Freitag, 19. Juni 2020

Der Gebrauch von CBD-Hanföl während der Schwangerschaft

Darf man das überhaupt?

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Die Geschichte des therapeutischen Einsatzes von Cannabis ist so lang wie komplex, sodass es nicht verwundern sollte, wenn auch schwangere Frauen, oder Frauen die sich auf eine Schwangerschaft einstellten, davon Gebrauch machten. Tatsächlich – die ältesten dokumentierten Fälle eines solchen Cannabiskonsums in Mesopotamien gehen auf 2.0000 Jahre vor Christus zurück! Aber was sagt die moderne Wissenschaft über den Nutzen (und die Sicherheit!) einer solchen Anwendung dieser alten Pflanze? Und wo steht eines der sichersten Hanfprodukte – das CBD-Hanföl?

Cannabis und Schwangerschaft – eine kurze geschichtliche Übersicht

Unter den Tausenden der realen und vermeintlichen Eigenschaften von Cannabis war der Einfluss auf die Fruchtbarkeit immer ein wichtiger, auch aufgrund des halbheiligen Status, den die meisten traditionellen Kulturen der Heilpflanze verleihen. Es wurde angenommen, dass Cannabis die Kraft hat: die Potenz zu erhöhen, Schwangerschaft und Wehen zu lindern, Fehlgeburten vorzubeugen, den Fötus zu schützen und schließlich die Milchproduktion zu steigern und die postnatale Depression zu verhindern. Zumindest einige dieser Überzeugungen sind gerechtfertigt – insbesondere, wenn es darum geht, sich zu entspannen, Muskelverspannungen und -kontraktionen zu lindern, den Appetit anzuregen oder das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Es ist also nicht so, als wäre alles rein magisches Denken. Interessanterweise waren unsere Vorfahren in Bezug auf die Verabreichung von Cannabis an schwangere Frauen sehr kreativ, und es wurden verschiedene Präparate verwendet: In Mesopotamien wurden Infusionen aus Safran, Minze und Bier verwendet. Vor eintausendfünfhundert Jahren wurden in Ägypten Vaginalabstriche aus Hanf mit Honig vermischt, während in Kambodscha angenommen wurde, dass das Trinken von Hanftee und das Essen von Hanfknospen die Milchproduktion von stillenden Müttern steigern würde. Cannabis wird schwangeren Frauen seit Tausenden von Jahren im Nahen Osten, in Persien, Kambodscha, Tibet und Indien verabreicht, und das Wissen über die gesundheitsfördernden Anwendungen hat in der traditionellen Medizin weitgehend überlebt. Es ist dabei hervorzuheben, dass in den meisten Fällen nicht reines Marihuana – das berüchtigtste – sondern nur eine von Dutzenden Formen von Cannabis verwendet wurde, da sich die meisten der zitierten Beschreibungen auf verschiedene Rezepte beziehen, die aus ganzen Cannabis-Sativa-Pflanzen gewonnen wurden oder aus ihren Samen. Mit anderen Worten auf Hanfprodukte, die keinerlei psychoaktive Wirkung haben. Es ist daher auch wichtig, diese Tatsache nicht nur beim Zusammenhang von Cannabiskonsum in der Schwangerschaft zu berücksichtigen.

CBD und Schwangerschaft

Soviel zu traditionellen Cannabisanwendungen. Aber was ist mit den Erkenntnissen der modernen Medizin und vor allem – welche Rolle kann CBD beim Einfluss von Cannabis auf die Schwangerschaft spielen? Da Cannabidiol aus gesundheitlicher Sicht die wohl wichtigste nicht-psychoaktive Cannabisverbindung ist, ist zu erwarten, dass es für viele der Auswirkungen verantwortlich sein könnte, die seit Tausenden von Jahren mit dem positiven Einfluss von Cannabis auf die Schwangerschaft verbunden sind. Was faszinierend ist, ist, dass nicht viele Studien über die Wirkung von CBD auf schwangere Frauen existieren. Obwohl solche (immer noch nicht schlüssigen) Studien für THC, den psychoaktiven Inhaltsstoff, der in großen Mengen in bestimmten Formen von Cannabis vorkommt, vorhanden sind, wurden die Auswirkungen von CBD-Hanfölen auf die Schwangerschaft beim Menschen noch nicht wirklich untersucht. Daher müssen wir uns mit den bereits bekannten gesundheitlichen Vorteilen von CBD befassen – interessanterweise könnten zumindest einige davon für schwangere Frauen nützlich sein. Da Cannabinoide durch Wechselwirkung mit unserem internen Endocannabinoidsystem wirken, ist es wichtig, auf die Prozesse zu achten, die das System bei schwangeren Frauen reguliert. Und es gibt ziemlich viele von ihnen. Anhand der vom jeweiligen System regulierten Felder können wir ein wenig spekulieren, dass CBD: Übelkeit verringern, Kontraktionen verhindern, Schmerzen lindern oder bei der Bekämpfung postnataler Depressionen helfen kann. Sicher, all diese Eigenschaften sind der Volksmedizin seit Ewigkeiten bekannt, aber wenn es um Schwangerschaft geht, sind sie leider immer noch nur vielversprechende Voraussetzungen. Und um Cannabis-Nahrungsergänzungsmittel hier sicher empfehlen zu können, sind weitere Studien dringend erforderlich. Leider sind vorhandene Studien über die Auswirkungen von CBD auf die Schwangerschaft derzeit weder schlüssig noch sonderlich umfassend. Ein Versuch an Ratten zeigte keinerlei Wirkung von CBD auf den Verlauf der Trächtigkeit, während der In-vitro-Test eine gewisse Verringerung der Embryonenmasse nach Exposition gegenüber Cannabidiol nahe legen ließ. Es ist jedoch anzumerken, dass die in diesem Experiment verwendeten Mengen von CBD eine deutliche Überschreitung der empfohlenen Dosen von Nahrungsergänzungsmitteln in gewaltigen Größenordnungen bedeuteten. Es scheint, dass wertvolle – wenn nicht entscheidende – Antworten durch eine Analyse der Studienergebnisse über CBD-basierte Arzneimittel geliefert werden könnten, die bereits auf dem Markt erhältlich sind. Ein Beispiel für ein solches Medikament wäre Epidiolex von GW Pharmaceuticals, das ein Produkt darstellt, das hauptsächlich aus isoliertem Cannabidiol besteht. Es scheint jedoch, dass Epidiolex solchen Tests nicht unterzogen wurde, da schwangere Frauen ausdrücklich aus der Testgruppe ausgeschlossen wurden. Dies ist angesichts der besonderen Fürsorge gegenüber schwangeren Frauen und der Tatsache, dass das betreffende Produkt nur für Kinder bestimmt ist, offensichtlich sinnvoll, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es keine umfassende Studie zur Verwendung von CBD während der Schwangerschaft und bezüglich der Wehen gibt.

Der Gebrauch von CBD-Hanföl während der Schwangerschaft

Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass sich die oben genannten Forschungsergebnisse sowie die Artikel, auf die wir uns beziehen, nur auf Cannabidiol in Medizinqualität beziehen – entweder auf CBD-Isolate oder auf ganze Pflanzenextrakte von medizinischer Qualität und mit einer sehr hohen CBD-Konzentration. Mittlerweile ist die überwiegende Mehrheit der CBD-Produkte – einschließlich Cannabigold-Öle – eine völlig andere Produktklasse. Die CBD-Hanföle, über die wir hier sprechen, sind Nahrungsergänzungsmittel – sie haben andere Verwendungszwecke als medizinische Produkte, und für sie gelten andere Qualitätskontrollstandards. Diese Standards sind immer noch recht streng, aber bei der Auswahl von Hanföl, insbesondere für schwangere Frauen, ist es äußerst wichtig, auf die Zusammensetzung und die Art und Weise zu achten, wie der Extrakt gewonnen wurde – da diese beiden Faktoren die Reinheit des Endprodukts bestimmen. Glücklicherweise entfernt beispielsweise die von Cannabigold eingesetzte Methode der überkritischen CO2-Extraktion potenziell gefährliche Verunreinigungen oder Schwermetalle vollständig aus dem Produkt. Leider kann dies aber nicht über alle im Handel erhältlichen Hanfprodukte gesagt werden. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es keine Studien gibt, die CBD-Hanföle mit einem gesundheitlichen Risiko für schwangere Frauen in Verbindung bringen. Hinzu kommt die breite Palette an gesundheitlichen Vorteilen dieser Nahrungsergänzungsmittel, die positive Eigenschaften gegen die häufigsten mit der Schwangerschaft verbundenen Krankheiten besitzen könnten, und es scheint, dass CBD-Hanföle das perfekte Produkt für schwangere Frauen sein könnten. Darüber hinaus sind CBD-Hanföle für ihre Sicherheit bekannt. Wenn man also ein Qualitätsprodukt von einem etablierten Anbieter wählt, der sich um die Reinheit der Öle kümmert, sollte man vor nichts Angst haben müssen. Es bleibt jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Schwangerschaft eine besonders sensible Zeit darstellt und dass Vorsichtsmaßnahmen auch bei Nahrungsergänzungsmitteln niemals schaden. Trotz aller Anhaltspunkte, die für eine Verwendung von CBD-Ölen während der Schwangerschaft und während des Stillens sprechen könnten,sollte man schwangeren Fraueneine Verwendung derzeit noch nicht ausdrücklich empfehlen.

Text von Robert Kania / Übersetzung aus dem Englischen mze

Quellen:

V. Feinshtein et al.: Cannabidiol changes P-gp and BCRP expression in trophoblast cell lines. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24058883)

E. Russo: Cannabis Treatments in Obstetrics and Gynecology:A Historical Review (http://files.iowamedicalmarijuana.org/science/obgyn/Russo-Cannabis%20in%20OB-GYN.pdf)

2 Antworten auf „Der Gebrauch von CBD-Hanföl während der Schwangerschaft

  1. M. A. Haschberg

    Solange ein auf CBD basierendes Hanfprodukt aus legalem biologischem Anbau stammt und keine Spuren von Verunreinigungen wie Schwermetallen etc. enthält, sowie der gesetzlich vorgeschriebene minimale THC – Wert von 0,2 Prozent nicht überschritten wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei einer Schwangerschaft dadurch zu irgendwelchen negativen Beeinträchtigungen kommen kann.
    Da halte ich den Verzehr einer Vielzahl von gängigen Nahrungsmitteln, die nicht biologisch angebaut werden, für deutlich bedenklicher.
    Aber das sollte jede Schwangere unter Hinzuziehung geeigneter medizinischer Fachliteratur für sich selbst entscheiden.
    Vom Alkoholgenuss dagegen, ist während dieser Zeit strikt abzuraten, obwohl es der Gesetzgeber trotz Tausender alkoholgeschädigter Babys jährlich, nicht mal für notwendig erachtet, auf den Flaschen entsprechende Warnhinweise vorzuschreiben.
    Das gilt natürlich auch für THC – haltige Hanfprodukte, die Schwangere ebenso konsequent meiden sollten, zumal diese noch immer vorwiegend aus obskuren Schwarzmarktbeständen stammen.
    Die Anwendung von CBD – Hanfprodukten aus kontrolliert biologischem Anbau sind meines Erachtens bei mäßigem Gebrauch für Menschen jeden Alters (inklusive Schwangeren) vollumfänglich geeignet.

  2. von Gottes Gnaden

    Meistens vergehen Wochen oder sogar Monate , bis eine Mutter ihre Schwangerschaft feststellt .
    Leider ist anzunehmen ,das eine normale deutsche integrierte Frau , die mit beiden Beinen Fest im Leben steht , in dieser zeit, der unbewusten Schwangerschaft , etwas Alkohol zu sich genommen hat ,z.b. beim Weinseeligen Polterabend von Maik und Ines ,dann war da noch der Geburtstag von Oma Inge und der Eierlikör und … , und immer mit voll dabei , der kleine Europäer im Bauch ,hicks .
    Schaut man sich in den entsprechenden Ländern um ,in denen Alkohol legal , sind Gesundheitliche Schäden durch Alkohol ,häufig leicht erkennbar . Doch aufgrund der Kollektiven auftretens, des Fetalen Alkohol Syndroms , in Deutschland ,fällt es nicht so auf .

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