Freitag, 28. November 2014

Die falschen Zahlen der Marlene Mortler

Die Drogenbeauftragte redet über Dinge, deren Hintergrund sie nicht zu verstehen scheint

 

Sadhu-Mortler
Kiffer gehören bestraft- und das ist gut so.

 

 

Endlich nimmt die Drogenbeauftragte Marlene Mortler die Existenz des Hanfverbands wahr. Zwar ein wenig anders als es zu wünschen wäre, aber das war zu erwarten. Der DHV sei “verantwortungslos”, die Spots spielten auf “schäbige Art und Weise mit den Ängsten der Menschen” sagte Mortler gegenüber dem Focus. Sie begründete ihre starre Haltung mit der steigenden Zahl der Personen, die sich wegen Cannabis in Behandlung begeben müssten.

 

Diese Zahlen, die gerade von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) veröffentlicht wurden, haben aber ganz speziell bei dieser Personengruppe einen Haken. Dort werden Konsumenten von Legal Highs, die aufgrund von Intoxikationen, Überdosierungen oder anderen Komplikationen ärztlich behandelt werden mussten, einfach mit normalen Kiffern in einen Topf geworfen. Das Hanf Journal hat diesen Missstand bereits 2012 publik gemacht, doch auch im Folgejahr wurden beim statischen Bundesamt weiterhin nicht zwischen Cannabis Konsumierende mit denen, die die zum Teil hochgefährlichen Substanzen eingepfiffen hatten, unterschieden. Im Umkehrschluss heißt das, dass es seit dem Aufkommen der Legal High-Welle eigentlich gar keine verlässlichen Zahlen mehr darüber gibt, wie viele Personen aufgrund von Cannabiskonsum zum Arzt oder ins Krankenhaus und wie viele aufgrund der Chemo-Keulen behandelt werden mussten. Selbst Personen, die aufgrund von Streckmitteln im Gras gesundheitliche Probleme hatten, wurden in dieser Statistik mitgezählt. So wie die 200 Fälle von Bleivergiftungen, die vor Jahren in Leipziger Raum zu beklagen waren.

 

Auf so schäbige Art und Weise mit der Gesundheit der Menschen zu spielen und als Folge davon im Anti-Cannabiswahn die echten Gefahren zu verkennen ist wirklich verantwortungslos.

 

19 Antworten auf „Die falschen Zahlen der Marlene Mortler

  1. Aktivwerden

    Guter Bericht. Ihre Lügen erkennen und zerlegen.
    Hoffentlich schaut dieses aufgedunsene Bauernmütterchen hier mal rein und schämt sich.

  2. Stürmchen

    Es wäre auch einmal interessant zu wissen, wie viele diese Konsumenten aufgrund
    einer Auflage des Gerichts eine Suchtberatung aufsuchen MUSSTEN ?!

  3. funnyStoned

    Die wird nie hinter ihrer Kuh auf die Welt vor Ihr sehen könn^^
    Wie kann man nur so hinderwäldlerisch denken wie die Frau xD
    Naja bin ich froh hab ich den Sinn des Lebens kapiert. Peace

  4. substi

    Bevor ein kleiner Konsument in’s Gefängnis geht, beißt er in den sauren Apfel, behauptet er wäre Cannabisabhängig und bekommt so die Cance auf Therapie statt Strafe! Und schon bestätigt sich wieder die “gefährlichkeit” des Cannabis!
    Es ist wie der Kampf gegen Windmühlen…

  5. Timo Strohmenger

    Dann verbreitet Sie doch wissentlich Falschinformationen und belügt alle mit Vorsatz! Wer ist dann schäbig? Mich kotzt es langsam echt an, dass nicht einmal versucht wird auf unsere Themen einzugehen! Ich habe das Gefühl, das diese Diskussion ihr gehörig gegen den Strich geht. (siehe Ihre Facebookseite). Wenn es in Ihrer Legislatur zu einer Lockerung, oder sogar Freigabe käme, hätte Sie Ihn Ihren alten Dunstkreisen der Bier und Tabaklobby natürlich verschissen! Und das merkt man an jeder Ihrer Aussagen zum Thema Cannabis!

  6. hanfseite

    “Legal Highs” mit Cannabis zu vermischen ist mehr als frech. Legal Highs sind einfach nur Dreck und es ist echt eine Sauerei, dass es Leute gibt, die sowas in Umlauf bringen.

  7. stucaray

    traurig ist es aber das diese noch erworben werden. Lasst die Finger von, sollte man jeden raten…

  8. maik-timpe@gmx.de

    Es würde mich nicht wunder wenn Sie ein Nebenjob in der Pharmaindustrie hätte. So was wahr ja nicht das erste mal.
    Wie heißt es so schön. ,, Lass mich dein Dünnschiss gurgeln, sagte der Politiker und steckte seine Rübe in den Arsch des Großindustriellen”
    Die gute Dame sollte sich mal mehr um das Alkoholproblem kümmern, aber da gehen ja dann Steuergelder verloren.

  9. Mörnest

    Ich frage mich, ob die Frau das tatsächlich selber glaubt was sie da von sich gibt. Falls ja, sollte die gute mal ihre Berater Feuern. Auch wenn sie es wahrscheinlich nur gut meint, so ist es leider nur gut gemeint. Seit Anbeginn des BtMG, war es eine Todgeburt, es lässt sich einfach mit mit unseren Freiheitsgrundsätzen vereinbaren.

  10. Surak

    Selbst, wenn die RC-Räuchermischungen, synthetischen Cannabinoide usw. nicht die Statistik verfälschen würden: Die Zahl derer, die sich vor die Alternative ‘Therapie oder Strafe’ gestellt sahen und sich dann vermeintlich freiwillig in eine Therapie begeben haben, die sie im Regelfall gar nicht benötigten ist eine Zahl, die meines Wissens nirgendwo auftaucht. Sicherlich kennt jeder, dem einmal das Mißgeschick einer Zwangseinweisung in die Psychiatrie widerfahren ist, diesen perfiden Trick: “Unterschreib, daß du freiwillig hier warst, denn das ist der einzige Weg aus der geschlossenen auf eine offene Station zu gelangen!” 😀

    Je jünger und unerfahrener, um so bereitwilliger lassen Leute sich durch derartige Einschüchterungen fremdsteuern und gängeln, denke ich. Hier bestünde Handlungsbedarf, denn das ist eine wahrlich verantwortungslose Spielerei mit den Ängsten der Menschen!

    Warum aber Therapiebedarf ein Argument gegen Jugend- und Verbraucherschutz sein soll hat sie demnach anscheinend trotzdem nicht erklärt, oder?

  11. Alex

    Die Frau wird doch bestimmt dafür bezahlt so zu reden, bzw sich so zu verhalten, genau wie diese politiker. genauso wie es in den USA . wen wunderts das da die pharmaindustrie der größte geldgeber der anti cannabis kampagnen ist.

  12. nico

    die frau ist einfach nur inkompetent, so inkompetent wie ein katholischer priester der sich zu sex und beziehung äußert. wer sich nie damit beschäftigt hat und nie erfahrungen gesammelt hat sollte nicht darüber entscheiden. so ähnlich war es mit hans eichel, der hat philosophie studiert und hat als finanzminister einen mist nach dem anderen gebaut, da wäre jeder taxiunternehmer höher qualifiziert. man kann frau mortler weder als neutral noch als interessiert bezeichnen. ihr sind die fopgen des verbotes völlig egal, genauso wie die probleme der patienten, die unter der prohibition leiden, sowohl hinsichtlich beimischungen, legal highs als auch diejenigen die das kraut zur behandlung und oder heilung benötigen.
    zu allererst MUSS man dafür sorgen, daß cannabis patienten bei bedarf versorgt werden, wenn notwendig innerhalb von stunden und nicht in monaten wie bisher.
    dazu muss man national anbauen und auch einen gewissen vorrat zur abholung bereit halten, desweiteren ist es zwingend notwendig, die wirkungsweise und die inhaltstoffe soweit wie möglich zu erforschen.
    erst wenn das passiert ist, kann man von verantwortungsvollem handeln der bundesopiumstelle reden.
    und da das nicht mal im ansatz passiert, wird ein druck geschaffen, der von jahr zu jahr zunimmt und die inkompetenz der regierungsparteien immer offensichtlicher macht.

    colorado, californien, washington, alaska, und andere us bundesstaaten, uruguay, holland, spanien, israel usw haben die zeichen der zeit erkannt, aber leider meist nicht aus der politik heraus, sondern aufgrund des druckes, der sich in der bevölkerung gebildet hat.

    medizinische versorgung sicherstellen, forschung starten und im vergleich zu legalen rauschmitteln legalisieren.

    so macht man richtig politik.

  13. J2

    “und da das nicht mal im ansatz passiert, wird ein druck geschaffen, der von jahr zu jahr zunimmt und die inkompetenz der regierungsparteien immer offensichtlicher macht.”

    Das ist aber durchaus positiv. So erkennen immer mehr Menschen die Untauglichkeit des Systems und pfeifen darauf in Frieden. Eines Tages wird er dann eines natürlichen Todes sterben. (Besser als eine Revolution mit vielen Opfern.)

  14. woewe

    Das, was Frau Mortler als Reitox-Bericht vorgelegen hat, muss etwas anderes sein als was mir vorgelegen hat: Und die Behauptung von ihr “Nach den aktuellen Daten zur Verbreitung des Drogenkonsums unter Erwachsenen nimmt Cannabis unverändert die vorderste Position ein” ist so geschrieben falsch und irreführend, Reitox (S. 41) : “Unverändert sind Alkohol und Nikotin die am weitesten verbreiteten Drogen, unter den illegalen Drogen rangiert Cannabis weiterhin an erster Stelle.”
    Unverändert blendet Frau Mortler diese beiden weitest verbreiteten Drogen aus, bestochen oder ist sie als Hopfenbäuerin selber das Problem?
    Zu den Hauptdiagnosen bei ambulanter Betreuung ist zu fragen, wie kommt es zu einer Cannabis-Abhängigkeits-Diagnose? Sind da gerichtliche Festlegungen oder Probleme mit der Führerscheinstelle oder bei der MPU mit eingerechnet?

    Die Abhängigkeit oder der schädliche Gebrauch von Cannabis stellt bei dieser Patientengruppe (Klienten mit Opioidproblemen) nach wie vor die häufigste nicht-opioidbezogene Sekundärdiagnose dar (30,4 %).” Da sollte sich die Gruppe mal mit der aktuellen Studienlage Opioide – Cannabinoide auseinandersetzen: Cannabinoide sind da sehr gut geeignet, den Opioid-Ge- oder Missbrauch in den Griff zu bekommen.
    Hingegen ist für mich “Über alle Substanzen hinweg hatte ein Viertel der Klienten zusätzlich zum
    primären Grund der Behandlungsaufnahme auch noch eine Störung aufgrund des Konsums
    von Alkohol.” alarmierend! Cannabis verträgt sich recht gut mit Opioiden, bei anderen Substanzen fehlt mir die Kenntnis. Alkohol ist hingegen im Mischkonsum mit allen anderen Substanzen riskant.

    BTW: Auch die Pressestimmen, die M.Mortler 1:1 übernehmen bzw. dramatisierend wiedergeben, sollten mal “analysiert” werden – als Falschmeldungen!

  15. Z o om

    Grüße!
    Die Frage, ob und in welchem Umfang gerichtilche Anordnungen, zur Teilnahme an einer Behandlung, in die genannten Zahlen einfließen, wurde tatächlich festgehalten:
    Ab Seite 30:

    http://www.suchthilfestatistik.de/cms/images/dshs_jahresbericht_2013.pdf

    Sofern ich das alles richtig lese, sind 20-30% der ambulanten / stationären Behandlungsaufenthalte gerichtlich angeordnet
    (Alkohol: 2 -7% )
    Allein da fällt schon wieder auf, das die Aufenthalte nicht Cannabis-sondern BtmG-induziert sind ….. .

    Ganz davon ab, das der Rest der Statistik künstilche Cannabinoide (Legal Highs) natürlich nicht separat listet, sondern diesen Cannabis andichtet ….. .

    [Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast]

  16. bodner

    Schade daß man hier eine gewisse Etikette halten muß!
    Sonst würden jetzt die übelsten Schimpfwörter die die deutsche Sprache hergibt in die richtung dieser BiT.. fliegen!!!!!
    Wegen solchen ignoranten Wix…. riskieren wir jeden Tag KNAST!!!!!
    Das is nicht lustig und sollte auch nicht von unwissenden “Bauernzenzis”ins lächerliche gezogen werden!!!!!!!
    Da werd ich sauer!!!!!!

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