Samstag, 19. Oktober 2019

Kascha – Oktober 2019

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

Tayfun (22, aus Berlin) fragt:

„Hallo Kascha,

Ich konsumiere schon seit mehreren Jahren täglich und das zu meist mit einen Vaporisierer, da ich Wert auf meine Gesundheit lege. Ich liebe das ,,Kiffen“ es ist genau mein Ding, jedoch muss ich sagen, dass ich leider immer mehr brauche. Meistens habe ich das Gefühl, dass ich gerade mal 15 Minuten high bin und dann fühlt sich wieder alles ,,normal“ an, was dazu führt, dass ich viel konsumiere, was dann wiederum viel Geld kostet. Selbst wochenlange Pausen helfen nicht und ich weiß, dass mein Gras stark ist, da es meine Kumpels immer total weghaut. Mein Frage ist, ob es was gibt, womit ich meine Toleranz ,,zurücksetzen“ könnte oder so?“

Kascha antwortet:

„High Tayfun,

tatsächlich gibt es in gewissen Maßen, wie auch bei Alkohol, Nikotin usw., eine Art von Toleranzentwicklung bei Cannabis. Viele Konsumenten kennen das als den Haze-Fluch: Man bekommt auf einmal richtig gutes Weed, sagen wir mal Amnesia Haze oder Gorilla Glue, und kauft sich dann gleich eine ganze Menge davon. Und nach einer Woche oder so fühlt es sich dann doch eigentlich wieder an wie die normale Matte, die man immer raucht, und auch der nice Geschmack ist irgendwie weg. Weil man sich daran gewöhnt hat. Da gibt es verschiedene Dinge, die man als regelmäßiger Konsument dann tun kann: Zum Beispiel kann man tagsüber „Standard-Weed“ rauchen und sich die stärkeren Blüten für den Abend aufheben. Oder längere Pausen zwischen den einzelnen Joints einlegen. Oder natürlich, auch wenn ich das nicht empfehlen würde, ständig die Dosis steigern, bis man irgendwann Haze pur mit THC-Öl raucht. Das Problem ist aber nicht nur, dass sich der Körper daran gewöhnt – das Bewusstsein gewöhnt sich auch mit der Zeit an die „highe“ Wahrnehmung und kann sich da irgendwann zu gut orientieren, sodass man es gar nicht mehr als „high“ wahrnimmt und ganz normal funktioniert. Wenn Du sagst, dass Du schon wochenlange Pausen ausprobiert hast, dann wird Dir all das wahrscheinlich wenig helfen. Ich habe aber vereinzelt auch schon von Leuten gehört, die aus verschiedensten Gründen für eine Weile auf CBD-Blüten bzw. CBD-Vapes umgestiegen sind und dann das Gefühl hatten, dass ihre THC-Toleranz völlig zurückgesetzt war. Manche finden das gut, andere haben sich aber auch darüber geärgert, mit Mitte 30 auf einmal wieder so high zu sein, wie mit 16 😉

Ach ja, einen Tipp hätte ich noch: Probiere mal mit der Temperatur Deines Vaporizers ein bisschen herum. Je nach Temperatur werden die Cannabioide und Terpene unterschiedlich freigesetzt und vielleicht kannst Du da auch noch etwas Besseres herausholen als die 15 Minuten, von denen Du erzählst.“



Martin (24, aus Hamburg) möchte wissen:

„Hi Kascha,

auf meinem Balkon wachsen vier Pflanzen, mein erster Versuch, und bisher sieht alles super aus. Fürs Trocknen habe ich eine Art Vorratskammer, in der ich Trockennetze aufhängen will. Jetzt habe ich aber überhaupt nicht daran gedacht, dass das ja auch ziemlich stinken wird … ich habe zwar eine große Wohnung, aber es soll hier trotzdem nicht überall wie auf einer Plantage riechen. Gibt es da irgendwelche Tipps, was ich tun kann?“

Kascha antwortet:

„Hi Martin, 

je nachdem, wie diese Vorratskammer gebaut ist, wäre natürlich die beste Variante, eine Abluftanlage einzubauen, die mit einem Aktivkohlefilter versehen ist. Wenn das nicht geht, dann kannst Du eine Art Trockenzelt bauen, das wiederum eine Abluftanlage mit Filter hat, und das in den Trockenraum stellen. Auch dies ist allerdings mit einigen Investitionen verbunden. Weil Du ja nicht so viele Pflanzen hast und die Balkon-Ausbeute sicher auch ein kleines bisschen hinter Indoor-Lampenanbau-Ausbeute zurück bleibt, hast Du natürlich nicht so eine riesige Menge zu trocknen. Eine vergleichsweise einfache aber auch nicht ganz unumstrittene Methode sind sogenannte Ionisatoren oder Ozongeneratoren. Diese Geräte sind in vielen verschiedenen Ausführungen im Handel erhältlich und in der Regel dazu gedacht, die Luft von unangenehmen Gerüchen, wie Rauch, zu reinigen. Dafür erzeugen Sie mittels Elektrizität das Gas Ozon, das die Geruchsmoleküle oxidieren lässt und so neutralisieren soll. Genau deshalb sind sie aber auch für den Hausgebrauch etwas umstritten: Ozon ist für den Menschen schädlich und eine erhöhte Ozonkonzentration in der Luft kann Dich krank machen. Wenn Du Dich also für einen Ionisator entscheidest, dann solltest Du ein paar Dinge beachten: Erstens sollte das Gerät nicht überdimensioniert sein. Wenn am Ende nur noch Ozon im Raum ist, dann ist es sehr schädlich, da überhaupt rein zu gehen – und das Gras selbst wird auch mit der Zeit jeglichen Geruch verlieren. Zweitens sollte das Gerät nicht durchgehend laufen, sondern nur alle paar Stunden mal, um die Geruchskonzentration in der Luft zu senken. Die Gründe dafür sind eigentlich die gleichen. Und drittens solltest Du die Tür der Trockenkammer dann immer gut verschlossen halten und die restlichen Räume der Wohnung gut belüften, damit dort keine erhöhte Ozonkonzentration in der Atemluft ist. Ionisatoren bzw. Ozonisatoren findest Du im Handel zwischen etwa 50 und 300 Euro.“



Tony (29, aus Braunschweig) fragt:

„Hallo Kascha,

ich kiffe eigentlich schon fast zehn Jahre nicht mehr, früher habe ich das immer auf Parties geraucht, aber das habe ich dann sein lassen, weil es mich immer müde macht. Nun mache ich viel Sport, Kickboxen und Kraftsport. Und ich habe gehört, dass Kiffen da hilfreich sein kann, vor allem bei der Muskelgeneration. Ich nehme auch an Amateur-Wettkämpfen teil und bin danach immer für eine oder zwei Wochen ziemlich durch. Dann trinke ich viel Bier, aber das ist ja auch auf Dauer nicht gesund und es hilft immer nur für den Moment. Kannst Du mir Cannabis empfehlen?“

Kascha antwortet:

„Hi Tony,

natürlich kann ich Dir nicht empfehlen, zu kiffen – dann würde ich Dich ja zu einer Straftat, nämlich Beschaffung und Besitz von Cannabis, anstiften. Tatsächlich ist aber Cannabis nach dem Training und dem Wettkampf bei vielen Sportlern, von Kampfsportlern über Basketball- und Football-Spieler bis hin zu Extremsportlern sehr beliebt. Mike Tyson verkauft zum Beispiel in den USA Gras aus seiner Produktion und ist dabei Berichten zufolge selbst sein bester Kunde. Auch aus der NBA hört man immer wieder von kiffenden Spielern. Tatsächlich wirkt Cannabiskonsum entspannend auf die Muskeln und das kann nach großer Belastung die Regeneration fördern. Das liegt aber nicht nur am THC: Auch das im Cannabis enthaltene CBD, das als Extrakt auch in Deutschland vielerorts in Geschäften frei verkauft wird, scheint Erfahrungsberichten und ersten wissenschaftlichen Studien zufolge hilfreich für Sportler zu sein. Der MMA-Kämpfer Nate Diaz inhalierte sogar schon auf einer Pressekonferenz nach einem Kampf CBD aus einem Vape-Pen, um darauf aufmerksam zu machen. CBD macht allerdings, anders als THC, nicht high – viele Sportler finden das aber gut, weil sie CBD so auch problemlos im Alltag nutzen können.“

2 Antworten auf „Kascha – Oktober 2019

  1. Pfandthomass

    @Tayfun

    vielleicht bist du vergiftet? es existieren Psychopharmaka die über mehrere Wochen nach der Verabreichung die Rauschwirkung von thc und Alkohol schnell beenden…
    ansonsten wer viel weed raucht braucht viel Bewegung alle 2 bis 3 tage (2h spazieren) und am wochende sixpack karamalz in der sauna zum entgiften.

  2. Hans Kant

    Hallo und danke, dass du deine Erfahrungen geteilt hast. Ich kann Ihnen von mir erzählen – ich nehme CBD-Öl seit mehr als einem Jahr als Mittel gegen Schmerzen, die durch Sportverletzungen entstanden sind. Und ich fühle mich großartig, und meine allgemeine Gesundheit hat sich verbessert, meine Reizbarkeit ist verschwunden, meine Produktivität hat sich verbessert. Dieses Produkt hat eine große Zukunft.

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