Dienstag, 22. Januar 2019

Kramp-Karrenbauer – die neue Mutti Nation?

Ade Angela Merkel.

Von Sadhu van Hemp


Nun schafft sie sich also langsam, aber sicher selbst ab, Deutschlands größte Kanzlerin aller Zeiten. Angela Merkel hat fertig, will nicht mehr, hat die Faxen dicke. Ein Pofalla würde sagen, sie kann die Fressen nicht mehr sehen. Und Recht hat sie, die Frau, die wie keine andere das Prädikat „Mutti der Nation“ verdient. Statt ihr zu danken, wird sie nur noch angefeindet – auch aus dem eigenen politischen Lager. Nein, Merkel will sich eine politische und menschliche Demontage, wie sie Helmut Kohl zwischen 1998 und 2000 erleiden musste, nicht antun. Sie tritt den geordneten Rückzug aus der Machtpolitik an – und das ist auch gut so.

Doch dieser Rückzug hat es in sich, denn er folgt einem geradezu generalstabsmäßig geplanten Plan. Anders als Kohl, dessen politisches Erbe von seinen ärgsten Widersachern binnen Kurzem auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen wurde, will Merkel ihren Nachlass frühzeitig vor den Aasgeiern aus dem eigenen Lager sichern. Und das ist ihr auf dem 31. CDU-Parteitag im Dezember gelungen, als die Delegierten Merkels Lieblingsziehtochter Annegret Kramp-Karrenbauer zur Bundesvorsitzenden der CDU kürten. Mit diesem Votum hat die CDU ganz im Sinne Merkels geltungssüchtigen Hasardeuren wie Merz und Spahn eine Absage erteilt. Keine Experimente also! Mit Kramp-Karrenbauer alias AKK bleibt alles so hübsch christlich-asozial, wie es ist.

Und so wird die neue CDU-Vorsitzende ihrer Ziehmutti auch nicht widersprechen, wenn es um die Frage der Aufrechterhaltung des Hanfverbots geht. Innerparteilich wird die Wurzel-Saarländerin sicher keine Initiative zeigen, eine Diskussion über die Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken anzuschieben. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Angela Merkel ist schon reichlich unmodern und geistig unbeweglich, aber Annegret Kramp-Karrenbauer ist herkunftsbedingt noch um einiges konservativer und rückständiger – obwohl sie mit 57 Jahren noch zur jungen Garde der CDU gehört.

Sie ist das Musterbeispiel einer pflichtbewussten westdeutschen Frau: gebildet, berufstätig, politisch engagiert, zielstrebig, römisch-katholisch und ihrem Ehemann seit über drei Jahrzehnten treu ergeben. Wer so tugendreich und akkurat ist, der kann sich natürlich nicht mit anderen Modellen eines selbstbestimmten Lebens anfreunden. So ist beispielweise eine Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe für Kramp-Karrenbauer undenkbar. So flott und eloquent die zierliche Dame auch daherkommt, ihr Weltbild bleibt das einer biederen Hausfrau und Mutter, die allen Schweinkram wie die Ehe für alle strikt ablehnt. Inwieweit auch der Genuss von Haschisch und Marihuana ein No Go für AKK ist, hat die Merkel-Kronprinzessin bislang verschwiegen. Aber es dürfte davon auszugehen sein, dass sie, wenn sie eine dezidierte Meinung zum Thema Cannabis-Freigabe hat, ganz auf Linie des konservativ-bürgerlichen Mainstreams bleibt.

Mit Kramp-Karrenbauer wird es in der CDU keinen Sinneswandel in der Drogenpolitik geben. Das ist aus Sicht der Hanf-Community ärgerlich, denn ohne CDU wird in Zukunft nichts gehen im Deutschen Bundestag. Das Schicksal der programmatisch und personell schlecht aufgestellten SPD wird die Christdemokraten nicht ereilen. Die neue CDU-Chefin verspricht, die Partei wieder zu alter Stärke zurückzuführen. Und das könnte ihr auch gelingen – vor allem in den alten Bundesländern, wo der CDU-Filz über Generationen die Kommunalpolitik diktiert und der Pfarrer in der Sonntagspredigt seinen Schäflein den Befehl von ganz oben erteilt, bloß keine falschen Parteien wie etwa die aus dem Osten zu wählen.

10 Antworten auf „Kramp-Karrenbauer – die neue Mutti Nation?

  1. unbeugsam

    Freut Euch ,es bleibt alles so wie es ist.Egal was für Texte hier reingeschrieben werden.
    Vor Kurzen habe ich mitbekommen ,wie der Zoll sein Personal verdreifacht hat…Jede Menge Jungspunte die keine Ahnung vom Leben haben und sogar beim Zimt schon komisch gucken und es in Verboten und beschraenkt weiter prüfen lassen. Und die Jungs sind nicht nur wegen Brexit eingestellt worden…
    Also alles beim alten mit der Heimlichtuherei….Ja wir lieben Deutschland ,besonders die Cleverniss unserer geliebten Führung.
    Ich moechte Euch aber nicht total abfucken.Schaut ins Ausland,da fruchtet was.
    Ich suche auch schon korrekte Leute zum auswandern!!!

  2. Der Vertreter

    Ich habe mich mal versucht per „Kontaktformular“ mit CDU zu unterhalten.
    Ich habe nur nach den Gründen gefragt, warum Cannabis illegal bleiben sollte.

    Man, die haben sich vielleicht blamiert, als meine Antwort zurück kam, was ich von den „Gründen“ halte und meine Antwort darauf, warum es legalisiert werden sollte.

    Die werden nie wieder antworten. So konnte ich mir aber ein eigenes Bild von denen machen.
    Echt traurig..

  3. Rainer Sikora

    Meine Empfehlung ,das was zu bleiben scheint,ist auswandern.Dann darf man aber nicht verweichlicht oder zimperlich sein,und viele Aspekte bedenken.Macht die Sache auch nicht einfacher.

  4. Karli

    Es ist Winter. Füttert die Vögel mit Hanfsaat. Das bringt mehr als sich über solche Parteien zu ärgern.

  5. Alex

    Das ist einer dieser Gründe warum ich aus dem verkackten Deutschland auswandere Deutschland ist mittlerweile ein scheis Land geworden mit dieser Politik die die alten Säcke betreiben wird es immer mehr bergab gehen Cannabis nein kein Diesel nur noch 120 auf Autobahnen usw usw für was halten sie sich das sie uns behandeln wir Dreck aber saufen bis der Notarzt kommt das dürfen wir aber okay ist ja die Kultur der deutschen 😉 und das große Problem an der Sache das wir Deutschen nicht Mal auf die Straße gehen wie andere Länder nein lieber alles über sich ergehen lassen

  6. Otto Normal

    @unbeugsam
    Mein Auswanderziel wären die Niederlande oder Portugal.

    Vllt. treffen wir uns ja bei einem gemütlichen Joint mal am Strand und amüsieren uns über Täuschland.

    Meine Auswanderung steht definitiv fest, egal was hier als Scheinlegalisierung gemacht wird.

  7. Der Realist ohne Kraut

    @ unbeugsam
    So sieht’s aus. Als ob sich etwas ändert. Wenn überhaupt, damit die Ansichten und Absichten der C-Parteien noch verbohrter und stupider werden…

    AKK heißt nicht ohne Grund auch: Merkel 2.0!

  8. Irgendwer

    …die neue … örgg (kann’s nicht schreiben oder aussprechen) weil:

    Die Ablehnung der Petition des DHV durch die Bundesregierung läßt Aspekte des Münchhausen by Proxy Syndroms erkennen. Das „Kraut“ weiterhin einfach niedertrampeln lassen und dazu erwartet die BR, daß die Lücke durch andere, wesentlich gefährlichere Drogen ausgefüllt wird.
    Die daraus resultierenden Schäden sollen der BR dann auch wieder zum Hochziehen dienen, denn auch da liegt wiederum eine Arbeitsbeschaffung vor.
    Bei der Ablehnung wurde auch nur die Gefährlichkeit von Cannabis als erwiesen bezeichnet, aber gleichzeitig die med. Verwendung völlig ignoriert

    Münchhausen b. P. S. ist ’ne artifizielle Störung … prinzipiell nicht regierungsfähig, weil geistesgestört. Wer’s hat leidet nicht. Keine Krankheit und unheilbar

  9. Ralf

    Alle wollen auswandern? Ich bin schon weg. Endlich geht`s mir wieder gut. Deutschland ist und macht krank! Haut ja so schnell wie möglich dort ab ,ich wünsche euch allen viel Erfolg dabei!

  10. unbeugsam

    @ Otto Normal
    würde mich freuen…
    dann nehmen wir lieber Portugal,da ist bestimmt besser Wetter.

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