Dienstag, 14. Juli 2015

Kiffen, ohne die Kleinigkeiten zu vergessen

Forscher entdecken Rezeptor, der Kiffer das Vergessen vergessen lässt

 

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Eine der oft beschriebenen Nebenwirkungen eines akuten Cannabis-Rauschs ist die Leistungsminderung des Kurzzeitgedächtnisses. „Wo ist eigentlich das Feuer?“, „Mein Schlüssel lag eben noch hier“ oder „Wie hieß der Film davor nochmal?“ gelten in Kifferrunden als geflügelte Worte. Schuld daran ist, wie Forscher nun herausgefunden haben, der Serotonin-Rezeptor 5HT2AR. Wird der blockiert, kann THC sein volles Wirkungsspektrum entfalten, ohne das Kurzzeitgedächtnis zu beeinflussen. Die Wissenschaftler um Projektleiter Pete McCormick wollten anhand von Studien an Mäusen herausfinden, wie die Reaktionswege im Gehirn unter dem Einfluss von THC arbeiten. Die Ergebnisse belegen, dass eine Blockierung des Serotonin-Rezeptors 5HT2AR für das Ausbleiben bestimmter Nebenwirkungen wie Gedächtnisverlust oder Angstzustände verantwortlich ist.

 

8 Antworten auf „Kiffen, ohne die Kleinigkeiten zu vergessen

  1. Maanu

    Gibt es denn Serotoninblocker frei zu kaufen?
    Und heißt das dass man sich dann einfach so nen Blocker reinwerfen muss vorm kiffen damit man diese Nebenwirkungen nicht mehr hat?

  2. Surak

    Wenn die Forschung irgendwann wirklich mal soweit ist, daß man Kiffen kann, ohne sich danach bekifft zu fühlen, denn wird sicher auch Frau Mortler mit einem Coffeeshopmodell einverstanden sein! 😀

  3. Lars Rogg

    Moment… man kann sich dauerhaft entspannt bekiffen ohne als dummgekiffter loser zu enden??
    Perfekt hat eine neue Definition gefunden. 🙂
    Wenn das wirklich funktionieren sollte, hat Alkohol ausgedient !!! OK das war Blödsinn !!
    Aber wenn das wirklich funktionieren sollte und frei erhältlich wäre, wäre ein wichtiges Argument der Gegner, ohne Probleme, auszuhebeln. Hätte das auch Auswirkungen auf die angenommene hirnschädigende Wirkung (S. differenzierte Andockstellen) von Hanf oder ist der Effekt nur kurzfristig ??? Die Beweisführung, dass die oben genannte Hirnschädigung bei Menschen auch tatsächlich zutrifft, ist zwar noch nicht geführt ( oder ob die nachlassende Hirnleistung allein auf das Alter zurück zu führen ist ??) aber eine Studie dies betreffend wäre sicher sehr interessant.!!
    Mal gucken was die Zukunft bringt 🙂
    Hey, Crestibaby, was sagt Du dazu ??

  4. wibbbel

    Das aber ist doch das witzige, die Kleinigkeiten die man vergisst.

    Ein Freund, hatte mich mal zugetextet über den Film der Mondmann mit Jim Carrey. Als ich seinem Wortschwall nicht mehr folgen konnte, und ihn nur noch fragend ansah, und erwartungsvoll fragte, worüber er da gerade redet – sah er mich verdutzt an, und blubberte, dass er es selber nicht mehr weiß. Wir haben uns krummgelacht, und durch eine Kausalitätskette versucht dass vergessene Thema wieder zu erörtern, was wiederum zu weiteren Lachern führte.

    Das war ein unvergesslich schöner Abend.. 🙂

  5. Surak

    Ich glaube erstens, daß man vorsichtig sein sollte, das ggf. zeitweise leicht verringerte Kurzzeitgedächtnis als „Hirnschaden“ zu titulieren – das liefert Munition an die Gegner und man kriegt diese dann irgendwann unter die eigene Gürtellinie geballert!

    Zweitens stimmt es, daß die Effekte zum Erlebnis dazugehören und Kiffen ohne jede Nebenwirkung nicht mehr dasselbe wäre, sondern eben etwas völlig anderes. Jedenfalls nichts, was ich will.

    Wozu soll das gut sein, sich an jeden Scheiß pausenlos zu erinnern? Genau dazu nutzt man doch das Ganja unter anderem – um mal selektiv zu erinnern und ein Stück weit abzuschalten von den idiotischen Kleinigkeiten aus dem Alltag, von denen die Nichtkiffer so leistungswirksam Tag für Tag gequält werden!

    Und außerdem: Wer das Kiffen verbieten will – der wird auch alles verbieten wollen, was das Kiffen „verharmlost“ – so wie diesen Serotoninblocker. Würde der in irgendeiner Pflanze vorkommen, die nachweislich seit Jahrtausenden zusammen mit Ganja konsumiert wird im traditionellen Kontext, dann – und nur dann – würde ich hellhörig werden. Aber so: Gääähn!

  6. stephan

    Ich werde nur vergesslich wenn mein THC Spiegel sinkt. Bei konstanter Medikation mit Bedrocan passiert mir das nicht! Nur wenn ich halt kein Bedrocan habe und nurnoch Bedica und mein Spiegel herunterfährt werde ich 2-3tage vergesslich!

  7. Lars Rogg

    Die Bezeichnung „Hirnschaden“, hab ich so nur übernommen. Hab ich mal bei einem Cannabis Gegner, irgendein Psycho-Onkel, gelesen. Da ginig es aber um einen längeren Zeitraum. Und um jugendliche Konsumenten. Beim Rest stimme ich Dir vor allem beim Thema verbieten zu. Wenn man aber z.B. so Fachblätter für Hirnverforschung (etc), wie „Spektrum (01/15)“ liest, ist das mit den Verboten eine logische Folge. In der Zeitung wird, größten Teils, die Abstinenz probagiert und gibt echt fragwürdige Tipps in Sachen Umgang mit kiffenden Kindern( S.88 von Kuntz). Wenn so was Einzug in das politische, kulturelle, schulische und soziale Denken hält, braucht man sich nicht wundern, wenn die Legalisierung noch einige Zeit braucht. Kombiniert mit den Ausscheidungen von Holm-Hadulla oder Thomasius, da braucht unserer Regierung unsere Meinung nicht. Wegen der Nebeneffekte kann ich nur sagen, dass mir die Vergesslichkeit nicht fehlen würde. Wichtiger wäre mir, viel mehr, Das meine Freinsinnigkeit in Sachen hören bliebe. Genauso meine steigende Humorempfindlichkeit dürfte nicht weg fallen. 🙂

  8. Bollwitz

    Hallo,
    diese Studie über den Serotonin-Rezeptor ist … äh .. verdammt, was wollte ich noch gleich schreiben? Hihihi… 😉
    Gruß
    Boll

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