Sonntag, 28. November 2021

Mike Tyson startet eigene Cannabis-Marke

Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister schwört auf Hanf

So, oder so ähnlich: Mike Tyson ist nun unter den Cannabis-Entrepreneuren. Bild: Peter Gröbing

Es soll ihn zu einem „anderen Menschen“ gemacht haben: Mike Tyson macht keinen Hehl aus seiner Liebe zu Cannabis. Jetzt startet der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister im Boxen seine eigene Cannabis-Marke. „Tyson 2.0“ soll auch anderen mit emotionalen und physischen Schmerzen helfen. VIel Arbeit soll Tyson in Agricultur und die Züchtung der richtigen Sorte gesteckt haben.

Es soll wohl ziemlich komplex geworden sein, aber Tyson hat „the best time of my life“. Zusammen mit dem Vertrieb Columbia Care begann der Verkauf von Tyson’s neuer Sorte in Colorado. Etwa 90 Dollar pro Unze soll das Produkt kosten – nur leicht über dem örtlichen Durchschnittspreis. Der CEO von „Tyson 2.0“ schwört darauf, dass Tyson nicht nur ein Name ist – er ist auch nachhaltig an der Erforschung und Entwicklung der Sorte beteiligt. Der Boxer schwört derweil weiter auf die heilenden und lebensverändernden Kräfte von Hanf: „I use it for my life“. Er sieht sich auch ohne Cannabis als einen unerträglichen Menschen: “If I don’t use it for a week or three days, something of that capacity, I’m totally a different person. And I’m not a likable person“. Forscht man in Tyson’s Vergangenheit, bleibt zweifelhaft, ob Cannabis allein geholfen hätte.

Mit der Gründung einer Cannabis-Marke ist Tyson nicht allein. Eine ganze Reihe von Berühmtheiten verschiedener Generationen sind in das grüne Geschäft eingestiegen, Die Familie von Bob Marley vermarktet seit 2016 die Sorte „Marley Natural“; Rapper Jay-Z, Carlos Santana, Grateful Dead’s Mickey Hart und auch Willie Nelson taten es der Familie gleich und gründeten eigene Cannabis-Marken. Die große Diversität dieser Berühmtheiten zeigt: Egal ob Country- oder Hip-Hop-Musiker; egal ob Anfang 20 oder bald 90 – Cannabis ist in den USA in jeder Bevölkerungsschicht angekommen.

In Deutschland bleibt derweil unklar wie Cannabis nach der Legalisierung verkauft wird. Ob Apotheke, Coffee-Shop oder bei neuen lizensierten Händlern – die Marken verschiedener Berühmtheiten und auch Tysons „undefeated Cannabis“ wird in nächster Zukunft in Deutschland wohl kaum erhältlich sein. Aber wer braucht schon Deutschland: Tyson wurde jüngst von Malawi gebeten, der „Cannabis-Botschafter“ des Landes zu werden. Laut dem BBC hat Tyson das Angebot angenommen und wird das Land alsbald besuchen – er soll helfen, Malawi-Cannabis zu vermarkten. Hier wurde der Anbau und medizinische Nutzen 2020 legalisiert.

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Haschberg
Haschberg
6 Monate zuvor

Bravo. Dieser Mann hat es voll und ganz kapiert und tut das, was der Natur und den Menschen in dieser völlig aus dem Gleichgewicht geratenen Welt noch am nachhaltigsten hilft: er widmet sich dem Hanfanbau und bringt vielleicht sogar noch weitere neue, vielversprechende Sorten auf den Markt.
Ich hätte nicht erwartet, dass ich auf meine alten Tage noch ein Fan von Mike Tyson werde.

Michael Majorowski
Michael Majorowski
6 Monate zuvor

Cannabis oder lieber Koks?!