Samstag, 29. Juni 2019

Kascha Juni 2019

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht …


Andi (24, aus Leipzig) fragt:

„Hallo Kascha,

ich kaufe mir mein Weed wegen des besseren Preises immer gleich für den ganzen Monat. Dann habe ich aber oft das Problem, dass es, je nach Wetter, am Monatsende entweder trocken oder modrig ist. Ich habe mal gehört, ich soll es in den Kühlschrank legen. Das ist aber keine gute Idee, das ist ein WG-Kühlschrank und schon mein Essen ist da nicht immer sicher drin. Was kann ich noch tun?“

Kascha antwortet:

„Hi Andi,

wichtig für die Lagerung ist natürlich schon der Ausgangszustand: Wenn Du feuchtes Weed kaufst, dann wird es auch schneller modrig, wenn Du trockenes Weed kaufst, dann wirst Du es auch kaum wieder feucht bekommen. Die ideale Luftfeuchtigkeit für Gras liegt bei ca. 60 % bei nicht all zu hohen Temperaturen. Grundsätzlich ist Gras ein Naturprodukt und Restfeuchte sorgt immer für Probleme. Das siehst Du deutlich, wenn Du Dir mal einen Salatkopf kaufst und den in Plastik eingewickelt einen Monat in Deinem Schrank liegen lässt. Das heißt, trockenes Weed ist zwar ärgerlich, aber immer noch rauchbarer, als vermodertes Weed. Jeder, der mal in den Tropen bei über 80 % Luftfeuchtigkeit gekifft hat, kann das sicher bestätigen. Um zu checken, wie trocken die Luft bei Dir zu Hause überhaupt ist, kannst Du Dir irgendwo ein günstiges Hygrometer kaufen, die kosten zum Teil weniger als 10 €. Außerdem macht die Verpackung einen großen Unterschied. Am besten scheinen luftdicht verschließbare Glasbehälter geeignet zu sein, zum Beispiel Einweckgläser. Das dritte ist die gleichbleibende Temperatur: Wenn zum Beispiel vormittags die Sonne auf den Schrank mit Deinem Weed scheint, verdunstet Flüssigkeit und kondensiert, wenn es wieder kühler wird, überall am Gras und an der Plastiktüte bzw. der Glas-Innenseite. Auch davon wird das Gras schnell etwas seltsam und matschig. Wenn der Kühlschrank nicht in Frage kommt, dann such Dir den dunkelsten und kühlsten Ort in Deiner Wohnung, weit weg von sonnigen Fenstern. Dann sollte eine Lagerung von einem Monat ohne all zu krasse Qualitätsverluste eigentlich machbar sein. Ach ja, entnimm am besten nicht jedes halbe Gramm einzeln, sondern idealerweise immer gleich Portionen für ein paar Tage. Dann wird das Weed im großen Beutel zwar regelmäßig gelüftet, aber nicht zu oft.“



Gina (22, aus Hannover) fragt:

„Hi Kascha,

ich rauche eigentlich nicht gerne Haschisch, aber ich hatte neulich mal eine Sorte, die hat mir gut gefallen. Sie hat wie sehr würziges Gras gerochen, aber auch wie Haschisch, und war schwarz, aber nicht so klebrig und weich wie Nepalese oder Afghane, die ich vom Holland-Urlaub kenne. Eher etwas spröde, aber schon noch elastisch. Kannst Du mir sagen, was das für Hasch war?“

Kascha antwortet:

„Hallo Gina,

Deiner Beschreibung nach nehme ich an, dass es sich dabei um so genanntes Fingerhasch handelt. Das wird überall dort hergestellt, wo harzige Hanfsorten wachsen: im nahen Osten, in Marokko und auch auf Jamaika. Die Qualität kann sich dabei stark unterscheiden. Denn manchmal wird Fingerhasch einfach als „Beiprodukt“ von Erntehelfern hergestellt, die sich nach der Ernte das Harz von den Fingern kratzen. Es kann aber auch „absichtlich“ hergestellt werden, indem Blüten mehrmals zwischen den Händen gerieben werden. Durch diese Produktionsweise ist oft ein hoher Anteil an Pflanzenmaterial enthalten, was das Fingerhasch oft etwas weniger klebrig macht und ihm einen im Vergleich zum Pollenhasch oder anderen „reineren“ Haschsorten einen stärkeren Weedgeruch gibt. Typischerweise wird es zu „Kugeln“ oder „Eiern“ gerollt verkauft, was auch an der manuellen Herstellungsweise liegt, jede einzelne Kugel braucht ja so ihre Zeit. Da diese Herstellung etwas aufwändiger und oft weniger organisiert ist als die „industrielle“ Herstellung anderer Haschischsorten, ist leider die Verfügbarkeit nicht flächendeckend zuverlässig. In anderen Worten: Man braucht schon etwas Glück, um auf einen Händler zu treffen, der das regelmäßig im Angebot hat. Wenn man mal das Glück hat, dann kann sich das aber lohnen: Das Haschisch gibt ein angenehm beruhigendes Indica-High mit einem sehr vollen, hanfigen Aroma.“



Joe (20, aus Berlin) fragt:

„High Kascha,

ich habe ein paar Pflanzen bei mir auf dem Balkon, aber nicht sehr viele. Da würde ich natürlich gerne das Maximum raus holen. Sonne kriegen sie reichlich, mit Dünger habe ich mich auch schon gut informiert und versorgt. Aber eine Frage habe ich noch: Ich habe mal gehört, dass man die Blätter abschneiden soll. Dann geht wohl mehr Power in die Blüten, weil die Blätter nicht mehr mit versorgt werden müssen. Stimmt das, und wie geht das?“

Kascha antwortet:

„High Joe,

leider darf ich Dir an dieser Stelle keine Anleitung zum Anbau von Cannabispflanzen ohne Genehmigung geben. Allgemein kann ich Dir aber sagen: Ja, diese Strategie gibt es tatsächlich. Und der Grund dafür scheint oft genau der zu sein, den Du genannt hast – sicherzustellen, dass die Blüten noch mehr Versorgung bekommen. Andererseits kannst Du Dir sicher auch vorstellen, dass das keine ganz risikofreie Lösung ist. Pflanzen haben die Blätter ja nicht zur Dekoration, sondern zur Photosynthese – all ihre „Power“ kommt aus den Blättern. Der Trick ist nun, die verschiedenen Phasen des Pflanzenwachstums perfekt abzupassen. Denn die Wichtigkeit der Blätter ist am Anfang größer als am Ende. In der Wachstumsphase braucht die Pflanze natürlich sehr viele Blätter, denn so bekommt sie Energie zum Wachsen. Irgendwann sterben sie dann von alleine ab, wenn sie nicht mehr benötigt werden, denn Hanfpflanzen leben ohnehin nur ein Jahr. Nun gibt es verschiedene Gründe, Blätter abzuschneiden: Wenn Blätter anderen Blättern die Sonne wegnehmen, dann kann es sinnvoll sein, entweder das störende oder das im Schatten gelegene Blatt abzuschneiden. In der Blütephase schneiden viele Grower auch Blätter ab, damit die Buds mehr Sonne abbekommen. Und zu guter Letzt natürlich auch, damit die Pflanze die ihr zur Verfügung stehenden Nährstoffe für die Blüten und nicht für unzählige Blätter verwendet. Dabei wird aber in der Regel davon abgeraten, mehr als 10 % der Blätter abzuschneiden und auch davon, öfter als maximal ein Mal pro Woche zu entlauben – das würde der Pflanze großen Stress verursachen. Und natürlich sollte man unbedingt sterile Scheren oder Messer benutzen, um Erkrankungen der Pflanze zu vermeiden.“

2 Antworten auf „Kascha Juni 2019

  1. R. Maestro

    Wir haben kein Drogenproblem!
    Die Schwierigkeit liegt darin Zipfelklatschern wie Anslinger und Mortler eine Daseinsberechtigung zu geben!
    Tausende an Steuergeldern, für nutzlose Nullen!
    Macht weiter, fickt jeden der dem System widerspricht!!
    Pisser.

  2. Ewa

    @Andi/Fragesteller.
    Kauf dir Boveda Packs. Die halten die Feuchtigkeit perfekt. 62 Prozent ist top.
    Alle paar Tage lüften und das Gras hat immer die gleiche geniale Konsistenz…
    Merkwürdig das dies nichtmal erwähnt wurde???

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