Sonntag, 4. Mai 2014

Kascha Mai 2014

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht...

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

Jones (22) aus Krefeld fragt:

 

„Hallo Kascha,
ich habe eine Katze, die auch gerne mit im Zimmer ist, wenn ich mal einen Rauche. Eigentlich hab ich das nicht so gern, weil ich ihr nicht mit dem Rauch schaden will – aber sie scheint das irgendwie zu mögen und schleicht sich immer wieder rein. Ich habe gehört, dass THC auch bei Katzen wirkt. Jemand hat  mir aber erzählt, dass Katzen das nicht vertragen: Weil sie das THC nicht abbauen können, werden sie immer bekiffter und können irgendwann daran sterben oder verblöden. Stimmt das? Meine Katze ist zwar nicht mehr die jüngste (11 Jahre) aber ich will sie ja nicht quälen.“

 
Kascha antwortet:

 

„Hi Jones,
tatsächlich tauchen immer wieder Märchen auf, dass Hunde oder Katzen kein THC abbauen können. Eine andere Quelle als „von einem Bekannten gehört“ oder „musst du mal bei Google gucken“ kann leider niemand nennen – aus gutem Grund, denn es stimmt natürlich nicht. Bei Hunden wurde es sogar 2004 von Wissenschaftlern der Fakultät für Tiermedizin der Universität Warschau wissenschaftlich untersucht: Selbst Hunde, die mehr als 20 Gramm Cannabis pro Kilogramm Körpergewicht, bei einem ca. 20 Kilo schweren Hund also 400 Gramm Cannabis, zu sich genommen haben, haben sich wieder vollständig erholt. Es ist auch denkbar, dass einige Tiere den „Rausch“ als angenehm empfinden – naturgemäß, denn genau für diese Gefühle ist das Endocannabioidsystem, das diese Tiere ebenfalls haben, mit verantwortlich. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass die Tiere im Rauschzustand Verwirrung und Panik erleben – ich würde dringend davon abraten, Haustiere mutwillig „bekifft“ zu machen, vor allem wenn es um höhere Dosierungen geht. Die verhältnismäßig milde Wirkung des „Passivrauchens“ scheint einige „erfahrene“ Tiere direkt anzulocken – so lange sie sich nicht am Rauch stören. So lange du deine Katze also nicht bewusst hohen Cannabisdosen aussetzt würde ich nicht davon ausgehen, dass du sie quälst – Katzen lassen einen ja auch oft recht deutlich merken, wenn ihnen etwas unangenehm ist.“

 

Rebecca (18) aus Berlin fragt:

 

„High Kascha,
ich habe ein paar Pflänzchen auf dem Balkon – mehr zum Probieren, ich hatte im Gras ein paar Samen gefunden. Die Pflanzen wachsen inzwischen recht ordentlich und bekommen, wenn Sonne scheint, auch gut etwas davon ab. Das Gras war eine Sorte aus der Schweiz, von der ich gehört habe, dass die Pflanzen riesig hoch wachsen. Ich will aber nicht, dass sie drei Meter hoch werden, sonst sieht man sie unten von der Straße und ich habe eine Polizeiwache um die Ecke. Kann ich da einfach abschneiden, was über die Brüstung guckt? Ich habe mal was von Stecklingen gehört, würde das Sinn machen? Also dass ich die abgeschnittenen Teile wieder einpflanze?“

 
Kascha antwortet:

 
„Hallo Rebecca,
für genau dieses Problem haben findige Balkongärtner verschiedene Lösungen gefunden. Beschneiden und aus dem abgeschnittenen Teil Stecklinge zu machen ist eine der Möglichkeiten. Damit sollte man allerdings relativ zeitig beginnen, da der Steckling ebenfalls noch Zeit zum Wachsen braucht, bevor die Sonnenscheindauer sich verändert und die Pflanzen in die Blüte schickt. Sehr genaue Anleitungen zum Schneiden von Stecklingen und den dazu benötigten Gerätschaften und Mitteln findest du neben dem Hanfjournal-Archiv auch auf Google. Eine andere Variante ist, die Pflanzen einfach herunterzubinden. Mit einem weichen, leichten Seil kann man die Spitze der Pflanze am Boden fixieren und so dafür sorgen, dass sie unterhalb der Balkonbrüstung entlang wächst. Da man nicht schneiden und klonen muss, ist diese Variante mit viel weniger Aufwand verbunden. Außerdem ist das Risiko geringer, die Pflanzen zu beschädigen. Dafür muss man natürlich darauf achten, dass alle Pflanzenteile noch genügend Sonnenlicht abbekommen. Es macht wahrscheinlich mehr Sinn, die Pflanzen unterhalb der Brüstung gut zu verteilen, als sie zu einem dicken aber lichtundurchlässigen Busch zu verknoten.“

 

Dirk (25) aus Hannover fragt:

 
„Hi Kascha,
ich habe mir, vor allem um es mal auszuprobieren, einen alkoholischen Extrakt aus Gras gemacht. Ich finde es ganz lustig, mir das in verschiedene Getränke zu mischen – habe aber auch festgestellt, dass die Wirkung deutlich stärker ist, wenn ich es mir pur in den Mund tropfe. Wie kommt das, verfliegt der Wirkstoff beim Mischen?“

 
Kascha antwortet:
„Hi Dirk,
je nachdem, wie stark ein solcher Extrakt ist, merkt man schon deutliche Unterschiede zwischen der Aufnahme über die Mundschleimhaut und der Aufnahme über den Darm. Das hat weniger mit dem Verfliegen von Wirkstoffen zu tun als viel mehr mit dem langen Weg, den der Wirkstoff zurücklegen muss, und der Verdünnung die ihm dabei widerfährt.

Besonders ein stark öliger, dunkler Extrakt ist auch gut für die Verwendung in Nahrungsmitteln und Getränken geeignet: Hier kann der Wirkstoff von 2 oder 3 Gramm Gras in einem kleinen 10-ml-Fläschchen konzentriert sein, so dass bereits 2 – 3 ml genug THC für eine spürbare Wirkung bei Aufnahme durch den Darm haben. Bei schwächeren Konzentraten ist der Alkoholanteil recht hoch und 5 ml oder mehr für eine Dosis sind dann schon wieder Geschmackssache. Solche Lösungen können aber immer noch recht effizient in kleineren Dosierungen über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Hierbei geht der Wirkstoff direkter ins Blut und muss nicht Magensäure und Verdauung überstehen, es geht auch erheblich schneller. Genau deshalb wird die Wirkung von dir sicher auch stärker wahrgenommen: Die gleiche Wirkstoffmenge wird effektiver und konzentrierter aufgenommen. Insbesondere für Patienten, die Cannabis aus medizinischen Gründen konsumieren, ist dies eine gut dosierbare, hygienische und einfache Möglichkeit, den gewünschten Wirkstoff zu sich zu nehmen: Es werden einfach einige Tropfen des Extraktes, je nach Stärke, direkt unter die Zunge getropft. Um möglichst viel davon aufzunehmen sollte man nicht sofort schlucken, auch wenn der Alkohol vielleicht ein seltsames Gefühl im Mund hervorruft. Der Vorteil dabei ist, dass alles, was nicht von der Mundschleimhaut aufgenommen wurde, später noch im Darm resorbiert werden kann.“

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