Freitag, 4. März 2016

Berlin: Die Nachfrage bleibt trotz negativem CSC-Entscheid

 

Versteckspiel zwischen Growern und Ermittlern geht weiter

gaertner_aufGrün

 

Anfang der Woche wurde bekannt, dass der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nicht gegen die Ablehnung des Cannabis-Modellprojekts durch die BfArM klagen wird. Damit wird es in nächster Zeit keine legale Abgabe von Cannabis an Konsumenten geben. Dies hat jedoch keinerlei Auswirkung auf die Nachfrage. Im Gegenteil die Hauptstadt setzt zunehmend auf Selbstversorgung, um nicht mehr von Lieferungen aus den Niederlanden oder Marokko abhängig zu sein. So entstehen immer mehr illegale Indoor-Anbauanlagen, durch die die Gärtner die stetige Versorgung mit Cannabis ihrer Kunden und sich selbst gewährleisten.

 

„Da haben wir eine spürbare Zunahme“, so ein Drogen-Ermittler. „Das reicht von Klein-Pflanzungen im Wohnzimmer bis hin zu professionell betriebenen Plantagen in großen Hallen wie in Mariendorf.“ Bei der Anlage in Berlin-Mariendorf, die im Sommer letzten Jahres von der Polizei entdeckt wurde, handelt es sich mit ehemals 19.000 Cannabispflanzen um den bisher größten in Berlin entdeckten Grow. Die drei Betreiber stehen nun vor Gericht. 7,5 Mio. Euro hätten sie laut Anklage mit ihrer Ernte erzielen können.

 

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet, die Angeklagten haben als Mitglied einer Bande Betäubungsmittel in nicht geringer Menge unerlaubt angebaut, hergestellt und mit ihnen Handel getrieben. Bei einer Verurteilung müssen die drei Männer mit hohen Haftstrafen rechnen. Die Anlage war für die Polizei ein großer Fund. Den Beschuldigten brachte sie am Ende eine Menge Ärger ein.

 

An der Gesamtsituation ändert sich jedoch nichts. Letztendlich wird das Katz und Maus-Spiel zwischen der Polizei und größeren und kleineren Growern weitergehen, solange nicht auf politischer Ebene eine Lösung gefunden wird, die Konsumenten einen legalen Zugang zu Cannabis ermöglicht.

 

 

Eine Antwort auf „Berlin: Die Nachfrage bleibt trotz negativem CSC-Entscheid

  1. Ralf

    Wieso sollte man auch vor Nazirichtern und einer Nazijustiz noch klagen ? Das ist alles ein einziges faschistisches Dreckspack, das sich eine goldener Nase durch unser Elend verdient. Wir wehren uns auch nicht wirklich, so daß man uns noch auf Jahrzehnte ausquetschen kann wie Zitronen ( MPU-Verbrecher und sonstiges Testgesindel)

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