Sonntag, 5. Mai 2019

Immer mehr Cannabis-Konsumenten in Kanada

Seit der Cannabis-Legalisierung hat sich die Zahl der Erstkonsumenten nahezu verdoppelt

 

 

Erfreuliches gibt es aus Kanada zu vermelden: Mit der Beendigung der Cannabis-Prohibition im Oktober letzten Jahres ist die Hemmschwelle, zum Joint oder anderen Cannabis-Leckereien zu greifen, rapide gesunken. Das geht aus den neuesten Erhebungen der kanadischen Statistikbehörde hervor. Demnach hat sich die Zahl der Erstkonsumenten im Vergleich zum Vorjahr annähernd verdoppelt. Bei Befragungen in den ersten drei Monaten dieses Jahres gaben 646.000 Bürger an, Cannabis zu Genusszwecken ausprobiert zu haben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als das Hanfverbot noch bestand, outeten sich lediglich 327.000 Personen als Erstkonsumenten. Hierbei unterscheidet die Behörde zwischen Konsumenten, die zum allerersten Mal gekostet haben, und Wiedereinsteigern, die die Legalisierung zum Anlass nahmen, nach längerer Abstinenz nochmals Cannabis auszuprobieren.

Aus dem am Donnerstag veröffentlichten Zahlenwerk geht auch hervor, dass 18 Prozent der Kanadier über 15 Jahren im ersten Quartal 2019 Cannabis konsumiert haben. Dem gegenüber stehen 14 Prozent im Vorjahreszeitraum. Besonders eifrig kiffen Männer zwischen 45 und 64 Jahren.

 

Der Anstieg der Konsumentenzahlen soll in den kommenden Monaten weiter genauestens beobachtet werden, um Klarheit darüber zu erlangen, inwieweit es sich nur um einen vorübergehenden Trend oder den Beginn einer langfristigen Entwicklung handelt. Insbesondere die Kritiker der Legalisierung wollen genau hinsehen und bleiben bei ihren Warnungen, dass Cannabis-Konsum gesundheitliche Schäden verursache und eine Zunahme von Unfällen unter THC-Einfluss zu befürchten sei.

 

Anderseits können die Zahlen der Behörde auch so interpretiert werden, dass der erhöhte Cannabiskonsum zugleich vom Saufen abhält. Die Folgen dürften ein drastischer Rückgang der gesundheitlichen Schäden durch Alkoholmissbrauch und eine Abnahme von Unfällen unter Alkoholeinfluss sein. Weniger Schluckspechte bedeutet auch weniger Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Kinder. Eine statistische Erhebung darüber wäre also angebracht, um mit einer Gegenüberstellung der Fakten den immer noch aktiven und nimmermüden Hanfprohibitionisten den Wind aus den Segeln zu nehmen.

 

 

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6 Kommentare
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Egal
Egal
2 Jahre zuvor

Der Autor hat hier alles schön und gut verständlich erklärt.
Ich hoffe das unsere Politik das so auch verstehen und endlich mal legalisieren.

Tom
Tom
2 Jahre zuvor

@Egal. Ich weiß was die Politiker daraus lesen werden: “50% mehr Erstkonsumenten, und dann auch noch mehr Jugendliche!” Und damit steht das Urteil fest, denn mehr brauchen die nicht um sich ein “klares” Bild der Sachlage zu machen. Warte mal ab was unsere Bundesdrogenkriegsbeauftragte daraus machen wird. Über den Quatsch werden uns noch die Haare zu Berge stehen und der bereits Jahrzehnte lang andauernde Stellungskampf über das pro und contra wird fortgeführt. Zeit genug für die Brunnenvergifter sich den Nutzen dieser Pflanze zu 100% unter die Nägel zu reißen, die Wirkstoffproduktion auf die schwachen Schultern von Bakterien zu übertragen und zu guter Letzt auch noch Pflanzengift auf den Markt zu bringen das ausschließlich gegen Hanf wirkt. Geht wählen Leute, denn… Weiterlesen »

unbeugsam
unbeugsam
2 Jahre zuvor

Unsere Politik ist für unser unheil da.und mehr nicht.Demokratie war schon immer ein Witz in diesen Land. Die deutsche Bevölkerung laesst sich viel zu gern knechten.Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Zitat von Napoleon Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten, ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: Die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wahren… Weiterlesen »

Egal
Egal
2 Jahre zuvor

Egal was sich die Politik einfallen lässt! Bringt selten etwas gutes mit sich! Obligatorisch werden Steuer gesenkt und unter den Strich stellen wir fest das dann dafür neue Angaben kommen und wir wider weniger Geld haben so wie das schon seit 60 Jahren praktiziert wird. Ich sage nur co2 Steuer! Mit den Einnahmen werde natürlich keine Bäume gepflanzt! Auch die derzeitige öko Steuer die wir auf stom haben wird nicht für die Natur eingesetzt! Natürlich wird unsere Liebe Frau Mortler die Alarmglocken Leuten! Fakt ist aber das der deutsche schon lange kein Alkohol mehr trinken möchte und alternativ Kiffen will. Das zeigt die Statistik! Frau Mortler sollte und Aktivisten dankbar sein das wir Kiffen. Wir haben die gesünderen Kinder! Wir… Weiterlesen »

buri_see_käo
buri_see_käo
2 Jahre zuvor

Ja, unbeugsam, daher wird es bis zu einer Cannabis-Legalisierung in DE auch noch sehr, sehr lange dauern. Ich nenne das von Dir/Napoleon beschriebene gesellschaftliche Phänomen schon seit min. 2 Jahrzehnten Michel-Aschura, in Anlehnung an die gleichnamigen Feierlichkeiten in der schiitischen Welt. Nachdem die öffentliche Selbstzüchtigung (mit Fahrradketten usw) 2008 im Iran abgeschaft worden war, war ich über die dadurch aubleibenden Meldungen in den Medien darüber etwas traurig, denn dem Spott darüber habe ich gern mit Vergleichen z.B. zur H4-Abzocke entgegnet. Der Durchschnittsprohibitionist und Vorschriftsfetischist nimmt eigene Einbußen an Lebensquallität sehr gerne in kauf, weil er sich an den Einbußen an Lebensquallität anderer gerne aufgeilt, Beispiele sind hier kamerabewährtes Verkehrsunfall-Gaffertum, auch SUV-Manie… leicht(?) psychotisch?: “So trug Heinrich Seuse etwa Unterwäsche mit… Weiterlesen »

unbeugsam
unbeugsam
2 Jahre zuvor

Danke für die Erweiterung meines Horrizontes
Ja auswandern….