Montag, 26. Oktober 2015

Münchner Arzt stellt schmerzlindernde Wirkung von Cannabis in Frage

 

Skurrile Veranstaltung der CSU

 

Das Museum in Amsterdam mit Exponaten aus aller Welt - Foto: Archiv
Seit Jahrhunderten bewährt: Cannabis als Schmerzmittel  – Foto: Archiv

 

 

 

Am Tag der offiziellen Ablehnung der Volksbegehrens hatte die CSU zur Podiumsdiskussion „Cannabis – Genussmittel oder Einstiegsdroge?“ (wir berichteten) geladen. Nachdem die CSU nur halbherzig versucht hatte, einen Regulierungs-Befürworter auf das Podium zu laden, waren die Cannabis-Kritiker in der illustren Runde unter sich. Neben abenteuerlichen Thesen zu den Folgen des Cannabis-Konsums aller Beteiligten, die es sich an dieser nicht zu zitieren lohnt, glänzte der Münchner Mediziner Dr. Berndt Lohmüller mit einem Highlight der besonderen Art.

 

„Für Schmerzpatienten gibt es viele zugelassene Medikamente, die sehr gut helfen. Eventuell wäre Cannabis bei Multiple Sklerose und Spastiken wirksam, aber die Medizin wartet nicht wirklich auf die Zulassung von Cannabis“ kommentierte der Arzt aus Schwabing die Möglichkeiten zur medizinischen Anwendung von Cannabis bei chronischen Schmerzen.  Das ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht zahlreicher bereits anerkannten Schmerzpatienten, die bereits Cannabis-Präparate erhalten. Es zeugt von gefährlichem Unwissen, für dessen Verbreitung die CSU-Veranstaltung die passende Plattform bietet. Alleine ein kurzer Blick in eine der zahlreichen, aktuellen Studien hätte Dr.Lohmüller eines Besseren belehrt, ohne je  einer oder einem Betroffen begegnet zu sein. Den Teilnehmenden sollte man eventuell vorher erklären, dass es sich beim Endocannabiniod-System nicht um einen gefährlichen Drogenring handelt. Sicher ist sicher.

14 Antworten auf „Münchner Arzt stellt schmerzlindernde Wirkung von Cannabis in Frage

  1. substi

    Wer nichts weiß, wird alles glauben!
    Das scheint ab einer gewissen Gehaltsklasse proportional mit der Menge des Geldes zu wachsen…
    Wieviel er wohl von der Pharma-Lobby nimmt für diese geistigen Ergüsse!?

  2. Lars Rogg

    Schmerzmediziner around the world haben da andere Erfahrungen gemacht. Von den Patienten mal ganz abgesehen, die sich lieber harmlosen Hanf zuführen als z.B Aspirin o.ä. An Aspirin sind schon einige Menschen gestorben. Andere Medikamente gehen auf Leber und Nieren. Toller Lobbyist. Diese Altherren Mediziner sind doch ein schlechter Witz..…leider auf dem Rücken von hilfsbedürftigen Menschen….scheiß Spiel !!

  3. Tonio Atuanid

    Und die Sonne kreist um die Erde, denn merke die Erde ist der Mittelpunkt des Weltalls^^

  4. Aurora

    Liebe Leit vom Hanfjournal !
    Da ist Euch wohl ein Fehler unterlaufen :
    Der Dr. Berndt Lohmüller ist Psychiater in Ebersberg, nicht in Schwabing.
    http://www.arzt-auskunft.de/arzt/Ebersberg/Psychiatrie/Dr.-Berndt-Lohmueller/2197553
    Und lt. jameda bzw. den dortigen Patienteneinträgen greift er gerne in die Psychopharmakakiste
    http://www.jameda.de/ebersberg/aerzte/aerzte-fuer-psychiatrie-und-psychotherapie/dr-berndt-wolfgang-lohmueller/bewertungen/80074834_1/

    Grüße aus dem Landkreis EBE

    Aurora

  5. Salah Eddine

    An: „Dr. Berndt Lohmüller“ Sie stellen das Endocannabiniod-System in Frage. Logische Schlussfolgerung sollte sein: „Die Approbation abgeben“. Sie leben anscheinend noch in der Zeit vor 1990! Bevor das Endocannabiniod-System entdeckt wurde.

    Warum wurde Cannabis bis zum Endecken des Aspirins als Schmerzmittel verwendet? Auch darüber hinaus. Ob Aspirin besser ist für den Körper als Cannabis, ist die Frage, zumindest besser für die Pharma-Industrie. Aspirin Tode sind nachgewiesen!

    Sie sagen: „Für Schmerzpatienten gibt es viele zugelassene Medikamente, die sehr gut helfen.

    Auch diese Aussage ist mehr als unverschämt. Wer bezahlt Sie, das Sie das zum besten, besser ausgedrückt zum schlechten gegeben!

    Meine Krankheiten führe ich später auf. Ich habe einen vollen Ordner mit Beipackzettel der ach so tollen Medikamente die ich empfohlen bekam. Alles ohne Wirkung, bei reichlich intensivsten Nebenwirkungen. Alle Schmerzmittel die ich bekam halfen bei mir nicht! Sie linderten den Schmerz NICHT, nicht eine Prozent! Morphine nehmen maximal die Schmerzspitzen! Jetzt fasse ich die Psychopharmaka zusammen, bei den Wirkungen die nur durch Nebenwirkungen bestehen, sollten VERBOTEN werden!
    Alle anderen Pseudo Verfahren, die ach so toll sein sollen (Edmund Jacobson, Relaxion, plus, plus, plus…) greifen nicht, weil da nichts ist. Sollte es doch helfen so habe ich das erfahren haben die Menschen auch nur geringe Schmerzen!

    Nächste Aussage der Ignoranten: „Aber die Medizin wartet nicht wirklich auf die Zulassung von Cannabis“ kommentierte der Arzt aus Schwabing die Möglichkeiten zur medizinischen Anwendung von Cannabis bei chronischen Schmerzen.

    Ich wünsche allen die an die Positive, wie die Schmerzstillende Wirkung von Cannabis infrage stellen. Bei so geringen eigentlich nicht vorhanden Nebenwirkungen, vor allem wenn man die Nebenwirkungen ins Verhältnis setzt zu den Bestehenden Schmerzmittel bis hin zu den Psychopharmaka.
    Hier mein Wunsch an die Ignoranten: „Schmerzen und Auswirkungen der Krankheiten wie ich sie habe! „Fibromyalgie als auch dazu die Schlafkrankheit.“
    Bei den massiven Beeinträchtigungen der Krankheiten sollten die die Cannabis als Medizin ablehnen, nur einmal die Positiven Wirkungen erfahren, dann bekommen Sie die Medizin die wirkt „Das Cannabis“ wieder weggenommen, so wie Sie es fordern.

    Hallo:
    Sie Quälen Menschen, mit Ihren Äußerungen und ihrer Politik. Haben Sie das in Ihrem Studium gelernt Herr Dr. Lohmüller? Durch dies Ignoranz verschlechtern sie die Auswirkungen der Krankheiten, Folge man wird Arbeitslos, Folge das Geld reicht nicht zum Leben, nicht wenn man Gesund ist, geschweige den für die Medizin die man benötigt, „Das Cannabis“ das man sich dann auch noch selbst kaufen soll!

    Salah Eddine

  6. Lars Rogg

    Zu diesem Thema kommt heute Abend auf Arte eine Dokumentation. Wer also um 20.15 Lust hat etwas über die von diesem Arzt verherlichten Medikamenten zu erfahren, sollte einschalten…

  7. reefermadness

    mich würde ja brennend intressieren,wieweit die ermittlungen vom bka,gegen die internationale mafiahaschsuchtstoffgiftverkaufende endocannabiniodsystem Drogenbande sind.

    er nun wieder diese lohmüller/thomasiusverschnitt
    da drängt sich einen der verdacht auf,das folgende leute seine patienten sind………….

    Dringlichkeitsantrag
    der Abgeordneten Thomas Kreuzer, Josef Zellmeier, Kerstin
    Schreyer-Stäblein, Bernhard Seidenath, Dr. Florian Herrmann,
    Petra Guttenberger, Klaus Holetschek, Manfred Ländner, Jürgen
    W. Heike, Markus Blume, Norbert Dünkel, Dr. Ute Eiling-Hütig,
    Alexander Flierl, Max Gibis, Dr. Thomas Goppel, Hermann Imhof,
    Sandro Kirchner, Bernd Kränzle, Otto Lederer, Ludwig Freiherr
    von Lerchenfeld, Andreas Lorenz, Helmut Radlmeier, Dr. Hans
    Reichhart, Dr. Franz Rieger, Martin Schöffel, Sylvia Stierstorfer,
    Karl Straub, Peter Tomaschko, Steffen Vogel, Manuel Westphal,
    Mechthilde Wittmann und Fraktion (CSU)
    Keine Legalisierung von Cannabis als Genussmittel
    Der Landtag wolle beschließen:
    Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich weiterhin gegen die Legalisierung
    von Cannabis als Genussmittel einzusetzen.
    Begründung:
    Es ist zu erwarten, dass eine Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken
    zu einem verstärkten Konsum durch mehr Menschen als
    bisher führt. Insbesondere ein früher Einstieg in den Cannabiskonsum
    zieht unter Umständen dauerhafte Folgeschäden nach sich. Hierzu
    zählen neben der Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung auch langfristige
    kognitive Beeinträchtigungen und die Erhöhung des Risikos für
    die Entwicklung einer schizophrenen Psychose sowie weiterer psychiatrischer
    Erkrankungen. Daneben führt regelmäßiger Cannabiskonsum
    auch zu einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    sowie Lungenkrebs.
    Der Cannabiskonsum im Alltag bzw. zu Rauschzwecken muss dagegen
    strikt von einem solchen zu medizinischen und therapeutischen
    Zwecken getrennt werden. Die ärztlich überwachte Anwendung von
    Cannabis bei Schwerkranken ist in Deutschland möglich. Cannabiszubereitungen
    werden z.B. im Rahmen palliativmedizinischer Behandlungen
    oder zur Behandlung neuropathischer Schmerzen eingesetzt.

    kopfschüttel!
    mfg
    ps @lars rogg,man muss sich ja nicht mit gewalt den abend versauen
    smile

  8. Hero Lucky King Unchanged

    Cannabis verhindert Diabetes, Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Alzheimer, Parkinson und Schmerztherapien ohne Cannabinoide gibt es nur im guten alten Deutschland.
    Zumindest wird davon kein deutscher Arzt je selbst profitieren. Das sollte uns doch Mut geben.

  9. X-KIFFER

    Mit genügend Geld läßt sich immer ein Scharlatan wie der Lohmüller (den Dr. habe ich ihm bereits entzogen) kaufen der dann irgendeinen Müll raussabbert. Vielleicht sollte man man mal seine Doktorarbeit auf copy/paste prüfen.

    40.000 Tote durch Ärztepfusch (jährlich!) sagen doch genügend aus über unsere Herren in den weißen Kitteln. Zum Arzt zu gehen ist also wesentlich gefährlicher als mit dem Auto zu fahren. Am schlimmsten sind die Psychologen/Psychiater. Mein Verdacht: die haben alle selber eine Macke, dadurch haben sie sich überhaupt erst für Psychologie entschieden und das dann studiert.

  10. Ralf

    @Lars Rogg
    Lieber Lars, um deine Angaben zu präzisieren hier die genauen Zahlen:
    Es sterben alleine in der BRD jedes Jahr zwischen 1000 und 5000 Menschen an Aspirin. Es verursacht unter anderem Magen Darm Blutungen und Durchbrüche. Es ist ein Medikament welches ausschließlich zu Blutverdünnung taugt, auf keinen Fall aber zur Schwmerzbehandlung.

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