Mittwoch, 12. Dezember 2018

Drogenpreise sind allgemein am Sinken

 

Cannabis ist trotz höherer Verfügbarkeit aber teurer geworden …

 

Bild: Public Domain

 

Jährlich veröffentlicht die Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) einen Bericht über die aktuelle Situation auf dem illegalen Drogenschwarzmarkt. Der sogenannte Reitox-Bericht gibt neben Nutzerzahlen – die davon berichten, dass ungefähr jeder vierte Deutsche in seinem Leben schon einmal eine verbotene Substanz zu sich genommen hat – auch über die Preisentwicklung der verschiedenen Drogen Auskunft. Laut der DBDD lässt sich für 2017 festhalten, dass alle Kosten für den Einkauf berauschender Güter zurückgegangen sind, während nur Cannabis immer teurer wurde. Die Drogenpreise sind allgemein am Sinken, obwohl mit Strafverfolgung und großem Aufwand die Verfügbarkeit eigentlich stark eingeschränkt werden sollte.

 

Während in den letzten Jahren die Preise für unterschiedliche Drogen stetig etwas am Steigen waren, hält der aktuelle Reitox-Bericht für Deutschland nun fest, das derzeit wieder günstiger auf dem Schwarzmarkt eingekauft werden kann. Die Preise für Heroin, Kokain, Crystal Meth und andere chemisch hergestellte Substanzen sind im vergangenen Jahr somit messbar gesunken. So kostete ein Gramm Heroin im Gegensatz zum vorherigen Jahr mit 43 Euro ganze fünf Euro weniger als zuvor. Kokain ist im Grammpreis von 76 auf 72 Euro gesunken, und das zerstörerische Crystal Meth konnte gleich für zehn Euro weniger angeboten werden, als noch im Jahr 2016. Ebenfalls zehn Euro günstiger würde Crack von Dealern im Durchschnitt angeboten. Extacy hingegen hat den Verkaufswert von acht bis zehn Euro pro Pille halten können. Einzig das nun in einigen Ländern und US-Bundesstaaten legal verfügbare Cannabis, welches selbst in Deutschland dank teurer Importe in Apotheken für Medizinalhanfpatienten aus gesundheitlicher Verantwortung verkauft wird, hat einen Schub nach oben erfahren, was sich möglicherweise durch eine gestiegene Nachfrage erklären lässt.

 

So kostete ein Gramm Haschisch laut Bericht 2017 circa einen Euro mehr als noch im Jahr zuvor und konnte bei einem Preis von 9,50 € gehandelt werden. Die genannten Erkenntnisse holte man sich über das Bundeskriminalamt. Ebenfalls soll der Wirkstoffgehalt bei allen Substanzen gestiegen sein, der sich bei Marihuana – mit einem hinzugekommenen knappen Prozent – nun bei ungefähr 15 Prozent beziffern lässt. Trotz der allgemein sinkenden Preise scheint das Geschäft mit illegalen Substanzen für die beteiligten Händler profitabel, da man laut Angaben beispielsweise mit einem Kilogramm Koks schon bis zu 30000 Euro Gewinn erzielen kann.

 

Über die Gefahren des steigenden Wirkstoffgehaltes von Weed hatte sich bereits Marlene Mortler – die Drogenbeauftrage der Bundesregierung – schon mehrfach im Vorfeld geäußert und davor gewarnt die gesundheitlichen Risiken der in anderen Teilen der Erde legal erhältlichen sowie überprüften Pflanzenprodukte zu unterschätzen. „Cannabis kann abhängig machen, ist nicht harmlos und hip, sondern eine Droge mit immensen gesundheitlichen Nebenwirkungen„, fällt der gerne öffentlich kritisierten Dame zu dem öffentlich gewordenen Dilemma auf dem Schwarzmarkt ein.

 

Warum trotz der von ihr oft als Sinn bringend bezeichneten Eindämmungsversuche durch die prohibitionistisch eingestellte Staatsmacht diese widersprüchlichen Ergebnisse zum Vorschein kommen können, will von der zum zweiten Mal im Amt beschäftigten Spezialpolitikerin in diesem Zusammenhang aber lieber wieder einmal nicht beantwortet werden …

7 Antworten auf „Drogenpreise sind allgemein am Sinken

  1. Ralf

    @hans furth
    Oh,je wenn ich diese cannaphobischen Kommentare da lese, bin ich hin und hergerissen zwischen“ ihr wollt`s wohl einfach nicht kapieren und euch malVOLLSTÄNDIG informieren warum es diese Cannabisverteufelung überhaupt gibt, deswegen habt ihr verdient was ihr jetzt habt“, und, „um des Cannabisgottes Willen, fahrt nach Holland, raucht einfach ein paar Joints jeden Tag und schluckt nicht diesen Müll der Pharmamafia die es 2 Generationen lang vermasselt hat“, und es wird euch gut gehen, und wieso hört ihr eigentlich noch auf Quacksalber die es ebenfalls 2 Generationen lang nicht geschnallt haben und immer noch keine Ahnung haben was los ist ?!.“
    Ich gehe zu denen gar nicht mehr hin(das letzte Mal ist schon Jahre her), habe es allerdings dank eines lebenslang, genügend hohen Cannabisspiegels auch nicht nötig.

  2. Rainer Sikora

    Wenn wesentlich mehr Menschen selbst anbauen und auf das Risiko erwischt zu werden pfeifen würden,wäre Vieles anders.

  3. H4n51mGlu3ck

    An Ralf der hans furth antwortet :
    Ich möchte deinem Kommentar bitte einen Daumen nach oben geben. XD
    4:20… da geht die Sonne auf -_- XD

  4. Otto Normal

    @Ralf
    „fahrt nach Holland, raucht einfach ein paar Joints jeden Tag …“

    von Berlin aus (1.000 km)
    oder von München, Zwickau ect.?
    Geht leider nur wenn man im Grenzgebiet zu den Niederlanden wohnt.

    @Rainer Sikora
    „Wenn wesentlich mehr Menschen selbst anbauen und auf das Risiko erwischt zu werden pfeifen würden, wäre Vieles anders.“

    Stimmt. Dann hätten viel weniger Leute den FS und die Straßen würden leerer. Aber auf wirtschaftliche Vernichtung haben nur wenige Lust. Außerdem sind die Deutschen leider keine Rebellen. Wenn es alle gleichzeitig machen würden hätte es sicher Wirkung, dennoch würden die ersten Opfer vom System erstmal fertig gemacht. Ich habe da Verständnis für. Nur Wenige sind zum Helden oder Märtyrer geboren.

  5. R. Maestro

    In vielen, bisher sog. Bananenrepubliken, geht man weitaus vernünftigere Wege.
    Hierzulande sind die finanziellen Zuwendungen halt einfach noch zu hoch.

    Welcher Staat, ist eine Bananenrepublik? Staaten, die der Vernuft folgen, oder Staaten, in denen noch immer, wie bei uns, Lobbyismus, Ideologien, Knechtschaft für die Einen, Profit für Andere bedeutet?
    Wir sind eine Bananenrepublik.
    Man verschleiert es halt besser.

    Wenn die WHO sich im März 2019 erst äussern will, das ist so gewaltig anrüchig.

    Eine Änderung ist seit Jahrzehnten fällig.

    Nicht erst im März!!!

  6. Harald

    Das ist eine schlechte Nachricht für so manche Regierung. Das gibt weniger Schwarzgeld, ohne das so manches Land gar nicht mehr funktionieren würde. In diesem Zusammenhang viel Grüße an die Finanzpolitiker. Es wird Zeit umzudenken, was zugegebenermaßen schwierig ist mit den Schäden von Alkohol und Pulver. 🙂

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