Samstag, 4. April 2020

Vapo-Test 2020

Welche Vaporizer kann man sich gönnen?


Wer heute über einen Dampfer spricht, meint schon lange nicht mehr nur ein Schiff. Vaporisatoren gibt es heute in allen möglichen Formen und Farben. Jedes Gerät hat seinen eigenen Charakter. An dieser Stelle wollen wir herausarbeiten, für wen welches Gerät am besten geeignet ist.

Die Bedingungen an einen Vaporizer variieren von Konsument zu Konsument. Soll die Dampfentwicklung möglichst gut sein? Ist es die Batterieleistung, auf die es ankommt? Soll das Design neidische Blicke auf sich lenken? Oder doch lieber so diskret wie möglich? Im Folgenden werden die sinnvollsten Vaporisatoren zu einzelnen Verwendungszwecken vorgestellt.


Flowermate V5 Pro Mini – Der fundamentale Vaporisator


Wer auf ein ordentliches Gesamtpaket hinaus ist, sollte sich diesen Vaporizer für knackige 100€ anschauen. Dank einer Powerbank-Funktion kannst du dein Handy durch dieses Gerät aufladen. Ebenso kannst du sowohl trockene Kräuter (wir beide wissen, was das heißt) als auch Öle und Konzentrate verdampfen, die Heizkammer besteht standardmäßig aus Keramik.

Auf die Temperatureinstellung kann man sich bei diesem Gerät blind verlassen, die angezeigte Temperatur wird konstant umgesetzt. Bis zu 230° C können erreicht werden. Höhere Temperaturen sind nicht vonnöten, da ansonsten nur unnötig THC und CBD verschwendet wird. Diese Verbindungen spalten sich bei zu hohen Temperaturen, bei zu niedrigen entstehen sie gar nicht erst.

Hierbei handelt es sich um einen Nichtverbrennungsverdampfer. Das heißt, dass das Kush schonend geheizt wird, unter keinen Umständen verbrennt es. Weiterhin lässt sich dieses Gerät mit einem Wasserrohradapter sowie einem Wasserfilter ausstatten, diese muss man jedoch zusätzlich erwerben. Durch deren Hilfe wird der Dampf nachträglich abgekühlt und kann anschließend noch tiefer eingeatmet werden. Letzten Endes gelangt das THC dadurch über die Alveolen der Lunge effizienter ins Blut. Kurz: Mehr Wirkung für weniger Geld.

Die Akkukapazität reicht normalerweise für vier bis fünf Sessions, womit dieses Gerät eher im Mittelfeld liegt. Dafür ist es außerordentlich handlich. Ein wenig kleiner als ein gängiges Smartphone, liegt der Verdampfer bequem in der Tasche. Das Aufheizen ist ebenfalls schnell in maximal 30 Sekunden erreicht. Prinzipiell gibt es hier schnellere Geräte, aber für das vorliegende Preissegment sind 30 Sekunden solide.

Diese Vape ist der typische Begleiter für unterwegs, wenn man nicht vorhat, den ganzen Tag lang zu dampfen. Hin und wieder kann man sich einen Zug genehmigen und sich den Alltag versüßen. Bei längeren Reisen oder Trips kommt er jedoch an seine Grenzen. Auch wenn man vorhat, den Kopf mit Freunden zu teilen, sollte man sich gegebenenfalls ein größeres Gerät zulegen oder nebenher einen Jibb anzünden.


Firefly 2 Vaporizer – Lokomotive gefällig?


Wer wie eine altertümliche Lokomotive dampfen will, sollte sich auf jeden Fall diesen Vaporisator zulegen. Mit 299€ zählt er zu den High-End Geräten. Er ist mit einer Heizkammer für die altbekannten Kräuter und auch einer für Konzentrate ausgestattet. Für Ersteres lassen sich fünf Temperaturen einstellen, für das Konzentrat lediglich eine.

Glücklicherweise wird dieser Kraftprotz mit zwei austausch- und wiederaufladbaren Akkus geliefert. Für den qualitativ hochwertigen Dampf muss man jedoch Einbußen an der Akkulaufzeit hinnehmen. Eine normale Ladung dauert 45 Minuten, komischerweise jedoch ist der Akku nach 20 Minuten zu 80% aufgeladen. Dafür ist der Vaporizer innerhalb von zehn Sekunden aufgeheizt und man kann direkt loslegen, schnellere Vapes gibt es kaum. Im Übrigen verkraftet die Ladekapazität ca. sechs Köpfe.

Wie bereits erwähnt, ist der Dampf dieser Vape wirklich perfekt. Die Dichte ist hervorragend und auch der Geschmack verführt die Zunge und lädt freudig zum High ein. Des Weiteren kann man dank der Kammergröße locker genug Gras für zwei Personen verdampfen.

Erstaunlicherweise hat dieses Gerät eine eigene App, mit welcher man weitgehende Modifikationen vornehmen kann. Auch die Reinigung ist unfassbar einfach, dafür ist das Gerät eben nicht sonderbar portabel.

Im Endeffekt liegt ein schönes Gerät für ordentliche Sessions vor, welche jedoch nicht auf langen Reisen stattfinden sollten, ansonsten sucht man schnell nach der nächsten Steckdose. Dennoch brilliert dieser Vaporizer allemal mit seinem Dampf, der wirklich eine einzigartige Erfahrung zulässt. 


Pure Kraft im Mighty Vaporizer


Diese Vape ist entweder etwas für die richtig Faulen oder Energiegeladenen und Abenteuerlustigen. Die phänomenale Eigenschaft liegt in der Akkulaufzeit. Ganze 90 Minuten lang hält eine Ladung. Das ist allemal genug, um selbst einen verwirrenden Festivaltag zu überstehen. Mit ca. 350€ gehört er auf jeden Fall zur oberen Preisklasse.

Des Weiteren könnte sich dieser Rambo hervorragend für Rentner eignen, da die Bedienung unfassbar simpel ausfällt. Am unteren Ende des Verdampfers befindet sich ein Bildschirm, zu dessen Rechten und Linken Pfeiltasten vorzufinden sind, mit denen man die Temperatur einfach regulieren kann. Die Höchsttemperatur beträgt dabei 205° C. 

Besonders mobil ist dieser Vaporisator nicht, für jede normale Hosentasche ist er entschieden zu klobig. Im Gegenzug dafür kann man ihn umso leichter verwenden und auch herumgeben. Durch sein überdurchschnittlich hohes Gewicht lässt sich der Mighty Vaporizer perfekt greifen. Das Design jedoch fällt allemal wuchtig und schwerfällig aus. Hier wurde der Fokus klar auf Leistung gelegt, von einem eleganten Vaporisator kann nicht die Rede sein.

Letzten Endes eignet sich dieses Gerät am besten für diejenigen, die gerne viele rauchen und dabei eine möglichst hohe Qualität bevorzugen. Dabei sollte man den Vaporizer nicht in seinen Alltag integrieren wollen, da einfach die Mobilität eingeschränkt ist. In der Hosentasche liegt er (wenn überhaupt) unbequem, in einem Rucksack oder in der Handtasche jedoch stellt er kein Problem dar. 


Diskret und unscheinbar – Der Grasshopper Vaporizer 

Wenn du diesen Vaporizer siehst, wirst du dich vermutlich fragen, ob das wirklich ein Vaporizer ist. Äußerlich mutet er wie ein stylischer Kugelschreiber an, seine wahre Identität kann man optisch nicht entlarven. Für satte 210€ kann man diesen Vaporizer auf dem Bürotisch liegen lassen, ohne dass er jemandem auffällt. 

Selbst technisch überzeugt dieses Gerät allemal. Von der Power her kann man es mit einer Bong vergleichen. Mit anderen Worten: Das Ding haut rein. Nach gerade mal zehn Sekunden lässt sich das Gerät auch schon verwenden. Überraschenderweise lassen sich auch hier die Batterien austauschen, dabei sollte man sich jedoch nicht erwischen lassen. Mindestens, solange man die Täuschung aufrecht erhalten will.

Außerdem arbeitet dieser „Kugelschreiber” mit reiner Konvektion, wodurch sich selbst unterschiedliche Mengen an Kush problemlos verdampfen lassen. Manche Vaporizer brauchen eine bestimmte Menge an Ott in der Heizkammer, um ordentlich zu funktionieren. Hier bestimmst du. Werd’ einfach so high, wie du willst!

Als Manko fällt jedoch auf, dass sich der Stift stark erhitzen kann. Hierfür hat der Hersteller einen Mundschutz aus Silikon beigelegt, dieser dichtet die Wärme jedoch nicht vollends ab.

Wer nicht verstecken will, dass er einen Vaporizer besitzt, sollte sich überlegen, ob dieses Gerät die beste Alternative ist. Für das diskrete Design bezahlst du letzten Endes mit. Wenn man sein Gras-Hobby einigermaßen verstecken will, ist dieser Vaporizer jedoch die hervorragende Variante. Erstaunlicherweise ist die Leistung mehr als gut, obwohl das Hauptaugenmerk dieser Vape auf dem Design lag. Ganz nach dem Motto: „Genießen ohne aufzufallen – aber das bitte ordentlich.” 


Arizer’s Extreme-Q Vaporizer – Wenn’s knallen muss


Wer es schafft, diesen Vaporisator in der Hosentasche zu tragen, der hätte einen Preis verdient. Hierbei handelt es sich um einen Tisch Vaporizer, der lediglich für den Heimgebrauch gedacht ist. Diese Maschine stellst du auf den Tisch und anschließend produziert sie dir ein High, aber von bestem Niveau. Mit 170€ offenbart sich dieses Gerät als vergleichsweise günstig. Es kommt ausgestattet mit drei Thermometern, welche die Temperatur des Heizraumes konstant halten. Wie bei Tisch Vaporizern üblich, hält auch der Verdampfer die Temperatur durchgehend auf einem Niveau, auf diese Weise verdampfen die psychoaktiven Stoffe am effizientesten. Erstaunlicherweise ist das Gerät trotz des niedrigen Preises leise, der eingebaute Ventilator lässt sich in drei Stufen schalten.

Das Heizelement dieses Vaporisators ist, was ein Wunder, aus Keramik hergestellt. Satte zwei bis drei Minuten braucht es, bis die gewollte Temperatur erreicht ist. Dafür erstreckt sich diese auf bis zu 260° C. Selbstverständlich kann man Pflanzen und auch Öle einsetzen. Im Übrigen ist auch eine Fernbedienung mitgeliefert, mit der man auf drei bis vier Meter die Temperatur einstellen kann. 

Neben dem Konsum über einen Ballon kann man hier auch einen Shisha-Modus aktivieren. Durch diesen gelangt der Dampf über einen Schlauch an den Ziehenden. Dadurch lässt es sich wie an einer Shisha ziehen, wie du dir vermutlich schon denkst. Wenn dich das noch nicht vom Hocker hauen sollte, dann bedenke, dass man beim Rauchen von Shishas direkt inhaliert. Anders als bei einem Joint gelangt der Rauch auf der Stelle in die Lunge. Und das tief. Mit anderen Worten: Du wirst abheben.

Dieser Vaporizer eignet sich also am meisten für diejenigen unter uns, die am liebsten fette Sessions zu Hause starten und dabei mit dem Ott nicht geiern. Wer einen intensiven Trip haben will und einfach nur die Wirkung des grünen Goldes ausleben möchte, der sollte sich vielleicht diesen Vaporizer zulegen. 

Test und Text von Henrik Aulbach

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