Montag, 7. August 2023

Unterwasser-Großlager für Cannabis gebustet

Polizeitaucher der Guardia Civil bergen über eine Tonne Cannabis aus dem Meer

Cannabis

 

 

Von Sadhu van Hemp

 

 

Das Importgeschäft von Marokkos Exportschlager Nr. 1 nach Europa setzt ein gewisses Maß an Phantasie voraus, um das verbotene Handelsgut erfolgreich an Zoll- und Polizeibehörden vorbei zu schmuggeln. Zumeist geht es in Booten jeder Art über die Straße von Gibraltar mit dem Ziel Andalusien, wo die Schmuggelware bei Nacht und auch bei Tag an einem der ablegenden Strände angelandet und von vielen fleißigen Händen in Windeseile gelöscht wird.

 

Nicht immer gehen diese „Löscharbeiten“ gut. Bekommt die Guardia Civil Wind von der Schmuggelaktion, kann diese ganz schnell in die Hose gehen. Die Folge ist ein erheblicher Schaden für die Cannabis-Handelskooperativen: Haschisch futsch, Personal festgenommen.

 

Doch nicht alle Schmuggler landen mit den Booten direkt an, um dann unter den Augen der Öffentlichkeit die Haschischballen von Hilfskräften über den Strand zu den bereitstehenden Fahrzeugen schleppen zu lassen. Manche mögen es dezenter, indem sie beispielsweise vor der Küste ein Zwischenlager unter Wasser einrichten. Die letzte Etappe der illegalen Wareneinfuhr übernehmen dann Fischer- und Freizeitboote, die die Haschischballen peu-à-peu an Land bringen.

 

Ein derartiges Lager ist laut Pressemitteilung der Guardia Civil letzte Woche in den Gewässern vor Almeria gebustet worden. Das Überwachungssystem der Polizeibehörden hatte ein Boot gemeldet, das den Verdacht erregte, an der Westküste von Almeria „illegale Aktivitäten“ durchzuführen. Daraufhin entsandte der Seedienst der Guardia Civil ein Patrouillenboot zum Ort des Geschehens. Doch die Pirschjagd der Beamten blieb nicht unbemerkt. Tatenlos mussten die Diener der Cannabis-Prohibition zusehen, wie das Boot mit hoher Geschwindigkeit Reißaus nahm.

 

Was den Polizeihäschern blieb, war, das Gebiet, in dem sich das Boot über längere Zeit aufgehalten hatte, etwas näher unter die Lupe nehmen. Und tatsächlich, man wurde fündig: Unter der Wasseroberfläche schwamm eine große Anzahl an Paketen, die an Leinen befestigt und durch Gewichte verankert waren. Der erste Verdacht, dass da Cannabis-Schmuggler zu Gange waren, hatte sich offenbar bestätigt, und die Polizei glaubt, dass die Bootsbesatzung gerade dabei war, den Lagerbestand zu räumen.

 

Die Endreinigung der Badegewässer vor Almeria oblag schließlich den „Spezialisten für Unterwasseraktivitäten“, also Polizeitauchern, die die Leinen kappten und 35 Pakete bargen. Wie erwartet handelte es sich bei dem Inhalt der Ballen um Haschisch – mit einem Gesamtgewicht von fast 1.160 Kilo.

 

 

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6 Kommentare
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MicMuc
10 Monate zuvor

Klingt wie inspiriert von Jules Vernes’ Kapitän Nemo …

Harald Krull, Kapitän zur See.
10 Monate zuvor

Cannabis ist ein gefährliches Rauschgift das Psychosen auslöst. Bitte bleiben sie vernünftig und kaufen stattdessen unsere bayerischen Weißbierprodukte aus unseren staatlichen Brauereibetrieben um damit die Cannabislegalisierung und den Untergang unseres christlichen Feierabendbierlandes zu verhindern.
Vielen Dank.

”Lasst mal die Finger von Cannabis, bleibt mal lieber beim Weißbier” – Markus Söder.

Rainer
10 Monate zuvor

Eine ziemlich große “Säuberungsaktion” gab es jüngst in einigen Bereichen Deutschlands.Großreinemachen ist gegenwärtig sehr angsagt.So wie ich mir das vermutet hatte.Ich kann nur die Bekämpfung von Cannabis beobachten,und nicht wirklch etwas für die Föderung.

MicMuc
10 Monate zuvor

@Rainer: Das nenn ich geistiges Ariertum …. Nicht nur sauber sondern rein!
Der Wasch- und Putzzwang hat viele Gesichter …

MicMuc
10 Monate zuvor

Das BtMG ist gelebter Faschismus .. der BÜRGERLICHEN MITTE‼️

Das ständige Zeigen und Verweisen auf die AfD ist ein einziges, großes Ablenkungsmanöver (allen voran von Haldenwang, CDU)

Die Gründe für Nixons “war on drugs” sind allseits bekannt (außer unseren Volksvertretern und unseren “kritischen” Journalisten)

Das “Verächtlichmachung des Staates und seiner Institutionen” (als Fall für den Verfassungsschutz) betreibt der Staat und seine Institutionen mit Prohibition und BtMG schon selbst … wie schon früher mit dem §175. Beide Gesetze atmen den selben Un-Geist …

https://youtube.com/shorts/oPGC3smfAWM?feature=share

Haschberg
10 Monate zuvor

Auch ich vertrete die Meinung, dass unserer völlig unverhältnismäßiges, ja regelrecht paradoxes BTMG eine Ausgeburt faschistoider Hirne war, (wie unserem damaligen Kanzler Kohl, einem abgewichsten, fanatisch dummen Pseudochristen). Es wurde unter dem Druck seiner CDU 1982 sogar noch erheblich verschärft. Habe das alles miterlebt, als wäre es gestern gewesen. Dieses dreckige, ungerechte Scheißgesetz wird heute, im Jahre 2023, noch immer angewendet. Das muss man sich mal vorstellen ! Und keiner unserer momentanen Politiker hat den Mut, dieses durch und durch faschistoide und in allen Bereichen längst überholte Drecksgesetz, welches nie mehr war, als ein Rohrkrepierer aus dem Mittelalter, endlich zu reformieren. Die wertvolle Zeit läuft bald ab und die Partei der schwarzen Seelen wird es sich nicht nehmen lassen, ihre… Weiterlesen »