Montag, 10. Juni 2024

Hamburg: Zwölf Kiffer vor Schulen

Bild: Archiv/Su
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Hamburg: Zwölf Kiffer vor Schulen und Kitas haben es gewagt, sich einen Joint anzuzünden. Dafür wurden sie bestraft. 

Cannabis ist seit zwei Monaten legal und die Hamburger Polizei hat zwölf Fälle von  verbotenem Konsum vor Kitas und Schulen registriert. Dies berichtet die Zeit.

In den ersten beiden Monaten nach Legalisierung des Cannabis-Konsums hat die Hamburger Polizei zwölf Fälle von verbotenem Konsum vor Kitas und Schulen registriert. Bis zum Stichtag 27. Mai stellten die Beamten drei Verstöße im Bereich einer Kindertagesstätte fest. Dies teilte der Senat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mit. Achtmal wurden Marihuana oder Haschisch vor Schulen konsumiert. Ein weiteres Mal in einem Bereich, in dem sowohl eine Schule als auch eine Kita liegen. Die Polizei leitete in drei Fällen Bußgeldverfahren ein. In den übrigen Fällen hätten die Beamten die Konsumenten verwarnt – sofern sie noch angetroffen worden seien.

Die Regeln

Beim Konsum von Cannabis beträgt der Mindestabstand von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, Jugendeinrichtungen oder öffentlichen Sportstätten 100 Meter Luftlinie. Nach der Bußgeldverordnung, die der Senat am 8. Mai verkündet hatte, droht bei Verstößen eine Strafe von 500 Euro. Wer in der Gegenwart von Minderjährigen kifft, riskiert ein Bußgeld von 1000 Euro.

Bei den Hamburger Schulen gebe es noch einen großen Wissensbedarf zum neuen Gesetz, hieß es in der Senatsantwort weiter. An das Suchtpräventionszentrum im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung seien Fragen zu strafrechtlichen Konsequenzen und Ordnungsmaßnahmen sowie zu den jeweiligen Zuständigkeiten gestellt worden. Die Schulen hätten auch die Sorge geäußert, dass sich das Risikobewusstsein von Jugendlichen aufgrund der Neuregelungen verringere und jüngere Menschen zum Konsum angeregt werden könnten.

Die Schulbehörde hatte die Schulleitungen kürzlich aufgefordert, die Mitnahme von Cannabis durch eine Änderung der Hausordnungen zu verbieten. Laut Gesetz dürfen über 18-Jährige 25 Gramm bei sich haben. Bis Ende des Jahres will die Behörde weiterführende Schulen dazu befragen, welche Probleme sich durch diese Regelung ergeben haben.

“Die Cannabis-Freigabe der Bundesregierung ist ein schwerwiegender Fehler, der dringend behoben werden muss”, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Birgit Stöver. Neben den gesundheitlichen Risiken speziell für Kinder und Jugendliche stünden auch die Länder vor zahlreichen ungeklärten Fragen.

Die Schutzzonen für Kitas und Schulen müssten unbedingt gesichert drogenfrei bleiben, forderte Stöver. “Dass es nun bereits zu ersten Verstößen innerhalb dieser Schutzzonen gekommen ist, ist ein schlechtes Zeichen und lässt für die Zukunft nichts Gutes hoffen.

Die CDU regt sich weiter über die bösen Kiffer auf und lässt die Drinker aber unbeirrt weiter vor den Schulen saufen. Das ist ein schlechtes Zeichen und lässt für die Zukunft nichts Gutes hoffen. Der THC-Grenzwert im Straßenverkehrt wurde auf 3,5 Nanogramm angehoben.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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5 Kommentare
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Rogg
12 Tage zuvor

Waaaas..??? Sooo viiiel…??? Ich glaube in Berlin waren es genauso (vergleichsweise) ” viele “. Nun, das könnte bedeuten, dass sich die Blauen und die SA ihre eigentlichen Aufgaben in Gedächtnis gerufen haben und sich jetzt echten Verbrechern widmen, statt Jugendlichen mit Flausen oder freien Erwachsenen. Das dem nicht so ist, wissen wird alle. Peinlich genug. Wir waren vor dem 01.04 kein Problem und danach auch nicht. So what…??? Wahrscheinlicher ist es, dass sich der gemeine Kiffer genauso verhält, wie sonst auch. Unauffällig und nicht kriminell. Entweder zuhause oder bei Freunden sich berauscht oder eben sehr unauffällig in der Öffentlichkeit. Kleine Purpfeifen und gerollte Sticks haben schon immer ihren Dienst getan. Ja bedeutet das jetzt, dass die ganzen Hardliner von links… Weiterlesen »

Marie Luise Kitakiff
12 Tage zuvor

Bin mal in einem Restaurant nach ihr auf Toilette gewesen.
Stank übelst nach Suffschiss…

Ramon Dark
12 Tage zuvor

Wenn ich nur mal so an die meisten offiziellen Klassen- und Schulfeiern denke, wo Lehrer- und Schüler*innen besoffen rumgrölen und -kotzen. Das hat jahrzehntelange Tradition und mir entsteht auch heftiger, kalter Brechreiz bei dieser Vorstellung. Wo bleibt da die Förderung des Risikobewusstseins bei jüngeren Menschen? Gediegene alkoholfreie Kifffeste ohne weiteren Mischkonsum laufen zivilisierter ab. Lediglich die Teilfreigabe von Cannabis ist ein Fehler der Bundesregierung, wird endlich Zeit für mehr, bevor sie einer noch beschisseneren weil völlig faschistischen Regierung weicht. Nicht nur diesbezüglich lässt die Zukunft auf nichts Gutes hoffen. Bei den aktuellen Wahlen haben dank der Gehirnwäsche der Mainstreammedien wohl überwiegend die Säufer gesiegt.

Haschberg
12 Tage zuvor

Solange vor solchen Schulen nicht auch noch gesoffen wird, kann es ja nicht so schlimm sein.
Man sollte sich viel mehr um die wahren legalen Horrordrogen Alkohol und Tabak kümmern, die unserer Gesellschaft so viel tägliches Elend bringen. Das wäre jedenfalls weitaus sinnvoller.

Rainer Sikora
12 Tage zuvor

Bisher waren es die Schüler selbst,die in der Schule einiges an Cannabis am Mann hatten.Jetzt besser nicht dabei haben.