Sonntag, 15. Oktober 2023

Innovatives Therapiekonzept für Senioren im Pflegeheim gestartet!

Cannabis – Tirol geht vorran mit nachhaltiger Seniorenhilfe.

Mehr Lebensqualität für Senioren und Patienten mit chronischen Krankheiten durch Cannabis – das war die Motivation zur Teilnahme des Pflegepersonals, von Ärzten, der Patienten und ihrer Angehörigen, und auch des Verwaltungspersonals der Seniorenwohnheime, an den Vorstellungen des innovativen Therapiekonzeptes in Seniorenwohnheimen Südtirols.

Jetzt geht es konkret an die Umsetzung der Verschreibungen von Cannabis Arzneimittel für Senioren, bei der die Patientenvereinigung Cannabis Social Club Bozen mit ihren Ärzten tatkräftig Unterstützung leistet.

In der vergangenen Woche wurde das Therapiekonzept für Senioren und Personen mit chronischen Erkrankungen von Dr. Knud Gastmeier in 9 Seniorenwohnheimen in Südtirol präsentiert. Erstaunlich dabei ist, dass es sich um eine Behandlung mit niedrig dosiertem THC handelt. Positiv zu vermerken ist, dass sich mit niedrigen Dosierungen die Hemmschwelle leichter überwinden lässt. Cannabis wird leider immer noch sehr zaghaft als Heilmittel anerkannt, obwohl es seit Jahrtausenden in der Medizin verwendet wird!

Was ist so neu an diesem vorgestellten Therapiekonzept und warum interessieren sich Seniorenwohnheime dafür?

Durch die Gabe kleinster Mengen von Cannabis-Öl ist es Dr. Knut Garstmeier gelungen, bei 50% der geriatrischen Schmerzpatienten die Opioid-Dosis und damit die opioidbedingten Nebenwirkungen zu reduzieren! Und die Patienten berichten dabei von einer Schmerzlinderung von mehr als 30%! Der Erfolg dieser Therapie zeigt sich auch darin, dass viele weitere Symptome bzw. therapiebedingte Nebenwirkungen (Stress, Schwindel, Übelkeit, Stimmung, Reizbarkeit, Appetit usw.) positiv beeinflusst werden. Somit verbessert sich durch diese Therapie die Lebensqualität der Betroffenen.

Das Therapiekonzept für geriatrische Patienten und chronisch Kranke wurde von Dr. Knud Gastmeier in 20 Jahren praktischer Erfahrung mit Cannabis-Arzneimitteln entwickelt, und es hat sich gezeigt, dass es vor allem bei diesen Patientengruppen besonders interessant ist, weil es ein multitherapeutisches Potential besitzt und in diesen geringen Mengen die Suchtgefahr absolut ausgeschlossen werden kann.

Zudem hat medizinisches Cannabis im Vergleich zu Standardtherapien kaum Nebenwirkungen, wird meistens gut vertragen und kann die Patienten vor weiteren gesundheitlichen Komplikationen und invalidierenden Schäden schützen. Weiters wird dadurch auch der Pflege- und Betreuungsbedarf verringert und es können zusätzlich Kosten durch die Reduzierung der Standardtherapien eingespart werden – allesamt Vorteile, die das Interesse der Seniorenwohnheime geweckt haben.

Seniorenwohnheime starten mit dem Einsatz von Cannabis

Das Interesse der Verantwortlichen und Mitarbeiter sowie der Patienten selbst und der Angehörigen war bei den Vorstellungen in der vergangenen Woche sehr groß. Einige Seniorenwohnheime stehen vor dem Start medizinisches Cannabis einzusetzen. Da zurzeit jedoch für die Verschreibung vielerorts noch wenig Erfahrung bei Ärzten bzw. Ärztinnen besteht, bedarf es der nötigen professionellen Unterstützung. Diese bietet die Patientenvereinigung Cannabis Social Club Bozen in Form von Informationsmaterial, Support und Beratung. Zusätzlich bieten die zwei Ärzte im Vorstand des Vereins, der Komplementärmediziner Dr. Alexander Angerer und der Schmerztherapeut Dr. Roberto Pittini ihre professionelle Hilfe an. Sie haben bereits große Erfahrung mit dem Einsatz von Medizinischem Cannabis gesammelt.

Patientenvereinigung leistet Unterstützung

Neben den Ärzten der Patientenvereinigung steht deren Koordinator und Gründer, Peter Grünfelder, für alle Fragen der Seniorenwohnheime zur Verfügung, ob hinsichtlich Support für Pflegepersonal, Verfügbarkeit in den Apotheken, rechtliche oder organisatorische Fragen der Verschreibung oder allgemeine Informationen zu Medizinischem Cannabis. Die Veranstaltungsreihe wird von der Abteilung Gesundheit der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol unterstützt und ist Teil unseres umfangreichen Programms zur Unterstützung von Patienten und Patientinnen. Dazu gibt es auch einen Leitfaden für das alternative Therapiekonzept, welcher auf der Website www.cannabissocial.eu heruntergeladen oder direkt am Sitz der Patientenvereinigung in Bozen, Dantestraße 2, abgeholt werden kann.

Dieser innovative Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität von Senioren und chronisch Kranken ist ein Zeichen des Fortschritts in der Medizin und verdient unsere volle Unterstützung. Es ist ermutigend zu sehen, dass alternative Therapiekonzepte, wie die Verwendung von medizinischem Cannabis, in der Pflege und Betreuung von Senioren ernsthaft in Betracht gezogen werden. Wir hoffen, dass diese Initiative erfolgreich ist und vielen Menschen in Südtirol und darüber hinaus zugutekommt.

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7 Kommentare
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Fred
7 Monate zuvor

Kostenlos in alle Altenheime liefern.Cannabis ist ein Frontalangriff auf sehr viele geriatische Erkrankungen.

Und das Problem mit dem Jugendschutz hätte sich auch erledigt. Das ” Altenheimkraut ” fasst dann kein Jugendlicher mehr an. Dürfte wohl völlig out werden.

Rogg
7 Monate zuvor

Ja wahnsinn…es gibt noch fähige Institutionen die zu Gunsten von Patienten und deren Wohlbefinden entscheiden…und das mitten in Europa..!! Getragen von echten Medizinern und Pflegern die sich informiert haben und nicht nur Panik verbreiten und scheiße Labern. Ich bin beeindruckt und begeistert. Die Israelis machen das schon seit Jahren sehr erfolgreich. Und in Deutschland wird der therapeutische Nutzen “bis heute” in Frage gestellt oder schlicht negiert. Bei uns hat wohl so manche Lobby und dümmste und/oder verlogene Politiker ganze Arbeit geleistet. Ich erinnere mich, als ich vor einiger Zeit in einem Krankenhaus im Südwesten ein Gespräch zweier weiblicher Pflegefachkräfte lauschen durfte. Da hieß es….”ich bin froh, dass mein Sohn Fahrrad fährt…Hauptsache er kiffen nicht” Da musste ich laut lachen und… Weiterlesen »

Haschberg
7 Monate zuvor

Dass diese wunderbare Sache nicht aus dem hanffeindlichen Deutschland kommen kann, war mir sofort klar. Dass so etwas aber im rechtsgerichteten Italien möglich ist, hat mich jedoch nicht minder überrascht. Endlich ist diese Weisheit, die in Israel schon seit vielen Jahren mit gutem Erfolg praktiziert wird, wenigstens mal im südlichen Alpenraum angelangt und schafft es ja vielleicht noch in absehbarer Zeit, über die Alpen nach Deutschland zu schwappen. Wie überaus gut Cannabis besonders im Alter auf den gesamten Organismus wirkt, darf ich täglich durch meine orale Selbsttherapie erfahren. Meine geistigen Kräfte waren noch nie so hoch und vital, wie jetzt im Alter von 70 Jahren. Das habe ich zweifelsfrei dieser wundervollen, zudem noch bewußtseinserweiternden Pflanze zu verdanken, die für einen… Weiterlesen »

Rogg
7 Monate zuvor

@Haschberg Das ist ja das Perfide, ja Perverse an deutschen Gesetzen. Verlogen bis ins Mark. Man bekommt ja durchaus legal verschriebenes Cannabis. Aber nur wenn die Apotheken ordentlich mitverdienen dürfen. Illegales, selbstgemachtes, sauberes Weed kostet den kranken User nur knapp 0,2 bis 1,0 Euro das Gramm. Je nach Fähigkeit, lokalen Strompreisen und Anschaffungskosten des Equipments. In der Apotheke rufen diese Schmarotzer bis zu 22,- Euro für das Gramm auf. Zumindest wenn man “nur” ein Privatrezept bekommt und die “kranken” Krankenkassen sich nicht beteiligen bzw. eine Kostenübernahme abgelehnt haben. Die “Rechtmäßigkeit” ( ich lach mich kaputt) wird auch gerne von deutschen, faschistoiden Richtern in entsprechenden Urteilen bestätigt. Diese Preisunterschiede sind durch nichts…gaaarnix…zu rechtfertigen. Außer natürlich durch politisch gewollte Abzocke von Patienten… Weiterlesen »

Dr. Voss
7 Monate zuvor

Endlich ! Das wurde auch Zeit. In Israel macht man das seit Jahren. Die älteren Menschen bleiben a).weitestgehend gesund, b). sie leben länger durch die Stoffwechselrelaxans und c). es vollzieht sich eine Entlastung der Ärzte/Kassen/Heime/Pfleger/Angehörigen/…………./d). es ist eine frohe Stimmung
zu verzeichnen. Das wird zwingend die überall kommen. BLIEBE NOCH DIE FRAGE:
Wenn ein Heim das ablehnt und unterlässt diese Hilfeleistung/Entlastung, – wer muss und kann das nachher verantworten ? Wie würden SIE selbst darüber denken, wenn Ihrem Angehörigen das verwehrt würde, weil ein Kommunalpolitiker sich dagegen ausspricht ? MeCaDt

Haschberg
7 Monate zuvor

Desweiteren stört mich die Tatsache, dass man in Apotheken gerade im Kassenbereich ganze Regale voll nur diese üblichen Pharmaschmerzmittel in allen möglichen Varianten vorfindet. Ein Produkt mit Cannabis sucht man vergebens. Das muss man erst müsig erfragen. Dabei ist die CBD Creme sehr hilfreich (ich kann sie nur jedem empfehlen, der irgendwo im Knochenbereich Schmerzen hat) und weist keinerlei schädigende Nebenwirkungen auf. Viele Leute nehmen aber trotzdem lieber die Pharmapräparate, nicht nur weil sie überall angeboten werden, sondern durch diese ganze üble Krankenkassenschacherei auch noch wesentlich günstiger sind als Hanfprodukte mit CBD. Das ist höchst unfair und macht eine vernünftige Behandlung eines unwissenden Patienten zunichte. Dieser eklatante Missstand muss ein schnelles Ende finden, zum Wohle von unzähligen Hilfesuchenden. Natürlich haben… Weiterlesen »

Qi San
7 Monate zuvor

Es wird endlich wieder getanzt und gesungen im Haus Sonnenschein –
und nicht nur trübe vor sich hin vegetiert … In Deutschland – natürlich nicht!

Es gibt gute Sorten in der Apo für 10 € (z.B.: Avaay 23/1 CK Critical Kush) oder darunter (shop.gruenebrise.de zur orientierung).