Mittwoch, 12. November 2014

Haarlemer Coffeeshops stellen Antrag zum Cannabisanbau

16 Shops wollen sich selbst beliefern

 

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Rechtlos geduldet: Die verbleibenden Coffeeshops in den Niederlanden

 

Nur wenige Tage nachdem die Einführung eines extrem Growshop feindlichen Gesetzes nur noch Formsache ist, haben sich 16 Coffeeshops aus Haarlem dazu entschlossen, beim Bürgermeister einen Antrag zum Anbau von Cannabis zu stellen. Bürgermeister Bernt Schneiders hatte zwar das Joint Regulation Manifest unterschrieben, aber 2013 auch gesagt, für Haarlem käme derzeit eine städtische Beteiligung am Anbau nicht in Frage.

 

Das Manifest fordert eigentlich eine Beteiligung der Gemeinden an der Regulierung und der Überwachung des Anbaus. Das Statement des Bürgermeisters ist mit der Unterschrift unter das Manifest kaum in Einklang zu bringen, was jetzt die Coffeeshopbesitzer zum Handeln bewegt hat. Doch selbst wenn die Stadt Haarlem dem Ansinnen der Shops zustimmen sollte, wird die Durchführung an Justizminister Olpsteten scheitern, der eine Lösung der Backdoor-Problematik weiterhin strikt ablehnt. Vorgestern hat Schneiders der Initiative der 16 Shops eine Absage erteilt, da der kommerzielle Anbau in den Niederlanden grundsätzlich verboten sei. Er zeigte zwar Verständnis für die Situation der Coffeeshop-Besitzer um Noel van Schaik, machte gleichzeitig aber auch deutlich, dass er wegen Gras keinen zivilen Ungehorsam unterstütze.

Eine Antwort auf „Haarlemer Coffeeshops stellen Antrag zum Cannabisanbau

  1. hanfseite

    Der politische Kurs der Niederlande im Bezug auf den Umgang mit Cannabis ist mir ein Rätsel. Gefühlsmäßig nehmen die Einschränkungen aber Jahr für Jahr zu.
    Derweil hat sich die Lage in Tschechien und Spanien verbessert.
    Daher: Amsterdam ist wirklich schön für einen „Trip“, aber Prag ist auch nett 😉

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