Freitag, 17. Januar 2020

Das Jahr der Ratte

Das Jahr des Neuanfangs


Am 25. Januar findet das chinesische Neujahrsfest statt, welches nach dem Jahr des Schweins das Jahr der Ratte einläutet. Dieses Tierkreiszeichen stellt das erste Wesen im chinesischen Tierkreislauf dar und steht für den Neubeginn und die Erneuerung.

Hanffreunde können sich mit dieser Prognose sicherlich anfreunden, da im letzten Jahr – wie in den vergangenen Dekaden – hierzulande wenig Positives bezüglich des gemeinen Cannabiskonsums verzeichnet werden konnte. Auch wenn das Medizinalhanfgesetz 2017 viele erkrankte Personen aus der Beobachtung und Strafverfolgung hob, so werden immer noch viele Millionen Menschen in Deutschland aufgrund ihres alternativen Konsummusters als Straftäter angesehen, denen Sanktionen drohen, sollten sie beim privaten Gebrauch des natürlichen Rauschmittels Hanf von der Staatsmacht erwischt werden. Da zum Ende des Jahres 2019 aber eine neue Drogenbeauftragte die vollkommen versteinert wirkende Marlene Mortler ablöste und sich die auf den Namen Daniela Ludwig getaufte fachfremde Neueinsteigerin der CSU immerhin in ersten Gesprächen etwas offener zeigte sowie sich sogar bereits mit dem Deutschen Hanfverband traf, könnte der seitens der Chinesen zelebrierte Neuanfang tatsächlich auch in unseren Gefilden erhofft werden.

Auch seitens der SPD scheint nach dem Neubeginn unter dem neuen Vorsitzenden-Duo Esken und Borjan-Walter endlich verstanden, dass Politik Fehler erkennen und Situationen verändern muss, wenn sich diese gegen friedliebende Bürger richten. Während in anderen Ländern stetige Fortschritte zu verzeichnen sind – Italien erkannte die unsachgemäße Cannabisprohibition im Dezember 2019 / Illinois gab Cannabis zu Genusszwecken frei – stagnierte bislang die deutsche Politik bezüglich der verqueren Gesetzeslage, die unbescholtene Cannabisgenießer zu polizeilich Verfolgten macht, während auf dem Oktoberfest jährlich Prügeleien und Vergewaltigungen durch Volltrunkene nahezu an der Tagesordnung sind.

2020 muss somit als Hoffnungsschimmer betrachtet werden – das im Zeichen des Metallschweines – einen Neuanfang in der Debatte um legales Marihuana ermöglicht. Es kann nicht länger sein, dass im „fortschlichen Deutschland“ Personen um ihr Wohl zu fürchten haben, nur weil sie im Garten ein paar Hanfpflanzen züchten, die ihnen nach der fachmännischen Ernte einen entspannten Feierabend nach getaner Arbeit garantieren. In anderen Breitengraden – Mexiko und Südafrika beispielsweise – wurde schon von längeren schließlich erkannt, dass sich das Verbot des Hanfgewächses gegen die Verfassung und das Menschenrecht auf persönliche Entfaltung richtet, was seitens höchsten Gerichten nicht länger geduldet werden kann.

Es dürfte also spannend werden, wie im Jahr des Neuanfangs mit alten Argumenten seitens alter politischen Gesichter auf Stimmenfang gegangen werden mag, wenn der Rest der Welt der deutschen Zeitrechnung um mindestens ein Jahr voraus ist. Auch wenn die Ratte bei uns als Tier in der Regel nicht unbedingt als das sympathischste Tier im Reich der Nager angesehen wird, sollten Marihuana-Freunde und Cannabiskonsumenten ihre Ankunft, die neue Zeitrechnung und den Beginn der dritten Dekade des Jahrtausends freudestrahlend entgegensehen.

Alles neu macht die doppelte Zwanzig – wir sehen uns schließlich auch vor dem Bundesverfassungsgericht – hoffentlich!

5 Antworten auf „Das Jahr der Ratte

  1. Rainer Sikora

    Die Zeichen stehen auf Sturm und Unwetter.Vieles könnte durcheinander gewirbelt werden,vielleicht noch in diesem Jahr.Dadurch könnte eine Änderung auch beim BtmG entstehen.Kleine Hoffnung.

  2. greenness

    @Rainer Sikora

    Stimmt mit dir etwas nicht? Muß man sich Sorgen machen?

    Optimismus?

    😉

  3. Luke

    Gerade wieder hefige Lieferengpässe und zeitgleich eine Klage auf Eigenanbau laufen=ganz gute Vorzeichen. BVerfG auch am Laufen. Druck hoch halten! Wait and see

  4. Hanf Solo

    Neuanfang – bedeutet ab jetzt Umdenken für Hanffreunde!
    Mittlerweile wissen wir ja, dass offene Gespräche und vor allem der letzte Besuch der Drogenbeauftragten im Görlitzer Park zu einem sicheren Neuanfang der Prohibition führt.
    Betonköpfe, Rassisten und Industrielle kann man nicht mit gut gemeinten Worten zum Guten bewegen! Wir sehen es an der ehemaligen Arbeiterpartei SPD – jetzt, und erst jetzt kommt Bewegung in diesen Haufen – kurz vor dem Aus. CDU – Hochmut steht vor dem Fall.
    Wir müssen umdenken – ein Neuanfang für uns besteht darin, keine halben Sachen mehr zu machen – wir müssen das Ruder rumreißen – kein Gelaber mehr – Handeln! – Richtig wählen!
    Im Februar wählt Hamburg!
    2021 wählen wir alle, wie Deutschland zu asozialen Bereicherern, Rechtsradikalen, Terroristen, Kriegstreibern, Kranken, Rentnern, Harz4-Bedürftigen, lobbyfernen Arbeitern, zur Natur mit ihrer Vielfalt an Tieren, Rohstoffen und Pflanzen steht.
    Es kann einfach nicht sein, dass das Kapital den Staat maßlos aussaugt und die Steuern zahlenden Massen kleiner Wähler entmündigt, perspektivlos ausgequetscht, hintergangen und rassistisch sowie grundgesetzwiedrig verfolgt werden. Von wegen der Staat ist nicht erpressbar – das Kapital hat ihn an den Eiern!
    Wir brauchen einen Neuanfang, ohne Kompromisse – ohne Neuanfang wird wie bisher alles unchristlich + kompromisslos schlimmer, denn schlimmer geht immer!
    Wer von den Lesern kennst nich den Spruch? Mit Essen spielt man nicht. Warum wird an der Börse gezockt oder für stabile Preise Nahrung vernichtet? Energie, Wasser, Rohstoffe, Wald und Verkehr gehört nicht in Zockerhände! Bauern verdienen keine Subventionen, wenn sie nichts anbauen. Kleingärtner gehören unterstützt – nur sie können ökologisch ohne Chemie produzieren – mit Überschüssen können diese ihre Nachbarn versorgen und Insekten Chancen geben. Die Idee ist nicht neu – Jahrtausende lief das supi – der Bauhausstil von Walter Gropius (1926) griff diese zukunftsweisend wieder auf.
    Unsere gelebte Hanf-Prohibition schafft das Gegenteil von jeglichem Jugendschutz.
    Millionen Jahre lang, vor der Polizeistaat-Verbotspolitik der CDU/CSU bestand der Jugendschutz aus Überlieferung, Wissenschaft, Wissen und vor allem aus guter Erziehung. Mächtiger Spruch aus jedermanns Kindheit: „Sowas macht man nicht!“
    Kennt wohl nur keiner mehr – vergessen? – klar, dass Waffen gekauft, Steuergelder für Schlachtschiffe und Panzer verschwendet werden, von Präsidenten in Erwägung gezogen wird, Atombomben gegen Wirbelstürme einzusetzen, die ärmsten der Gesellschaft bestohlen werden (Renten besteuert).
    Wenn Jugendliche Hanf anbauen würden – dann würden sie sich wenigstens mit Landwirtschaft, Garten und Natur beschäftigen. Welcher Jugendliche baut eigentlich Kakao für Schokolade, Weizen für Korn, Kartoffeln für Wodka, Trauben/Bären für Wein/Likör oder sogar Hopfen für Bier an? Müsste man das alles nicht verbieten?
    Neuanfang! Jugend richtig aufklären und erziehen – Politiker über Wahlen und Briefe erziehen – Verbote dann einsetzen, wenn sie sinnvoll sind und regelmäßig kontrollieren, ob noch nötig. Rassismus, Antisemitismus und Terror endlich verdrängen. Lobbyregister einführen – Demokratie in Deutschland wieder stärken – Korruption bekämpfen.
    (z.B. Erbe der einzelnen Erben auf höchstens 1.000.000€ begrenzen – das spornt auch Erben noch zum Arbeiten an – beim Mittelstand ändert sich nichts – so fließt der Rest dem Sozialstaat zu. Der Staat muss Kontrolle über Geld zurückerlangen – Banken sind Störer!)
    Neuafang – fangen wir an Hanf neu anzubauen – ohne Repressionen oder Kompromisse.
    Zitat von Richter Müller: „Nur dumme Politiker wollen Cannabis verbieten.“

  5. Giovanni Falcone

    CDU-Deutschland ist MafiaLand .
    Auch im Jahr 2020 wird Deutschland das Paradies für Geldwäsche und Terrorfinanzierung sein .
    Während Volkstümelnde Parteibosse die Entschlossenenheit der Polizeibehörden Mediengerecht loben , werden nur 0,5% des Schwarzgeldes entdeckt .
    Aber für die bettlägrigen CDU-Wähler im Altersheim, zählt nur der unerschütterliche Glauben an Gott , die treue zu alten Denkweisen und Traditionen, auch wenn sie schädlich sind.

    BUCHTIP: Mafialand Deutschland, von Jürgen Roth .

    „Die FIU (Geldschwäsche-Spezialeinheit) war im Sommer 2017 auf Betreiben des damaligen Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) gegen die massiven Bedenken vieler Fachleute vom Bundeskriminalamt (BKA) zum Zoll verlagert worden.“
    ttps://www.spiegel.de/panorama/justiz/lka-thueringen-polizei-empoert-sich-ueber-geldwaesche-einheit-des-zolls-a-1198987.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.