Donnerstag, 9. Dezember 2021

Cannabis-Legalisierung in Deutschland


Was bringt die anstehende Cannabis-Legalisierung mit sich?


Seit Dienstag, den 07. Dezember 2021 unterzeichneten die Ampel-Parteien den gemeinsamen Koalitionsvertrag. Und am 08. Dezember wurde Olaf Scholz (SPD) zum Kanzler im Bundestag gewählt. Auch steht auf der Agenda der Ampel-Parteien die Cannabis-Legalisierung. Nun stellt sich die Frage, wann man denn nun mit der Legalisierung rechnen kann. Zudem ist die Bevölkerung in ihrer Meinung zu diesem Thema gespalten. Viele finden diesen Schritt sehr wichtig, einige fürchten vor der Cannabis-Legalisierung. Doch ab wann ist denn nun Cannabis legal? Laut den Ampel-Parteien, dürfen lizenzierte Händler Cannabis verkaufen, müssen aber auch die Qualitätsstandards erfüllen. Auch wollen die Ampel-Parteien nach vier Jahren das Gesetz auf seine gesellschaftliche Auswirkung überprüfen. Zudem soll damit auch das Ziel der Qualitätskontrolle vereinfacht werden. Somit kann die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert werden. Auch soll durch die Legalisierung der Schwarzmarkt ausgeloschen werden.

Die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren (SLS) jedoch ist strikt gegen eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland und somit auch gegen die geplante kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene. Laut der SLS seien die Risiken, die eine Legalisierung mit sich bringt, größer als die erhofften Chancen. Auch würden die cannabisbezogenen Suchtprobleme unter Kindern und Jugendlichen zunehmen, so Olaf Rilke (SLS-Geschäftsstellenleiter). Zudem äußert sich Rilke wie folgt: „Hier wäre der Gesetzgeber aufgefordert, Präventionsarbeit und Hilfeangebote zu stärken.“

16 Antworten auf „Cannabis-Legalisierung in Deutschland

  1. Harry Anslinger

    Hyperaktiv
    Wenn ich so die Meldungen uber Polzieaktionen gegen den Cannabishandel und Anbau les drängt sich mir der eindruck auf, dass hier schon die ersten Vorbereitungen für die Legalisierung laufen, d.h. Marktpräsenz elemienieren.
    SWenn das so sein sollte, dann aber bitte flott machen mit legalem Verkauf, sonst drängen sich sofort die nächsten in die Lücke.
    Ein Versorgungsvakuum gibt es nicht, nur zeitweilig höhere Preise.

  2. Rainer

    Die Parteien,die die lizensierten Verkaufsmöglichkeiten haben wollten,müssen gewußt haben,daß das nicht möglich sein wird.Wenigstens was für Widerstände und Gegenwind zu erwarten sein würde.Und auch woher,aus welcher Richtung.Die Mauer durchbricht so schnell niemand.Die Medien würden sich bei einer Konkretisierung aufbäumen.Die haben am meisten Macht und Einfluß.

  3. Otto Normal

    Herr Rilke fürchtet um seine Daseinsberechtigung und die seiner „Behörde“. Ein Anslinger der heutigen Zeit. Die sterben so schnell nicht aus, genauso wie Kakerlaken und Covid.
    Man sieht: Geschichte wiederholt sich doch, nur nicht zu 100% genau.

    Nach der Legalisierung muß auch dringend der Behördensumpf ausgetrocknet bzw. von Prohibitionisten „gesäubert“ werden.
    D.H. z.B. daß Typen wie dieser mysteriöse Herr Olaf Rilke umgehend von ihren Posten entfernt werden müssen. Möglicherweise könnte man solche überflüssigen Grabstätten für Steuergelder gar gleich komplett auflösen und mit dem Geld etwas sinnvolleres machen.

    Dieser Sumpf der Prohibitionsindustrie und der dazugehörige Wildwuchs aus Behörden und Pseudobehörden muß – genauso wie der Schwarzmarkt – trockengelegt werden und die Mitarbeiter – wie Herr Rilke – sollten umgehend einer fleißigen, rechtschaffenen Arbeit zugeführt werden. Dann kommen die nicht auf dumme Gedanken und labern auch nicht soviel Mist weil sie dann sinnvoll beschäftigt werden. Die Überschwemmungsgebiete in NRW und Rhld.-Pfalz böten sich da an. Dort könnte sich z.B. Herr Rilke beim Straßenbau nützlich machen.

    Das ist nämlich immer ein Zeichen von Unterbeschäftigung verbunden mit gewollter Unterqualifizierung, stets die Konsequenz wenn anspruchvolle Posten nach Parteibuch vergeben und insbesondere dann wenn Posten von fanatischen Ideologen der C-Syndikate zwangsbesetzt werden (siehe BVG-Vorsitzender oder DB Mortler).

  4. Andreas

    Herr Rilke muss doch wissen das Cannabis vom Schwarzmarkt teilweise verunreinigt ist . Sicherlich wird es immer Jugendliche geben die es ausprobieren weil verbotenes verlockend ist . Wenn der Schwarzmarkt austrocknet gibt es wenigstens sauberes Cannabis wenn die Legalisierung kommt . Die Schadstoffe die in Cannabis zu finden sind sind alles andere als gut für die Gesundheit.

  5. Fred

    Die Diskussion über die Legalisierung ist vorbei. Die Würfel sind gefallen, es gibt eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag. Von drei Parteien, die seit gestern die Regierung in diesem Land stellen, unterschrieben.

    Und ob eine sächsische Irgendwas damit einverstanden ist oder nicht, ist völlig wurscht. Es wird legalisiert, daran werden auch Menschen, die generell mit Veränderungen so ihr Problem haben, nichts mehr ändern. Kritische Stimmen sollte man nicht mehr so sehr ernst nehmen.

    Ich gehe davon aus, das es zuerst und umgehend eine vollständige Entkriminalisierung für erwachsene Konsumenten geben wird. Der Rest wird folgen. Wie lange das ganze dann dauert, ist auch ein guter Prüfstein für die neue Regierung. Schließlich hat man sich auch die Entbürokratisierung auf die Fahnen geschrieben.

    Ich bin aber guter Dinge. Es steckt viel Geld in dem Projekt, und man munkelt, das genau das für die vielen Reformprojekte der Regierung fehlt. Ich glaube nicht das wir noch Jahre warten müssen.

  6. Greenkeeper

    Warum wird jeder Furz aus dem Lager der Prohibitionsfetischisten hier breitgetreten? Es gibt eine politische Mehrheit für die Legalisierung. Punkt. Dass Risiken und Ängste in Deutschland prinzipiell größer geschrieben werden als Chancen, ist nun auch nicht neu. Fakt ist aber, dass die Bewahrer und Zukunftsverweigerer von CDU und CSU jetzt in der Opposition sitzen. Und da gehören sie auch hin. Die Firma Demecan rechnet mit der Legalisierung nicht vor Ende 2022, Anfang 2023. Das ist sehr ambitioniert, wie ich finde. Da werden sie aber noch die ein oder andere Türklinke drücken müssen. I hope so.

  7. Ramon Dark

    Prohibitionistengelaber ist wie ein sich in Endlosschleife drehendes Revolvermagazin ohne Kugeln. Wie sollen denn bitte „cannabisbezogene Suchtprobleme unter Kindern und Jugendlichen zunehmen“, wenn der sie hauptsächlich verursachende Schwarzmarkt ausgetrocknet ist und eine legale, kontrollierte und von einer Altersgrenze abhängig gemachte Cannabisabgabe stattfindet? Das Problem einer unkontrollierten Weitergabe durch Voll- an Minderjährige schrumpft bei Legalisierung auf jedem Fall stark. Das zeigen die Statistiken der echt legalisierten Länder wie z.B. Kanada usw.. Ganz ausschliessen lässt sich so etwas narürlich nie, aber eindeutig stark reduzieren. Und was die „cannabisbezogenen Suchtgefahren“ betrifft, die alkoholbezogenen Suchtgefahren sind samt hinzukommender Organschäden wissenschaftlich nachgewiesen wesentlich höher. Aber so etwas überhört der nur noch saufende schwarzbraune Sumpf ständig gerne. Immer wieder nur das gleiche Blabla, damit sich der längst wiederlegte Quatsch durch ständige Wiederholung möglichst fest in den Hinterköpfen der noch schlecht Informierten einprägt. Absolute Leuteverarschung!

    a

  8. buri_see_käo

    Ich versuche, eine Antwort darauf zu geben.
    …damit wir sehen, mit welchen aktuellen kruden Konstruktionen, von der Realität nahezu unendlich entfernt herbeifantastisierten Gefahrenszenarien, zahlenbelegsfreien gesundheitlichen Risiken (ja, auch Köten-Karzinom, und das von einer CSU-lerin erwähnt…), nicht jedoch politischer Motivation (wer nicht stramm rechts tickt, ist kriminell !) die Prohibitionisten gegenanarbeiten.
    Für mich ist das Prohibitionisten-Gebrüll interessant, denn damit konfrontiert zu werden, überfordert nicht wenige dabei, dem sachlich etwas entgegenzusetzen (Prinzip schockieren). Ich sammel sowas, decke die Fehler/Unstimmigkeiten auf… schicke das zu Abgeordneten.
    So, oder ähnlich sollten weitere auch handeln. Nicht passiv sein, denn es ist noch nichts „in trockenen Tüchern“. Wenn alles gut läuft, kann ab Mitte May die Dominanz der Rechten im Bundesrat beendet werden, und! ab ca. dann dürften sich auch zum ersten Mal die durch die ab 2022 eingeschränkte Tabak-Werbung extremst gebeutelten Tabak-Konzerne bei der BR melden.
    Muffesausen haben die Schwarzbraunen; sollte eine Legalisierung umgesetzt werden, haben die langfristig ein riesiges Problem: Rechtfertigen der hemmungsfreien (Staats)Gewalt, der verbreiteten Lügen und Hetze…, s.o.
    mfG  fE
    PS     Ramon Dark, Du siehst doch den logischen Müll

  9. greenness

    Ich würde mir wünschen, daß der Fokus als erstes auf die sofortige Entkriminalisierung der Konsumenten gelegt wird.

    Diese sinnlose Hetze und die Jagd auf mehrere Millionen Menschen muß sofort aufhören.

    Über eine erfolgversprechende legale Abgabe kann und sollte man sich dann noch ein Weilchen Gedanken machen. Die Lösung vieler Probleme wird dadurch zwar noch etwas verschoben, eine kluge Umsetzung sollte dies aber wert sein.

  10. Ramon Dark

    @buri see käo: Danke, gebe Dir auch völlig recht: Es ist auch als Selbstschutz wichtig für Hanffreunde, sich mit dem Prohibitionistengewäsch detailliert auseinanderzusetzen, so widerwärtig das manchmal auch sein mag. Nur so lässt es sich unter Gegenüberstellung der realen wissenschaftlichen Erkenntnisse deutlich sichtbar für das restliche Publikum als das entlarven, was es ist: ein inszeniertes, oft vorurteilbehaftetes Lügengebäude zum eigenen Machterhalt, zur Imagepflege und die Repression auch als eine sadistische Form der Selbstbefriedigung.

  11. HaftBar

    Was oft vergessen wird bei dem Ruf nach Jugendschutz ist, daß die meisten derzeitigen Dealer Jugendliche sind, die Unterste Kaste des illegalen Handels. Einerseits weil sie Risikobereitschaft haben und zum anderen, weil es den Verteilern gleich ist, was aus den Jugendlichen wird, wenn sie geschnappt werden. Jugendliche kaufen also von Jugendlichen. Und das geht nur, weil es die Prohibition gibt. Verbot SCHAFFT erst Leid und Risiko.

  12. Harry Anslinger

    Was soll das?
    Die CDU wollte sich doch nicht mit der AfD verbrüdern, hat der März gesagt.
    Viel schlimmer ist da die Tatsache, das die Distanzforderung zur AfD von Herrn März so aussieht:
    Bei der Vergabe der Ausschussvorsitze im neuen Bundestag ergattert die AfD ausgerechnet die wichtigen Posten für Inneres und Gesundheit. Union und Ampel geben sich gegenseitig die Schuld.
    Honi soit qui mal y pense
    Und die Sache mit dem höflich zurückhalten beim Innenausschuß weil das ja immer die CDU gemacht hat ist da nicht anggesagt.
    Habt ihr etwa gedacht, die hätten Lust darauf die Fortschritte eures Canabiskontrollgesetzes nach den Ausschußsitzunge zu verkünden?
    Nochmals für alle Ampelpolitiker : Das ganze wird noch ein harter Ritt.

  13. Peter E.

    Rainer und Otto Normal, sehe ich auch so, die haben damit nur Wähler gefangen, danach geht die Lügerei weiter und die noch im Hintergrund agierenden Alten würden nie einer Legalisierung zustimmen. Merkel und die Bande haben die Faschistenzügel fest in der Hand.

  14. Barnabas Barcza

    Blöder als Sachsen geht es nur in Bayern.
    Schlimm ist die Dunkelheit in jene Köpfe, z.B. Landeschefarzt Sachsen „Ein Gift bleibt ein Gift“.
    Abwarten, Gott loben, dass es endlich soweit ist!

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