Sonntag, 23. Juli 2023

Cannabislegalisierung: FDP warnt vor Bürokratiemonster

Bild: Archiv Su

Cannabislegalisierung: FDP warnt vor Bürokratiemonster. Die Legalisierung soll sich nicht in Bürokratie verrennen. 

Die FDP lehnt die Obergrenze ab. “Schließlich kontrolliert auch niemand, wie viele Flaschen Wein jemand im Keller lagert”, heißt es aus der FDP. Dies wurde von dewezet.de berichtet. Die FDP ist der Überzeugung, dass das Cannabis-Gesetz für viel Bürokratie sorgen wird. “In der jetzt vorliegenden Form würde ein echtes Bürokratiemonster entstehen, das sich kaum kontrollieren lässt”, sagte Kristine Lütke. Die sucht- und drogenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion fordert “weitreichende Nachbesserungen” für die Cannabispolitik in Deutschland. “Eine Besitzobergrenze lehnen wir ab”, heißt es weiterhin aus der FDP. Das Gesetz von Lauterbach sieht vor, nur 25 Gramm an Erwachsene abgeben zu dürfen. Die FDP hat absolut recht, eine Obergrenze ist sinnlos, da es auch keine Obergrenze für Alkohol gibt. Lütke fordert “verhältnismäßige und treffsichere Regularien, die für echten Jugendschutz sorgen und gleichzeitig nicht zu einer Mehrbelastung von Polizei und Justiz führen”.  Die FDP setzt sich schon länger für die Cannabislegalisierung ein.

Der Plan der FDP ist deutlich sinnvoller und sollte auch von Lauterbach in Betracht gezogen werden. Die Regierung hat nicht das Recht, der Bevölkerung vorzuschreiben, wer welche Drogen in welcher Menge konsumieren darf. Drogenmündigkeit ist hier das Zauberwort. 

Ein Beitrag von Simon Hanf

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7 Kommentare
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Fred
8 Monate zuvor

Ein Appell an die Vernunft. Aber gerne auch mit ordentlich Druck auf Herrn Lauterbach. Dieser Gesetzentwurf sollte nicht zu einem Gesetz werden.

Rogg
8 Monate zuvor

Bin kein Fan der FDP…zu Menschenfeindlich für meinen Geschmack.
Dennoch, hier haben sie tatsächlich recht. Ist wohl die Meinung der meisten…
Sollte selbst für unseren salzlosen L leicht verständlich sein.
Ich vermute aber er will das Projekt auf ein Minimum beschränken und den Bezug und Konsum so schwer wie möglich machen. Sein ” geschätzter” Freund Thomasius wird da die Finger mit im Spiel haben.

Wenn man sich überlegt mit welcher Selbstverständlichkeit im deutschen TV über Alkohol als Genussmittel gesprochen und im gleichen Atemzug Cannabis als gefährliche Droge diffamiert wird, dann haben wir noch einen weiten Weg…

Haschberg
8 Monate zuvor

Auch ich bin nicht gerade ein Freund der FDP, aber in diesem Fall muss ich ihr absolut recht geben. Jede Mengenbegrenzung bringt noch mehr Überwachung und neue unnötige Bestrafungen mit sich. Wie kann es sein, dass man tausende Flaschen Wein oder ähnliches hochprozentiges Zellgift ohne Beschränkung zu Hause lagern darf, aber nur ein paar lächerliche Gramm Cannabis ? Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass jeder Hanfkonsument ganz genau weiß, wieviel Vorrat er sich leisten kann und wieviel er davon aus guten Gründen gerne lagern möchte. Ich finde es so furchtbar erniedrigend, wenn alte Männer um die 70 wie Jugendliche, die was ausgefressen haben, vor dem Partner oder anderen, meist dem Alkohol ergebenen Mitbürgern, noch immer verbergen müssen, dass sie hin… Weiterlesen »

Waschlappen
8 Monate zuvor

Ihr solltet auch mal was über die Reaktion der CDU sschreiben… “Während die Kritik des Koalitionspartners unüberhörbar ist, begrüßt die Opposition, dass das Gesetz weniger liberal ausfallen soll als anfänglich gedacht. „Es ist gut, dass sich mittlerweile ein deutlich restriktiverer Ansatz abzeichnet als noch vor wenigen Monaten angekündigt“, sagt Tino Sorge, gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion” Witzig, daß einige “Legalisierungsbefürworter” und “Aktivisten” auch hier auf dieser Seite aber auch beim Hanfverband auch für den letzten Gesetzentwurf waren und in ihm Gutes erkennen konnten und Kritiker, die sich dagegen aussprachen von der “Community” kritisiert wurden und als eine Art Nestbeschmutzer behandelt werden und wurden. Ich plädiere dafür, daß diese knallharten “Aktivisten” und angeblichen Freunde des Hanfs (ich frage mich ehrlich gesagt eher… Weiterlesen »

Larguirucho
8 Monate zuvor

Ich frage mich die ganze Zeit schon, was mit der Ernte der drei weiblichen Pflanzen, die jeder dann haben darf, geschehen soll. Das werden in der Regel ja wohl mehr als 25g sein. Selbstanzeige? Wegwerfen? Der Anbau wird zudem oft ja auch sinnvollerweise im Garten stattfinden. Aber Kinder dürfen das nicht mitbekommen. Also doch Indoor, bei massivem Stromverbrauch? Und was erzähl ich da den Kindern, warum im Schlafzimmer ein Zelt mit Lampenkabeln steht? Als wenn Kinder instinktiv die Blüten pflücken und zu Joints drehen würden. Meine offene Bierflasche darf ich aber unbeaufsichtigt rumstehen lassen. Was birgt wohl die größere Gefahr?!

Fred
8 Monate zuvor
AngryFrog
8 Monate zuvor

Es wäre wohl kaum ein Gesetz unserer Regierung wenn es nicht zu überbordender Verwaltung und natürlich jeder Menge Pöstchen für Freunde und Bekannte führt.