Sonntag, 18. März 2018

Kascha März 2018

 

Erste Hilfe für Kiffer – DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL 

 

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Fabrice (19) aus Stuttgart fragt:

 

„Hi Kascha,

 

wie kann man Haschischöl eigentlich am besten rauchen, wenn man keinen Tabak rauchen möchte? Das Öl in einen puren Grasjoint zu mischen finde ich irgendwie etwas heftig. Man verbraucht ja dann auch zu dem teuren Öl noch viel teures Gras. Aber ich will mir auch keinen Tabakjoint mit Haschischöl rollen, das stelle ich mir eklig vor, ich rauche auch keine Zigaretten.“

 

Kascha antwortet:

 

„High Fabrice,

 

das ist eine interessante Frage, denn Haschöl ist in der Anwendung wirklich etwas schwieriger als Gras oder Hasch: es klebt an allem fest und ist teuer genug, dass man nichts davon verschwenden möchte. Ich glaube tatsächlich, dass ein normaler Gras-Tabak-Joint mit einem mit Öl eingeschmierten Paper zu den am meisten verbreiteten Konsumformen für Haschischöl zählt. Das gilt vor allem für das klebrige, schwarz-grünliche Öl. Das mit Butan hergestellte, eher gelbliche BHO bzw. „Wachs“ wird häufig mit speziellen Bongs inhaliert, diese Vorgehensweise bezeichnet man als Dabbing. Dabei wird eine kleine Menge BHO (Butan-Hasch-Oil) auf ein Metallplättchen aufgetragen und dann mit einem heißen Nagel verdampft, während man durch die Bong inhaliert. Das ist eine sehr saubere Konsummethode – allerdings auch etwas aufwändiger als ein Joint. Und vor allem ist es, je nach Dosierung, zum Teil eine sehr stark wirkende Konsumform. Grundsätzlich würde diese Methode auch mit dem flüssigen Haschöl funktionieren, aber BHO ist deutlich angenehmer in der Anwendung, weil es nicht so flüssig und widerspenstig ist und sich leichter dosieren lässt.

Auch im Vaporizer lässt sich Haschöl konsumieren – das hängt allerdings vom Modell ab. Du tränkst dafür einfach ein passendes Stück Stahl- oder Steinwolle mit dem Öl und gibst es in die Weedkammer des Vaporizers. Theoretisch müsste es auch möglich sein, ein so getränktes Stahlwollepad auch in eine kleine Purpfeife einzulegen und dann zu rauchen. Das Öl einfach in das E-Liquid einer E-Zigarette zu mischen (die gibt es ja auch nikotinfrei) funktioniert nach allem was ich darüber weiß nicht so gut, denn die Verdampfungstemperatur solcher E-Zigaretten ist für Nikotin nicht optimal. Mit speziell für CBD entwickelten Verdampfern müsste es wiederum möglich sein – der Siedepunkt von CBD liegt nämlich knapp über dem von THC. Erfahrungen habe ich damit aber keine, vielleicht weiß irgendwer meiner Leser mehr darüber? Dann wäre ich für Hinweise dankbar.“

 

 

Theresa (20) aus Hannover fragt:

 

„Hallo Kascha,

 

ich habe mir aus dem Urlaub in Spanien im Herbst ein paar Samen mitgebracht, die ich gerne im Garten aussäen würde. Ich habe mich extra erkundigt, sie sind für Outdoor gut geeignet. Ich weiß aber nicht genau, wann ich anfangen soll? Ich habe mal gehört ab März, aber vertragen die Pflanzen denn Nachtfrost? So richtig sicher bin ich mir bei dem Wetter noch nicht. Und ich habe nur zehn Samen weil die recht teuer waren, da will ich auch nichts riskieren.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Theresa,

 

dass du, wenn du teure Samen gekauft hast, nichts verschwenden willst, kann ich verstehen. Ich darf dir an dieser Stelle allerdings keine Beratung zum illegalen Anbau von Cannabis geben. Stattdessen werde ich dir erzählen, wie viele andere Hobby-Gartengrower mit dieser Situation umgehen. Denn Nachtfrost ist tatsächlich eines der großen Risiken, wenn man Pflanzen im Garten anbauen möchte. Ein anderes großes Risiko sind Vögel, die um diese Jahreszeit noch nicht viel Nahrung finden und für die leckeren und gesunden Hanfsamen dankbar sind. Kurz gesagt: Kaum jemand sät gutes Saatgut direkt im Garten aus, denn die Risiken sind schwer kalkulierbar. Stattdessen ziehen viele Grower ihre Samen ab ca. Anfang bis Mitte März auf einem einigermaßen sonnigen Fensterbrett vor. Manche benutzen kleine Blumentöpfe dafür, andere benutzen Joghurtbecher. Gerade bei Joghurtbechern sollte man aber sehr mit der Feuchtigkeit aufpassen: Die Samen benötigen zum Keimen viel Wasser, die Erde soll aber auch nicht schimmeln.

Bis Mitte April sind die Pflänzchen dann meist schon zwischen 15 und 30 cm hoch und kräftig genug, um ausgepflanzt zu werden. Das Wetter ist aber auch im April noch ein nicht zu unterschätzender Faktor: Frost vertragen auch diese Pflanzen nicht sehr gut und auch im April kann es noch frostige Nächte geben. Viele gehen daher auf Nummer Sicher und pflanzen Ihre Pflänzchen lieber noch einmal in einen größeren Topf auf dem Fensterbrett um. Auch im Mai kann man sie noch super auspflanzen – zu lange sollte man aber nicht warten, weil man ihnen ja auch Zeit zum Wachsen und Blühen geben möchte.“

 

 

Carsten (22) aus Berlin fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ist dir auch schon mal aufgefallen, dass Gras manchmal einen etwas strengen Geruch hat? Fast ein bisschen wie Katzenurin. Also nicht so richtig eklig, aber schon irgendwie auffällig. Ist das eine bestimmte Sorte oder woran liegt das?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Carsten,

 

das ist keine bestimmte Sorte, auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, dass manche Sorten mehr dazu neigen als andere. Tatsächlich kommt dieser Geruch von kleinen Fehlern im Trocknungsprozess. Dann entsteht Ammoniak – selbst kleine Mengen davon verursachen schnell eine charakteristische Note. Das ist erst mal nicht schlimm, denn natürlich ist kein Urin im Gras enthalten. Es kann aber natürlich etwas störend beim Rauchgenuss sein. Ändern kann man es dann leider nicht mehr, der Geruch nimmt aber etwas ab, wenn es trocknet und gut belüftet wird. Ein ähnlicher, wenn auch chemisch etwas anderer Vorgang führt übrigens dazu, dass bestimmte Biersorten ein wenig nach Weed riechen: Bier, das in grünen Flaschen gelagert wird, bekommt andere Lichtanteile ab als Bier, das in braunen Flaschen gelagert wird. Dadurch wird es, technisch gesehen, „ranzig“ – weil aber viele Biertrinker diesen besonderen, etwas herben Geruch mögen, werden bestimmte Biersorgen weiterhin in grünen Flaschen abgefüllt.“

3 Antworten auf „Kascha März 2018

  1. Random String

    Für Öl kann ich den Vaponic empfehlen. Einen simplen Vaporisator, der mit einem Feuerzeug funktioniert. Das Öl wird auf ein Sieb getropft und dieses dann zusammengerollt in die Heizkammer gesteckt. Kurz mit einem (Sturm)Feuerzeug erhitzt, kann man den Dampf dann geniessen. Erfordert etwas Übung ist aber auch für Blüten eine der leckersten und preisgünstigsten (~30€) Varianten.

  2. Weenu

    Ich kann Damiana empfehlen. Kriegt man wohl recht günstig aus der Apotheke. Raucht sich ähnlich wie Tabak. Aber als Nichtraucher viel angenehmer und geruchsneutraler.
    Aber schwieriger zu drehen, also am besten durch den grinder jagen.

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