so mutig sind und einfach „etwas tun“. Ich hoffe, dass Gutes dabei herauskommt und sie die Hilfe und Professionalität bekommen, die sie brauchen.

    Ich fasse Deine Kritik als konstruktiv auf und bin froh, wenn wir eine Debatte zu guten Lösungen führen. Nicht alle Wege führen nach Rom? Also liebe bayerische Freunde und Freundinnen hört den Ruf und macht das Beste daraus. Ich habe großes Vertrauen, in uns alle.

    Wer findet die besten Wege und Lösungen? Es bleibt spannend. Lieben Dank @Steffen für Deine Hinweise und Anregungen. Es wird sicher nicht ungehört bleiben.

    LG und viel Kraft und Erfolg gutes Gelingen wünsche ich Dir und dem Team von der Hanfparade. 🙂 🙂 🙂 und den Jungs und Mädelz in Bavaria! 😀

    PS diesmal musste ich Kakteen auswählen … ein Schelm wer …

  11. Ralf

    Hallo Steffen !
    Viele Grüße aus dem AfD-Land Rheinland Pfalz, vielleicht erinnerst du dich noch an deine Tour und deinen kurzen Aufenthalt bei mir. Ich muß dir in jeder Beziehung (vor allem das mit dem Million verbrennen durch den DHV tut mir in der Seele weh, was hätte man mit dem Geld alles machen können was uns wirklich bei unserem Kampf um die Zurückerlangung der Menschenrechte z.B. das Recht auf Gleichbehandlung, individuelle Freiheit und körperliche Unversehrtheit geholfen hätte) Recht geben. Was wir hier veranstalten ist ein reines rumgeeiere wo es doch knallhart um Menschenrechte geht. Da wird versucht Menschenrechtsverbrechern Zugeständnisse abzubetteln und das Messen mit zweierlei Maß wird mittlerweile zugunsten einer Pseudogesundheitsschiene und der Zusammenarbeit mit den Prohibitionsverbrechern zum Recht erklärt. Durch das Führen von Scheingefechten um die „Volksgesundheit“, ein von den Nazis erfundener heute schamlos wieder verwendeter Ausdruck, werden die Opfer verhöhnt und noch einmal mißhandelt. Allerdings kannst auch du mich mit deinen „Rechsinterpretationen“ nicht überzeugen, denn die Prohibituon hat von vorneherein nichts mit Recht oder gar Gerechtigkeit zu tun, sondern nur mit einem durch faschistische (Anslinger war nun mal bekennender Rassist, Nazi und Fan von Hitler) Unrechtsgesetze pervertierten Justizsystem. In einem solchen System sind „Rechtsinterpretationen“ von vorneherein irrelevant weil es marode ist und grundlegend (auch beim Personal) reformiert werden muß, was allerdings in der Weltgeschichte noch nie passiert ist! Die Verecher in schwarzer Robe finden immer ein Pseudoargument wie z.B. „wir haben ja nur nach geltendem Recht gehandelt“ (das Hauptargument weswegen kein einziger Todesurteile unterschreibender Jurist nach 1945 für seine Schandtaten bestraft worden ist und sie ihr Unrecht über ihre Nazibrut die sie danach installiert haben weiter treiben konnten bis zu dem was wir heute haben) um ihre Schreibtischverbrechen zu rechtfertigen! Solange diese Schweine die mir so viel Qual im Leben verursacht haben, nicht alle rausfliegen werde ich dieses System und seine Handlanger nicht als rechtmäßig legitimiert anerkennen! Es ist von seinen Wurzeln her ein faschistisches UNRECHTSJUSTIZSYSTEM das nicht mal das Recht hat mich wegen falschen parkens anzuklagen. Für mich ist Deutschland aus diesem Grunde ein Rechtsfreier Raum in dem den Geldsäcken alles erlaubt ist wie man ja an den Hönessen sieht.

  12. Egal

    Daumenhoch!
    Ich hoffe und denke dass mehrere Cannabis-Patienten dies gut finden, dass ein Antrag auf ein Cannabis Therapie Center in Bayern gestellt wurde.
    Da die momentan hohen Kosten von Medical Cannabis pro Gramm zwischen 15 Euro – 25 Euro liegen.
    Dieses wird nicht von der Krankenkasse übernommen!
    Bedeutet also, der Patient muss für die kosten selbst aufkommen.

    Bei einer monatlichen Medizinierung von drei Gramm täglich, ergibt sich eine Monatliche Summe von ca. 1350 Euro, bei 15 Euro pro Gramm.
    Die der Patient selbst aufbringen muss, für seine verschriebene Medizin!

    Ein Patient der die Ausnahme Genehmigung von der BfArM (Bundesopiumstelle) hat, bekommt die nicht einfach wegen Grippe.
    Die Patienten haben starke Einschränkungen bzw. Krankheiten in denen es sinnvoll ist eine begleitete Eigentherapie mit einem Arzt zu machen!

    Erschwerend kommt hinzu, dass der Patient erst mal einen Arzt finden muss, der sich traut einen Ausnahmegenehmigung zu befürworten.

    Auch werden vom Patienten die Arzt kosten selbst getragen. da alles auf der Privaten schiene läuft.
    Ich persönlich würde es begrüßen wenn für uns Patienten die Politik endlich mal in die puschen kommt und die Krankenkassen die Medikamente voll oder teilweise übernehmen und sich an den Arztkosten beteiligen.

    Also an alle die meinen alles zu wissen, erst mal informieren und dann bla bla machen!

    Einige fragen hätte ich dazu aber noch:
    Wie soll der Patient an die Medizin kommen? Weiterhin über die Apotheke?
    Ist es etwa so ähnlich gedacht wie der CSC Gedanke?
    Was soll die Medizin überhaupt kosten?

    Mit freundlichen Grüssen
    ein betroffener Patient
    Ein betroffner Patient

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