Freitag, 10. September 2021

Studie: Legalisierung führt nicht zu mehr Jugendkonsum

Die Studie aus den USA suggeriert sogar Gegenteiliges

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Eine langjährige Studie in den USA konnte keine Zusammenhänge zwischen Cannabis Legalisierung und erhöhtem Jugendkonsum feststellen. Die Auswirkungen auf das Konsumverhalten Jugendlicher sind „statistically indistinguishable from zero“. Also so klein, dass sie kaum feststellbar sind. Ein weiteres Ergebnis ist konträr zu einem der wichtigsten Argumente der Gegner einer Legalisation. Die Studie suggeriert, dass unter bestimmten Maßnahmen der Konsum sogar abnimmt. Die Wissenschaftler kamen zur Erkenntnis, dass “medical marijuana law (MML) adoption was associated with a 6% decrease in the odds of current marijuana use and a 7% decrease in the odds of frequent marijuana use.”

Die Studie mehrerer Wissenschaftler bezieht sich auf Ergebnisse staatlicher Youth Risk Behavior Umfragen von 1993 bis 2019. Die Umfragen stammen aus 10 Bundesstaaten, in denen Cannabis vollständig oder für medizinische Zwecke legalisiert wurde.

Eine Erklärung, warum der Konsum Jugendlicher dort abnimmt, wo Cannabis legalisiert wurde, konnten die Wissenschaftler nicht geben. Befürworter der Legalisation begründen das Ergebnis mit stärkeren Kontrollen in öffentlichen Läden. Da der Schwarzmarkt erheblich unter einer Legalisierung leidet, liegt die Vermutung nahe, dass es schwer werden sollte, ausserhalb der offiziellen Shops an Cannabis zu kommen. Die Studie reiht sich damit ein in eine Liste staatlich geförderter Studien, die allesamt zu ähnlichen Ergebnissen kommen.

7 Antworten auf „Studie: Legalisierung führt nicht zu mehr Jugendkonsum

  1. Egal

    Die Antwort darauf ist ganz einfach.
    Du brauchst nur dein Kind erwas verbieten und sie machen es trotzdem!
    Das steckt in der Natur des Menschen!
    Wenn du kein Verbot ausspricht ist es uninteressant weil es nicht verboten ist

  2. Substi

    Diese Erkenntnis ist eine diejenigen welche von Mor(d)ler & Co. ignoriert wird und vielleicht sogar verunglimpft und auseinandergepflückt wird! Sie werden es als „Legalisierungspropaganda“ einfach abtun! Jede Wette!
    Cannabis ist so gut wie harmlos; wenn man vernünftigen Konsum pflegt! Auch der moderate Umgang mit Alkohol ist vernünftiger als das was die „Party“gänger da wöchentlich treiben! Die saufen und rauchen was die Leber und die Lunge hergeben und benötigen 2-3 Tage um den angerichteten körperlichen Schaden zu kompensieren! Hinters Steuer können sie schon am nächsten Tag, ob sie durch den Restalkohol beeiflusst werden oder nicht. Es gibt z.B. zur Wiesnzeit, in München mehr Unfälle als im Rest des Jahres! Aber diesen Bezug wollen die Söders, Mor(d)lers, Ludwigs und alle vor ihnen nicht herstellen…

  3. Der Realist ohne Kraut

    Und wieder eine eindeutige Meldung, die genau das aussagt, was wir schon jahrzehntelang wissen/wussten: keine Erhöhung nach legalem Verkauf von Cannabis und -produkten festzustellen und ggf. sogar eine Verringerung des Konsums der Kids.

    Wie es mein Vorschreiber bereits so gut beschrieb: ‚Dieses Ergebnis/ diese Studie wird als ‚Propaganda für Pro-Legalisierung‘ genutz und am Ende sicher so weit auseinandergepflückt, dass es zu dummen, überholten, ideologischen und völlig naiven Ansichten der Ethablierten und seine dummen Bürger passt.

    Es ändert sich nichts an Leid, Verfolgung, Mutmaßungen, Gewissen, Wissen, Halbwissen und Einstellungen, die uns tagtäglich begegnen (können). Dafür gibt’s einfach zu viele, die alles schlucken, was die netten Leutz von ‚oben‘ denen auftischen…

    Uns ist das sicher allen klar, dass eine derartige Studie nach Legalisierung in Deutschland ebenfalls ähnliche Ergebnisse erzielen würde. Kinder- und Jugendschutz funktioniert hier derzeit bedauerlicherweise ganz anders.

  4. Greenkeeper

    Für mich nicht überraschend. Für Jugendliche ist das Verbotene auch oft das Reizvolle. Zudem gilt: Ein knappes Gut ist häufig besonders gefragt. Was reichlich vorhanden und/oder relativ leicht zu beschaffen ist, wird schnell banal und uninteressant.

  5. Rainer

    Bei einer Legalisierung taucht wesentlich häufiger Marihuana und Haschisch an vielen Plätzen auf,wo man heute nichts davon sieht.In Amsterdam riecht man viel,wenn man einfach spazieren geht.Sowas bleibt nicht aus,wenn legalisiert wird.Ich kann mir vorstellen,daß das Jugendliche neugierig machen könnte.Weem es gefällt,bleibt dabei.

  6. Otto Normal

    Gutes Ergebnis!

    Aber:
    Die wievielte Studie ist das jetzt?
    Wie lang ist diese im Artikel gegen Ende genannte Liste von Studien?
    Warum werden manche Sachverhalte immer und immer wieder neu erforscht obwohl es bereits seit langer Zeit zuverlässige Ergebnisse vorangegangener Studien gibt?
    Warum werden in D. sog. „Modellversuche“ angestrebt, wo es doch den umfangreichsten (gesamte volljährige Bevölkerung +Touristen als Teilnehmer) und längsten (seit 1976 also rd. 45 Jahre) Modellversuch („Geduldungspolitik“ NL) in Europa längst gibt?
    Unglaube oder Korruption?
    Sind das die ersten Anzeichen von Massendemenz der Menschheit oder gar Schlimmeres?

    … nach der 100-ten Studie kam man immer noch auf genau dasselbe Ergebnis der ersten Studie. Die Wissenschaftler kratzen sich heftig am Kopf, hatte der Auftraggeber und Finanzier doch extra betont daß ein negatives Ergebnis erwünscht ist! Nun das Desaster!
    „Gottverdammte Jugend, auf die kann man sich nie verlassen!“ schimpfte der Forschungsleiter leise vor sich hin…

    Einstein hatte recht als er sagte: „Wer bei gleichen Methoden auf verschiedene Ergebnisse hofft sollte zum Irrenarzt gehen.“ oder so ähnlich.

    1+1 ist nun mal 2 das kann man so oft rechnen wie man möchte, aber es kommt immer dasselbe dabei heraus, so langweilig das auch erscheinen mag. (*)

    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wir sollten ebenfalls noch viele Millionen Steuergelder in sinnlosen Wiederholungsstudien verbrennen lassen (ist nicht schlimm zahlen ja die Bürger, gelle Frau Ludwig?) und noch ein paar hundert Studien abwarten.
    Vielleicht – mit etwas Glück – klappts ja dann irgendwann.

    Ein Bekannter von mir, der sich mit Spielsucht an Geldspielautomaten wirtschaftlich selbst ruiniert hat, sagte immer:
    „Ist nur eine vorübergehende Pechsträhne, beim nächsten mal klappts garantiert, dann mach ich den Hauptgewinn!“

    Er kannte leider die mathematische Formel nicht nach der diese Geräte arbeiten.

    Einfach immer wieder eine Forschung anstoßen vielleicht klappts irgendwann und Zeit kann man damit auch noch gewinnen!
    Danach dann noch 100 Jahre Modellversuche!
    Gut Ding will eben Weile haben.

    (*) eine mathematische Weltsensation hatten allerdings die Sozis in Zusammenarbeit mit der CDU vor vielen Jahren hervorgebracht.
    Bei den Verhandlungen über die damalige Mehrwertsteuererhöhung fanden die Politiker überraschend heraus, daß der Mittelwert (politisch „Kompromiß“) zwischen 1% (SPD) und 2 % (CDU) nicht 1,5 %, wie viele Wähler wohl irrtümlich geglaubt haben, sondern 3 % (!) ist.

  7. Haschberg

    Wie man anhand dieser Studien sieht, kann eine Legalisierung recht gut funktionieren und Millionen von Konsumenten zu einem legalen und selbstbestimmten freiheitlichen Leben zurück verhelfen.
    Hoffentlich dringt diese wichtige Botschaft auch bis zu unseren hartnäckig ignoranten konservativen Politikern durch, die solche Fakten ganz schnell ins krasse verlogene Gegenteil verkehren.
    Daher: BEDINGUNSLOSE FREIHEIT FÜR FRIEDFERTIGE VOLLJÄHRIGE HANFKONSUMENTEN.

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