Freitag, 27. August 2021

Cannabis kontrolliert erlauben


Kanzlerkandidatin Baerbock möchte Cannabis kontrolliert freigeben

Cannabis


Die Grünen-Kanzlerkandidatin möchte Cannabis kontrolliert freigeben. Dies äußerte sie am Donnerstag auf einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei in Kiel. „Ja, wir wollen Cannabis freigeben, natürlich kontrolliert, so wie man das beim Alkohol auch tut“, sagte sie in ihrer Rede. Ihre Argumente liegen darin, dass Polizeibeamte und Staatsanwaltschaften schon massiv überlastet sind. Und dies führt zu einer massiven Zeitverschwendung, laut Baerbock. Zudem würde es, laut Baerbock viele Cannabis-Verfahren der Justiz geben, die später ohnehin eingestellt werden. Schon aus diesem Grund der Sicherheit müsste Cannabis kontrolliert freigegeben werden. Auch die Drogenbeauftragte der CSU, Daniela Ludwig sprach sich für das Recht von Besitz von Cannabis in kleiner Menge aus. Es sollte somit nur noch Bußgelder geben, aber keine Freiheitsstrafen mehr möglich sein.

12 Antworten auf „Cannabis kontrolliert erlauben

  1. Brigitte Wichterich

    Seit 40 jahren träumr ich den ersten coffeeshop ln deutschland zu öffnen. Würde 30 prozent vor steuer bezahlen und wäre schnell millionärin‘ der staat könnte endlich schulden zahlen..i love the holkand way of life
    Lit of grearing fom B‘ aus germany

  2. Rainer

    Cannabis als Owi freigeben und Wünsche äußern, die danach nicht verwirklicht werden,ist ganz eindeutig Stimmenjagt.Wie viel Ahnung hat die Baerbock?Wie normal ist Cannabis bei den Grünen?Auf jeden Fall müßte die Partei,die sich für eine richtige Cannabislegalisierung einsetzt,bis auf das letzte Hemd kämpfen.Haben wir so eine Partei?

  3. Urfreak'68

    Die hat bestimmt Geraucht aber nicht Inhaliert..Hat schon Vergessen das Ihre Partei die (Hanf)Wähler in Hamburg bei der Bürgerschaftswahl 2020 in die Pfeife äääääh meine Pfanne gehauen hat.

  4. Otto Normal

    @Rainer
    Derzeit leider nicht!

    Alle Jahre wieder…
    Zuverlässig wiederkehrend wie Weihnachten mehren sich vor jeder Bundestagswahl die Stimmen der Politiker die plötzlich über Nacht zu Legalisierungsbefürwortern werden. Einige etwas gewagter um sich zu profilieren, andere zurückhaltender (als Ordnungswidrigkeit) um das konservative Klientel zu beruhigen, dahin gehend das gar keine Legalisierung geplant ist (Ludwig).

    Keine der derzeitigen Parteien wird die Legalisierung auf den Weg bringen. Nach der Wahl ist alles vergessen bzw. dann ist Corona und Afghanistan wichtiger oder die nächste Schweinerei.

    „kontrolliert so wie Alkohol“ (Annalena Baerbock, Grüne)
    ROFL ich halt mir den Bauch vor lachen!
    Annalena ist der Alk bei uns kontrolliert?
    Schauen Sie mal genauer hin.
    Das Zeug gibt es an jeder Ecke 24/7 und Tabak zusätzlich noch aus Automaten falls 24/7 nicht reicht.
    Jugendschutz unzureichend.

    Ein guter Begin – besonders für die Grünen – wäre es zunächst einmal zuzugeben, daß das Hanfsamenverbot eine unnötige Verschärfung der Prohibition war. Aber die sind da heute noch stolz drauf.

    Die Grünen wollen die Welt verbessern?
    Warum fangen sie dann nicht gleich bei sich selber an?
    Die Grünen haben ihre Ideale schon sehr lange verraten und auf der Müllkippe der Geschichte entsorgt.

    Man sieht schon bei den Begründungen der Politclowns sofort, daß keiner es ernst meint, sich nicht mal gründlicher informiert, einfach wie eine Kuh alles wiederkaut was die anderen sagen und es leicht verändert wieder ausspuckt.

    Einigkeit herrscht vor allem darin daß wir Deutschen viel zu unmündig sind für den Cannabiskonsum und deshalb alles extrem restriktiv sein muß. Nur in der Art und Weise der Peinigung von Cannabiskonsumenten ist man sich nicht ganz einig, das ist die einzige Diversität in in dieser Frage.

    6 Gramm (Daniela Ludwig, CSU), selbst wenn ohne Ordnungsgeld ist Mist. Manche rauchen das an einem bis zwei Tagen. Verlangt man bei Alk eine geringfügige Höchstmenge von z.B. max. 1 Flasche Wein alternativ max. 3 Flaschen Bier sonst Strafverfahren Frau Ludwig?
    Bei Tabak max. 50 Zigaretten alternativ max. 50 gr. Tabak?
    NEIN!
    Beides Drogen mit sehr vielen Toten jährlich im Gegensatz zu Cannabis an dem man nicht sterben kann, weil es ganz einfach genauso ungiftig ist wie Brokkoli.

    Was ist mit Paaren wo beide Cannabis Konsumieren?
    Muß dann jeder getrennt seine 6 Gramm einkaufen gehen?
    Bei Großfamilien wo Oma und Opa mit im Haus wohnen und möglichweise auch konsumieren?
    Oder sollen die vier mündigen Erwachsenen sich dann die 6 Gramm teilen?
    Dann müßte man ständig Jemanden losschicken Nachschub zu holen.
    Daniela Ludwig ist in etwa auf dem gleichen kognitiven Niveau wie Marlene Mortler, wobei die Mortler in dämlichen Aussagen natürlich weiterhin den absoluten Rekord hält.

    Gregor Gysi (Linkspartei) vor ein paar Jahren:
    „Cannabis sollte man freigeben aber Haschisch natürlich nicht das ist zu gefährlich.“ (nicht ganz wörtlich weil aus meiner Erinnerung)

    Ein echter Schenkelklopfer damals, was habe ich gelacht. Muß heute noch drüber grinsen. Das ist an Dämlichkeit wirklich nur sehr schwer zu überbieten.
    Da werden sogar Kabarettisten neidisch.
    Der Mann ist Volljurist und BT-Abgeordneter! Wenn man sieht wie Politiker daneben hauen bei Themen mit denen man zufällig Erfahrung hat, mag man gar nicht daran denken auf welcher Wissens-Basis die dann Entscheidungen treffen die wesentlich tiefgreifender sind z.B. Krieg und Frieden oder die Grund- und Freiheitsrechte. Wir sollten vllt. täglich darauf hoffen das die nicht noch mehr Bockmist bauen und alles viel schlimmer wird.

    Also vergeßt das Politclown-Gequatsche.
    Egal aus welchem Mund, es ist nur Wahlkampf, heiße Luft, dummes Gelaber… um Euch einzulullen.
    Die BW 2021 hat auf die Cannabislegalisierung in D etwa soviel Einfluß wie ein Sack Reis der im Pekinger Hafen umfällt.

  5. Greenkeeper

    Wenn Politiker von Legalisierung reden, dann klingt das für mich oft so, als müssten sie sich rechtfertigen für diese ungeheuerliche Forderung. Ich vermisse dabei die Leidenschaft, den unbedingten Willen, das zu tun. Glaubwürdig ist das nicht. Anstatt die immer gleichen (wenn auch zutreffenden) Argumente hervorzukramen, könnte man zur Abwechselung auch mal konkreter werden:

    Cannabislegalisierung schafft Arbeitsplätze. Die Union und die SPD reden immer gerne von Arbeitsplätzen, die es zu erhalten gibt, z.B. in der klimaschädlichen Kohle- oder Autoindustrie. Arbeitsplätze in der Hanfindustrie möchte man dann aber komischerweise nicht haben. Warum denn nicht? Wir haben schätzungsweise 800.000 Langzeitarbeitslose in der BRD, ein Teil davon ist länger als fünf Jahre ohne Job. Darunter ist mit Sicherheit der ein oder andere, der gerne in der Hanfbranche mithelfen würde. Was gäbe es zu tun? Anbau, Ernte, Verarbeitung, Qualitätssicherung, Transport, Verkauf und Beratung in Fachgeschäften, Vertrieb mittels E-Commerce, Marketing usw.

    Was mir bei der ganzen Diskussion auch immer zu kurz kommt, ist der Hinweis auf moderne Konsumformen. Der Laie denkt bei Cannabis sofort ans Kiffen. Dabei hat das Rauchen/Verbrennen zu Recht keinen guten Ruf mehr. Gesundheit und Fitness sind heute im Trend. Deshalb wirkt die Forderung nach legalem Kiffen eher wenig überzeugend. Der moderne Cannabiskonsument bekommt dann im Fachgeschäft THC-Produkte und Zubehör zum Verdampfen, Essen, Trinken etc. Einen Joint rauchen kann man zwar auch noch, muss aber niemand mehr.

    Die Synergieeffekte mit anderen Branchen, die durch die Legalisierung entstehen, werden mir auch viel zu wenig beachtet. Diese sorgen selbst wiederum für Wachstum und Arbeitsplätze. Ich denke dabei an mögliche Kooperationen der Hanf- mit der Lebensmittelindustrie (z.B. Süßwaren, auch Bierbrauer und Spirituosenhersteller!), aber auch mit der Kosmetikbranche u.v.m.

  6. MicMuc

    Entlarvend ist doch bei den „bürgerlichen Parteien“ folgende Argumentation: „Entkriminalisierung“, damit „Entlastung von Polizei und Justiz“. Was so nebulös mit „Kriminalisierung“ auf das Niveau einer Räuber-Hotzenplotz-Geschichte verniedlicht wird, ist vorsätzliche Verschleierung dessen, was in Wahrheit jakobinischer Tugendterror bedeutet durch massive Repression; mittels Propaganda, Indoktrination, Willkür-Gesetze, Wohnungsdurchsuchungen, Festnahmen, möglichst langer U-Haft, Schauprozessen, Schandurteile Exempel zu statuieren, welche nachweislich nicht mehr vor behandelnden Ärzten zurückschreckt. Und dann noch von der „Überlastung“ der dafür Verantwortlichen Organe zu sprechen, das ist schon ein Grad von Zynismus, der mich bei unseren Politikern nicht mehr verwundert. Mich erschreckt mehr die Verrohung der politischen Kultur, der ein totalitäres Denken offenbart, wie man ihn vom Faschismus her kennt: man denkt immer von Oben und vom Ganzen her im Sinne einer Ordnungsstruktur, des Staates, des Gemeinwesens, der Volksgesundheit, des Parteienwesens, des Justizwesens etc. Aber den Menschen, um den es eigentlich geht, verliert man aus dem Blick, seine Rechte, seine Würde, seine Existenz. Da kann man – gut hegelianisch – schon paar Tausend bis Millionen über die Klinge springen lassen. Was für ein widerwärtig hoher Grad an Menschenverachtung 500 Jahre nach dem Humanismus, 250 Jahre nach der Aufklärung, 75 Jahre nach der Nazi-Diktatur, 40 Jahre nach der SED-Diktatur. Und das allerabscheulichste: Unsere Medien dienen sich diesen Machthabern an in diesem Mummenschanz, der uns eine freiheiich-demokratische-Grundordnung vorgaukeln soll, damit solange wie möglich die grässliche Fratze der „real existierenden Demokratie“ verborgen bleibt, die jeden erschaudern läßt, der ihr jemals ins Antlitz blicken mußte!

  7. MicMuc

    @ OttoNormal: Du hast es auf den Punkt gebracht!!! Bevor nicht Alk und Tabak komplett verboten wären und man dann, nach jahrzehntelangen wissenschaftlichen Studien und Modellprjekten sich entschließt, beides in geringen Mengen (für einen bayrischen CSU-Wähler, der locker 6 Maß am Stück reinkippt, ein Kölsch), sollte man alle Genußmittel freigebeen. Denn vor Nixon/Ehrlichmann ging es ja auch, und das Abendland hat über Jahrhunderte geblüht, ganz ohne bürgerliche Jamobiner, ihre Schlägertrupps in Uniform und die Drogenkartelle.

  8. QiSan

    Annalena Baerbock:

    „Ja, wir wollen Cannabis freigeben,
    natürlich kontrolliert,
    so wie man das beim Alkohol auch tut“.

    Zum Mitschreiben:
    Legal und keine Abgabe unter 18 Jahre.
    Frei erhältlich bei Aldi, der Tanke und Feinkost Zipp.

    Wer Will
    Das Alles So Beschissen Bleibt Wie Es Ist
    geht nicht zur Wahl oder
    wählt eben eine verlogene rechte neoliberale Partei:
    (SPD, CDU/CSU, FDP, AfD)

    Dann aber bitte sich nicht mehr jammern
    das alles so schlimm ist.

    Alle, ausser noch Der Linken sind dafür:
    Das alles so bleibt wie es ist
    Soziale Ungerechtigkeit
    Reicher noch reicher machen
    Alles für die Karbon-Industriekomplex
    Nicht einen Cent für den Schutz von Tier- und Pflanzenwelt
    Bezahlbarer Wohnraum – NUR noch für Reiche
    Mobilität – NUR noch für Reiche
    Kultur – NUR noch für Reiche
    Lebensqualität – NUR noch für Reiche

    >> Noch 25 Tage bis zur Wahl
    zum 20. Deutschen Bundestag
    am 26. September 2021 <<<

    Namaste

  9. QiSan

    @Otto Normal

    Ich würde ja auch gerne eine Sara Wagenknecht in der Regierung sehen.
    Annalena Baerbock steht eben für einen Wandel und intelligente Lösungsansätze einer neuen Generation von Politiker.

    Die alten Parteisäcke feuern natürlich aus allen Rohren gegen Sie – nur um sie zu diskreditieren.

    Hört doch mal der A.B. zu und lasst EUCH nicht immer der Quatsch einreden, welche der neoliberale Komplex für Lügen über die GRÜNEN verbreiten und was deren angeblicher Mangel an Kompetenz betrifft.

    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung“.
    (Immanuel Kant)

    KANSAS: POINT OF KNOW RETURN – LIVE IN CLEARWATER

  10. MicMuc

    @QiSan, ich stimme Dir zu. Die Grünen sind mir zu opportunistich geworden und sie hat mich zu oft enttäuscht, auch in puncto Drogenpitik (ob Hamburger Bürgerschaftswahl, der innerparteiliche Umgang mit Volker Beck, dann der Kretschmann). Und Bärbocks Einlassungen dazu waren auch fern aller Realität. Die Linke wird nicht die Lösung aller Probleme sein, daß ist keine Partei, auch wenn die Bürgerlichen es von sich glauben Aber sie plädieren gegen Gewalt, was heißt, daß sich der Staat innen- wie außenpolitisch zurücknimmt und nicht mit Polizei, Justiz, Überwachung und einer Rhetorik der Angst und der Xenophobie die übelsten Emotionen bedient. Ich bin wertekonservativ, nicht strukturkonservstiv. Umso mehr erschrickt mich die Wiedererstehung des Faschismus, den seltsamerweise keiner so sieht. Ich saß 7,5 Monate in U-Haf, mir wurde ein Schauprozeß gemacht mit einer konstruierten Anklage, die einer sachlichen Prüfüng nie standhalten dürfte, und ich wurde wegen „schweren Verbrechens“ abgeurteilt. Dieses und all die Begleiterscheinungen, die selbst gegen geltendes Recht verstießen, haben ein Trauma hinterlassen, das in diesem Leben keine Heilung erfahren wird Und Frau Bärbock macht sich Sorgen um die Überlastung von Polizei und Justiz?! Allein dieser staatstragender Blickwinkel ist von Grund auf falsch hinsichtlich einer gerechten Bewertung der Drogen-Gesetzgebung.

  11. QiSan

    @ MicMuc

    Theodor W. Adornos „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ aus seiner Minima Moralia aus dem Jahr 1951 traf und trifft auch heute noch den abstrakten Kern der Dinge. Was bestimmt und beeinflusst unser seelisches/geistiges Inventar. Wenn etwas falsch ist, kann es dann richtig sein? Sind Kompromisse beides oder eben doch falsch. Sind wir daran gewöhnt worden das Falsche als normal zu bestimmen. Wird es dadurch richtig?

    Wenn ich die heutige Gesellschaft in Deutschland betrachte bin ich da skeptisch.
    Kaum etwas ist noch Richtig. Das meiste erscheint mir verbogen, angepasst und verzerrt.

    Moral ist für die politischen Machthaber nicht einmal mehr ein schmückendes Beiwerk – nein, sie stört eigentlich nur. Nur Tage nach ihren Afghanistan-Debakel geht Angela Merkel wieder zur Tagesordnung über und betreibt ihr diskreditierendes Spiel mit Der LINKEN und einer möglichen Rot-Rot-Grün Regierung. Zelebriert das alte Bild von der roten Gefahr aus Konrad Adenauers Zeiten.

    Für sie ist dieser falsche Spiel eben „Das Richtige“. Ängste schüren vor einer gesellschaftlichen, geistigen und moralischen Wende. Schädlich und gefährlich für den neoliberale Komplex. Annalena Baerbock steht für mich wie kaum eine grüne Politiker*in der letzten Jahrzehnte in der Tradition einer Petra Kelly.

    Die Frage stellt sich ob wir/die Gesellschaft noch genug Courage für das Richtige haben – für einen Wandel.

    > Noch 24 Tage bis zur Wahl
    zum 20. Deutschen Bundestag
    am 26. September 2021 <<<

Schreibe einen Kommentar

Schnelles Login: