Sonntag, 26. Mai 2019

Kascha Mai 2019

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht …


Mo (22, aus Oldenburg) fragt:

„Hi Kascha,

ich habe so einen Grinder mit eingebautem Skuff-Fach. Den benutze ich jetzt aber schon eine Weile und das Sieb ist völlig verstopft, da geht jetzt nichts mehr durch. Ich habe es schon versucht, mit einer Gabel auszukratzen – ich glaube aber, damit habe ich es nur schlimmer gemacht. Wäre aber cool, wenn das wieder funktionieren würde. Das ist immer mein Notfall-Rest wenn mal kein Weed klar geht. Hast Du da einen Tipp?“

Kascha antwortet:

„Hi Mo,

da das Skuff ja letztendlich überwiegend aus den losen Harzdrüsen der Hanfblüten besteht, ist es auch entsprechend klebrig bzw. harzig. Deshalb verstopft es die Löcher im Sieb nicht nur, sondern verklebt sie richtig fies – Kratzen löst zwar etwas davon ab, verklebt aber oft die Löcher noch mehr. Natürlich könntest Du Dir jetzt eine Nadel nehmen und jedes Loch einzeln durchstechen. Das wäre aber ganz schön viel Arbeit und das Sieb wäre schnell wieder verstopft, weil überall noch Harz dran klebt. Deshalb ist die beste Lösung wohl die Reinigung mit Fett, das das Harz löst. Viele Konsumenten kochen ihren Grinder zur Reinigung in Milch aus, das eignet sich – vorausgesetzt es ist ein Metallgrinder – für alle Bauteile, nicht nur für das Sieb. Auch das Schraubgewinde des Skuff-Fachs kriegst Du damit wohl wieder leichtgängig. Für Plastik- oder Holzgrinder ist das Verfahren allerdings nicht so gut geeignet, da diese Materialien vom längeren Kochen in Milch nicht gerade besser werden. Auch mit dem Deckel eines Kurbelgrinders wäre ich skeptisch. Aber Dir geht es ja ohnehin vor allem um das Sieb. Und das müsstest Du dann einfach nur in einen Topf oder eine Pfanne mit kochender Milch geben und etwa zehn bis zwanzig Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. Das Fett in der Milch löst das Harz und zum Schluss brauchst Du nur noch die Milch vom Grinder abzuspülen und ihn abzutrocknen, dann ist er wieder einsatzbereit. Wenn Du jetzt wissen möchtest, ob Du die Milch mit dem eingekochten Skuff noch für etwas verwenden kannst – vermutlich sind da auch THC-Reste drin, je nachdem, wie sauber das Sieb vorher war (sinnvoll ist, es vorher grob vorzureinigen, damit die Milch nicht so viel zu tun hat). Ob das aber hygienisch unbedenklich ist, musst Du selbst wissen, je nachdem, wie sauber die Außenseite des Grinders ist.“



Antje (28, aus Berlin) fragt:

„Hallo Kascha,

ich habe mal eine Frage zum Joint bauen. Ich mache meine Mische immer ziemlich fein, benutze einen Grinder und zerschneide den Tabak. Ein Freund von mir behauptet aber, ihm schmecken Joints mit einer groben Mische besser: Er pflückt das Gras nur grob klein und lässt zum Teil noch ziemliche Batzen da drin und mischt das dann mit Zigarettentabak. Was meinst Du, macht es einen Unterschied im Geschmack wie fein die Mische ist? Mit gefallen, auch wenn ich beide probiert habe, meine Joints besser aber er meint die schmecken nur nach Tabak.“

Kascha antwortet:

„Hallo Antje,

in persönlichen Geschmack soll man sich ja nicht einmischen, da ist jeder Mensch etwas anders. Aber tatsächlich macht es einen Unterschied, wie fein die Mische ist: Wenn Du eine sehr feine Mische machst und diese sorgfältig und gleichmäßig verteilt ist, dann hast Du in jedem Zug etwa die gleichen Gras- und Tabakanteile, also keine Überraschungen. Außerdem lässt sich der Joint so sehr sauber, ohne Luftlöcher usw., drehen und brennt dann sehr gleichmäßig ab. Viele Konsumenten bevorzugen das. Ob der Joint mehr nach Gras oder mehr nach Tabak schmeckt liegt dann einfach am Mischungsverhältnis. Wenn man mit groben Klumpen baut, dann gibt es Zug für Zug immer wieder Überraschungen: Mal erwischt man einen fetten Brocken und raucht dann fast wie pur, mal ist es überwiegend Tabak, bei Zigarettentabak kommen auch schnell mal Luftblasen zustande, so dass der Joint unterschiedlich schnell brennt. Mit Zigarettentabak und lose gedreht, brennt er oft schneller und gibt so auch oft mehr Rauch pro Zug ab. Manche Kiffer mögen aber auch diese Joints, gerade wegen der Überraschung mit den fetten Brocken. Diesen „Pur“-Geschmack hat man bei einer fein gemischten Tüte meist nur bei sehr intensivem Gras oder wenn man relativ viel davon verwendet.“



Stefan (24, aus Halle) fragt:

„Hallo Kascha,

ich habe mal eine Frage. Es ist ja nun langsam Zeit, meine Pflanzen in den Garten auszupflanzen. Das ist mein erstes Jahr als „Grower“ und ich habe noch nicht den perfekten Standort gefunden: Ich hätte gerne so viel Sonne wie möglich. Aber mein Garten ist ziemlich dicht bewachsen und wo jetzt Sonne ist, ist in zwei Stunden wieder Schatten und so weiter. Ist Halbschatten auch OK für die Pflanzen oder was mach ich da jetzt am besten?“

Kascha antwortet:

„Hi Stefan,

tatsächlich ist so viel Sonne wie möglich für die Pflanzen am besten. Deshalb werden sie auch Indoor über 12 Stunden am Tag direkt beleuchtet. Dabei braucht man in der Regel auch keine Angst zu haben, dass sie „verbrennen“ – Cannabis wächst schließlich auch ohne größere Probleme in Vollsonne in den Tropen, in den Bergen Marokkos, Afghanistans und der Schweiz. Wichtig ist dabei nur ausreichend Wasser, damit sie nicht vertrocknen. Der natürliche Regen im Sommer in Deutschland reicht da schon lange nicht mehr aus, an heißen Tagen wirst Du täglich gießen müssen. Auch wenn ich Dir hier keine Anleitung zum Cannabisanbau geben darf, da dieser in Deutschland ohne Genehmigung nicht erlaubt ist, kann ich Dir erzählen, was andere Grower tun, wenn sie in einem wechselhaft beleuchteten Garten growen wollen. Denn dieses Problem ist gar nicht so selten, kaum jemand hat den perfekten, vollsonnigen Garten, der zugleich vor den neugierigen Blicken der nervigen Prohibitionisten geschützt ist. Viele Grower pflanzen deshalb ihre Pflanzen nicht direkt in die Gartenerde aus, sondern in große Töpfe bzw. Kübel. Das hat gleich mehrere Vorteile: Man kann Erde, Feuchtigkeit, Düngung und vieles mehr direkt kontrollieren. Und außerdem bleibt die Pflanze so mobil und kann zum Beispiel mittags – vom am Vormittag sonnigen Teil des Gartens – in den am Nachmittag sonnigen Teil des Gartens gebracht werden. Der Nachteil ist natürlich, dass man das selbst tun muss: Wer den ganzen Tag außer Haus ist wird diese Möglichkeit nicht haben. Und nicht jeder hat einen Rentner zum Nachbarn, der cool genug dafür ist, einzuspringen. Außerdem speichert so ein Topf natürlich nur begrenzt Regenwasser und es ist umso wichtiger, regelmäßig zu gießen.“

2 Antworten auf „Kascha Mai 2019

  1. JohnboyDalton

    @Antje

    Am besten schmeckt der Joint wenn man die harten Teile vorher im Tabak komplett aussortiert so das nur noch weicher Tabak übrig bleibt. Am besten den Tabak mehrmals abtasten, da die harten Tabakstücke mehr Schadstoffe enthalten so das der Rauch im Hals kratzt. Die Aufwand lohnt sich da der Joint sehr angenehm schmeckt.
    Wie es Kascha schon erwähnt hat brennt bei grob zerkleinertem Weed der Joint meist schief ab da der Tabak schneller verbrennt als Weed.

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