Dienstag, 14. August 2018

Österreich im Anti-Cannabis-Rausch

 

 

Propaganda gegen Cannabis schürt in der Bevölkerung zunehmend Ängste und Fremdenhass

 

 

Cannabis
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Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

 

 

Die österreichischen Brüder und Schwestern sind wirklich nicht zu beneiden, seitdem das Kurz/Strache-Regime die Alpenrepublik für die Zukunft fit macht – einer Zukunft, die in der Vergangenheit liegt und nichts Gutes verheißt. Entgegen des weltweiten Trends der Cannabis-Legalisierung haben die beiden Führer der Regierungsparteien eine landesweite Offensive im guten alten Anti-Hanf-Krieg gestartet, unterstützt von der Regenbogenpresse. Kein Tag vergeht, an dem nicht das noch so kleinste Vergehen gegen das Cannabisverbot mit einer Schlagzeile gewürdigt wird, um der Bevölkerung einzutrichtern, dass die Cannabis-Prohibition dem Heimatschutz dient. Heimatschutz deshalb, weil Kiffer und Cannabis-Patienten in den Augen der Anhänger der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) skrupellose Verbrecher sind, die mit unerwünschten Asylbewerbern, Kriegsflüchtlingen und Migranten illegale Suchtgiftgeschäfte machen.

 

Richtig viel Wasser auf die Mühlen der Prohibitionisten war nun eine Erfolgsmeldung der Wiener Polizei, die sich unter der rechten Ägide ganz besonders regimetreu zeigt und auf alles Jagd macht, was auch nur annähernd wie ein Drogendealer aussieht. Am Samstagabend gelang einer Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) im Rahmen einer Schwerpunktaktion am Wiener Praterstern in der Leopoldstadt ein nicht gerade alltäglicher Zugriff, der zugleich die ganze Absurdität der verfehlten österreichischen Drogen- und Flüchtlingspolitik aufzeigt. Laut Polizei konnten die Beamten einen erst elf Jahre alten Buben in flagranti beim Dealen ertappen und fünf Gramm Cannabis beschlagnahmen. Doch die Horrormeldung wäre keine richtige Horrormeldung, wenn das Knäblein kein afghanischer Kinderdealer wäre. Erst die Information über die Herkunft und Nationalität des verdächtigten Elfjährigen macht die Meldung aus dem Polizeiticker zur Schlagzeile, die die bauchpinselt, die aus dem Bauch heraus schon immer wussten, dass Afghanen bereits als Drogendealer geboren werden. Dieser Beiklang der Meldung ist es dann auch, der wenig Zuversicht gibt, dass Österreich in absehbarer Zeit den Spuk der Prohibition beendet. Das Hanfverbot scheint unentbehrlich, um unliebsame Subjekte auszugrenzen und zu kriminalisieren.

 

Die Frage, wieso und weshalb ein elfjähriges afghanisches Flüchtlingskind mit dem Genussmittel Cannabis auf der Straße Handel treibt und nicht in der Schule sitzt, will sich die Mehrheit der Österreicher offenbar nicht wahrheitsgemäß beantworten. Stattdessen flüchtet sich der Vielvölkerstaat Österreich in die diffuse Angst vor „Überfremdung“, die nur mit „dichten Grenzen“ bekämpft werden kann. Die österreichische Losung lautet: Vorwärts nimmer, rückwärts immer – auch in Sachen Cannabis-Legalisierung.

 

12 Antworten auf „Österreich im Anti-Cannabis-Rausch

  1. Substi

    So wird’s kommen! Die verfolgen Uns noch wie die Juden im 3.Reich und stecken Uns in Arbeitslager oder schlimmeres…
    Wie ignorant und unsozial kann ein Mensch eigentlich sein? DAS SIND INFARME LÜGEN und verdrehung sämtlicher Tatsachen!
    Pfui! Pfui! Pfui!
    Ich bin so wütend, ich hab ein Schild gemalt!
    Lasst Uns doch endlich in Ruhe, was tun wir Euch eigentlich? NICHTS!!

  2. hoizhax

    Das beste Beispiel, wenn Rechts Überhand nimmt.
    In Deutschland werden wir das schon auch noch richtig spühren.
    Und es gibt echt Kiffer die rechts wählen…….????!!!!!

  3. Free

    Je rechter je doller. Und je dümmer das Volk je rechter wählt es. Und das hatten wir in der Tat schon 1932/33

    Hier mal ein Ausschnitt aus der ZON

    // Die „Hitlerbewegung“, wie die NSDAP auf dem Stimmzettel auch heißt, verdoppelt ihren Anteil, steigert wegen der vielen abgegebenen Stimmen die absolute Zahl sogar um 115 Prozent. Der Zuwachs kommt aus einem breiten Spektrum der Bevölkerung, aus Schichten, die ihre Stimmen zuvor ganz unterschiedlichen Parteien der zersplitterten Landschaft gaben.//

    Schon ziemlich beeindruckend, wenn ich mir das Wahlergebnis von 2017 ansehe…..

  4. Otto Normal

    Da sieht man es mal wieder: die Flüchtlinge sind schuld!
    Sogar in der Legalisierung werfen die uns wieder zurück.
    Wir hatten es fast geschafft, Kiffzeusch war so gut wie legal, alles schon in trockenen Tüchern und jetzt sowas!

    Drogen verkaufen kann übrigens jeder 6-Jährige, also kann das auch ein 11-jähriger. Ich finde das gar nicht so schlimm wenn Kinder früh anfangen geschäftstüchtig zu werden, zeigt es doch das sie von Anfang an den Charakter unseres kapitalistischen Schweinesystems erkannt haben. Drogen verkaufen ist außerdem immer noch besser als den eigenen Körper zu verkaufen, denn so bleibt der evtl Schaden beim Kunden und nicht beim Kind.

  5. buri_see_käo

    Es wird immer rechtslastiger in Europa, und die Rechten sind vom Wahn getrieben, jeden und alles zu bevormunden, zu kommandieren, zu kontrollieren, zu sanktionieren, inzubuchten, auszurotten, bla bla bla. Bis zur Umsiedlung als Rentner nach Nordthailand (hab Grundstück dort) sind es noch mindestens 5 Jahre. Mir schwirrts manchmal im Kopf, zu den Holzies auszuwandern. Mit E-Technik und Sprachen de/uk/th müsste es eigentlich machbar sein, etwas Erfahrung durch E-Konstruktion für Maschinen für Canada habe ich auch.

  6. PRF

    Wir haben zwar die Argumente auf unserer Seite, aber die aufkommende rechte Wolke über Europa kann die Vorstöße der Cannabisbewegung durch ihre ideologische Furcht vor Hippies, Ökos, etc. ganz schnell wieder zerschlagen. Die Position der AFD zu Cannabis sollte auch hinreichend bekannt sein.

  7. Herr Mündig

    Ich habe einfach keine Kraft mehr…
    Es war vor dieser Regierung schon schlimm und jetzt wird alles nur noch schlimmer. Ich fühle mich jeden Tag verfolgt. Obwohl ich NICHTS falsch mache!!! Ich argumentiere mit Fakten und die Regierung darf offensichtlich lügen und hetzen.

  8. Vakuumgarer

    Krebs , Alzheimer und Alkoholsucht kann Cannabis heilen , ohne Arzt , Apotheke und Pharmafirma . Cannabis ist eine Medizin und nicht Tötlich . Hanfbeton ist stabiler . leichter und billiger als gewöhnlicher Beton . Ein Hektar Hanf erzeugt, dreimal ,mehr Cellulose ,als ein Hektar Wald . Der Alkohol und Taback Umsatz bricht nach einer Legalisierung von Cannabis , zusammen .

  9. Filamente und Voids

    Cannabis fördert im Gegensatz zu Alkohol, Empathie ,die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen.. Cannabis ist ein Empathogen .

  10. madmax

    Leider macht das Österreich zu einem NoGo Urlaubsland. Repression im Urlaub kann ich mir nicht geben. Österreich soll lieber aufhören ihre Suchtmittel wie den Grünen Velentiner zu uns nach Deutschland zu schicken, von solchen Zeug haben wir selbst genug Probleme. Es findet ein rücksichtsloser Profit getriebener Handel mit solchen Nervengiften statt, der in Deutschland jährlich über 70.000 Tote fordert.

    Bei Cannabis ist es kein Einziger.

    Saufen bis kotzen ist auch bei uns in Bayern ein Kulturgut. Bei uns gibt es Ethanol mit Biergeschmack aus Gläsern so groß wie Eimer. Dies wird auch noch von Politikern propagiert. Prost !

  11. Crazy

    Schwer nachvollziehbar warum Alkohol erlaubt und Cannabis verboten ist.

    Woran merkt man das man alt ist ?
    „Wenn man am Tag der Deutschen Einheit an den Anschluss Österreichs denkt.“

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