Sonntag, 14. Januar 2018

Der 23. Geburtstag des Hanf Museums in Berlin

 

 

Feste feiern wie sie fallen.

 

 

Bereits am 06. Dezember 2017 wurden nicht nur alle unartigen Kinder vom Nikolaus mit einer Rute besucht, auch das Berliner Hanf Museum hatte Grund zum Feiern. Seit über zwei Dekaden informiert die einzig durch Spendengelder finanzierte Dauerausstellung alle interessierten Besucher über die mannigfaltigen Einsatzfähigkeiten des natürlichen Rohstoffs Hanf sowie auch über die Jahrtausende alte Geschichte der gerne als Rauschmittel eingesetzten Medizin. Der 23. Geburtstag des Hanf-Museums in Berlin zeigt alle Einsatzgebiete nach einem Tag der offenen Tür dann auch in Live-Action.

 

Zum besonderen Ehrentag der über Cannabis aufklärenden Einrichtung kamen nicht nur reguläre Besucher und Gäste in das Gebäude am Mühlendamm 5 – die von dem kostenfreien Eintritt in die Dauerausstellung an diesem Datum profitierten – auch der Deutsche Hanfverband hatte am 06. Dezember einen speziellen Rundgang spendiert bekommen, der von Museumsdirektor Rolf Ebbinghaus höchstpersönlich begleitet wurde. Auf geschichtliche Aspekte konnte so genauer eingegangen werden und alle bedeutenden Ausstellungsstücke erhielten Erklärungen vom Fachmann. Das auch immer zur Langen Nacht der Museen geöffnete Hanf Museum hat schließlich regelmäßig Sonderausstellungen zu speziellen Themen, die nicht sofort für jedermann mit Marihuana in Zusammenhang stehen, jedoch bei genauerem Hinschauen und Hören diese Verbindungen offenbaren.

 

So sind beispielsweise alle Weltreligionen in diesem Spektrum betrachtet oder der Besucher betrachtet selbst einmal echte Hanfpflanzen während des Wachstums, um illuminierende Gedanken zum Thema Prohibition zu erhaschen. Da das Hanfverbot in 2017 dank des Medizinialhanfgesetzes immerhin etwas aufgelockert wurde, war die Stimmung in geschlossener Gesellschaft am Ende des Tages ähnlich unverkrampft. So sammelte sich nicht nur ein großer Teil der Berliner Aktivistenszene, sondern auch ein angereister Teil aus der restlichen Bundesrepublik unter den Ausstellungsräumlichkeiten im Café des Hanf-Museums, um diesen speziellen Feiertag gebührend ausklingen zu lassen. Da ein gewichtiger Teil der Anwesenden mittlerweile zu Rezeptinhabern von Marihuanaarznei zählt, wurde während des 23. Geburtstags des Hanf-Museums ungeniert mediziniert, was sicherlich allen Gästen eine unerhörte Freude bereitete.

 

Zusätzlich zu diesen Genüssen durfte man sich an Hanfkuchen, Hanfbroten, Tees oder Kaffee bedienen und über die Zukunft des geschätzten Gewächses philosophieren, während man sich unter Gleichgesinnten befand. Zu diesen zählten sich unter anderem die bekannte Hanfbäckerin Kathrin Gebhardt, Teile des exzessiv.TV-Teams, Sadu van Hemp, Steffen „Usual Red Ant“ Geyer, Starcannabispatient Günter Weiglein, Hanf Journal Herausgeber Emmi Kotzian, Mathematiker Hans Cousto und natürlich noch viele weitere nette und aufgeschlossene Menschen sowie die fleißigen Helfer, die seit Jahren eifrig an einem Umschwung in der Cannabispolitik feilen und mittlerweile einige Erfolge vorzuweisen haben. Selbstverständlich wäre die gesamte Diskussion weit weniger aufgeklärt und nicht so weit vorangeschritten, hätten die letzten 23 Jahre dem Hanfmuseum nicht dazu gedient, durch direkten Kontakt Falschinformationen aufzudecken und Ängste gegen die natürliche und äußerst nützliche Hanfpflanze in der Allgemeinheit wieder etwas abzubauen.

 

Aus diesem Grund lohnt sich auch immer ein Besuch in dem nun im 24. Lebensjahr stehenden Museum in Berlin, das sich die Aufklärungsarbeit zum Ziel gesetzt hat und möglichst viel fundiertes Wissen über Cannabis, dessen Einsatzgebiete und Nutzenfaktoren an die Bevölkerung vermitteln möchte – auch in 2018.

 

Hanfmuseum Berlin

Mühlendamm 5

10178 Berlin

www.hanfmuseum.de

 

Öffnungszeiten:
Di-Fr: 10-20 Uhr
Sa/So: 12-20 Uhr
Montags Ruhetag

 

Preise

Eintritt: 4,50 Euro
Ermäßigter Eintritt: 3,- Euro
Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt

 

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