Dienstag, 14. Mai 2019

Französische Polizei erbeutet im Elsass elf Tonnen Haschisch

Cannabis-Community bestürzt über Rekordbeschlagnahmung in Besançon im Osten Frankreichs

Bild: Freeimages / Christian Kitazume
Bild: Freeimages / Christian Kitazume

 

Einen empfindlichen Schlag mussten die Akteure einer Handelskette hinnehmen, die mit ihrem beherzten und mutigen Einsatz sicherstellen, dass Millionen kriminalisierter Hanffreunde in Nordeuropa trotz der Cannabis-Prohibition etwas zu rauchen haben. In einer Presseerklärung teilte die französische Justizbehörde am Montag in Nancy mit, dass die Gendarmerie am Freitagabend 11,2 Tonnen Haschisch beschlagnahmen und damit den größten Fang dieser Art seit 20 Jahren verzeichnen konnte. 1999 gelang es der Polizei in Boulogne-sur-Mer in Nordfrankreich, die Rekordmenge von 23,5 Tonnen Cannabis zu erbeuten und nach Abschluss der Strafverfahren dem Feuer der Müllverbrennungsanlage zu übergeben.

 

Der Überfall des Polizeispezialkommandos auf den Haschischtransport erfolgte laut „Les juridictions interrégionales spécialisées“ auf der Autobahn A36 in Richtung Paris. Die Falle schnappte bei Besançon im Elsass zu. Bei dem Großeinsatz konnten mehrere Personenkraftwagen und ein LKW gestoppt und vier Personen festgenommen werden. Wie erwartet wurde auf dem Anhänger des LKW, der aus Marokko kam, das avisierte Haschisch gefunden. Zeitgleich schlugen Polizeieinheiten auf der Ile-Napoléon in Mulhouse zu, wo rund eine Tonne Haschisch, die der Lastwagen zuvor angeliefert hatte, erbeutet werden konnten. Auch dort klickten für mehrere Tatverdächtige die Handschellen.

 

Die generalstabsmäßig geplante Polizeioperation im Elsass war der finale Schlag nach langer Ermittlungsarbeit, die im Winter 2017 begann. In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember, bekam die Gendarmerie in Mulhouse den Hinweis auf ein geparktes Auto, in dem 800 Kilogramm Cannabis zwischengelagert waren. Zwei Männer im Alter von 47 und 28 Jahren wurden seinerzeit in Polizeigewahrsam genommen und in Anbetracht der beachtlichen Menge entsprechend intensiv verhört. Im Zuge der Ermittlungen wurde klar, dass man auf eine internationale Handelskette gestoßen war, die die Cannabis-Konsumenten in Frankreich und den Beneluxländern im großen Stil mit Haschisch aus Marokko versorgt. Fortan wurde der Faden bis zu den Drahtziehern aufgerollt. Der nun erfolgte Zugriff im Elsass ist aber längst nicht das Ende vom Lied. Die nun festgenommenen Kuriere und Grossisten werden wie üblich im Verhör singen und Namen preisgeben, in dem Glauben, dadurch etwas glimpflicher vor Gericht wegzukommen.

In der juristischen Aufarbeitung werden also noch so einige Köpfe rollen – und das dutzendweise.

 

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Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Wer die verbrecherischen Gesetze hütet,hat mehr Möglichkeiten und Spielräume als einer, der nur viel Geld hat.Da hilft nur ausreichende Bewaffnung als Gegengewicht.Klar worauf das hinaus liefe.

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Weltweit ein Repressionsmittel. Anslinger in seinem Sterbebett : Cannabis ist mit Sicherheit eine zu vernachlässigende Substanz. Aber es zeigt, wie der Staat seine Macht zurück erlangen kann. Die wirtschaftlichen Gründe kennt man ja. „Ich halte mich nur an bestehende Gesetze.“ zeigt die Phantasielosigkeit und Überforderung, seitens Muttis Ausruferin. Eine Fachperson, mit Meistertitel kämpft mit allen Mitteln für das Sterben einer Pflanzenart. Schande für deine Zunft, Madame M. Elf ungiftige Tonnen Cannabis. Elf Milligramm der richtigen Pharmaka würden für den Tod eines Menschen reichen. Erstaunlich finde ich, daß sich so viele ältere Menschen unter den Unionswählern befinden. Diese Altersklasse kennt staatliche Diktatur und willkürliche Repression. Auch als Rohstoff, Medizin, Lebensmittel usw. kennt man es ja häufig noch. Gerade die ältere Generation… Weiterlesen »

Harald
Harald
2 Jahre zuvor

Verplemperte Zeit und Ressourcen. In diesen Zwei Jahren sind alleine in Deutschland am Alkohol ca. 150.000 Menschen gestorben, ganz zu schweigen von Schmerz-und Schlafmitteln, sowie Psychopharmaka. Es ist eine Schande wie sich dieses Dreckspack verhält. Man kann es gar nicht oft genug sagen korruptes Gesindel. Leute geht wählen und wählt dieses Gesindel endlich ab!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Hitler oder Mortler.
Der Unterschied ist marginal. Danke, rechte Sau.

René Giesecke
2 Jahre zuvor

Schade um das schöne Hasch.

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Unseren Arschlöchern ist der Profit näher als die Gesundheit oder das Leben.

Otto Normal
Otto Normal
2 Jahre zuvor

Nicht aufregen… 11 Tonnen hops gegangen…. in der gleichen Stunde kamen aber 150 Tonnen durch… so what? Kollateralschaden eben… bißchen Schwund ist immer sagt man im Handel. Hase und Igel wir alle kennen diese Geschichte. Auch wenn die noch soviel abgreifen, die Produktion ist um ein Vielfaches mehr! Selbst wenn mal das Angebot am Markt zeitweise knapper wird, dann bauen die Leute eben mehr selber an, den Kampf haben diese Verbrecher längst verloren. Aber ich habe in den letzten Jahren festgestellt daß das Angebot nicht knapper wird sondern mehr und mehr und mehr! Es gab noch nie soviel Hasch auf dem Schwarzmarkt! Ich überlege ernsthaft wieder mit dem Konsum anzufangen, bei dem Riesenangebot von leckeren Hasch. Der Schwarzmarkt lernt schnell.… Weiterlesen »

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

11 Tonnen. ein Witz.
Ein Orgasmus in Dehnberg.
Ca. 74000 Tote an Alkohol. Dann ist die Drogenbeaufragte scheisse.
Aber Arschlöcher wählen sie.
Warum konservative Wichser.

Horst Ebert
Horst Ebert
2 Jahre zuvor

Schade!
Aber Besancon ist natürlich nicht Elsass!

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Nationalsozialisten, Besserwisser, Morter, Merkel.