Donnerstag, 17. Dezember 2015

Cannabiskonsum bei US-Jugendlichen stagniert

 

von Florian Rister

 

Grafik: Lukas Tkotz
Grafik: Lukas Tkotz

 

 

Eine aktuelle Studie des National Institute on Drug Abuse (NIDA) unter Highschool-Schülern zeigt keine deutliche Steigerung durch die Legalisierung in einzelnen Bundesstaaten. Der regelmäßige Konsum von Cannabis ist allerdings bei US-Schülern ähnlich verbreitet wie das regelmäßige Rauchen von Zigaretten.

 

Die Einschätzung des Risikos von Cannabiskonsum hat sich massiv verändert. Während 1991 noch etwa 80% der Schüler in der 12ten Klasse den Konsum von Cannabis für riskant hielten, waren es 2008 nur noch etwa 50 % und heute ca. ein Drittel!  Während in den repressiven 90er Jahren ein simultaner Anstieg der Konsumzahlen unter Jugendlichen feststellbar war, kann die aktuelle Studie dies für die letzten 5 Jahre nicht mehr feststellen. Dies zeigt deutlich, dass die alten Taktiken von Angst und Verunsicherung gerade bei jungen Menschen überhaupt nicht funktionieren – ganz im Gegenteil. Wenn Jugendliche unglaubwürdige Propaganda gegen Cannabis hören, neigen sie dazu diese irgendwann durch eigene Erfahrungen zu überprüfen.

 

Weil der Konsum von Zigaretten sich in den USA sehr deutlich reduzierte, rauchen jetzt ähnlich viele US-Schüler Cannabis wie Zigaretten. Der Direktor der NIDA, Nora Volkow, sieht hier vor allem einen Zusammenhang zu aktuellen Präventionskampagnen, die speziell auf Jugendliche abzielen. Aber auch der Umstieg auf Ersatzprodukte wie E-Zigaretten oder Shishas sei ein bedeutender statistischer Faktor.

 

Tatsächlich sinkt laut der Studie aber nicht nur der Zigarettengebrauch, sondern auch der Gebrauch von anderen Drogen wie Kokain oder Heroin bei Jugendlichen. Beinahe jede Substanz wird heute weniger konsumiert – außer Marihuana. Das ist ein deutlich positives Zeichen, auch wenn der Gebrauch von Cannabis bei Jugendlichen natürlich nicht zu empfehlen ist. Deutsche Politiker sollten jetzt auf diese Zahlen schauen und einmal ganz genau nachdenken , warum sie eigentlich immer noch für die Stigmatisierung und Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten sind.

2 Antworten auf „Cannabiskonsum bei US-Jugendlichen stagniert

  1. 13/19Banana

    Nun, daß sollten Sie unbedingt tun, machen Sie aber nicht. Weil es Sie nicht interessiert, unsere alten Deutschen Politiker.

  2. Ralf

    Die brauchen nicht nachzudenken und werden das auch nicht tun, denn in ihrem Grundgesetz dessen Sinn sie permanent mißachten und pervertieren steht alles auf den ersten Seiten, sie brauchen nur zu lesen. Warum sollten diese Substanzfaschisten das aber tun? Sie haben die bezahlte bewaffnete Schergen Gewalt, mit deren Hilfe sie uns seit Urzeiten ihre Lebenssicht und ihre Meinung, was gut für uns und die ganze Welt zu sein hat, mit Gewalt reindrücken, genau das hat der Erfinder der Prohibition und nachweisbar Rassist und Nazi Harry Anslinger doch gesagt ! Zitat:“Wir wissen ja heute daß es garnicht so gefährlich ist, aber es war ein schönes Beispiel um die Macht des Staates (er meinte natürlich seine perverse ganz persönliche Fascho-Macht) zu demonstrieren“. Es steht noch etwas wichtiges in der Verfassung (in unserer, die eigentlich keine ist, sicher aber in der der USA), nämlich das Tyrannen und ihre Komplicen, die die Macht derart mißbrauchen, verpflichtend vom Volk mit Gewalt zu beseitigen sind !

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