Mittwoch, 29. August 2018

Juans Selektion im Sommer

 

 

Feinste Knospen zum Verkosten aus der eigenen Produktion

 

würzige, oldschool-lastige Critical Bang

 

 

Text & Fotos: Der Budler

 

 

Seit meinem letzten Besuch bei Juan ist inzwischen schon eine Weile vergangen. Doch vor nicht allzu langer Zeit lies der Gute einmal wieder ein paar Rauchzeichen aufsteigen und bat mich zu sich. Diesmal wollte er mir seine auserwählten Ladys zeigen, deren Mütter er während meiner letzten Visite selektiert hatte. Weitere Growshows und Strainreviews von dem smarten Spanier findet ihr in der März- und Juli-Ausgabe 2017.

 

Juans Kammer

 

 

Aber jetzt zurück zu unserer heutigen Growshow. In Juans XL Box (1,20m x 1,20m x 2,00m) hängt eine 600-Watt-Natrium-Dampf-Lampe inklusive Adjust a Wing, die an ein elektronisches Vorschaltgerät geschlossen wurde. Zusätzlich befindet sich in dem Zelt noch ein Aktivkohlefilter, der an einen Abluftventilator angeschlossen ist. Dieser Ventilator schafft es im Optimalfall, 500 Kubikmeter die Stunde aus dem Zelt zu saugen. Dadurch wird es in dem Zelt nicht zu warm und durch den Aktivkohlefilter kommt die Luft geruchsneutral aus der Box. Die Abluft sollte am besten direkt aus dem Haus geführt werden. Da Juan nur eine Box in seinem Zimmer hat, lässt er die Abluft einfach in sein Zimmer ab. Deswegen hat er immer ein/zwei Fenster offen, um einen guten Luftaustausch zu gewährleisten. Denn die Pflanzen brauchen Sauerstoff beziehungsweise CO2, das in unserer Luft zu finden ist. Zudem mögen es die Pflanzen nicht zu warm. Juan achtet darauf, dass seine Temperatur in der Kammer 25 Grad am Tag (wenn das Licht an ist) nicht übersteigt. Wobei man das je nach Jahreszeit und Location nur schwierig regulieren kann, außer man leistet sich ein paar technische Gerätschaften, wie einen Cool Tube oder eine Klimaanlage. Allerdings hat Juan mit seiner Temperatur kaum Probleme und verzichtet auf Gadgets dieser Art. Darüber hinaus hat Juan noch zwei 7,5 Watt Clipventilatoren in der Box angebracht, um die Pflanzen schön in Bewegung zu halten und die Luft zirkulieren zu lassen.

 

 

In Juans Schatzkammer hat der Herr 24 Stecklinge, die er in Neunlitertöpfe eingepflanzt hat. Die Erde ist eine bessere Baumarkterde, die mit Perliten und Kokos angereichert wurde. Auf 50 Liter Erde gibt Juan etwa 5 Liter Kokos und 5 Liter Perlite. So wird die Erde locker und luftig, damit die Wurzeln besser mit Sauerstoff versorgt werden können. Diese Töpfe werden in der Regel alle zwei Tage mit bis zu 700 Milliliter versorgt. Als die Stecklinge noch frisch umgetopft waren, hatte Juan nur 500-600 ml nach Bedarf gegossen. Den pH-Wert hat er zwischen 6,3 und 6,7 gehalten. Wobei da jeder Gärtner und jede Sorte andere Vorlieben hat. Gedüngt wurde mit Teilen der Hesi-Reihe. Juan benutzt den Wurzel- und den TNT-Komplex im Wachstum sowie den Blühkomplex und Phosphor Plus in der Blüte. Jedoch gibt Juan immer nur zwischen 60 und 90 % der Hersteller Angaben. Das hängt davon ab, wie es den Pflanzen geht, manchmal gibt er auch einfach nur Wasser mit einem korrigierten pH-Wert. Alle drei bis vier Wochen gibt Juan noch etwas Trichoderma-Pilze in das Wasser. Trichoderma regt das Bodenleben an und fördern das Wurzelwachstum. In den letzten 17 Tagen gibt es für die Damen nur noch Wasser, damit der Dünger aus dem Boden gespült wird. Soweit zu den Geräten und der Vorgehensweise des Herren.

 

Die Genetik

 

 

Juan hat die gleiche Genetik wie beim letzten Mal, mit dem kleinen Unterschied, dass er nur die Pflanzen ausgewählt hat, die ihm am besten gefallen. Wobei Juan von jeder Sorte einen Phänotyp gefunden hat, den er behalten hat. Von manchen Sorten, wie der 24K, hatte er sogar zwei Phänos aufgehoben. Einen sehr diesellastigen Phänotyp der so üble Zitrusnoten verströmt, dass es schon fast in der Nase beißt. Und einen Phänotyp, der mehr den Kush zum Vorschein kommen lässt, aber trotzdem eine Spur Zitrus im Abgang hat. Bei der Lemon OG hat sich Juan für einen Phäno entschieden, der süß wie Honig riecht aber trotzdem eine gewisse Würze und erdige Töne von Kush mit sich bringt. Allgemein ist Juan sehr begeistert von den Strains von DNA Genetics, die eine wirklich exzellente Auswahl an feinsten Kali Genetiken in ihrem Sortiment beinhalten. Deswegen greift Juan immer wieder gerne auf DNA Genetics zurück und ist sowohl von den Klassikern, wie Chocolope oder Lemon Skunk überzeugt als auch von den neuen Sorten. Dann wären da noch eine sehr schwer würzige, oldschool-lastige Critical Bang von einer kleinen Seedbank Namens Sputnik Seeds, die in Spanien ansässig ist. Zu guter Letzt hat sich Juan noch ein paar Stecklinge von seiner Killer Kush Mutti in die Box gestellt. Die Killer Kush ist mit einer Blütezeit von sieben Wochen sehr zügig und liefert mit etwas Glück beim Selektieren feinste Kusharomen. Die Killer Kush ist von der Firma Sweetseeds und wurde von Juan auf Empfehlung gekauft. Auch Sweetseeds hat ihren Sitz in Spanien und züchtet schon mehr als ein Jahrzehnt wirklich nice Sorten für einen fairen Preis.

 

Natürlich wollte Juan mir und euch auch seine selektierten Strains vorführen. Also öffnete der Herr für uns sein Zelt und zeigte mir die Ladys in voller Pracht. Die Blüte war zu dem Zeitpunkt schon etwas weiter fortgeschritten und alles funkelte sagenhaft. Nach kurzem Staunen und einigen Geruchsproben begaben wir uns auf die Couch und philosophierten über die verschiedenen Aromen, die sich in dieser Schatzkammer befanden. Anschließend zeigte der Gute mir noch ein paar edle Blüten von seiner selektierten Critical und seiner Lemon OG. Und ich kann nur sagen, beide Buds waren geruchlich der Hammer. Der Geruch von der Critical kam mir sehr bekannt vor und war schön erdig, wie man es von diversen Indica Strains gewohnt ist. Bei der Lemon OG war das Aroma atemberaubend. Wie schon oben erwähnt, erinnerte mich die Sorte an süß-würzigen Honig mit feinen Kushnoten. Ein definitiv sehr vielfältiges und exotisches Terpenprofil, das man nicht an jeder Ecke findet. Von daher auch noch mal ein fettes Dankeschön an Juan für den Einblick, den er uns gewährt hat.

 

Dieser Artikel dient nur zu Aufklärungs- und Informationszwecken. Cannabis ist manchen Ländern immer noch verboten.

 

Alles Gute, Der Budler!

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