Mittwoch, 9. Juli 2014

Washington State hat jetzt Hanf-Fachgeschäfte

Die ersten Läden eröffnen in Seattle

 

holmes
„Eins für die Nachwelt und eins zum Spaß“

 

In Seattle hat gestern das erste von bislang 334 lizenzierten Cannabis-Fachgeschäften eröffnet, 23 weitere werden zeitnah folgen. Ähnlich wie zu Jahresbeginn in Colorado bildeten sich auch in der Hauptstadt von des Staates Washington gestern früh lange Schlangen vor dem ersten Shop, der Cannabis anbieten konnte. „Cannabis City“ hatte gestern 10 Pfund Cannabisblüten auf Lager, während die anderen Shops erst im Laufe der kommenden Tage und Wochen öffnen werden. „Cannabis City“ ging vor der Eröffnung davon aus, dass die 10 Pfund bis Ladenschluss ausverkauft sein würden, wobei der Grammpreis je nach Sorte bei 15-20 US-$ liegt. Die anderen Shops in Seattle haben zwar bereits eine Lizenz, allerdings noch kein legal angebautes Gras, weil die Lizenzen zum Anbau auch erst Ende April verteilt wurden. Die seitdem vergangenen 70 Tage reichen kaum aus, um Gras anzubauen und so zu trocknen, dass der Kunde die bestmögliche Qualität erhält. Einer der ersten Kunden bei „Cannabis City“ war Bezirksstaatsanwalt Pete Holmes. Auf die Frage, ob er jetzt befürchte, von Bundesstaatsanwältin Jenny Durkan oder der DEA belangt zu werden, konterte Holmes:

„Ich habe zwei Tütchen mit je zwei Gramm „OG Pearl“ gekauft, wie man es mir empfohlen hatte. Eine behalte ich für die Nachwelt, die andere zum persönlichen Genuss zu einem passenden Zeitpunkt. Das (der Verkauf) kann sehr verantwortungsvoll vonstatten gehen. Ein Verbot des Marktes für dieses Produkt, für das eine erstaunlich hohe Nachfrage besteht, erhöht die öffentliche Sicherheit nicht. Der beste Weg, Polizei und Ermittlungsbehörden zu unterstützen sind Legalisierung, Regulierung und Besteuerung.“

 

 

 Hier ein ABC-News-Bericht zu Seattle

3 Antworten auf „Washington State hat jetzt Hanf-Fachgeschäfte

  1. Frank

    Solche Nachrichten zusehn ist einfach großartig, aber im gleichen Moment macht sich bei mir auch immer ein Ungutes Gefühl breit. Dann muss ich nämlich wieder an die Situation in Deutschland und weiten Teilen Europas denken. An die Ansichten unserer Drogenbeauftragten Mortler und eigentlich der meisten Verantwortlichen in Politik und Verwaltung.
    Der direkte Vergleich mit anderen Ländern die uns momentan beim Thema Legalisierung meilenweit voraus sind schürt bei mir die Ungeduld und auch etwas Wut. Hoffentlich geht es anderen Leuten auch so, damit sich auch hier endlich mal was tut! Hoffentlich können durch die Beispiele im Ausland auch hier wenigsten ein paar Politiker und vor allem auch größerer Teile der Bevölkerung davon überzeugt werden, dass es auch andere, bessere Wege gibt als Repression. Die Hoffnung stirbt wohl wie immer zuletzt. 🙂

  2. Markus

    Wenn ich die Komentare lese die es wegen Washington State so gibt dann fällt mir auf das da immer wieder kommt ,das sollte der sehen oder die sollte .Aber ich lese nie das sich jemand dazu äusert und dazu auffördet das packen wir jetzt auch wir gehen auf die Strassen wir unterstützen die legalisirung .Leute wir ich war dieses Jahr jetzt auf Verschiedenen Veranstaltungen und wenn ich dann Lese das die Schwäbische Klein Metropole ULM mehr Teilnehmer hat beim GMM wie Frankfurt oder München dann braucht IHR euch nicht wundern das der Staat das Hans Kasper spiel mit uns Treibt.

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