Samstag, 16. März 2019

Schluss mit der Jagd auf Cannabiskonsumenten!

Das Cannabisverbot ist mit eines der schwersten Verbrechen, das die Menschheit an sich selbst verübt

Von Sadhu van Hemp

Das Cannabisverbot ist mit eines der schwersten Verbrechen, das die Menschheit an sich selbst verübt. Die Bilanz des Hanfverbots ist erschreckend – auch in Deutschland. Millionen Bundesbürger wurden in den letzten fünf Jahrzehnten mittels eines ausgeklügelten Repressionssystems der Freiheit eines selbstbestimmten Lebens beraubt. Die staatlich organisierte Stigmatisierung, Kriminalisierung und Diskriminierung von Cannabiskonsumenten verfolgt das unerreichbare Ziel, Deutschland hanffrei zu bekommen – koste es, was es wolle. Von der Politik, über die Polizei, die Justiz bis hin zur Ärzteschaft greift ein Rädchen ins andere, um die Cannabisprohibition durchzusetzen. Der Staat kennt kein Pardon und zwingt somit Millionen Hanffreunde ins kriminelle Milieu, wo sie sich auf einer Stufe mit Mördern, Sexualstraftätern und Dieben wiederfinden. In vielen Fällen gehen die Vollstrecker und Profiteure des Hanfverbots sogar soweit, unbelehrbare Prohibitionsopfer als Geisteskranke zu denunzieren.

Die Strafverfolgung und soziale Ächtung völlig unbescholtener und friedlicher Cannabiskonsumenten ist ein Willkürakt sondergleichen, der mit deutscher Gründlichkeit jeden Tag von Neuem verbrochen wird. Und das Perverse ist, dass die, die das Hanfverbot aufrechterhalten, immer neue Lügen erfinden, um die Bevölkerung weiter in dem Glauben zu lassen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Bestes Beispiel für diese unerträgliche Volksverdummung ist die immer wiederkehrende Behauptung der Prohibitionisten, die Strafverfolgung sei in erster Linie nicht auf Konsumenten, sondern auf Dealer, Schmuggler und professionelle Grower ausgerichtet. Doch wer genauer hinsieht, weiß, dass das eine dreiste Lüge ist, denn die Realität sieht anders aus.

Zwar jagt die Polizei auch große Fische, doch ins Netz gehen überwiegend kleine Fische – also Konsumenten. Belegt wird das durch die Kriminalstatistik. Jedes Jahr werden um die 200.000 Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Cannabisverbot eingeleitet, von denen nur ein Bruchteil auf das Konto professioneller Dealer, Produzenten und Schmuggler geht. Abgefischt und abgestraft werden hauptsächlich kleine Kiffer und Gärtner, die für den Eigenbedarf Cannabis erwerben bzw. anbauen. Täglich sind die Zeitungen voll mit Meldungen über unbedarfte Hanffreunde, die en passant von der Polizei mit einer Strafanzeige ausgestattet werden – mit all den verheerenden Konsequenzen, die viele Menschen in soziale und wirtschaftliche Schieflagen bringen. Die Konsumentenjagd zerstört jährlich Tausende Existenzen, angefangen über den Verlust der Arbeit, der Wohnung und Reputation bis hin zum Kindesentzug.

Gegen dieses Unrecht hilft auch nicht die juristische Unterscheidung zwischen einer geringen und nicht geringen Menge. Zwar können Strafverfahren wegen des Besitzes von ein paar Gramm Cannabis eingestellt werden, sofern der Delinquent nur gelegentlich kifft, doch das nützt rein gar nichts, wenn zugleich die Fahrerlaubnisbehörde per Verwaltungsakt den Führerschein entzieht und eine kostenintensive medizinisch-psychologische Untersuchung anordnet. Überdies liegt die Einstellung des Verfahrens im Ermessen des jeweiligen Staatsanwaltes bzw. Richters, die von Bundesland zu Bundesland nach Gutsherrenart ihr Urteil fällen und den Abzustrafenden keine Rechtssicherheit gewähren. Besteht der Verdacht des regelmäßigen Konsums, gibt es überhaupt keine Chance, den Mühlen der Justiz mit der Zahlung eines Bußgeldes zu entgehen.

Die Legislative ist dringend aufgefordert, zumindest dieser Willkür ein schnelles Ende zu bereiten. Also – Schluss mit der Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten und der absurden Unterscheidung zwischen Gelegenheits- und Dauerkonsum! Erhöhung der Eigenbedarfsmenge und des zulässigen Grenzwertes hinsichtlich der Fahrtüchtigkeit! Ebenso ist der Hanfanbau für Selbstversorger zuzulassen! Deutschland muss diese ersten Schritte wagen, um endlich aus der Sackgasse der Cannabisprohibition herauszukommen. Schluss mit der Jagd auf Cannabiskonsumenten!

16 Antworten auf „Schluss mit der Jagd auf Cannabiskonsumenten!

  1. Jörg

    Das ist eine seht gut formulierte Forderung. Ich hoffe sie kommt heute abend in der Tagesschau.

  2. hardo

    UND SCHLUSS MIT DEN KÜNSTLICH HOCHGEPUSCHTEN WUCHERPREISSEN FÜR GESTREKTE brix WARE AUF SCHWARZMARKT,die qualität ist mies und gesundheitsgefährdung durch verunreinigung des weeds,10 euro für 1 gramm schlimm,bezahlt der konsument das verbot und die polizeiliche strafverfolgung mit?muss das so sein?schämt euch ihr politiker

  3. Jemand

    Auch wenn Sadhu mit diesem Artikel durchaus recht hat im Endeffekt ist es (mal wieder) nur leeres Geblubber! Wir werden diese Art von Ungerechtigkeit NIEMALS loswerden solange wir nicht die die dafür verantwortlich sind loswerden!
    Und es geht nichtmal nur um Hanf! Wir werden an jeder Ecke nurnoch verarscht und belogen! Wir Bürger sind für genau 2 Dinge gut : Unsere Stimme für die Verbrecher unserer Wahl (sprich Partei) ABZUGEBEN und die Rechnungen zu bezahlen die andere durch Unvermögen Korrupttion uvm produzieren!
    Es gibt nur eine Möglichkeit daran etwas zu ändern : Wir müssen von Art. 20 Absatz 4 Gebrauch machen und alles und jeden der sich gegen Demokratie Freiheit und Gerechtigkeit stellt loswerden! EGAL WIE!!!!!
    Demokratie muss verteidigt werden! Wenn wir das nicht tun war alles umsonst was unsere Vorfahren je für die Menschheit erkämpft haben!

  4. Irgendwer

    @ Jemand

    […]verfassungsmäßige Ordnung[…]

    Art. 146 besagt, daß das GG keine Verfassung ist…. Die „Verfassung“ besteht aus -geschockt, entsetzt und in die Pfanne gehauen- …. Eine Packung Eierköppe …

  5. R. Maestro

    Dass es noch zu viele nicht realisiert haben?!
    Frau Mortler lebt bestens von VOLKSVERHETZUNG!!!
    Wie ihr Namensvetter.

  6. Jemand

    @Irgendwer
    Der wurde gestrichen!
    Ist also rechtlich gesehen irrelevant!
    Aber an sich hast du recht…es ändert aber nichts an der Tatsache das wir nie etwas ändern können ohne aktiv zu werden!
    Und damit meine ich nicht wie grenzdebile Affen durch Berlin zu wandern!
    Für mich ist diese Unterdrückung von Recht und Freiheit der eigenen Bevölkerung eine Form des Terrorismus und mit denen verhandelt man nicht!

  7. Wolfgang Delling

    Unglaublich welche Chancen sich für die
    SPD zum Beispiel ergeben würden. Wenn die Relegalisierung von
    Cannabis Hauptthema wäre. 5 Millionen
    Wählerstimmen sicher ! Kanada als
    Vorbild. Und viele andere Länder mit dabei.

  8. Harald

    @ Wolfgang Delling
    Es geht bei der SPD und anderen Parteien nicht um die Chancen beim Wahlvolk. Das Wahlvolk ist prinzipiell egal. Es geht darum bei den Parteispendern und Postengebern nach der „Karriere“ gut da zu stehen, damit weiter das Geld fließt. Jeder, der etwas anderes glaubt ist naiv und war die letzten 40 Jahre politisch abgetaucht. Es wurden noch nie die Interessen der Mehrheit umgesetzt. Die viel beschworene Demokratie ist nur dann da, wenn sie das Interesse der Bezahler konsequent umsetzt. Das politische Dreckspack hat noch nie etwas Gutes auf die Füße gestellt und das wird in der jetzigen Zeit offensichtlich. Aber diese Tatsache wir auch deren Ende sein. Denn ist bald der Punkt da, wo sich der Volkszorn nicht mehr kontrollieren lässt und davor hat dieses schmierige Gesindel mittlerweile Angst.

  9. buri_see_käo

    Also, das Titelbild… die laufen /gehen in die falsche Richtung.
    Man bewegt sich von dem Standort ca. 70m Richtung Norden,
    dann Richtung Ost, 180m südlich der Spree entlang:
    https://www.google.de/maps/@52.5190706,13.3787594,650m/data=!3m1!1e3
    An der gläsernen Null-Nummern-Gallerie kann man mitgebrachte, übelriechende…
    mfG fE

    schade, der im vorherigen Beitrag von mir gepostete Link führt nur
    zu der aktuellen Ausgabe der Nachrichten, da muss man leider
    woanders suchen „Mortler Wien usw.“

  10. unbeugsam

    @Jemand

    Genau Es wurde genug geredet… sie wollen uns halt immer weiter knechten.Hoffe die Wut wird bald ausbrechen

  11. buri_see_käo

    Heute mal eine Suchmaschine bemühen mit „mortler wien“.
    Die landeskranke verbreitet über dpa wüste Verschwörungstheorien,
    wird Zeit, dass man sie in die Jacke-rückwärts steckt.
    mfG fE

  12. Geld aus dem Nichts

    SAMMELKLAGEN , gegen CDU und Konsorten , wegen Verletzung der grundrechtlichen Staatlichen Schutzpflichten ,gegenüber den Bürgern , sind neben Demos unverzichtbar .

    Weder Kinder noch Erwachsene werden in Deutschland vor der gefährlichsten Droge ,Alkohol ,geschützt . Mit der Absicht Demokratische Entwicklungen zu behindern , wird Alkoholkonsum gefördert (Werbung , öffentlicher Konsum ) . Die CDU Regierung begeht dadurch Hochverrat , durch Verletzung der grundrechtlichen Staatlichen Schutzpflichten. Gegen CDU und Hochverrat ! Für legales Cannabis !

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