Freitag, 15. Januar 2021

CBD zur Vorbeugung und Behandlung der Herzinsuffizienz

Neues über Cannabidiol aus Hanf


von Dr. Franjo Grotenhermen

Das wichtigste gemeinsame Kennzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein langsames Fortschreiten entzündlicher Prozesse. Diese werden durch einen ungesunden Lebensstil begünstigt, bei dem Rauchen, hoher Cholesterinspiegel, eine an raffiniertem Zucker reiche Ernährung und Bluthochdruck die Schädigung der Endothelzellen fördern. Endothelzellen kleiden die Innenwände von Blutgefäßen aus. Zu diesen Erkrankungen gehören koronare Herzkrankheit, Aortenaneurysmen (krankhafte Weitungen der Hauptschlagader), Arterienerkrankungen in den Beinen und anderen Organen, akute Schlaganfälle, die auf einer Verengung der Arterien im Gehirn basieren, und venöse Thrombosen sowie Embolien.

CBD besitzt starke antioxidative Wirkungen, fängt also schädliche freie Radikale, und schützt Zellen vor einem Sauerstoffmangel, einer Mangelversorgung mit Blut und entzündlichen Prozessen. Im Herz-Kreislauf-System kann es helfen, die Entspannung der Blutgefäße und die Kontraktion der Herzmuskelzellen zu modulieren. Gemäß einer Übersicht mexikanischer Wissenschaftler vom Oktober 2020 stellt CBD eine vielversprechende Therapiemöglichkeit für chronische Erkrankungen, wie z. B. Herzinsuffizienz (Herzschwäche), mit wenigen unerwünschten Wirkungen oder Kontraindikationen dar (Garza-Cervantes et al. 2020). Bisher liegen dazu vor allem Daten aus der Grundlagenforschung mit Tieren vor, die entsprechende Wirkungen nahelegen. Nun haben auch die ersten klinischen Studien begonnen.

In der Datenbank der US-amerikanischen National Library of Medicine sind 278 klinische Studien mit Cannabidiol aufgelistet, von denen 98 abgeschlossen sind (Stand: 12. Dezember 2020). Die anderen befinden sich in der Planung oder werden gegenwärtig durchgeführt. Vier dieser Studien beinhalten die Messung von Herzkreislauf-Effekten. Eine aktive Studie zur oralen Nahrungsergänzung mit CBD bei jungen und älteren gesunden Menschen konzentriert sich auf die Verbesserung unseres Verständnisses, wie CBD die Gesundheit der Blutgefäße sowie die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit kontrollieren und regulieren könnte, und umfasst Messungen des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Eine 2020 abgeschlossene Studie aus den USA, die die Auswirkungen von oralem CBD (0, 200, 400 oder 800 mg/kg) auf die subjektiven, verstärkenden, geistigen und Herzkreislauf-Wirkungen von gerauchtem Cannabis untersuchte, bewertete die Wirkung von CBD auf die Herzfrequenz beim Rauchen von Cannabis. Die Wissenschaftler fanden keine signifikanten Auswirkungen von CBD auf die Herzfrequenz. Eine weitere Studie zielt darauf ab, die möglichen Risiken und Vorteile einer CBD-Therapie auf das Herz-Kreislauf-System bei Kindern mit schwerer Epilepsie abzuschätzen.

In Bezug auf die Herzschwäche bzw. Herzinsuffizienz unterstützen experimentelle und klinische Beweise die kritische Rolle der Entzündung als zentraler Vermittler bei der Entwicklung und dem Fortschreiten der Herzinsuffizienz. Die Veränderung bestimmter weißer Blutzellen (B-Lymphozyten), die vermehrte Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe (Zytokine), die Entwicklung von Antikörpern gegen Herzzellen und die Aktivierung des sogenannten Komplementsystems sind Bestandteile dieser Entzündungsaktivität. Je stärker die Entzündung ist, umso schlechter ist der weitere Verlauf der Herzschwäche. In Anbetracht des Zusammenhangs zwischen Entzündung und Herzinsuffizienz stellt CBD einen vielversprechenden, alternativen entzündungshemmenden Therapieansatz dar. 

Derzeit konzentriert sich nur eine laufende klinische Studie auf die Wirksamkeit von CBD bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Es handelt sich um eine Studie, die die Sicherheit der Cannabidiol-Behandlung bei Patienten mit Herzinsuffizienz untersuchen soll. Die Stichprobe wird 20 Patienten mit Herzinsuffizienz mit verschiedenen Schweregraden umfassen. Die Patienten werden Cannabidiol in einer maximalen Dosis von 25 Milligramm pro Kilogramm täglich mit einer Nachbeobachtungszeit von sechs Monaten erhalten. Ergebnisse der Studie liegen noch nicht vor.

Insbesondere bei der jüngsten Corona-Pandemie ist die häufigste COVID-19-Krankheitsausprägung mit Schädigungen der Endothelzellen, einer Gerinnungsstörung und anderen Veränderungen im Bereich von Herz, Nieren, Arterien und Venen verbunden. In diesem Zusammenhang wurde kürzlich über eine klinische Studie berichtet, die die Wirksamkeit und Sicherheit von CBD bei Patienten mit COVID-19 und kardiovaskulären Erkrankungen oder Risikofaktoren untersucht. Die Studie, die als CRDL-COVID bezeichnet wird, untersucht die Wirkung von CBD auf die Genesung von Patienten, die aufgrund von COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Patienten werden Cannabidiol in einer maximalen Dosis von 25 Milligramm pro Kilogramm täglich mit einer Nachbeobachtungszeit von sechs Monaten erhalten. 

Literatur:

Garza-Cervantes JA, Ramos-González M, Lozano O, Jerjes-Sánchez C, García- Rivas G. Therapeutic Applications of Cannabinoids in Cardiomyopathy and Heart Failure. Oxid Med Cell Longev. 2020;2020:4587024. 

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DIE HANFINITIATIVE
8 Monate zuvor

Liebster „Schadstoff“-Minister Herrmann, 🙂 bitte nehmen Sie doch einmal Kontakt zu unserem lieben Doktor Grotenhermen auf und lassen Sie sich belehren, wie die „Schadstoffe“, (so haben Sie den Hanf zusammen mit Frau Marlene Mortler seinerzeit bezeichnet) – wie diese verheerenden Gifte und Schadstoffe den menschlichen Organismus binnen kürzester Zeit zerstören und in den Wahnsinn treiben („reefer-madness“). Allein den Begriff „Hanf“ – oder den lateinischen Begriff für diese Heil- und Nutzpflanze „Cannabis“ – in den Mund zu nehmen, führt bei CDU/CSU-Politmenschen ggf. zu toxischen Syndromen (besonders im Hypcampus)! 🙁 Laut Dr. Grotenhermen 😉 (Allgemeinaussagen) besteht leider keine 100%ige Heilungschance von Ihrer „Anslingerschen“-„Prohibitions-Psychose“, durch Gaben hoher Dosen CB 😀 – leider! 🙁 Bitte erklären Sie uns auch, wie Ihr Altkanzler +++ Adenauer… Weiterlesen »

Otto Normal
Otto Normal
8 Monate zuvor

Mein Bruder hatte Herzinsuffizienz und ist daran kurz nach seinem 60. Geburtstag gestorben. Er könnte sehr wahrscheinlich noch leben wenn es nicht solche Partei**** (Partei**** würde besser passen, darf ich aber nimmer schreiben) wie Dyckmanns, Mortler, Ludwig gegeben hätte, die sogar CBD in Deutschland verhindern. Ihr 3 und auch Du Frau Merkel Ihr seid die Mörder meines Bruders! Nicht zu vergessen Ar***** Jens Spahn. Auch Du gottverdammte ***** bist ein Schreibtischtäter! So wie die Nazis im 3. Reich. Man konnte Euch bisher nicht zur Rechenschaft ziehen. Weil die ****** in Karlsruhe Euch bisher geschützt haben. Ich hoffe daß ich es noch erleben werde, daß Euch die AFD nach Machtübernahme – gemeinsam mit den feigen Drecksrichtern des BVG – am Brandenburger… Weiterlesen »

Grünling
Grünling
8 Monate zuvor

@ Otto Normal Die Linke wäre mir lieber als die AFD, aber die Stricke zu liefern und Knoten zu machen würde ,mir nicht reichen. Wenn schon, dann auch hochziehen, aber bitte mit einem Hanfseil. Es dauert nicht mehr lange, dann haben sie Deutschland komplett an die Wand gefahren, dann ist diese korrupte schwarze Brut so oder so fällig, dann braucht es keine Linken und keine AFD, dann wird der Mob das erledigen und es wird mir eine riesige Freude sein dies Dreckspack hängen zu sehen. Wie hat man früher im wilden Westen gesagt “ Jeder tote Indianer ist ein guter Indianer“, das war rassisitisch und absolut falsch, aber jeder tote CDU/CSU ler ist ein guter Politiker, das kommt schon eher… Weiterlesen »

gein
gein
8 Monate zuvor

@Grünling die Linke ist auch die einzige Partei der ich Änderung der DE Drogenpolitik zutraue -die einzige Partei die ich überhaupt beim Wort nehme bei irgendwas. Aber mit Gewalt wird das nichts, merkt dir deine Motive für die nächste Wahl.

zum Artikel:
Ergebnisse liegen noch nicht vor.. damn!

Aber möglich wär’s schon. Wenn man jetzt aber sieht wie viel Geld sich bewegt wegen den herkömmlichen Mitteln wird einem klar wie schwer das Fahrwasser für Hanf wird wenn das wirklich hilft bei Insuff. Mit der Regierung wird sich sicher kein Hanf hier breit machen.

Rainer
Rainer
8 Monate zuvor

Die Frage ist, wie wir die Hanfmedizin in die Apotheken kriegen, und normal als Medikament zum Einsatz und Akzeptanz herbeiführen können.Auf normalem Weg mit Studien und Gegenstudien funktioniert sowas jedenfalls nicht.Muß ja auch finanziert und gefördert werden,aber man will teilweise nicht mitmachen,weil die schädliche Droge immer noch umstritten ist.Das mit der Einstiegsdroge geistert immer noch in den Köpfen herum.Jetzt weiß,warum ich immer das Bild von einer Nadel vor Augen habe.

M. A. Haschberg
M. A. Haschberg
8 Monate zuvor

Nun ist es also wissenschaftlich belegt, Cannabiskonsum ist nicht mit dem Risiko von erhöhten Herz – Kreislauf – Erkrankungen verbunden.
Auch hierbei haben sich die vielfältig einsetzbaren CBD – Produkte als nicht schädlich erwiesen und ihren guten Ruf als sichere Lebensmittel weiterhin bestärkt.

Harald de Lamotte
7 Monate zuvor

@Grünling und @OttoNormal:
Der Ton ist wirklich schlimm und auch ich kann OttoNormal absolut nicht zustimmen. Aber es ist wirklich an der Zeit zu extremeren Mitteln zu greifen, um die gesellschaftliche Situation zu ändern.
Beim Hanf, bei der Umweltzerstörung, den korrupten Politikern, den faschistischen Polizisten und einer verdummten Wählerschaft, gibt es keine Möglichkeit mehr, diesen mit demokratischen Mitteln entgegenzutreten.
Wir brauchen agressivere Methoden um die menschliche Freiheit und geistige Gesundheit wiederzuerlangen.
Wie meine 83jährige Schwiegermutter vor 8 Jahren am Frühstückstisch nach dem Zeitungsstudium sagte: Die RAF war 40 Jahre zu früh. Und diese Frau war rheinische Katholikin.