Dienstag, 25. Juni 2019

Mortler und Cannabis – sie kann’s nicht lassen

Prohibitionisten feiern „Weltdrogentag“ mit tüchtig Anti-Cannabis-Propaganda

 

 

Eine Glosse von Sadhu van Hemp

 

 

Noch einmal schlafen, dann ist Feiertag für alle Anti-Drogen-Krieger dieser Welt. Der 26. Juni ist der „Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr“. Seit 1987 wird die Weltbevölkerung mit diesem von den Vereinten Nationen spendierten Festtag beglückt, doch so recht mitfeiern will niemand. Bis heute ist nicht bekannt, dass der Weltdrogentag irgendwo auf dem Erdball zelebriert wird und sich die Menschen vor Freude über diesen Tag in die Hose machen. Kein Wunder, denn der Sinn und Zweck dieses Feiertags ist ausschließlich gegen das gerichtet, was Spaß macht – z.B. zur Feier des Tages einen richtig fetten Joint abzubrennen.

 

Der Weltdrogentag ist in Wahrheit ein Trauertag. So lange der 26. Juni im Kalender rot angestrichen wird, tobt auch der menschenrechtswidrige War on Drugs, der immer mehr Opfer fordert. Somit ist dieser Tag der Tag der Prohibitionisten, die sich einmal im Jahr allesamt auf die Schulter klopfen und in einer konzertierten Aktion eine Flut von Anti-Cannabis-Propaganda in die Welt hinausschleudern. Die Presseticker spucken im Sekundentakt Fakenews und Horrormeldungen über die Gefährlichkeit von Cannabis aus, um die Menschen in die Irre zu führen und zu ängstigen.

 

Auch in Deutschland wird pünktlich zum Weltdrogentag medial aus allen Rohren gefeuert. Vorneweg stürmt mal wieder die Noch-Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler, die als frischgebackene Europaparlamentarierin offenbar noch genug Zeit findet, um den Deutschen den Marsch zu blasen. Wie immer mussten die lieben Kinderchen herhalten, um das Horrorszenario einer Cannabis-Legalisierung auszumalen.

Aufhänger für den Mortlerschen Erguss war die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verbreitete Schreckensmeldung, dass immer mehr junge Menschen Cannabis konsumieren. Die Studie der BZgA besagt, dass 22 Prozent der 18- bis 25-Jährigen angegeben haben, im Jahr 2018 mindestens einmal Cannabis genommen zu haben. 2016 waren es noch 16,8 Prozent und 2008 nur 11,6 Prozent. Bei den Zwölf- bis 17-Jährigen haben nach eigenen Angaben acht Prozent der Jugendlichen mindestens einmal im Jahr Cannabis konsumiert. Daraus stricken die Redakteure von tageschau.de die reißerische Unterüberschrift, dass „mehr als jeder fünfte Jugendliche (sic) im vergangenen Jahr „Gras geraucht“ hat.“

 

BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss zeigt sich bekümmert: „Die Anstiege des Cannabiskonsums bei jungen Menschen geben Anlass zur Sorge“. Und diese Sorge teilt Marlene Mortler natürlich: „Wer behauptet, Cannabis ist ungefährlich, der irrt sich gewaltig! Cannabis ist und bleibt eine Droge mit hohen gesundheitlichen Risiken, gerade für regelmäßig konsumierende Jugendliche. Daher führt eine Debatte um Legalisierung völlig am Ziel vorbei. Wir möchten erreichen, dass mehr Jugendliche über die Gefahren Bescheid wissen und nicht aus Gruppenzwang oder Neugierde noch leichter an den Stoff herankommen. Ich habe mich dafür stark gemacht, dass der Bund mehr Geld für bundesweite Präventionsprojekte bereitstellt. Das hat geklappt, die BZgA arbeitet gerade auf Hochtouren an Materialien, die bald schon an die Schulen verteilt werden. Ein wichtiger Schritt, dem noch weitere folgen müssen!“

 

Die Mortlerin bleibt sich also bis zum letzten Atemzug als Drogenbeauftragte treu – Satzbaustein für Satzbaustein. Sie kapiert’s einfach nicht, dieses Mysterium von Ursache und Wirkung. Dabei müsste sie sich das Zahlenwerk der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nur etwas genauer anschauen, um festzustellen, dass die Zunahme der Konsumentenzahlen die Früchte ihrer fast sechsjährigen Tätigkeit als Drogenbeauftragte sind. Mortler hat versagt, geradeso wie ein Klempner, der bei der Reparatur der Klospülung das ganze Haus unter Wasser setzt.

 

 

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Tom
Tom
2 Jahre zuvor

Sie beklagt dass sich immer mehr Jugendliche dem Gras zuwenden, denkt aber gleichzeitig dass sie und ihre Helferlein eine gute Arbeit leisten. Was würde George Bool wohl dazu sagen. Liegt es nun am mir dass ich hierbei schon Angst bekomme dass mein Rechner sich an dem Logikfehler aufhängt, oder habe ich die ganze Zeit schon die falsche Rechenweise benutzt?

Fridays for future? Welche denn? Bei solch geistigen Glanzleistungen unserer Volksvertreter kann ich nur noch einen Rat geben – lernt wie man aus Sand Wasser gewinnt.

5%thc legal
5%thc legal
2 Jahre zuvor

Regelmäßiges rauchen von gestrecktem Gras, womit der illegale Markt überschwemmt ist seid….. kein wort dazu. Das geschieht aus Gruppenzwang. Wenn konsumieren dann mit legalen Wahlmöglichkeiten. Das stärkt die Eigenverantwortung.
Gut informierte vertrauens Personen oder chemohaze Dealer. .. neues Design beim infomaterial wird bestimmt alle Probleme lösen.

Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Bildzeitung,Fernsehfußball,Oktoberfest,Karneval,Valentinstag,Weihnachten und Ostern,Grillfeste in Verbindung mit Suff und rumtata.Die deutsche Kultur ist in Gefahr.Rettet die Wirtschaft.Bekämpft anders Denkende.Nur nützliche,nach Vorgabe funktionierende Ehrenmenschen, dürfen so frei sein wie es ihnen erlaubt wird.Entehrte gehören unterbunden.So klingt für mich dieses cannaphobe Mortlergesülze.

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Ein Arbeitnehmer, jeder in der öffentlichen Wirtschaft müsste sich vor Gericht verantworten, hätte er Schäden wie sie verursacht!!! Aber nein. In einer asozialen Welt, in dieser korrupten Ebene erhält man als Lohn für`s komplette Versagen eine weitere Amtszeit. Für die massive Zunahme an Drogentoten! Diese Drogenpolitik und die Fressen, welche sie repräsentieren gehen über Leichen! Dafür werden sie noch belobigt und belohnt. @Fred: Auch ich bin KEIN NAZI!!!!! Trotzdem gehört diese korrupte Riege an die Wand gestellt. Wenn der Tod vieler, solche Ergebnisse zur Folge hat, dann ja. Und wenn man weiter mit Zuckerbrot und Peitsche regiert, wird es auch bald seinen eigenen Krieg hervorrufen. Es gibt genug, welche den Scheiss hierzulande in seinen perversesten Auswüchsen kennen gelernt haben. Direkt… Weiterlesen »

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Naja, ganz weg ist die M. ja noch nicht.
Es ist halt eine abschliessende, Weg bereitende Schleimspur für die Nachfolge.
Letzte Zuckungen.
Eine wirkliche Veränderung war und ist sowieso nie vorgesehen.

Jemand
Jemand(@jemand_)
2 Jahre zuvor

Warum ist dieser Tag ausgerechnet an MEINEM Geburtag!?

Harald
Harald
2 Jahre zuvor

@ R.Maestro und Rainer Sikora
Es ist alles gesagt. Ich schließe mich an.

Der Realist ohne Kraut
Der Realist ohne Kraut
2 Jahre zuvor

Und wieder Mortlert es aus voller Unvernunft…

Gut, dass das deutsche Volk so eine Prachtfrau in der Regierung hat. Darauf gibt’s sicher wieder ein lecker Bierchen und Korn.

Unkraut vergeht nicht…

Zur Mortler sollte man besser nichts mehr sagen. Sie ist halt die beste! 😀

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Mortlerin.
Über ca. 80 Millionen entscheidest du!
Aber in der eigenen Familie hast du versagt.
Kehre den Mist vor deiner eigenen Tür weg, bevor du dich über andere auslässt.
Lügenmaul, du dreckiger Judas!!!

J. Stalinski
J. Stalinski
2 Jahre zuvor

Gruppenzwang und Neugier führen von A wie Absturz über B wie Bier bis Zigaretten und davon findet man genügend Werbung in ihrer Heimat hier, also wem und welche Mentalität möchte Sie mit ihrem Vorbildsmangel damit Retten ❓ Sucht setzt eine bestimmte Schwäche körperlich oder seelischer Art voraus, dass ändert sich allerdings nicht durch rauchfreie Alternativen wie dem Kautabak und den Enerypillen welche sich in ihrer Amtszeit erheblich mehr durchsetzten als die vielen starken Kommentare zur medizinisch Breitbandigen Eignung von diversen Cannabinoiden mit einer Rauschartigen Nebenwirkung die dem Bier kein Vergleich sind. Cannabis, natürlich wie ungestrecktes hingegen rettete Patienten schon viele Leben und so möge es doch in ihrem Sinne sein dass wir keine Klischees bedienen sondern das Wohl zum gesunden… Weiterlesen »

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Warum ist diese Frau damals zur Drogenbeauftragten ernannt worden? Die Dame hat zu Hause versagt, bei einer einzelnen Person. Aber über ganz D will sie entscheiden. Mit Frau Mortler hat man wirklich die beste Drogenbeauftragte gewählt. Man fragt sich weniger warum Cannabis verboten ist. Vielmehr warum man uns solche Nullen vorsetzt. Ein Zeichen des Respektes? Man sieht Konsumenten als minder an, dann war die Ernennung der Mortlerin die Antwort. Ein Zeichen, ein Ausrufezeichen. Ein Ausrufezeichen ist zu anspruchsvoll, man bedient sich Personen, deren IQ keine besseren Argumente hervorbringt als PUNKT. Schade, dass man uns minderbemittelte Nichtdenker vorsetzt. In jedem anderen Bereich, sind intelligentere Personen am Werk! Eine Melkkuh soll fressen und Milch geben. Der Bürger soll arbeiten und Steuern zahlen.… Weiterlesen »

Jemand
Jemand(@jemand_)
2 Jahre zuvor

@R. Maestro
Warum Mortler zur Drogenbeauftragten ernannt wurde ? Weil die Position der/des Drogenbeauftragten schon immer ein Abstellgleis für diejenigen war die a) sonst nix taugen oder b) auf eine freie Stelle in Brüssel warten!
Oder c) wie bei Mortler beides!

“Vorwärts gehts immer, rückwärts nimmer!”
Was denn ?! Stimmt doch! Ist ja auch egal in welche Richtung man im Kreis läuft!

Krake
Krake
2 Jahre zuvor

MORTLER – TOTALVERSAGEN mehr geht nicht. Genug! Die Nächste
Lachfigur, bitte.

Krake
Krake
2 Jahre zuvor

In Deutschland brauchts niemanden, der mir sagt was ich rauchen soll/darf/kann/oder so !!
Kann ich schon selber.

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

und nochmal.

Für Rauschgift macht diese Person Werbung.
https://twitter.com/CSU/status/1133040918792163328
Für den Kreuther Geist. Als Drogenbeauftragte!
Naja, in seiner Sufffahrt hat Herr Wiesheu einen Menschen tot gefahren und wurde anschliessend Verkehrsminister. Für Versagen belohnt. Gleiches bei Frau Mortler.
Warum wurde dann Michael Kühnen nicht Vorsitzender des Zentralrates der Juden?
Perverse Welt, zumindest eine perverse Politik.

Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung
Am 29. Oktober 1983 verursachte Wiesheu auf der Autobahn München–Nürnberg mit seinem Wagen unter Alkoholeinfluss (1,99 Promille[8]) einen Verkehrsunfall, bei dem ein anderer Verkehrsteilnehmer in seinem Auto getötet und dessen Begleiter schwer verletzt wurde.

Aus Wikipedia.
Komplett: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Wiesheu

Egal
Egal
2 Jahre zuvor

Mann die soll abhauen!
Die hatt 0 Ahnung!
Laut ihren Aussagen müssten wir da schon total kaputt sein!
Sind wir aber nicht!

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Mein Kommentrar wurde zensiert.
Vielleicht vorauseilender Gehorsam. Nahezu überall hätte es nicht verwundert. Aber dies auf Seiten des HJ. Schade!

Jemand
Jemand(@jemand_)
2 Jahre zuvor

@R. Maestro Mich wundert das nicht! Typisch deutsch halt : nach oben hin buckeln nach unten treten! Weder das “Hajo” noch der DHV sind als “Lobbyisten” für Hänflinge auch nur im Ansatz für irgendetwas gut! Man ist sich nichtmal zu schade den Grünen in den Arsch zu kriechen (die am Hanfsamenverbot nicht gerade unbeteiligt waren!!!!!) und ist auch generell gerne duckmäuserisch unterwegs wenn es um faule pseudo-Kompromisse geht! Hauptsache nicht (negativ) auffallen! “Auch ich bin KEIN NAZI!!!!! Trotzdem gehört diese korrupte Riege an die Wand gestellt.” Sehe ich genauso! Anders sind diese Verbrecher nicht aus der Welt zu schaffen! Erst recht nicht wenn es defacto keine Gewaltentrennung (mehr !?) gibt! Die Polizei tanzt der Politik nach der Pfeife und Justiz… Weiterlesen »

mze
mze(@doc)
Antwort an  R. Maestro
2 Jahre zuvor

@R.Maestro: Nicht gleich die falschen Schlüsse ziehen. Unser Spamfilter checkt immer die Anzahl und Ursprünge von Links in Kommentaren und ist sich dabei nicht immer ganz sicher, was versteckte Werbung sein könnte und was nicht. Habe dein Comment nun manuell freigegeben.