Montag, 20. April 2015

Kommt das Big Canna Business?

Wirtschaftsweise sagt 3,5 Milliarden Steuereinnahmen voraus

 

Profit
Das schlagkräftigste aller Argumente / Foto: aranjuez1404 – creative commons.

 

 

Die „Wirtschaftwoche“ fordert diese Woche mit einen kiffenden Ludwig Erhardt auf dem Titel „Haschisch für alle!- Ein ökonomisches Plädoyer für die Cannabisfreigabe“

 

Der Düsseldorfer Wirtschaftsprofessor Justus Haucap äußerte gegenüber dem Blatt,  die Prohibition in Deutschland sei komplett gescheitert. Unterstützung bekommt der Ökonom von Lars Feld, dem Chef der fünf so genannten Wirtschaftsweisen des Landes. Auch der Vorsitzende des „Instituts der Deutschen Wirtschaft“ in Köln, Michael Hüther, hält eine Regulierung von Cannabis für sinnvoll und schätzt die jährlichen Mehreinnahmen des Staates auf 3,5 Milliarden Euro.

 

Die Apothekerverbände wittern mögliche Gewinne

 

Auch die versprochenen Erleichterungen bei medizinischem Cannabis wecken schon Begehrlichkeiten. So hat der Vorsitzende der Bundesapothekerkammer, Dr.  Andreas Kiefer, vergangene Woche die geplanten Erleichterungen begrüßt, gleichzeitig aber vor dem Eigenanbau durch Patienten gewarnt. Ob sich Kiefer um das Wohlergehen der Patienten oder die hier angesprochenen Gewinnspannen sorgt, sei dahin gestellt. Fest steht, dass medizinische Cannabis-Programme in den USA seit 1996 auf diese Lösung zurückgreifen. In Kalifornien oder in Colorado gibt es sogar Labore, die so gezüchtete Medizin auf Wirkstoffgehalt, Pesitizidbelastung, Schimmel und andere Verunreinigungen überprüfen. Auch hier wird gutes Geld verdient, aber eben nicht von „Üblichen Verdächtigen“, sondern Menschen mit neuen Ideen.

 

 

„Medical Homegrown“ Analyse:

 

7 Antworten auf „Kommt das Big Canna Business?

  1. Lars Rogg

    Wenns ums Geld geht, scheint sich der dogmatische Wind abzuschwächen oder sogar zu drehen. Wer weiss, vielleicht denken ja die Politiker unserer ReGIERung doch darüber nach, sich vernünftig zu verhalten, und sei es wegen ihres Lieblingsgötzen- dem Mammon…ja ich weiß ich bin naiv.

  2. Gasterl

    Das glaube ich leide rnicht – eine der größten Lobbies ist die der Pharmahersteller und die wollen das auf keinen Fall! Apotheker sind da (leider) im Vergleich eine relativ kleine Lobby.

  3. Lars Rogg

    Ich ja auch nicht wirklich…ich bin nur sehr naiv und voller Hoffnung. War auch mehr eine Wunschvorstellung. Die Pharmalobby steht über allem, das sehe ich auch so. Aber sind die Apotheker nicht die kleinen Brüder der Pharma ?? Ich sehe nur das sich z.Zt. immer mehr für ein Umdenken stark machen. Selbst der Volli…t Thomasius hat inzwischen etwas dazu gelernt. Welche Folgen das alles haben wird, wird die Zukunft zeigen…

  4. Gasterl

    Ich bin auch so naiv und habe weiterhin Hoffnung! Sonst wäre ich nicht dauernd hier und würde meinen Senf dazu geben! 🙂
    Solange unsere Berufsbetroffenen – ehm Berufspolitiker jedoch nur dann etwas tun, wenn eine große Masse danach schreit (meist nichtmal Bürger, sondern Medien) und keine Schmiergeldzahler…ehm, ich meinte Lobbyisten etwas dagegen haben – solange sehe ich die Chance realistisch aber eher gering.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  5. Optimist

    Bewegt sich langsam alles in eine positive Richtung!
    Eine alte Wirtin hat mir heute sogar 1 Freibier geschenkt mit Blick aufs heutige Datum.
    Das mit den 20. April scheint Wellen zu schlagen.

  6. Lars Rogg

    Bist Du Dir sicher das Du mit dem Bier nicht auf den alten Addi hättest trinken sollen???

  7. Cosmo

    Ich glaube, wir werden niemals Freies Canna in Deutschland sehen. Zuerst Strafrecht und dann Arzneimittelrecht. Prohibition auf neuem Niveau. Perfide genug, um weiter mit Unterstützung der öffentlichen Meinung Grünlinge zu verfolgen. Illegaler Handel mit Arzneien…

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